Listen Up! 2014

Wenige Stunden, bevor draußen die Silvesterböller in die Luft steigen: Meine Knaller des Jahres.

Die 15 besten Alben des Jahres

Der Klassiker zuerst: Die Alben des Jahres. Gefühlt habe ich weniger gehört als im Vorjahr, mir dafür aber mehr selbst gekauft (und nicht gestreamt). Ich mag ja nach wie vor Alben als Kunstform. Sicherlich gibt es von ganz anderen Bands sehr gute Songs, aber das Album als vollendetes Werk halte ich immer noch für wertiger. Und langlebiger.

Eine klare Spitzengruppe wie im vergangenen Jahr gab es dieses Mal nicht, eigentlich lohnt es sich fast gar nicht, die Alben zu ranken – aber die Gewohnheit… Also los geht’s mit meinem unrepräsentativen Blick auf den Musikmarkt. In Klammern jeweils ein verlinkter Anspieltipp.

15. Emily Barker – Dear River (Video)
14. Coves – Soft Friday (Video)
13. Howler – World Of Joy (Video)
12. Interpol – El Pintor (Video)
11. Purple – 409 (Video)
10. The Jezables – The Brink (Video)
9. Courteeners – Concrete Love (Video)
8. Kasabian – 48:13 (Video)
7. Ages And Ages – Divisionary (Video)
6. Dum Dum Girls – Too True (Video)
5. John Allen – Sophomore (Video)
4. Blues Pills – Blues Pills (Video)
3. Royal Blood – Royal Blood (Video)
2. Einar Stray Orchestra – Politricks (Video)
1. Temples – Sun Structure (Video)

Als schöne Überleitung zum nächsten Punkt kann ich sagen, dass ich mich heute immer noch ärgere, die Temples erst kennen gelernt zu haben, nach dem sie für ihr Konzert in München waren.

Die 10 besten Konzerte des Jahres

In diesem Jahr waren es 17 Konzerte plus der eine Abend auf dem Free & Easy Festival im Backstage. Wieder eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Neu war, dass ich dieses Jahr vier Konzerte außerhalb von München gesehen habe. Und auch innerhalb von München war in diesem Jahr eine große Breite an Locations dabei. Geführt hat dabei, dass muss ich zu geben, das große Zenith mit 3 Konzerten, gefolgt mit 2 Konzerten vom etwas kleineren Kesselhaus gegenüber. Auch das Backstage und das Strom wurden von mir jeweils zweimal besucht.

10. To Kill A King (Orangehouse)
9. The National (Zenith)
8. John Allen / Joe Ginsberg (Backstage)
7. Blues Pills (Hansa 39)
6. Einar Stray Orchestra (Muffatcafé)
5. The Jezabels (Freiheiz)
4. Franz Ferdinand (Zenith)
3. The Libertines (Mitsubishi Electric Hall, Düsseldorf)
2. Kasabian (Kesselhaus)
1. Frank Turner (O2 Arena, London / Ostwerk, Augsburg)

Die ersten beiden Plätze sind gleich zum Vorjahr, nur in umgedrehter Reihenfolge. Und erstaunlich, wie manche Konzerte dann doch länger im Kopf blieben als andere.

Die 10 besten Kinofilme des Jahres

Beliebte Frage: Sollte man den Film im Kino gesehen haben? Ich finde ja, man sollte alle Filme im Kino sehen, nirgends wirken sie besser. Das hat nur zum Teil mit der Größe zu tun, wichtig ist auch diese Fokussierung. Man hat nicht dauernd das Smartphone in der Hand oder holt sich schnell was aus dem Kühlschrank.

Dieses Jahr war ich nicht ganz so oft im Kino wie in den letzten Jahren, aber immer noch oft genug, um eine gute Topliste zusammen zu stellen. Gezählt sind nur Filme, die ich dieses Jahr auch tatsächlich im Kino gesehen habe und nicht auf irgendeinem anderen Wege. In Klammern die Chartposition nach verkauften Tickets in Deutschland (Quelle – nur Filme mit mehr als 100.000 Zuschauern):

10. The Purge: Anarchy (71)
9. Beneath (-)
8. Mistaken For Strangers (-)
7. Stereo (-)
6. Maze Runner (37)
5. 13 Sins (-)
4. Das finstere Tal (147)
3. Edge Of Tomorrow (72)
2. The Wolf Of Wall Street (6)
1. Interstellar (12)

Immerhin zwei deutsche Produktionen dabei und zwei Filme vom Fantasy Filmfest. Allerdings fehlt mir eine richtig gute Komödie in diesem Jahr. Vielleicht einfach verpasst. Im Kino verpasst hatte ich auch 12 Years A Slave und All Is Lost, beide erst jetzt gesehen und fand sie sehr gut. Auch erst später gesehen habe ich den viel gelobten Boyhood – allerdings fand ich dort das Making Of spannender als den eigentlichen Film.

Von den 10 erfolgreichsten Filmen dieses Jahr in Deutschland habe ich grade mal einen gesehen, von den Top 25 nur 3. Leider verpasst hatte ich dann die Guardians Of The Galaxy und Planet der Affen – Revolution. Werden beide demnächst nachgeholt.

Die 10 besten Serien des Jahres

Aufmerksame Leser des Serienwahns werden sich die Liste auch selbst herleiten können. Daher sollte es keine große Überraschung sein, dass auch die Nummer 1 in dieser Kategorie an Matthew McConnaughey geht. Doppelsieg! Gewertet wurden in dieser Kategorie nur Serienstaffeln, die ich in diesem Jahr gesehen habe, unabhängig von der Produktion.

10. Orphan Black (Staffel 1)
9. Nashville (Staffel 2)
8. Navy CIS (Staffel 11)
7. Awake (Staffel 1)
6. Bates Motel (Staffel 1)
5. Gomorrha (Staffel 1)
4. Bates Motel (Staffel 2)
3. Luther (Staffel 3)
2. Pastewka (Staffel 7)
1. True Detective (Staffel 1)

Die 5 besten Romane des Jahres

Dieses Jahr habe ich ein wenig nach gelassen mit dem Lesen. Hauptsächlich lag das am kürzeren Arbeitsweg, deshalb will ich mich da gar nicht beschweren. Aber auch am Verlust meines kindles, so wie an einigen Zeitschriften, die ihren Teil von meinem Lesebudget haben wollten. Letztlich habe ich es auf den letzten Drücker noch auf fünf Romane geschafft. Immerhin. Zwei Amerikaner, ein Russe, ein Spanier, ein Brasilianer. In Klammern jeweils das Erscheinungsjahr.

5. Sergej Snegow – Menschen wie Götter (1977)
4. Paulo Coelho – 11 Minuten (2003)
3. Joe R. Lansdale – Straße der Toten (2010)
2. Carlos Ruiz Zafón – Der Mitternachtspalast (1994)
1. Jonathan Franzen – Freiheit (2010)

 Die 5 besten Sport-Events des Jahres

Zu insgesamt 8 Fußballspielen habe ich es in diesem Jahr geschafft, keine anderen Sportarten. 4mal KSC, 3mal WM und 1mal die Bayern. Letzteres war auch gleich das erste Streichergebnis. Die besten, spannendsten, denkwürdigsten Spiele im Stadion:

5. Schweiz – Frankreich (WM 2014) 2:5
4. 1860 München – Karlsruher SC (Saison 2014/2015) 2:3
3. 1860 München – Karlsruher SC (Saison 2013/2014) 0:3
2. England – Italien (WM 2014) 1:2
1. Deutschland – Portugal (WM 2014) 4:0

Am Fernseher überstrahlt dann natürlich das WM-Finale und das Halbfinale gegen Brasilien die anderen Spiele. Aber auch an manche KSC-Spiele denke ich gerne zurück, genau wie an das schöne 0:4 der Bayern gegen Real Madrid im Halbfinale der Champions League.

Die 5 nettesten Restaurants des Jahres

Und zum Abschluß noch die Liste mit den Restaurants. Ich gehe ja ganz gerne essen, freue mich darüber, dass ich es mir leisten kann, bedient zu werden, und in netter Gesellschaft zu speisen. Besonders nett war es dabei an folgenden Orten – ungeranked:

  • Burrito Company / Pure Burrito (Texmex): Nach den Burgern sind Burritos der neuste Trend in der Stadt. Eine andere Art von Fast Food, aber nicht ganz so fettig, und perfekt für die Mittagspause. Die Company ist deutlich stylischer, bei Pure schmeckt es dafür etwas intensiver. In einem der beiden Läden bin ich fast jede Woche.
  • Eclipse (Israelisch): Nicht ganz so exotisch, wie man meint. Es ist ein Grillrestaurant mit sehr tollen Grill-Spießen, guten Vorspeisen und leckerem Humus. Wer da hungrig heraus kommt, hat irgendwas falsch gemacht.
  • Joon (Pasta): Noch ein Restaurant für Mittags: Sehr tolle Pasta und riesige Salate in angenehmer Atmosphäre.
  • La Baia (Italienisch): Meine Lieblings-Pizzeria. Unkompliziert, aber stilvoll. Das Essen bodenständig, aber mit dem kleinen etwas. Und die Pizza sehr lecker. Ist nur leider seit dem Herbst für einen Umbau geschlossen und kommt wohl danach unter neuer Leitung zurück.
  • Nomiya (Japanisch): In München als der bayerische Japaner bekannt. Eingerichtet fast wie ein Wirtshaus, aber das Sushi soll sehr gut sein, habe ich mir sagen lassen. Und was ich selbst bestätigen kann: Die Yakitori-Spieße sind fantastisch. Kann man einzeln bestellen und so essen, essen und essen.

Wie man sieht, alle in diesem Jahr aus München. In der Hinsicht hatte mich mein Brasilien-Urlaub ein wenig enttäuscht. London war, was das Essen angeht, zwar besser als der englische Ruf, es hat aber dann doch nicht bis zur Top 5 gerreicht.

Das war es für dieses Jahr. Was waren eure Highlight in diesen Kategorien? Lasst es mich in den Kommentaren wissen. Ich wünsche euch einen schönen Jahreswechsel, kommt gut rüber! Bis 2015, das Jahr, in das Marty McFly in die Zukunft gereist ist.


Listen Up 2013 + Listen Up 2012

This entry was posted in Aus dem Leben, Der richtige Ton, Sportlich, Was mit Medien. Bookmark the permalink.

8 Responses to Listen Up! 2014

  1. Caroline says:

    Danke, deine Listen sind aber auch nicht zu verachten! Ja haha er hat einfach überall gespielt, wo wir auch waren :-D
    True Detective hab ich auch geschaut. Fand ich am Anfang etwas zäh aber dann richtig gut :-)

  2. Miss James says:

    Ich liebe solche Listen :)

  3. bknicole says:

    Wirklich tolle Liste, bei der ich zumindest bei den Filmen und Serien mitreden kann, denn was Musik anbelangt haben wir einen ganz anderen Geschmack und München ist was Essen anbelangt zu weit von mir weg.

    An Filmen habe ich es ja leider auch mal wieder nicht so oft ins Kino geschafft wie ich wollte, war dann eher für die großen Blockbuster wie 12 Years A Slave, Die Tribute von Panem, The Maze Runner oder Gone Girl im Kino und habe die Besuche nur bei ersterem bereut. Der hat mir einfach nicht so gut gefallen. Klar das Thema ist ein schockierendes, aber er hatte mir zu viele Längen und dann war ich froh als er vorbei war. Jedoch stehen auf meiner Wunschliste noch Filme wie Non-Stop, Noah (die sind zum Glück in diesem Monat auf Amazon Prime verfügbar und kommen rein, da freue ich mich drauf), Maleficent oder Planet der Affen. An Komödien gab es diesem Jahr echt nicht so viel, wobei ich mir irgendwann mal Sex Tape anschauen möchte, da sah der Trailer doch sehr lustig aus.

    Bei Serien möchte ich ja unbedingt mal True Detective sehen. Man hört von überall nur Gutes ,aber bisher bin ich noch nicht dazu gekommen mir das mal näher anzuschauen.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Jup war einiges diesen Monat.
    Ich will Herz aus Stahl schon wegen Brad Pitt und Logan Lerman sehen, sind einfach zwei Schauspieler die ich gut finde und vor allem für Logan ist das ja mal ne ganz andere Rolle.
    Ja genau Olivie Cooke ist von Bates Motel, deshalb bin ich auch auf den Film aufmerksam geworden. Dort finde ich sie ja super und bin gespannt wie sie sich in diesem Film so macht.

    Da hatte ich auch etwas gerätselt, aber laut den deutschen Seiten wie Moviepilot läuft er bei uns erst im Januar.

    • Nummer Neun says:

      Oh, danke für den ausführlichen Kommentar :) Ich fand “12 years a slave” gut, habe ihn jetzt erst vor einer Woche gesehen und war doch recht beeindruckt. “Maze Runner” fand ich klasse und bin schon sehr gespannt auf die nächsten Teile. Die “Non-Stop” Filme sind irgendwie völlig an mir vorbei gegangen. Jetzt kommt ja wohl der dritte ins Kino – und ich habe noch nicht einen davon gesehen :/

      True Detective lohnt sich :) Vielleicht gibt es die Box ja auch günstig bei eBay?

  4. Stepnwolf says:

    Hey, Purple (Danke noch mal für den Fingerzeig zur Band.) und Blues Pills in den TopTen. Wunderbar! :) “Das finstere Tal” hat mir übrigens ausserordentlich gut gefallen. Hätte nicht gedacht, das man einen atmosphärisch so dichten Western in den österreichischen Bergen spielen lassen kann. Und dann dieser mürrisch dreinschauende Sam Riley in der Hauptrolle. Großartig.

    • Nummer Neun says:

      Das Buch zu “Das finstere Tal” ist auch sehr zu empfehlen!

      Purple sehe ich demnächst übrigens live – die sind mit den Subways auf Tour. Heute ist bei mir das Album von Solstafir angekommen. Gefällt mir nach dem ersten Durchlauf auch gut!

Hinterlasse einen Kommentar zu Stepnwolf Antwort abbrechen