The Jezabels + Black Lizard

Wie kann man die freie Zeit besser nutzen als mit ein paar Konzerten? In den vergangenen Tagen standen gleich zwei an – beides in Locations, in denen ich vorher noch nie war. Und mit Bands aus Australien und Finnland war es sehr international.

The Jezabels (im Freiheiz)

Überraschend schöne Location, steht die Halle doch als altes Backsteingebäude zwischen lauter gläsernen Neubauten an der Donnersberger Brücke! Muss man sich merken, auch wenn das sonstige Programm dort eher etwas dünn ist.

Los ging es in der gut gefüllten Halle mit einer Vorband aus dem exotischen Österreich: Farewell Dear Ghost wussten zu gefallen – und nachdem der Sänger ihren Namen auch mal in Ruhe gesagt hatte, konnte man sich diesen auch endlich merken.

Danach kamen endlich die vier Jungs und Mädels von den Jezables auf die Bühne und starteten ihr Set mit dem Titelstück ihres aktuellen Albums The Brink. Ich kannte nur dieses Album und war daher recht froh, dass sie das auch recht ausführlich bespielten. Dabei kamen die Songs druckvoller rüber als auf der Platte, blieben aber jeweils ihrem gepflegtem 80er Jahre Charme treu. Highlights waren für mich Beat To Beat, The End und Look Of Love. Die älteren Sachen kann ich leider nicht mit Namen benennen.

Im Mittelpunkt stand dabei jeweils die Sängerin, die durch ihre Bühnenpräsenz fast alle Blicke auf sich zog. Dagegen gingen die anderen leider etwas unter. Zwischendurch gab es einige Tonprobleme mit den Drums und der Gitarre, die großen Einsatz der Bühnentechniker erforderten. Und was wohl dafür sorgte, – wenn ich die Sängerin richtig verstanden habe – dass das eher unbekanntere Disco Biscuit Love gespielt wurde, nur mit Keyboard Begleitung.

Nach 14 Songs war es aus, eine Zugabe wurde noch nach gelegt, dann gingen die Lichter im Saal wieder an. Ja, das war überraschend gut, hatte sich gelohnt.

Black Lizard (im Milla)

Das war wohl das kleinste Konzert, auf dem ich je war. Handgezählte 20 Gäste haben sich in den kleinen (aber wirklich feinen) Club verlaufen, mehr nicht. Eine finnische Band, die klingt wie BRMC ist allerdings auch eher etwas exotisch. Und hätte ich sie letztes Jahr nicht zufällig schon mal als Vorband gehört, wäre ich mit Sicherheit auch nicht hier gewesen.

Black Lizard reisten ohne Support an (irgendwie muss sich das ja rechnen), boten den Zuhörern dafür aber Wein an, in Form von sechs Gläsern, die sie am Bühnenrand platzierten und wo man sich bedienen konnte. Nett!  Genau wie das Konzert, nicht großartig, aber schön zum anhören, wenn man denn diesen Lederjacken-Rock mag. Da klingen sie wirklich wie die große weite Welt und nicht wie Heavy Metal Finnland. Im Club kam es ganz gut an, vor der Bühne tanzten 3-4 Mädels, einige Zuschauer saßen hinten auf der Couch, der Rest stand im lockeren Halbkreis und trank dazu Bier.

Allerdings war das Konzert auch schnell wieder vorbei. Incl. Zugabe dauerte es grade mal 45 Minuten, dann waren sie schon durch mit ihrem Set. Aber gut, dafür hatte der Abend auch nur 15 € gekostet.

Wie ich den Rest meiner freien Tage rumbringe, das erfahrt ich dann beim nächsten Mal.

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