Straße der Toten

So, nach diesem Hausfrauen-Bügeleintrag beim letzten Mal, kommt jetzt zum Ausgleich die Besprechung eines Buches, bei dem das Blut nur so spritzt – und keiner fragt, wie man die Flecken wieder raus bekommt. Das hier ist die Straße der Toten – eine Kurzgeschichtensammlung des amerikanischen Autors Joe R. Lansdale.Jebidiah Mercer, ein versoffener, schießwütiger Priester, zieht durch die traurigsten Orte des Wilden Westens. Seinen Gott hält er für zynisch, er glaubt nur an die Macht seines Colts. Und damit nimmt er es mit allem auf, was sich ihm in den Weg stellt: Von indianischen Zombies, über Werwölfe und Geister bis hin zu kleinen Kobolden.

Man kann ihn sich ungefähr vorstellen als eine Mischung aus Fox Mulder, Machete und Reverend Lovejoy, schon hat man ungefähr den Helden dieser Reihe. Und wer es mag, wenn es mal etwas trashiger zur Sache geht, ist hier goldrichtig.

Lansdale bündelt hier fünf Geschichten rund um seinen Reverend, wovon die erste – Dead in the West – etwas ausführlicher ist und auch die Hintergrundgeschichte ein wenig beleuchtet. Die anderen vier bestechen durch ihre knackige Kürze. Da ist nichts zu viel, recht schnell wird es bleihaltig und actionreich. Alle Geschichten sind gelungen, lediglich die letzte – Tief unter der Erde – fällt vielleicht ein wenig ab durch seinen etwas enttäuschenden Höhepunkt.

Insgesamt hat mir dieser Mix aus Western und größtenteils Zombie-Action aber sehr gut gefallen. Gehobene Literatur ist das natürlich nicht, aber seinen Spaß hat man damit auf jeden Fall.

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4 Responses to Straße der Toten

  1. bknicole says:

    Eigentlich mein Ding, jedoch mag ich den Wilden Westen Aspekt nicht so. Aber bei Colt musste ich sofort an Supernatural denken :D . Trotz allem tolle und knackige Kritik ;) .

    Danke auch für dein Kommentar.
    Mensch die Arme, sie hat aber auch einfach nicht den Vertrag gelesen oder die Sendung geschaut :D .
    Wobei ich mir recht sicher bin, dass da viel Schauspiel dabei ist…und so langsam würde ich gerne mal jemand anderen in der Dschungelprüfung sehen.

  2. Damals, als der Film erschien, kann ich das nur bestätigen! Allerdings habe ich dazu jetzt eine ganz andere Sicht der Dinge. Heute kann ich mich nicht recht entscheiden, welchen Film ich besser finden soll. Die ersten drei und die letzten drei bilden zusammen jeweils eine eigene Geschichte, die aber beide miteinander verbunden sind. Bei Episode 4, 5 und 6 kann ich manchmal gar nicht unterscheiden, was in welcher Episode passiert ist, einfach weil sie zusammen gehören.
    Und ich finde, dass man nicht sagen kann, welche Triologie besser ist. Die alten Filme haben einfach viel mehr Charme und Stil, aber die neuen Filme sind einfach cooler!

    Ich unterscheide da nicht mehr in besser oder schlechter :P Meine Teenager-schwärm-Zeit ist vorbei!

    Liebe Grüße

  3. Nummer Neun says:

    @Nicole: Bald wählen doch dann die Camper selbst, wer zur Prüfung muss, oder? Dann suchen sie sich bestimmt jemanden, der das Essen nach Hause bringt :)

    @Maribel: Der Original-Dreiteiler ist halt einfach etwas märchenhafter – die Episoden I – III fand ich teilweise etwas arg technisch

    • Türlich sind sie technischer, weil es dann einfach viel mehr Möglichkeiten gab, aber wie gesagt, für mich gibt es da kein besser, schlechter, mag ich mehr, mag ich weniger. Star Wars an sich is einfach toll.
      Allerdings bin ich sehr gespant auf die nächsten 3 Filme von Disney! Da bin ich doch noch sehr skeptisch..

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