KW 34/2026: Challengers, Slow Horses, Mondo und Ghosts (US)

Happy Sunday! Na, tut der Regen und die Abkühlung der letzten Tagen nicht mal ganz gut?

Was soll man zu Serien in der vierten oder fünften Staffel noch groß schreiben, was man nicht bereits schon vorher geschrieben hat? Wie ich versucht habe, dieses Problem zu lösen, lest ihr heute. Außerdem: Ein Film mit Zendaya und ein singender Sportler. Viel Spaß mit dem kürzesten medialen Wochenrückblick seit Mai!

Eigentlich war für Mittwoch ein Besuch im Kino eingeplant. Aber das gute Wetter an genau diesem Abend kam uns dazwischen und so wurde es stattdessen einen Abend am Isarufer. Der Besuch in Kino wird genau jetzt nachgeholt, wenn dieser Beitrag online geht.

Ghosts (Staffel 4, 22 Folgen, USA, Sky on Demand) – 6 von 10

Nach einer kleinen Pause nach Staffel 3 (7/10) ging es nun endlich für mich mit der vierten Runde weiter. Und die zeigte sich mit satten 22 Folgen mehr als doppelt so umfangreich. Vielleicht war das etwas zu viel, vielleicht war auch meine Pause zu lang – aber richtig warm geworden bin ich nicht mit der Staffel. Die Serie war ja schon immer eine nette, kleine Comedy, aber dieses Mal kam sie über den Status „nett“ bei mir nicht hinaus. Sicher, ein paar gute Schmunzler sind immer mit dabei, dazu einige gelungene Gastauftritte (in dieser Staffel die Rückkehr von Stripper Chris (Deniz Akdeniz) und der Auftritt von Ben Feldman, der mit Sam (Rose McIver) die gleiche Gabe teilt). Dann wird es aber auch schon dünn. Das Stilmittel, dass sich die Geister den Lebenden zeigen oder gesehen werden, u.a. kommt auch Jay (Utkarsh Ambudkar) endlich mal in den Genuss, wird in dieser Staffel etwas zu oft bedient. Der neue Geist Patience (Mary Holland) nervt, aber bleibt zum Glück nicht dauerhaft. Der durchgängie Witz um Sass (Román Zaragoza) wirkt seltsam deplatziert und veraltet und die anderen Geister liefern, wenn sie nicht gerade im Zentrum der Episode stehen, selten mehr als bemühte Einzeiler. Das alles ist zwar noch kein Grund, um die Serie jetzt zu ghosten (haha), aber mein persönliches Highlight wird sie wohl nicht mehr werden.

Slow Horses (Staffel 5, 6 Folgen, UK, Apple TV) – 7 von 10

Nach den beiden tollen Vorgängerstaffeln (Staffel 4: 8/10) fand ich den fünften Auftrag für Jack Lamb (Gary Oldman) und sein Team etwas schwächer. Eine Anschlagsserie macht London zu schaffen. Und mittendrin scheint Lambs Agent Ho (Christopher Chung) zu stecken, der sich auf eine mysteriöse Freundin (Hiba Bennani) einlässt. Der Fall ist etwas wild und gehetzt, die Motivation dahinter dünn und die Handlung selbst von einigen Zufällen abhängig (Stichwort: Farbeimer). Auch wenn die Serie schon immer etwas over-the-top Spionagebusiness war, war mir das hier dieses Mal zu dick aufgetragen. Die Spannungskurve innerhalb der Staffel geht trotzdem kontinuierlich nach oben, hinter der Kamera scheint man sein Handwerk zu verstehen. Spannend, catchy, aber man muss einiges akzeptieren. Und dass die Slow Horses am Ende auch mal glänzen dürfen, ist schön zu sehen, auch wenn sie auf dem Weg dahin bereits einiges versaut haben (da wären wir wieder beim Farbeimer).

Challengers – Rivalen (Regie: Luca Guadagnino, USA, 2024, ZDFneo) – 7 von 10

Zwischen den sich entwickelnden Tenniskarrieren entsteht eine Dreiecksbeziehung zwischen den beiden High-School-Schülern Patrick (Josh O’Conner) und Art (Mike Faist) und dem aufstrebenden Tennisstar Tashi (Zendaya). Während des finalen Spieles zwischen Patrick und Art springt der Film immer wieder über einen Zeitraum von 12 Jahren hin und her. Man nimmt den dreien die Beziehung eher ab, als die Tenniskarriere. Auch die Gründe für die unterschiedlichen Karrierewege von Patrick und Art sind nicht ganz nachvollziehbar. Aber so wenig wie Ted Lasso eine Serie über Fußball ist, sollte man hier vielleicht auch keine tieferen Einblicke in die Welt des Profisports erwarten. Es ist eher ein Hochglanz-Drama über Macht und Abhängigkeiten in einer gnadenlosen Leistungsumgebung, garniert mit dem Liebesdreieck zwischen den attraktiven Hauptfiguren, wo der Film jedoch nicht die mutige Variante für den Profisport wählt. Lässt sich mit den starken Tennisszenen ganz gut gucken und profitiert von den angesprochenen Zeitsprüngen.

An diesem Wochende stand die erste Runde im DfB-Pokal an. Der KSC war zu Gast bei Preußen Münster, die im vergangenen Jahr noch in der 2. Liga gespielt haben. Es war ein enges Match, in dem sich der KSC durch eine gute zweite Hälfte das Weiterkommen verdient hat. Die erste Hälfte war die wahrscheinlich schwächste der bisherigen Saison, in der Münster mit 1:0 in Führung gegangen ist. Wanitzek und Jung, die beiden alteingesessenen Spieler, konnten mit ihren Toren das Spiel drehen und den KSC in die zweite Runde führen.

In dieser Woche gab es eine durchgängige Beeinträchtigung der Stammstrecke. Vom Hauptbahnhof nach Westen war der Verkehr unterbrochen. Ich musste zweimal in die Stadt und dabei immer schauen, wann mal etwas von mir bis zum Hauptbahnhof fuhr. Einmal nahm ich sogar verbotenerweise einen ICE, da das die nächste Lösung war. Ab dort ging es dann normal weiter, nur halt deutlich später.

  • Hayden Panettiere: Nach der Meldung über ihren Tod erinnerte ich mich wieder an einer meiner Lieblingsserien aus den 2010ern und nun habe ich wieder die ersten Folgen von Nashville gesehen. Ich war sofort wieder drin und fand die Serie angenehm soapig und mit vieler guter Musik. Schade, dass die Episoden eigentlich zu lange sind, um sie in der Mittagspause im Home Office einfach weiter schauen zu können.
  • Klicks: Schrieb ich letzte Woche noch vom ganzen seelenlosen Traffic, der dieser Seite ein neues Rekordjahr beschert hat, war es ein paar Tage später damit zunächst einmal vorbei und die Anzahl der Seitenabrufe sind wieder auf ein normales Maß zurück gegangen. Schauen wir mal, wie sich das weiter entwickelt.
  • Heute & Damals – Back to the 90s: Mirli mit einem nostalgischen Blick zurück in ihre Teenager-Era.
  • The Staten Island Problem: Der Blog Indiskretion Ehrensache über die Historie von Staten Island und was dessen Geschichte mit Ostdeutschland zu tun haben könnte.

Weiterhin viel zu tun auf der Arbeit, so dass das nebenbei hören von neuer Musik ernsthaft darunter leidet! Deshalb heute mal eher ein Kuriosum – ein Urteil über die Qualität geht damit nicht einher. Es ist ein Song aus der Reihe: Jetzt singt er auch noch! Nämlich die schwedisch-amerikanische Stabhochsprung Ikone Armand Duplantis, der vielleicht beste seines Fachs aller Zeiten. Unter seinem Spitznamen Mondo veröffentlicht er Musik, sein neuster Song heißt Gold und ist bei ihm normalerweise Programm.

Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und habt einen guten Start in die neue Woche!

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