KW 17/2026: Shrinking, The Ugly Stepsister, The Strokes und Honey Don’t

Happy Sunday!

Mein Apple-Fluch aus der Vorwoche scheint seine ersten Früchte zu tragen. Am Montag wurde bekannt, dass CEO Tim Cook im Laufe des Jahres von seinem Amt zurück treten wird. Ich gehe davon aus, dass das nur der Anfang sein wird.

Heute im medialen Wochenrückblick: Eine sehr gute Serie von Apple, zwei mittelgute Filme und etwas Musik. Viel Spaß!

In dieser Woche stellte der Sportjournalist Ronald Reng mit Der deutsche Sommer sein neues Buch vor. Es ist ein Rückblick auf das Jahr 2006 und auf die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland, das als sogenanntes Sommermärchen in die Sport-Geschichtsbücher eingegangen ist. Im legendären Stadion an der Schleißheimer Straße las er zusammen mit seinem Gast Florian Weber von den Sportfreunden Stiller (wir erinnern uns: ’54, ’74, ’90, 2006) einige Passagen aus diesem Buch vor. Es war ein netter Abend mit guter Bierversorgung, der einige schöne Erinnerungen weckte.

Shrinking (Staffel 2, 12 Folgen, USA, Apple TV) – 9 von 10

Die erste Staffel der Dramedy hatte mich vor über zwei Jahren sehr begeistert (8/10). Kann die Fortsetzung daran anschließen? Sie kann! Die drei Psychotherapeuten Jimmy Laird (Jason Segel), Gaby Evans (Jessica Williams) und Dr. Paul Rhodes (Harrison Ford) müssen sich dieses Mal verstärkt mit Fehlern in ihrer Vergangenheit und den Umgang mit ihren Familien auseinander setzen. Zur ersten Staffel schrieb ich: „Und wäre der Dramaaspekt noch etwas emotionaler gewesen, immerhin sind die Themen Tod, Einsamkeit und Krankheit schon in der Ausgangssituation verankert, wäre da auch noch der neunte Punkte möglich gewesen.“ Nun, in der zweiten Staffel passiert es, was vor allem am Auftauchen von Louis (Brett Goldstein) zu tun hat, der die Vergangenheit von Jimmy und seiner Tochter Alice (Lukita Maxwell) wieder ordentlich wachrüttelt. Dazu haben auch Jimmys Nachbarn Liz (Christa Miller) und Derek (Ted McGinley) eine emotionle Storyline abbekommen. Wenn man über die Serie schreibt, tendiert man schnell dazu, vor allem über den Drama-Aspekt zu sprechen. Das wird Shrinking aber eigentlich nicht gerecht, denn sie ist darüber hinaus auch noch ausgesprochen witzig, unterhaltsam und charmant. Trotz der teilweise schweren Themen ist es eine richtige Wohlfühl-Comedy. Und sie bietet in dieser Staffel in einigen Folgen durch Gaststar Cobie Smulders eine kleine How I Met Your Mother Wiedervereinigung.

Honey Don’t (Regie: Ethan Coen, USA, 2025, Sky Cinema) – 5 von 10

Privatdetektivin Honey O’Donahue (Margaret Qualley) untersucht den fragwürdigen Tod einer Frau und gerät mit einer religiösen Sekte und deren Führer Reverend Drew Devlin (Chris Evans) aneinander. Nach Drive-Away Dolls (7/10) ist das der zweite Film, bei dem Ethan Coen alleine auf dem Regiestuhl Platz nahm. Überzeugen kann dieser jedoch nicht. Der Film wirkt merkwürdig auf „Kult“ poduziert, in seinem Mix aus coolen Haupt- und skurillen Nebenfiguren, seinem Soundtrack und seinen Gangstermomenten, die an Tarantino erinnern sollen. Er kann das aber in keinster Weise einlösen. Handlungsstränge laufen ins Leere, während sich manche Motive wiederholen. Von der enttäuschenden Auflösung ganz zu schweigen. Und so fühlen sich selbst die nur 90 Minuten äußerst zäh an und wirken, als hätte man einfach nur lieblos ein Drehbuch um die erotischen Szenen zwischen Margaret Qualley und Aubrey Plaza gestrickt.

The Ugly Stepsister (Regie: Emilie Blichfeldt, Norwegen, 2025, Paramount+) – 7 von 10

Elvira (Lea Myren) kämpft gegen ihre hübsche Stiefschwester (mit dem wunderschönen Namen Thea Sofie Loch Næss) in einem Reich, in dem die Schönheit über alles regiert. Sie greift zu extremen Maßnahmen, um den Prinzen (Isac Calmroth) zu erobern. Und während die eigentlich nette Elvira von außen immer schöner wird, zerfrisst sie ein Bandwurm von innen. In einer Welt, in der der Stand alles ist, ist es für Frauen nur über den richtigen Gatten möglich, aufzusteigen. Blichfeldt hat für ihren Film die Vorzeichen aus Aschenputtel umgedreht und erzählt die Geschichte aus Sicht von Elvira, die alles dafür tut, um schön zu werden. Das ist teilweise Body-Horror, der im Fahrwasser von The Substance (9/10) schwimmt, einen gewissen Ekel-Faktor hat und kombiniert ihn mit überraschend expliziten Erotik-Szenen. Die Märchenwelt kommt optisch in einem Bild daher, der an TV-Produktionen aus den 1990ern erinnert und auch vor dem Weichzeichner nicht Halt macht. Eine einzigartige Mischung, die mit Recht für einige Preise nominiert war, aber mich trotzdem nicht ganz so begeistern konnte, wie ich es gerne gehabt hätte. Vielleicht sind Märchenwelten für mich einfach zu nah an Fantasy, und haben damit ein Problem, um bei mir zu punkten.

Gesehene Spiele in dieser Saison: 29 von 31 Liga-Spielen = 94%. (Saison 2024/25: 85%)

Im nächsten Spiel gegen ein Spitzenteam, in diesem Fall mit Hannover 96 das beste Rückrunden- und Auswärtsteam, gab es die nächste Niederlage: 1:3. Wobei das Ergebnis klarer ist als das Spiel, denn hier hielt der KSC lange gut mit und hätte auch gut und gerne mit 2:1 in Führung gehen können.

Ein Bürotag, einige abendliche Fahrten in die Stadt – aber keine besonderen Vorkommnisse. Zwar gab es immer mal wieder kleinere Störungen und geplante Einschränkungen im Nahverkehr, ich konnte ihnen aber meist gut ausweichen. Wenn ich mal spätabends am Marienplatz 10 Minuten auf eine S-Bahn warten musste, dann war das schon das schlimmste.

  • Pubquiz: Nach einem halben Jahr waren wir mal wieder beim Pubquiz. Unser 4er Team war offensichtlich prima auf- und eingestellt und was soll ich sagen: Sieg!
  • BMW Open Nachtrag: Der Beitrag zu meinem Besuch ist seit Jahren fast schon traditionell zunächst einer der schwächsten Beiträge des Jahres. Interessanterweise funktioniert er über das Jahr hinweg bei den Suchmaschinen meist recht gut, spätestens wenn das neue Turnier angekündigt wird, die Tickets in den Verkauf gehen und die Stars präsentiert werden, ist er immer wieder gefragt. Und ich warte immer noch darauf, dass mich die Turnierverantwortlichen endlich zu ihrer Influencer-Veranstaltung einladen! Kommt schon Leute, gebt euch einen Ruck!
  • Die Welt aus hundert Perspektiven: Das Münchener DOK.fest wirft seine Schatten voraus. Der Blog out takes hat mit der Leiterin Adele Kohout gesprochen.
  • Kaffeesatzlesen für eine Dekade: 10 Jahre später: Vor 10 Jahren hatte der Kaffeehaussitzer Prognosen für die Zukunft der Literaturbranche aufgestellt. Nun vergleicht er sie mit der Realität.

Mittlerweile habe ich ja schon sehr viele Konzerte in meinem Leben gesehen. Trotzdem gibt es immer noch Bands, die auf meiner Wunschliste stehen und mit denen es bisher einfach nicht geklappt hat. Bei einer davon wird sich das in diesem Herbst ändern. Ich habe Tickets für The Strokes in Berlin! Passend dazu werden sie in diesem Jahr mit Reality Awaits auch ein neues Album veröffentlichen. Einen ersten Vorab-Song gibt es mit Going Shopping bereits und der ist naja, wenn man denn Autotune mag.

Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und habt einen guten Start in die neue Woche!

2 Kommentare

Was sagst du dazu? Aber denke dran, deine Mail- und IP-Adresse wird gespeichert und auch Gravatar liest mit. Ist das ok? Dann kommentiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.