Spiel, Satz und Sieg auf den BMW Open 2026

Langsam kann man schon fast von einer Tradition sprechen: Ich habe das dritte Jahr in Folge die BMW Open in München besucht. Dabei scheine ich mich von Jahr zu Jahr langsam zu steigern. Hatte ich im ersten Jahr noch ein Ticket für den ersten Tag, war ich im vergangenen Jahr schon beim Achtelfinale dabei. In diesem Jahr war es die nächste Stufe: Viertelfinaltag!

Die Anlage

Gespielt wird das ATP 500 Turnier auf der Anlage des MTTC Iphitos im Norden der Stadt, unweit des Englischen Gartens. Über die U-Bahn Station Studentenstadt lässt sich das Gelände auch mit den Öffentlichen gut erreichen. Wie bereits im vergangenen Jahr wurde auch dieses Mal wieder eine temporäre Arena als Center Court auf das Gelände gestellt, um den Anforderungen der ATP gerecht zu werden. Von innen macht das einen guten Eindruck, von außen kann die Arena dagegen seine Stahlrohrtribünen nicht verbergen. Die Wege rund um den Center Court sind durch das Provisorium recht eng und voll, kein Vergleich zur familiären Atmosphäre noch bis 2024 vor der Aufwertung des Turnier.

Das Wetter

Bilderbuchwetter an diesem Freitag! Sonnenschein und etwas Wind den ganzen Tag. Besser hätte es nicht sein können. Etwas aufpassen musste man jedoch, denn man saß den ganzen Tag in der prallen Sonne.

Die Plätze

Wir saßen auf der West-Tribüne auf Höhe der Grundlinie. Die Tickets wurden als sichtbehindert verkauft und so war es auch: Direkt vor uns war das Mundloch, weswegen wir hinter einem Geländer saßen. Wir mussten entweder kerzengerade sitzen, um darüber schauen zu können, oder etwas zusammen gesunken, um durch das Gitter durch zu sehen. Die Tickets waren um ca. 40% günstiger (genau weiß ich es nicht mehr), kosteten aber immer noch 85€. Muss jeder selbst für sich entscheiden, ob es das wert ist oder nicht.

Die Matches

Kurz gesagt: Es fanden alle vier Viertelfinals der Männer-Einzelkonkurrenz an diesem Tag hintereinander auf dem Center Court statt. Das Programm war also reichhaltig und man hatte den ganzen Tag etwas zu gucken. Den Anfang machte das Spiel zwischen dem auf Platz 4 gesetzten Italiener Cobolli und dem Tschechen Kopřiva. Der erste Satz war recht ausgeglichen, im zweiten setzte sich Cobolli dann etwas schneller durch. Danach folgte das Topspiel des Tages zwischen dem Titelverteidiger und auf Platz 1 gesetzten Zverev und dem Argentinier Cerúndolo, auf Platz 5 im Tableau. Dieser gewann dann auch den ersten Satz auf dem nun voll besetzten Center Court mit 7:5. Danach kam Zverev besser ins Spiel und minimierte die Anzahl der eigenen Fehler. Mit 6:0 und 6:2 holte er sich die nächsten beiden Sätze recht souverän und zog damit ins Halbfinale ein.

Nach einer kurzen Essenspause (Bratwurst und Bier, das rat‘ ich dir) kamen wir zum zweiten Satz des dritten Viertelfinals wieder zurück auf den Center Court. Die Nummer 2 der Setzliste Ben Shelton aus den USA hatte bereits den ersten Satz gewonnen, der zweite ging an den jungen Brasilianer Fonseca. Die Entscheidung fiel im dritten Satz, den holte sich Shelton mit 6:3. Danach war bei uns etwas die Luft raus. Der Tag war schon recht lang und nun, wo die Sonne weg war, wurde es doch etwas frisch. Das letzte Viertelfinale zwischen dem Qualifikanten Molčan aus der Slowakei und dem Kanadier Shapovalov war nominell das schwächste an diesem Tag. Molčan setzte sich überraschend in zwei Sätzen durch, wir waren aber schon gegen Ende des ersten Satzes weg.

Sonstso

Parallel zu den Partien auf dem Center Court fanden an diesem Tag auch noch zwei Spiele im Doppel-Wettbewerb statt. Wir schauten nur kurz auf dem kleineren Court vorbei, kamen mitten im Spiel dazu, saßen in der prallen Sonne und sahen uns nur ein paar schnelle Ballwechsel an. Außerdem wurde auf den Nebenplätzen die Allianz Para Trophy im Rollstuhltennis ausgetragen. Was man da in ein paar Ballwechseln sehen konnte war sehr beeindruckend.

Insgesamt also ein sehr unterhaltsamer Tag bei bestem Tennis-Wetter. Dreieinhalb Spiele habe ich gesehen, der Gegenwert für das Ticket war also durchaus da. Nur die sichtbehinderten Plätze haben mich auf Dauer dann doch etwas genervt. Das Turnier im Männer-Einzel hat am Ende Ben Shelton gewonnen und dafür als Prämie Geld, einen BMW und eine Lederhose bekommen- herzlichen Glückwunsch!

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siehe auch: BMW Open 2024 // BMW Open 2025

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