Listen Up! 2017 – (I) Musik

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, damit wird es Zeit für den traditionellen Jahresrückblick. Dieses Mal allerdings in leicht verändertet Form: Ich habe den Rückblick auf drei Einträge aufgebrochen. Heute geht es los mit meinem musikalischen Ranking, die nächsten beiden Teile erscheinen in den nächsten Tagen.

Die 15 besten Alben des Jahres

Ich sage es jedes Jahr wieder: Das Album als musikalische Kunstform steht bei mir immer noch ganz oben. Während eine Single eher ein Ausschnitt ist, ist das Album das Ergebnis der Künstler – mit Anfang und Ende und roter Linie. Das Album ist etwas, was bleibt. So wie auch die CDs, die ich mir im Regelfall kaufe. Gestreamt wird nach wie vor nicht, nur mal auf youTube angetestest. Allerdings höre ich auch nicht mehr so viel wie früher. Und was ich mir nicht selbst kaufe, bleibt fast ungehört. Ausgetauscht wird sich im Freundeskreis nur noch selten. Und wenn, dann hat das nur einen Versuch, um mir zu gefallen, sonst staubt die digitale Kopie gnadenlos ein.

Die folgenden Alben, die per Defintion alle in diesem Jahr erschienen sind, haben ihre Sache besonders gut gemacht.

Im Blickfeld (alphabetisch):

  • Amazons, The – The Amazons
  • Can’t Swim – Fail You Again
  • Gallagher, Noel – Who Built The Moon?
  • Hause, Dave – Bury Me In Philly
  • Inheaven – Inheaven
  • Menzingers, The – After The Party
  • National, The – Sleep Well Beast
  • Solstafír – Berdreyminn
  • Wanda – Niente
  • Wolf Alice – Visions Of A Life

Große Klasse:

5. Liam Gallagher – As You Were
4. Hurray For The Riff Raff – The Navigator
3. Lea Porcelain – Hymns To The Night
2. Kasabian – For Crying Out Loud
1. The Regrettes – Feel Your Feelings Fool!

Die 12 besten Konzerte des Jahres

Ein Konzert ist immer abhängig von der Tagesform. Nein, damit meine ich nicht die des Künstlers, sondern die des Konzertbesuchers. Passt die Musik auf den Abend, kann man vom Alltag abschalten? Mit wem ist man auf dem Konzert? Ob es gut war oder nicht, das zeigt sich oft erst an den nächsten Tagen, wenn man wieder anfängt, die Band rauf und runter zu hören. Oder eben nicht.

In diesem Jahr war ich auf insgesamt 15 Konzerten, dazu auf dem Lollapalooza und bei den Sofar Sounds. Und da ich mich nicht entscheiden konnte, habe ich in diesem Jahr die Top-Liste auf 12 erweitert. Und immer noch gab es einige Konzerte, bei denen es mir leid tut, sie hier nicht nennen zu können.

12. SWMRS (Kranhalle, München)
11. The Temper Trap (Theaterfabrik, München)
10. The Vaccines (Lollapalooza, Berlin)
9. Portugal, The Man (Muffathalle, München)
8. John Allen (Backstage, München)
7. London Grammar (Lollapalooza, Berlin)
6. The Amazons (Unter Deck, München)
5. Dave Hause (Strom, München)
4. Me First And The Gimme Gimmes (Backstage, München)
3. Black Rebel Motorcycle Club (Tonhalle, München)
2. Mumford & Sons (Lollapalooza, Berlin)
1. Kasabian (Tonhalle, München & Gasometer, Wien)

Kasabian stand 2013 bei mir schon auf der Spitzenposition und wurde in den drei Jahren danach dann jeweils von Frank Turner geschlagen. Dieses Jahr habe ich ihn gar nicht erst gesehen. Überraschenderweise sind gleich drei Festival-Auftritte mit dabei, während mit Aerosmith das große Open-Air-Konzert des Jahres nicht nachhaltig beeindrucken konnte.

Die 5 besten Vorbands des Jahres

Mit den Vorbands bei Konzerten ist es ja oft so eine Sache. Sie gehören dazu und werden eigentlich auch vom Zuhörer akzeptiert, gefallen tun sie einem jedoch nicht immer. Es ist ein schmaller Grad, sie sollten schon in die gleiche Richtung gehen wie die Hauptband, aber zu ähnlich sollten sie auch nicht klingen. Eine gute Ergänzung sollten sie sein. Diese Bands haben es auf meinen besuchten Konzerten im vergangenen Jahr besonders gut gemacht:

5. Eau Rouge (bei The Temper Trap, Theaterfabrik)
4. The Prosecution (bei Me First and the Gimme Gimmes, Backstage)
3. The Vacant Lots (bei Black Rebel Motorcycle Club, Tonhalle)
2. Inheaven (bei Circa Waves, Kranhalle)
1. The Regrettes (bei SWMRS, Kranhalle)

Klar, vorne steht mit The Regrettes die Band, bei der ich nur wegen ihnen als Vorband auf dem Konzert war. Von den Bands auf den Plätzen 2 und 3 habe ich mir danach dann das Album gekauft, im besten Falle funktioniert es für die Vorband genau so.

Weitere bemerkenswerte Songs

Man kann ja nicht alles in den Listen oben abdecken. Die folgenden Songs würde ich auch gerne noch für dieses Jahr heraus heben, ich würde sie aber nicht als die ultimativ besten Songs des Jahres bewerben wollen. Auch wenn es für Feel It Still von Portugal, The Man zu trifft, leider war das dazu gehörige Album Woodstock im Vergleich zu den Vorgängern eine kleine Enttäuschung. Und ein echter Radio-Hit ist mit dabei.






Und was waren eure musikalischen Highlights des Jahres? Auf welche Konzerte freut ihr euch schon für 2018?

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Siehe auch:

Listen Up 2017: I Musik + II Film & Serie + III Sonstiges

Listen Up 2016 + Listen Up 2015 + Listen Up 2014 + Listen Up 2013 + Listen Up 2012

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3 Responses to Listen Up! 2017 – (I) Musik

  1. Ines says:

    Interessante Listen! :) Unsere Musikgeschmäcker decken sich zwar nicht wirklich – viel mehr Indie bei dir – aber die ein oder andere Erwähnung doppelt sich zumindest trotzdem in unseren Rückblicken. Von 2018 erwarte ich momentan noch nicht viel. Außer vielleicht ein Lollapalooza ohne Anreisechaos :D

    • Nummer Neun says:

      Gut, du hast natürlich auch von den Hardcore-Konzerten bis zum Berghain eine ungeheuere Interessens-Breite :) Aber auf The National können wir uns wohl immer einigen.

      Das Lollapalooza soll mal endlich ein paar Acts ankündigen! Vor ein paar Tagen hatten sie das Line-Up vom Lolla in Paris gepostet, wenn sie das in Berlin auch hinbekommen, bin ich auf jeden Fall dort…

  2. Stepnwolf says:

    Bisher steht was Konzerte 2018 betrifft nur eins bereits fest: Depeche Mode. Aber Missincat und Dillon sind schon in der Warteschlange. Ansonsten wird man sehen, was das Jahr noch so bringt. :)

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