The Temper Trap, 2017

Am vergangenen Freitag war ich mal wieder auf einem Konzert. Immerhin das erste seit Mitte November. Die Australier von The Temper Trap waren da, was zu einer bunt gewürfelten Truppe im Freundeskreis führte, die an diesem Abend in der Münchner Theaterfabrik aufschlug. Um das schon mal vorweg zu sagen: Diese Halle sollte eigentlich viel öfter bespielt werden.

Als Vorband war Eau Rouge mit dabei, eine Band aus Stuttgart, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Und so schwer es mir als KSC-Fan fällt: Ich kann nichts negatives über die Schwaben sagen. Im Gegenteil, die haben mir ausgesprochen gut gefallen. Indie-Pop mit a biserl Synthesizer, das passt. Hört euch Margery ruhig mal an. Aber als das Foto gemacht wurde, war ich wohl grade am Bierstand.

Aber wir waren ja auch wegen The Temper Trap dort. Gesehen hatte ich sie schon zwei Mal und war beide Male begeistert gewesen. Und heute? Heute war es auch wieder gut. Dougy Mandagis Stimme ist live jedes Mal wieder beeindruckend. Und es überrascht mich immer wieder aufs neue, wie groß doch der Unterschied zu den Studio-Alben ist. Live sind sie viel lauter und rockiger und nicht nur die Band, die einen Til Schweiger Film musikalisch untermalen könnte.

Die tollen Songs vom ersten Album waren wieder dabei, natürlich wurden Fader, Love Lost und Sweet Disposition gespielt. Der Drum Song als Abschluß des regulären Sets ist immer wieder eine Wucht. Das neue Album passte sich mit Stücken wie Alive gut ein. Mir hat dieses Mal aber etwas die Abwechslung gefehlt. Nach den ganzen Midtempo Nummern war Soldier On in der Zugabe der erste richtig ruhige Song.

Aber das ist jammern auf hohem Niveau, wie es so schön heißt. Wer The Temper Trap auf Platte mag, wird sie live lieben.

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