KW 41/2026: Ted Lasso, Mogwai und Iggy Pop und der mit dem Wolf tanzt

Happy Sunday!

Diese Wahrheit muss man sich wohl eingestehen: Der Sommer 2026 ist nun endgültig vorbei. Fast schon traditionell gab es zwar noch einmal einige schöne und warme Tage rund um das Oktoberfest, aber diese werden nun die Ausnahme bleiben. Dauerregen am Samstag, Temperatursturz. Ich bin mir nicht sicher, wie lange ich die kurze-Hose-Politik in der Wohnung noch aufrecht erhalten kann.

Der mediale Wochenrückblick fällt dieses Mal recht schmal aus. Eine Serienstaffel, ein Spielfilm und einmal Musik. Das war es auch schon. Trotzdem viel Spaß!

Ted Lasso (Staffel 4, 10 Folgen, USA, AppleTV) – 7 von 10

Die Nachricht für die Fortsetzung der Serie kam unerwartet, hatte sie doch mit Staffel 3 (7/10) einen würdigen und runden Abschluß gefunden. Aber so sind wohl die Gesetze des Streaming-Marktes, die Figur von Ted Lasso (Jason Sudeikis) ist längst Teil der Pop-Kultur geworden und hat es sogar bis in die unsägliche Half Time Show beim diesjährigen WM-Finale geschafft. Nun verschlägt es den ehemaligen Football-Coach wieder zurück nach London, weil ihn Club-Chefin Rebecca Welton (besser als je zuvor in dieser Rolle: Hannah Waddingham) darum bittet, das Frauen-Team des AFC Richmond zu übernehmen. Vor allem in England boomt die Begeisterung für den Frauen-Fußball zur Zeit ja ohne Ende. Vom neuen Team abgesehen bleibt sich die Serie jedoch treu: Nettes Wohlfühlfernsehen vom Feinsten, eine richtige Sportserie sollte man weiterhin nicht erwarten. Die Serie ist wie eine wärmende Decke für die kalte Welt, stellt sie doch gegenseitige Empathie und Empowerment in den Vordergrund. Und so ist dann auch der Humor: Selten derb oder verletzend, sondern lebt eher von der Skurrilität der Figuren. Tanya Reynolds als Coach Chilton fügt sich gut in den Cast ein. Die Spielerinnen des Frauenteams dagegen laufen einfach mit und bleiben meist recht oberflächlich. Bei der Bewertung von Ted Lasso tue ich mich weiterhin schwer. Ich mag die Serie und die Atmosphäre, finde sie aber oft zu schlicht und zu unlustig, als dass ich von ihr wirklich begeistert wäre. So kann ich ihr wieder nur 7 Punkte geben, auch wenn ich ihr ein besseres Ergebnis wünschen würde.

Der mit dem Wolf tanzt (Regie: Kevin Costner, USA, 1990, Arte, Re-Watch) – 8 von 10

Es ist der Film, den Kevin Costner zu einem der größten Filmstars der 1990er gemacht hatte. Der Film, der das Genre Western moderniesierte und wieder populär machte. In Deutschland war es der meistgesehene Kinofilm des Jahres. Ein paar Jahre später sah ihn dann auch das erste Mal, weiß aber nur noch, dass ich von der Laufzeit etwas abgeschreckt war. Und wahrscheinlich war ich damals noch etwas zu jung dafür. Nun habe ich die Geschichte, wie sich der Lieutenant John Dunbar (Costner) in eine entlegende Außenstation versetzen lässt und sich langsam mit der Gemeinschaft der Sioux anfreundet, erneut gesehen. Die 3-Stunden-Fassung – also die kurze. Aber immer mit kurzen Unterbrechungen, weil ich nebenher zunächst gebügelt und dann gekocht habe. Nicht die besten Vorraussetzungen also, aber trotzdem konnte mich der Film faszinieren. Die grandiosen Landschaftsaufnahmen, die ruhige Erzählweise, das bedächtige Kennenlernen zwischen Dunbar und den Sioux (das mich an den späteren Arrival erinnerte), das funktionierte auch heute noch alles erstaunlich gut. Da vergibt man dem Film auch die eigentlich platte Story und die kitschige Liebesgeschichte.

Gesehene Spiele in dieser Saison: 5 von 7 Liga-Spielen = 71%. (Saison 2025/26: 85%)

Auswärts beim FC St. Pauli setzte es mit 0:2 die dritte Niederlage in Folge und es war auch das dritte Spiel in Folge ohne eigenen Treffer. Besonders die erste Hälfte war ungenügend. Immer wieder kam St. Pauli als Heimteam zu Kontermöglichkeiten. In der zweite Hälfte war der KSC zwar besser im Spiel, auch weil sie durften, verpassten es aber, einen Anschlußtreffer zu erzielen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Der KSC hätte 1:0 in Führung gehen müssen, aber der Kopfballtreffer von Kobald fand vom Schiedsrichter zu Unrecht keine Anerkennung. Und beim Führungstor von St. Pauli sah Keeper Bernat erneut nicht gut aus.

Nur Platz 17 nach 7 Spielen: Bonjour Tristesse im Wildpark. Diesen Neustart hatten sich sicher nicht nur die Fans anders vorgestellt.

Eine Fahrt ins Büro, zwei abendliche Fahrten in und durch die Stadt, alles ohne besondere Vorkommnisse mit der S-Bahn.

Eine spannende Kooperation ist zwischen Mogwai und Iggy Pop entstanden. Die schottischen Post-Rocker von Mogwai sind ja eher für gesangslose Tracks bekannt. Aber wenn es doch mal etwas zu sagen gibt, dann greifen sie wohl zu ausdrucksstarken Stimmen wie der von Iggy Pop, der durch seine starke Präsenz den Song Underground geradezu an sich reißt.

Kurz und schmerzlos: Das war es für heute. Aber ich kann jetzt schon versprochen, dass in der nächsten Woche einige Highlights vertreten sein werden! Bis dahin erst einmal herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und holt langsam die Schals wieder aus dem Keller.

Ein Kommentar

  • bullion

    „Der mit dem Wolf tanzt“ liebe ich auch sehr! Habe bisher immer nur die Langfassung gesehen. Hätte ich mal wieder Lust darauf. Leider ist der Film momentan kaum zu bekommen, aber meine treue Blu-ray steht immerhin noch im Regal. Würde mal Zeit für eine schöne Neuauflage.

Was sagst du dazu? Aber denke dran, deine Mail- und IP-Adresse wird gespeichert und auch Gravatar liest mit. Ist das ok? Dann kommentiere

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.