KW 21/2026: We Lost The Sea, Syberia, The Village und NCIS: Sydney

Happy Sunday!

Nach der Überlänge in der Vorwoche ist der mediale Wochenrückblick dieses Mal etwas kompakter und dadurch der kürzeste des bisherigen Jahres. Dafür dieses Mal mit überraschenden Schwerpunkten auf Australien und auf Post-Rock. Viel Spaß!

We call it a Klassiker! Der Münchner Marienplatz mit dem Neuen Rathaus und der Frauenkirche im Hintergrund unter blauem Himmel. Am Dienstag war ich am Mittag mal wieder dort und musste gleich ein Foto machen. Als hätte ich nicht schon genug davon!

NCIS: Sydney (Staffel 3, 20 Folgen, Australien, Paramount+) – 7 von 10

Das gemischte Team ermittelt unter der Führung von NCIS Special Agent Mackey (Olivia Swann) und dem australischen AFP Sergeant Dempsey (Todd Lasance) bereits schon im dritten Jahr. Nun aber doppelt so lange wie noch in der zweiten Staffel (6/10), aber dafür spürbar besser. Denn während es im letzten Jahr zwischen den klassischen Routinefällen den ein oder anderen negativen Ausreißer gab, gibt es dieses Mal dagegen eher Folgen, die einen Ausreißer nach oben bilden. Dazu gehören unter anderem eine Folge im australischen Outback, sowie eine Folge, die auf einer antarktischen Forschungsstation spielt. Bei beiden vielleicht etwas grenzwertig, dass man sie in das bekannte NCIS-Schema gepackt hat, aber wenn sie so spannend sind wie hier, ist das aus meiner Sicht durchaus erlaubt. Die Team-Chemie stimmt weiterhin, auch Neuzugang Riggs (Claude Jabbour) fügt sich gut ein. Die Serie ist eine gute Ergänzug des NCIS-Kosmos, klar in Australien verankert und kommt gut ohne die Hilfe der amerikanischen Mutter-Serien aus.

The Village – Das Dorf (Regie: M. Night Shyamalan, USA, 2004, Tele 5, Re-Watch) – 7 von 10

Das abgeschiedene Dorf Covington liegt in einem dichten Wald, der von bösartigen Kreaturen bewohnt wird. Dramatische Ereignisse stellen den Glauben der Gemeinschaft auf die Probe. Der mit bekannten Gesichtern gespickte Film (u.a. Bryce Dallas Howard, Joaquin Phoenix, Adrien Brody, William Hurt, Sigourney Weaver und Brendan Gleeson) schafft es gut, eine mysteriöse und unheimliche Atmosphäre zu erzeugen. Was stimmt nicht mit diesem Dorf, was passt hier nicht zusammen? Der große Twist, das Markenzeichen von Regisseur Shyamalan, kommt langsam, deutet sich an, und wird gemächlich enthüllt. Vielleicht wusste ich ihn aber auch noch vom ersten Sehen vor vielen Jahren. Es ist eine was-wäre-wenn Geschichte in Kinolänge. Schauspielkino mit dem Hang zum Überdramatisieren in Nahaufnahmen und mit überlauten Hintergrundgeräuschen. Das Zirpen der Grillen ist nur schwer zu überhören. Bei Veröffentlichung wurde die Abgeschiedenheit des Dorfes und dessen Hintergründe vielfach politisch und gesellschaftlich interpretiert – ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob Shyamalan sich das alles auch gedacht hatte oder er einfach nur seinen Twist durchziehen wollte. Wie auch immer: Atmosphärisch ist der Film trotz einiger Längen gut.

We Lost The Sea (Australien) – München, Backstage Club

Am Dienstag trat die australische Band We Lost The Sea im kleinen, aber sehr gut besuchten Backstage Club auf. Auf den Auftritt hatte ich mich sehr gefreut, hatten die Post-Rocker doch im Vorjahr mit A Single Flower eines meiner Alben des Jahres veröffentlicht. Dieses sollten sie an diesem Abend fast komplett aufführen. So wie das Album begann auch das Konzert, nämlich mit den ersten Klängen von If They Had Hearts. Und so, wie sich das Stück langsam aufbaut, betrat auch die sechsköpfige Band nach und nach die kleine Bühne.

Es wurde ein sehr stimmungsvolles Konzert, mit seinen leisen und seinen lauten Passagen, die live und laut noch einmal sehr viel intensiver und eindringlicher rüber kommen. Das Publikum war gut dabei, lauschte und wippte andächtig zum Sound mit. Etwas über eine Stunde ging das Konzert, eine faire Länge für diesen Auftritt. (Setlist)

Eine ICE Fahrt am Montag (am Ende mit nur 10 Minuten Verspätung, das gilt ja schon fast als pünktlich), Fahrten in die Stadt am Dienstagmittag und am -abend, sowie ins Büro am Donnerstag. Keine besonderen Vorkommnisse, außer das ich nach dem Konzert nicht mehr die letzte S-Bahn über die Stammstrecke vor der Sperrung erreicht habe und deshalb auf die Tram ausweichen musste, die für die kurze Strecke zu mir dreimal so lange brauchte.

Aus Spanien kommt die Post-Rock Band Syberia, besser gesagt aus Katalonien. Ihre Musik ist ihrer Heimat entsprechend auf katalanisch, so weit man das bei einer Band sagen kann, die ohne Gesang auskommt. Aber immerhin sind der Albumname Quan tot s’apagui und die Songtitel auf katalonisch. Plattentests beschreibt es als „ein instrumentales Konzeptalbum über den Weltuntergang“, was düster klingt, aber was der Sound durchaus hergibt. Als Beispiel habe ich euch den zweiten Song des Album eingebettet: llampecs d’oblit d’uns records en vida.

Und damit verabschiede ich mich für die nächsten Tage in den Urlaub. Habt eine gute Zeit und einen noch besseren Start in die neue (Arbeits-)Woche!

Ein Kommentar

  • bullion

    „The Village“ hat mir damals wirklich sehr gut gefallen. Für mich leidet der Film nur etwas unter dem Twist bzw. den Erwartungen daran. Einer von Shyamalans besten, wie ich finde.

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