Die Sonos Beam Soundbar

Es gab mal wieder Veränderungen in meiner Technik-Landschaft. Nach gut 7 Jahren hat meine alte Sony-Musik-Anlage den Geist aufgegeben. Nicht komplett, aber der Audio-Ausgang für eine der beiden Boxen ist hinüber und das ließ sich leider nicht mehr so simpel beheben, als wenn ich nur die eine Box austauschen müsste.

Die älteren werden sich erinnern: Vor einem halben Jahr kaufte ich mir bereits einen neuen Fernseher (wie schnell die Zeit vergeht!). Und ich wurde recht schnell von Kollegen gewarnt: Diese neuen, schmalen Dinger haben – wegen mangelndem Volumen – meist nur einen recht dünnen Sound. Was die beiden Sachen nun miteinander zu tun haben?

Nun, ich habe mir vor gut zwei Monaten eine Beam Soundbar von Sonos geleistet. Die kleine Sonos One kannte ich bereits von Freunden, diese bot für die Größe einen guten Klang und eine simple Bedienung. Für mich gab es nun also die Beam Soundbar, das Gerät, was Musik und Fernsehen zusammen bringen sollte.

Ausgepackt und angeschlossen war sie schnell, eingerichtet mit Hilfe der Sonos App auch. Verbunden ist sie nun per HDMI Kabel mit meinem Fernseher und per WLAN mit meiner wieder aktivierten Netzwerkfestplatte, auf der meine gesammelten mp3′s liegen.

Zunächst einmal das Wichtigste: Der Sound. Der ist – nunja – in Ordnung. Mehr aber auch nicht. Der Unterschied zum Ton über den normalen Fernseher ist kleiner als erwartet. Sonderlich viel nimmt sich das nicht. Auch bei der Wiedergabe von Musik ist das erwartbar gut, fertig.

Die Bedienung über die App funktioniert ausgesprochen gut. So ist es ein leichtes, zwischen den tausenden mp3′s hin und her zu wechseln und Playlists anzusteuern und aufzusetzen. Am Fernseher lässt sich die Lautstärke ganz simpel über die normalen TV-Fernbedienung steuern. Die Grundfunktionen klappen also alle sehr gut und intuitiv.

Wie wohl für Sonos üblich empfängt die Beam natürlich auch Webradio. Das läuft über den Anbieter TuneIn, der unzählige Radiosender aus der ganzen Welt anbietet. Nun bin ich nicht mehr der große Radiohörer, habe mir aber bisher immerhin schon zwei Sender rausgepickt: Zum einen BR-Klassik (ja wirklich, höre ich mittlerweile ganz gerne zum Einschlafen, allerdings erst nach Mitternacht – die Jazzstunde davor ist mir zu stressig), zum anderen ist das der Sender Columbia Rumbera, für ein wenig südamerikanische Musik.

Außerdem bietet die App noch die Möglichkeit, sich mit den verschiedenen Streaming-Plattformen wie Spotify und Co. zu verbinden. Mangels Abo habe ich das bisher aber noch nicht testen können.

Wie man aber vielleicht bisher schon merkt: Die absolute Begeisterung fehlt noch. Es gibt ein paar Punkte, die ich noch nicht im Griff habe. Angefangen mit meiner schönen und umfangreichen CD-Sammlung: Noch ist es mir nicht gelungen, einen CD-Player in das System zu integrieren. Nun kann man darüber streiten, ob das Medium noch eine Zukunft hat. Ich besitze aber immer noch ganz gerne CDs (im Gegensatz zu Büchern oder Filmen) und ein einfacher Audio-Eingang an der Beam Soundbar hätte schon genügt, um die Verbindung herzustellen. So kann ich CDs im Moment nur über den angeschlossenen BluRay-Player hören, wofür dann aber immer der Fernseher an sein muss. Alexa habe ich auf der Beam Soundbar abgeschaltet. Ich hatte Probleme, für sie die richtige Lautstärke einzustellen und fühlte mich dann immer ein wenig angeschrien. Ist aber kein Problem, mein alter Echo Dot ist auch in das System integriert und so kann ich nun immer hin per Sprachbefehl den Fernseher anschalten oder den Sleep Timer einrichten.

Mal sehen, wie sich das weiter entwickelt. Die Zukunft werden solche System mit Sicherheit sein. Je offener die Schnittstellen, um so besser. Letztlich liefert Sonos dafür “nur” das Betriebssystem und die Boxen. Und so groß wie sie in diesem Markt mittlerweile sind, sollte das Sonos-System auch für die nächsten Jahre erst einmal weiter eine Art Hardware-Standard bilden. Ob es reicht, damit ich auf die CD als Datenträger verzichte? Man wird sehen.

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3 Responses to Die Sonos Beam Soundbar

  1. Nicole says:

    Schade, dass dich die Soundbar nicht so überzeugen konnte. Da ich davon null Ahnung habe: Ist die arg teuer gewesen, also so dass man sich darüber nun wirklich ärgert? Auf das Webradio greifen wir bei Entertain auch gerne zurück, da sind auch ziemlich viele Sender eingespeist, auch einige Internationale. Eine zeitlang hatte ich immer einen amerikanischen laufen wenn Freunde zu Besuch waren, weil es dort viel aktuelle Songs gab. Aber durch Spotify brauche ich das nun nicht mehr.

    • Nicole says:

      Dankeschön für das liebe Kommentar. Das hatte ich auch gelesen, dass der da nicht mehr zum Senderangebot gehört :/. Ja Netflix dauert leider immer sehr lang, das nervt mich bei der Serie auch sehr. Aber da gibt es noch ein paar weitere Produktionen, wo das der Fall ist.

      • Nummer Neun says:

        Also ein Schnäppchen war sie nun nicht grade. Die Alternative wäre halt eine klassische Anlage gewesen, die wäre mit einer guten Qualität wahrscheinlich in einem ähnlichen Bereich gewesen. An und für sich ist sie ja schon gut – ich hatte aber tatsächlich erwartet/gehofft, dass sie mich total umhaut ;) So war es am Ende halt nicht. Und ärgerlich ist es vor allem für meine große CD-Sammlung.

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