KW 35/2026: Widow’s Bay, Wishy, Enola Holmes und das Steckerlfischfiasko

Happy Sunday!

Es war bei mir ein ruhiges Wochenende. Vielleicht Ruhe vor dem Sturm, denn die nächsten beiden Wochen könnten im Büro noch einmal recht stressig werden. Abgabe von Projekten, Monatswechsel und immer noch keine Entspannung der personellen Situation. Zwei Wochen noch, aber danach habe ich erst einmal frei.

Bis dahin gibt es den klassischen medialen Wochenrückblick. Heute mit einer gehpyten Serie von Apple, zwei Fortsetzungen von Krimi-Reihen und etwas Musik aus den USA. Viel Spaß!

Nach meiner Reise durch Böhmen hatte ich ja bereits geschrieben, dass mein langjähriger Koffer die Fahrt nicht überstanden hatte. Diese Woche ist nun der Nachfolger angekommen. Gleiche Firma, anderes Fabrikat und andere Farbe. Dafür mit vier Rollen, etwas stabiler und offenbar ein paar Zentimenter größer. Sollte aber trotzdem noch als Handgepäck durchgehen.

Widow’s Bay (Staffel 1, 10 Folgen, USA, Apple TV) – 8 von 10

Auch wenn die abergläubischen Bewohner einer kleinen Stadt auf einer Insel in Neuengland fest an einen Fluch glauben und eindringlich vor ihm warnen, versucht der Bürgermeister (Matthew Rhys) seinen Ort zu einem Touristen-Hotspot zu machen. Die Serie wird als Mischung zwischen Horror und Comedy verkauft und ja, diese ungewohnte Kombination funktioniert tatsächlich. Wenn hinter einer scheinbar friedlichen und abgelegenen Gemeinschaft das Grauen lauert, ist das oft genug Stoff für eine gute Geschichte. Dafür muss die Inszenierung passen – und das tut sie – aber auch die Figuren funktionieren und Interesse wecken. Dass das klappt liegt vor allem an Rhys, der den ehrgeizigen und überforderten Bürgermeister spielt. Nach The Beast In Me (8/10) ist es für ihn bereits der zweite Einsatz in einer Hitserie in diesem Jahr. Aber auch Kate O’Flynn als seine Assistentin kann überzeugen. Trotzdem musste die Serie bei mir für ihre acht Punkte kämpfen. Denn nach dem wirklich starken Serienauftakt hingen die Folgen in der Mitte etwas durch. Die Story scheint zu viel zu sein für die acht Episoden und so kämpft sie sich über die Zeit, in dem sie einen ausführlichen Rückblick in die Gründungszeit der Gemeinde liefert, eine Gruselhaus-Episode einbaut und einen wortlosen Slasher durch den Ort jagt. All das führt dazu, dass die Geschichte um den eigentlichen Fluch der Insel verwässert. Immerhin bekommt die Staffel gegen Ende noch einmal die Kurve und liefert ein spannendes und wendungsreiches Finale. Eine zweite Staffel ist bestellt, noch bin ich aber etwas skeptisch, ob das funktionieren kann.

Steckerlfischfiasko (Regie: Ed Herzog, Deutschland) – 5 von 10

Erst relativ spät hatte ich angefangen, mir die Eberhofer Krimis anzusehen. Dafür dann aber alle innerhalb eines Jahrs. 2024 war das und immerhin zwei Filme der Reihe wanderten in meine Jahresbestenliste. Allerdings zeigte sich damals schon, dass die Qualität der Reihe stetig zurück ging. Der letzte Film, Rehragout-Rendezvous, brachte es schon nur noch auf eine 6/10. Wie würde es nun die Fortsetzung machen, immerhin der erste Film der Reihe, den ich auch wirklich im Kino sehen würde? Eberhofer (Sebastian Bezzel) und Birkenberger (Simon Schwarz) ermitteln im Mordfall des Steckerlfischkönigs, der tot in einem Golfclub gefunden wird. Parallel sorgt Susis (Lisa Maria Potthoff) Kandidatur bei der Bürgermeisterwahl für zusätzliche Spannungen im Dorf. Dank stabilem Personal vor und hinter der Kamera sieht der Film aus und fühlt sich auch so an wie ein Film der Reihe. Die Beziehungen zwischen den Haupt- und Nebenfiguren passen und machen Niederkaltenkirchen zu einem Ort, an dem wir uns heimisch fühlen. Der nicht unwichtige Wohlfühlfaktor ist also da, leider ist der gezeigte Kriminalfall und vor allem die Auflösung wenig überzeugend. Das der in der Reihe sowieso eine immer geringere Rolle gespielt hatte, das ist klar, aber hier werden weder Auflösung noch Twists irgendwie eingeführt, noch scheinen sie plausibel. Die Nebenstory um die Bürgermeisterschaftambitionen von Susi wirken naiv und die Witze funktionieren mal besser und mal schlechter. Es sind zu viele Nebenfiguren, die pflichtschuldig irgendwie bedient werden müssen. So bleibt etwas wenig Raum für neue und fallspezifische Figuren, wenn man mal von Tessa (Ruby O. Fee) absieht. Zumindest der Golf Marshal (Milan Peschel) hätte eine größere Rolle verdient gehabt.

Enola Holmes 3 (Regie: Philip Barantini, UK/USA, 2026, Netflix) – 6 von 10

Nach dem passablen zweiten Teil (7/10) hat es nun fast vier Jahre gedauert, bis Millie Bobby Brown wieder in die Rolle von Sherlock Holmes (Henry Cavill) kleiner Schwester Enola schlüpfen durfte. Dieses Mal muss sie sich auf die Suche nach ihrem Bruder machen, der während ihrer Hochzeitsfeierlichkeiten mit Tewkesbury (Louis Partridge) auf Malta entführt wird. Teil 3 ist ein netter und kurzweiliger Abenteuerfilm vor schöner Kulisse, der öfter Landkarten zur Visualisierung einsetzt, als es Indiana Jones je tat. Das Stilmittel, dass Enola in die Kamera schaut und den Zuschauenden Gefühle und Zusammenhänge erklärt, wird etwas zu häufig und nicht immer sinnvoll eingesetzt. Unterhaltung ist das Ziel des Films, Anspruch ist es nicht. Wenn man das akzeptiert, tut der Film niemandem weh.

Gesehene Spiele in dieser Saison: 3 von 3 Liga-Spielen = 100%. (Saison 2025/26: 85%)

War die erste Elf in der bisherigen Saison recht stabil, gab es dieses Mal gleich vier Startelf-Debutanten. Dadurch lief der vermeintlich beste Sturm mit Fukuda und Ben Farhat (bleibt er doch?) erstmals von Beginn an auf. Gegner war mit dem VfL Wolfsburg der Top-Favorit auf den Aufstieg, auch wenn der bisher noch nicht überzeugen konnte. Die erste Hälfte entwickelte sich zu einem richtigen Wilde Maus Spiel. Der KSC, mit der besten Offensivleistung der Saison in dieser Phase, ging zweimal in Führung. Der VfL Wolfsburg hielt aber dagegen und ging noch vor der Halbzeitpause selbst mit 3:2 in Führung. Und als dann die KSC-Offensive am Ende ihrer Kräfte war, ging nach vorne nicht mehr viel und der VfL erhöhte schlußendlich auf 5:2. Mit Sicherheit etwas zu hoch, aber die bisher so stabile KSC-Defensive geriet an ihre Grenzen, vor allem die Außenvertediger waren mit Reese und Bernhardsson überfordert und auch KSC-Keeper Bernat machte keine gute Figur. 30 starke Minuten waren zu wenig gegen den Top-Favoriten.

Es bleibt weiter kompliziert. Die Sommerferien werden gerne für größere Maßnahmen rund um das städtischen Streckennetz benutzt. Und so war sowohl der Weg ins Kino mit unterbrochenener Stammstrecke am Sonntagnachmittag schwierig, als auch der Weg ins Büro am Donnerstag, bei dem ich meine Direktverbindung durch eine Verbindung mit doppeltem Umsteigen ersetzen musste. Lediglich eine Fahrt zum Essen am Mittwochabend verlief normal.

Außerdem musste ich eine größere Fahrt im September umbuchen, weil auf der Strecke eine Teil-Verbindung ausfällt. Immerhin, dadurch ist meine Zugbindung hinfällig. Andererseits habe ich es nicht geschafft, die alte Sitzplatz-Reservierung auf den neuen Zug umzutauschen. Außerdem ist mir aufgefallen, dass mir mein Deutschland-Ticket keine BahnBonus Punkte einsammelt, weil ich sie hier beim MVV gekauft habe und nicht bei der DB. Leute, macht es doch nicht so kompliziert!

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Aufmerksamen Mitlesenden dieser Seite ist vielleicht die Band Wishy noch ein Begriff, die ich im September 2024 mal erwähnt hatte. Mittlerweile kündigt sich das zweite Album der amerikanischen Band an und die Vorabsongs versprechen einiges. Ihr flotter Shoegaze Dream Pop erinnert ein wenig an The Cure zu deren mainstreamigsten Zeiten. Hört ruhig einmal in All The Rage rein.

Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und habt einen guten Start in die neue Woche!

2 Kommentare

  • sori1982

    Ich glaube nicht, dass es an Dir liegt, dass Du es nicht geschafft hast, die Sitzplatz-Reservierung umbuchen zu können.
    Ich hatte einen ähnlichen Fall gehabt. (Zugbindung aufgehoben, für die bezahlte Fahrkarte gültige Alternativ-Verbindung wurde mir per E-Mail mitgeteilt.) Ich musste mir eine neue Sitzplatz-Reservierung kaufen und weil sie ja mittlerweile unverschämte 5,50 EUR kostet, habe ich einen Antrag auf Kostenrückerstattung gestellt. Auch mittlerweile sehr perfide, wie Du den Antrag einreichen kannst. Zum Glück war ich dann in Erfurt und habe den Antrag beim DB Reisezentrum abgeben können.

  • bullion

    Ah, du hast „Steckerlfischfiasko“ gesehen. Wollten wir ja auch noch unbedingt, aber hat bisher nicht funktioniert. Denke ich werde wohlwollender bewerten, aber das wirst du dann irgendwann lesen können… 😀

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