Unterwegs

Ein Wochenende in Berlin

Nach den Urlaubstagen in Dresden bin ich von dort aus mit der Bahn direkt weiter nach Berlin gefahren. Nicht mein erster Besuch dort, wie das Foto rechts beweist, das wohl ungefähr 1984 entstanden ist.

Seitdem war ich noch viele Male mehr in der Stadt, meist privat, selten beruflich. Allerdings war ich selbst überrascht, als ich gemerkt habe, dass der letzte Besuch bereits auch schon wieder vier Jahre her war. Damals war ich zum Lollapalooza 2017 in der Stadt.

Dieses Mal habe ich in Berlin einige Freunde wiedergetroffen, dadurch war das Touristen-Programm relativ kurz in diesem Jahr. Das Wetter war meist ähnlich wie in Dresden: Etwas grau, aber trocken. Lediglich am letzten Tag schaute die Sonne öfter hervor und man konnte sich auch ohne Jacke vor die Tür trauen.

Das Humboldt Forum

Im Juli wurde das Humboldt-Forum auf der Museumsinsel eröffnet und sah sich von Beginn an einigen Diskussionen ausgesetzt. Angefangen bei den hohen Baukosten von 677 Millionen Euro (laut Wikipedia), die sich aus staatlichen und privaten Geldern zusammen setzten (für eine vielleicht monumentale, aber selten eindrucksvolle Architektur), bis hin zu einem Teil der Ausstellungsstücke mit wohl mancher fragwürdiger Herkunft.

Angesehen hatte ich mir an dem Vormittag diese Ausstellungen: Berlin Global (mit vielen interaktiven Elementen rund um die Stadt und die Gesellschaft, aber auch ein wenig wild zusammengewürfelt), den Schloßkeller (die alten Mauern braucht man nicht wirklich sehen) und den etwas kleinen Skulpturensaal. Die Berlin-Ausstellung war ganz interessant, der Rest verzichtbar. In den ersten 100 Tagen nach der Eröffnung ist der Eintritt noch frei, daher hatte ich für den Besuch nichts bezahlt, brauchte aber trotztdem vorher ein Ticket.  Es gibt noch weitere Ausstellungen, da ich mir dafür aber kein Zeitfenster-Ticket gesichert hatte, habe ich diese dann letztlich ausgelassen.

Berlin Global

Die Touristen-Tour

Nach dem Besuch des Humboldt-Forums bin ich zu Fuß diesen Touristenweg abgegangen: Vom Berliner Dom über die Straße Unter den Linden (mit einem kurzen Abstecher zur Ritter Sport Schokowelt und einem spontanten Besuch bei Die Maultasche) bis zum Brandenburger Tor. Bei fast jedem Berlin-Trip ist hier ein kurzer Halt für mich Pflicht. Vom Brandenburger Tor ging es kurz zum Reichstag rüber und dann weiter bis zum Potsdamer Platz.

Das Schloss Charlottenburg

Zum ersten Mal überhaupt war ich am Schloss Charlottenburg im gleichnamigen Stadtteil. Ein sehr schönes, restauriertes Schloss mit einem weitläufigen Schlosspark, der bis an die Spree heranreicht. Groß genug für einen schönen Spaziergang.

Die Unterkunft

Geschlafen habe ich dieses Mal im Highpark by Palmira. Das Hotel liegt nur wenige Gehminuten vom Potsdamer Platz entfernt und wirklich direkt an der U-Bahn Station Mendelssohn-Bartholdy-Park und – für Münchner immer noch exotisch – an einem Späti. Das Zimmer war recht groß und sauber, das Bett bequem und die Dusche fantastisch, daher ist alles im grünen Bereich. Nur insgesamt wirkte das Hotel etwas leblos, wahrscheinlich weil der Apartmentkomplex wohl eher auf Langzeitmieter ausgelegt ist. Wenn man sich aber ein wenig in der Stadt auskennt, dann ist das eine gute und zentrale Unterkunft.

***

Und damit endete auch schon wieder mein Besuch in Berlin. Zurück ging es Sonntagmittag ab dem für mich immer noch unübersichtlichen Berliner Hauptbahnhof, am Tag vor dem Beginn des angekündigten Bahnstreiks. Dementsprechend voll war der Zug. Naja, wenigstens kam die Bahn am Ende pünktlich in München an und beendete so meine einwöchige Auszeit.

4 Kommentare

  • Doreen

    Tolle Bilder! Berlin ist schon eine sehenswerte Stadt, auch wenn ich dort nicht unbedingt wohnen möchte. Für den nächsten Berlin Kurztripp (eines Tages) habe ich nun auf jeden Fall ein paar Inspirationen mitgenommen. Danke. 🙂

  • Nicole

    Hach Berlin ist immer eine Reise wert, da gibt es auch noch so einiges, was ich mir anschauen möchte und bislang noch nicht geschafft habe. War dort damals auf Abschlussfahrt und danach mit Freunden dort, dann aber jeweils nur ein Wochenende. Mein letzter Besuch liegt tatsächlich sogar noch länger als deiner zurück :D.

    Dankeschön für dein liebes Kommentar, auch wenn die Antwort – eine fettes Entschuldigung meinerseits – wieder etwas später kommt.

    Nee leider gibt es von „Spuk in…“ keine weitere Staffel, finde das so schade, weil ich die Serie und das Konzept super fand. Mal gucken, ob „Midnight Mass“ mich da genauso begeistert kann, ist ja immerhin vom gleichen Produzenten, aber der Trailer hatte mich ehrlich gesagt jetzt nicht umgehauen.

    Ich komme nur gerade so gar nicht zum Film schauen – ich glaube bislang habe ich im September zwei Stück gesehen – was tatsächlich Downton Abbey geschuldet ist. Habe die Serie jetzt etwas nach dem Hype entdeckt und lieben gelernt. „Palm Springs“ steht aber zeitnah noch an, dazu habe ich zu viel Gutes über die Produktion gehört, um nicht neugierig zu sein.

    Schreib mir mal wie du Staffel 3 von „American Crime Story“ findest, in den USA sind da aktuell die Quoten etwas eingebrochen. Ka ob das daran liegt, dass sie qualitativ nicht so gut wie S1 und 2 ist oder es andere Gründe hat.

    • Nummer Neun

      Ach, Downton Abbey entschuldigt vieles 🙂

      Lustig, dass du das schreibst. Der Trailer von Midnight Mass hatte mich nämlich auch nicht überzeugt. Bin mal auf die ersten Kritiken gespannt. Die fallen ja bei American Crime Story S3 bisher ja auch noch nicht so positiv aus.

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