Der Monatsrückblick Juli 2017

Ein neuer Monat, ein neuer Monatsrückblick.

*** Das Wetter ***

Über das Wetter konnte man sich – zumindest in München – nicht beschweren. Lange Zeit schönstes Sommerwetter, nur einige, verregnete Tage waren dazwischen. Und wenn es danach morgens mal etwas kühler war, war das auch sehr angenehm.

*** Kino ***

Einmal war ich in diesem Monat im Kino, in einer kleinen, aber feinen Produktion. Die großen Sommerblockbuser folgen dann in den nächsten Wochen.

Born To Be Blue 7 von 10

Der Jazz-Trompeter Chet Baker (Ethan Hawke) feiert einen kometenhaften Aufstieg in den USA der 50er Jahre, mit allen was dazu gehört: Ruhm, Frauen und Drogen. Alles ändert sich, als er von brutalen Gangstern zusammen geschlagen wird und seine Zähne dabei verliert. Er kann nicht mehr schmerzfrei Trompete spielen. Mit Unterstützung seiner neuen Freundin, der recht erfolglosen Schauspielerin Elaine (Carmen Ejogo) versucht er sich unter Mühen wieder zurück an die Spitze zu kämpfen. Nach einem etwas mauen Start ist der Film durchaus unterhaltsam. Hawke spielt den Jazz-Musiker zwischen Ehrgeiz und Drogenabhängigkeit sehr gut, auch wenn ihm die Autoren ruhig noch ein paar Sympathiepunkte hätten zu schreiben können. Die Story ist packend, teilweise aber nicht so zielstrebig. Und wer mit der Musik nichts anfangen kann, ist in diesem Film eh falsch. Insgesamt ein lohnender Film, mit etwas verschenkten Möglichkeiten.

*** Serien ***

Bevor ich mit meinen Bewertungen aus dem Juli starte – trotz Sommerwetter und einigen Ausflügen ist doch wieder einiges zusammen gekommen – muss ich ja zugeben, ich bin ja nur ein Amateur mit meinen Reviews. Wer wirklich etwas über die Serienwelt wissen möchte, der sollte dringend beim Seriencheck vorbei schauen, seine Übersicht ist wirklich unglaublich umfassend. Chapeau! Und jetzt ich:

Ash vs. Evil Dead (Staffel 1 / 10 Folgen) – 7 von 10

30 Jahre nach Tanz der Teufel lässt Ash (Bruce Campell) aus Versehen erneut böse Dämonen frei, die sich immer weiter ausbreiten. Nur er kann sie stoppen! Dabei bekommt er Hilfe von seinen beiden Arbeitskollegen Pablo (Ray Santiago) und Kelly (Dana Delorenzo). Die kurzen Folgen machen Spaß, sind gradlienig, haben einen hohen Blutverbrauch und eine coole Hauptfigur. Wenn man damit schon zufrieden ist, kann man sich die Serie anschauen. Ein großes Charakterdrama sollte man allerdings nicht erwarten.

Fresh Off The Boat (Staffel 3 / 23 Folgen) – 6 von 10

Die Jessica Huang (Constanze Wu) Show wurde von Pro7 nahtlos fortgeführt. Wie immer stiehlt sie mit ihren Wutausbrüchen dem Rest der Familie das Rampenlicht. Aber immerhin hat man es endlich geschafft, Großmutter Huang (Lucille Soong) mit ihrer Garfield-Obsession etwas besser einzubauen. Die beiden jüngeren Söhne bekommen mehr Aufmerksamkeit, während die eigentlich Hauptfigur Eddie (Hudson Yang) mit seiner Clique ein wenig untergeht. Und nachdem man zu Beginn der Staffel so ziemlich alle Feiertage der Familie langweilig durchdudelt, steigert sich die Qualität danach wieder, u.a. mit dem Golf-Challenge der Huang-Söhne und dem Shopping-Rausch von Jessica und Even. Trotzdem war da auch schon mal mehr drin.

Glow (Staffel 1 / 10 Folgen) – 7 von 10

Warum schaut man sich eine aktuelle Serie an, bei der es um Frauen-Wrestling in den 80ern geht? Nun, bei mir lag es an dem leichten Hype rund um Glow und an Ex-Community Darling Alison Brie, die dann auch gleich in der ersten Folge zweimal blank zieht. Sie spielt Ruth, eine erfolglose Schauspielerin, die bei einem Casting für ein Frauen-Wrestling-Team landet. Wenig überraschend übersteht sie das Casting bei Regiesseur Sam (Marc Maron) zusammen mit ein paar anderen, teilweise skurrilen Frauenfiguren und findet sich im Team wieder. Nach bester Cool Runnings-Art wird das Team im Laufe der Zeit immer enger zusammen geschweißt und überwindet allerhand Probleme, bis sie dann endlich vor Kameras im Ring stehen. Das ist nett und harmlos anzuschauen, der letzte Kick fehlt aber.

Orphan Black (Staffel 4 / 10 Folgen) – 5 von 10

Ich muss zugeben, dass ich die Serie hauptsächlich nur noch wegen Tatiana Maslany schaue, die die Rollen der verschiedenen Klone weiterhin sehr eindrucksvoll spielt und den Zuschauer vergessen lässt, wie oft man hier immer wieder die gleiche Schauspielerin sieht. Bei der Verschwörungsstory bin ich dagegen mittlerweile fast komplett ausgestiegen und kann nicht mehr folgen, wer da welche Ziele hat. So funktioniert die Staffel für mich besser, wenn sie sich um kleinere Konflikte dreht und mal nicht das große Ganze verfolgt. Und es gab dieses Mal sogar einige lustige Stellen, die sind mir vorher nie so aufgefallen. Das langt aber nicht, um die Serie bei mir in den grünen Bereich zu bringen, das war stellenweise ein echter Kampf. Möge die 5. Staffel die letzte werden.

The Big Bang Theory (Staffel 5 / 24 Folgen) – 7 von 10

Die Hauptfiguren treiben ihre Beziehungen voran. Howard (Simon Helberg) steuert auf die NASA-Mission und die Ehe mit Bernadette (Melissa Rauch) zu und auch Sheldon (Jim Parsons) und Amy (Mayim Bialik) kommen sich näher. Leonard’s (Johnny Galecki) Fernbeziehung dagegen geht ihrem Ende zu, da wird Penny (Kaley Cuoco) wieder interesanter. Wie man aber weiß, ist das oft nicht der unterhaltsamste Part der Serie. Und so war grade der Beginn der Staffel recht schwach und auch der Gastauftritt von Stephen Hawking wurde etwas versemmelt. Zum Glück reißt es Sheldon mit seinen Schrullen immer wieder raus, die Chemie der Truppe stimmt nach wie vor.

Wer sie noch nicht gesehen hat, sollte sich im nächsten Monat die tolle zweite Staffel von Z Nation ansehen, läuft ab dem 13. auf RTL II. Am 30. startet Killjoys in die 3. Staffel auf Syfy. Sonst habe ich in der Liste nicht viel gefunden. Einige schwören ja auf Brooklyn Nine-Nine, davon bringt RTL Nitro ab dem 2. die vierte Staffel nach Deutschland. Und auf Netflix startet natürlich mal wieder etwas mit Superhelden: Marvel’s The Defenders, zu sehen ab dem 18. Naja, wer’s braucht.

*** Wie geht’s dem KSC? ***

Bilanz: 2 Spiele, 1 Punkt, 4:5 Tore.

Mit einem fast völlig runderneuerten Kader ging der KSC in die Saison in der 3. Liga und wurde von vielen als Favorit auf den Aufstieg gehandelt. Die ersten beiden Spiele konnten das Versprechen noch nicht einlösen, die waren noch sehr holprig. Besonders die Abwehr gibt noch Anlass zur Sorge, da waren einige Aussetzer dabei und beim Spiel in Unterhaching wurde der Ball oft konsequent einfach aus der Abwehr rausgebolzt. In der letzten Saison in der 3. Liga hatte es auch etwas gedauert, bis es lief. Nur zu lange sollte sich das Team dafür nicht Zeit lassen.

*** Musik ***

Besuchte Konzerte: 0. Gekaufte Konzerttickets: 0. – Das Sommerloch lässt schön grüßen.

Auf Lea Porcelain bin ich – mal wieder – durch Plattentests.de gestoßen. Die haben das Debutalbum Hymns of the Night zum Album der Woche gekürt und lagen mit dieser Wahl unglaublich richtig. Die beiden Frankfurter (!) machen düsteren Synthie-Pop, der auch in die aktuelle Twin Peaks Staffel sehr gut rein passen würde. Kinder, hört euch Bones an!

Und Wolf Alice haben einen Vorboten für das kommende, zweite Album heraus gehauen. Yuk Foo, ein Brett von einem Song.

*** Foodpic des Monats ***

Aus einem kleinen Bistro im Glockenbach mit argentinischer Karte: Das Freiraum. Vorher gab es noch einen leckeren Empanada.

*** Foto des Monats ***

Das Ergebnis eines kleinen Kamera-Checks des neuen Smartphones im elterlichen Garten.

*** Frage des Monats ***

Welche Wetter-App nutzt ihr unter Android?

Und das war’s für diesen Monat. Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.

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2 Responses to Der Monatsrückblick Juli 2017

  1. Nicole says:

    Ash vs. Evil Dead hat sich ja mein Dad angeschaut und der fand die Serie auch super. Kurzweilige Unterhaltung mit viel Blut. Ich habe hingegen noch nicht reingeschaut. Bin ja gerade auch wieder im Nashville Fieber. Echt, bei der Serie kann man so schwer aufhören, diese Cliffhänger am Ende immer. Glow habe ich hingegen ausgelassen, weil mich die Thematik überhaupt nicht reizt und Comedy einfach nicht mein Seriengenre ist. Was Superhelden anbelangt: Wird mir mittlerweile auch zu viel auf Netflix, aber ich freue mich noch auf The Punisher, denn ich mochte die Figur in Daredevil. Aber ich hoffe, dass da nicht noch mehr Serien bestellt werden. Das wäre dann einfach zu viel.
    Danke auch für dien liebes Kommentar. Oh ja allerdings. Wünsche dir viel Spaß bei den Filmen, wo du es reinschaffst. Planet der Affen hat echt nur super Kritik bekommen, der muss verdammt gut sein. Bei Annabelle bin ich ja gespannt. Habe von der Comic Con nur gutes gehört, aber mir hatte der erste Teil nicht so gefallen. Wie fandest du den denn?

    • Nummer Neun says:

      Ich muss ja zugeben, dass ich den ersten Teil von Annabelle nicht mal gesehen habe. Aber es gehört doch auch zur Conjuring-Reihe, oder? Die ist doch eigentlich richtig gut.

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