Portugal 2013: Madeira

I: LissabonII: MadeiraIII: Porto Santo

Mein Flug nach Madeira ging quasi mitten in der Nacht los – also jedenfalls musste ich da dafür aufstehen. Hatte aber den Vorteil, dass ich schon um 9:00 Uhr auf der Insel war und um 10:00 Uhr im Hotel. Dort war mein Zimmer natürlich noch nicht fertig, so dass ich von dort aus bei schönstem Sonnenschein gleich in die Innenstadt von Funchal, dem Hauptort der Insel gelaufen bin.

Das Zentrum von Funchal teilt sich grob in zwei Bereiche auf: Den mit den breiten Straßen und Shoppingmöglichkeiten, sowie den Bereich mit den engen Gassen und den vielen bunten Häusern und kunstvollen Türen, wo trotzdem noch auf beiden Seiten die Restaurants ihre Tische platziert haben. Hier wird man dann auch wieder ähnlich wie in Lissabon dauernd angesprochen, ob man denn nicht bitte genau hier speisen möchte. Das habe ich auch einmal gemacht und dort mittags ein überraschend gutes Steak-Sandwich verputzt. Das beste Essen hatte ich allerdings im Hotelgebiet gehabt: Ein Inder mit einem sehr schönen Balkon und sauleckerem Curry und Naan-Brot.Mein Hotel, das Hotel Da Penha Franca Mar, lag direkt am Meer und nur etwa 10 Gehminuten von der Innenstadt Funchals entfernt. Die Zimmer waren groß und geräumig, das Frühstücksbuffet umfangreich. Nur mit dem gebuchten Meerblick war ich nicht ganz zufrieden. Mein Zimmer lag im Erdgeschoß, so dass ich von der kleinen Terrasse zwar tatsächlich den Atlantik sehen konnte, aber nur, wenn ich über den Pool hinweg schaute. Und nein, der Blick fiel dabei nicht auf knackige junge Bikinischönheiten am Pool, dafür war das Publikum zu alt. Und zu dick.Von einem nahe gelegenen Aussichtspunkt aus hatte man einen guten Blick auf das Hotel (also eigentlich auf den Atlantik, den Hafen und die Küste – aber halt auch auf das Hotel). Der Pool rechts im Bild gehörte zu meinem Hotel, mein Zimmer war direkt dahinter. Im Hintergrund erstreckt sich die Hotellandschaft Funchals.Direkt aus dem Stadtzentrum heraus bringt eine Seilbahn einen auf den Monte, dem Hausberg der Funchaler. Von hier aus hat man einen sehr schönen Blick auf die Stadt und die Küste. Neber der kleinen Kirche Nossa Senhora do Monte erstreckt sich hier am Berg der Park Jardins Monte Palace mit Pflanzen und Blüten aus aller Welt und einer Architektur, wie man sie in japanischen Gärten erwarten würde. Den Rückweg vom Monte kann man dann entweder wieder mit der Seilbahn antreten oder sich in einer der Korbschlitten bedienen. Oder ganz untouristisch den Linienbus nehmen.Vor Ort habe ich mir bei einem lokalen Veranstalter eine Tour über den Ostteil der Insel gebucht. Morgens um kurz vor neun wurde ich am Hotel mit einem Kleinbus abgeholt und dann wurden wir zu acht mit einer deutschsprachigen Reiseleiterin über die halbe Insel gefahren. Neben einigen Aussichtspunkten an der Strecke machten wir Halt auf dem Pico do Ariero, einem der höchsten Berge der Insel, in Santana – bekannt nicht durch den Gitarristen, sondern durch die kleinen und bunten Madeira-Häuschen, und in Machico, einem Ort an der Küste. Ebenfalls dabei: Ein Halt bei einer Korbpflechterei (laaaangweilig) und einer Forellenzucht (naja, wenigstens direkt im Grünen und in unmittelbarer Nähe zu einem der Levadas, habe ich die also auch mal gesehen). Nur das Geburtshaus von Cristiano Ronaldo hat gefehlt. Dafür war ein gutes Mittagessen mit dabei, so dass der Preis von ca. 40€ für einen Tagesausflug wirklich okay war.Als Fazit bleibt, dass Madeira tatsächlich eine sehr schöne Insel ist, die von Meer bis zu Bergen recht viel zu bieten hat. Dazu hat sie mit Funchal sogar auch eine relativ große Stadt, so dass tatsächlich für jeden etwas dabei ist. Ich hätte hier auch noch ein paar Tage mehr verbringen können, zu tun hätte es genug gegeben. Was wie eine Ausrede klang, nämlich das ich eine Levada-Wanderungen wegen Zeitmangel nicht mehr machen konnte, entsprach tatsächlich der Wahrheit.Dafür erzähle ich euch beim nächsten Mal von meinem Ausflug nach Porto Santo, Madeiras kleiner Nachbarinsel.

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