Der Monatsrückblick März 2019

Ja, damit ist das erste Quartal des Jahres auch schon wieder rum. Der Frühling kommt langsam und wird sich vermutlich bald dauerhaft durchsetzten (mein Tipp: Nach einem verschneiten Ostern). Bei mir war der Monat etwas ruhiger, abgesehen von den kurzen Trips in die Heimat und nach London. Es war also Zeit, um etwas die Batterien aufzuladen und Geld auszugeben: Der Urlaub in Kanada ist nun schon fast komplett geplant und organisiert.

*** Foto des Monats ***

Der Münchner Marienplatz zur blauen Stunde.

*** Filme ***

The Sisters Brothers 6 von 10

Der Commodore (Rutger Hauer) will den Tod des Goldsuchers Hermann Kermit Warm (Riz Ahmed). Dazu heuert er das berüchtigte Brüderpaar Eli (John C. Reilly) und Charlie Sisters (Joaquin Pheonix) an. Allerdings hat auch Detektiv John Morris (Jake Gyllenhaal) von diesem Auftrag erfahren und nimmt wiederum die Verfolgung der Sisters Brothers auf, um den Goldsucher zu schützen. Der Western ist ein ur-armerikanisches Film-Genre, der aber immer öfter auch aus anderen Ländern kommt. Dieser hier wurde zum Beispiel in Frankreich produziert und in Spanien und Rumänien gedreht. Aber das hatte den Karl May Filmen schon nicht geschadet und auch hier hat man nie das Gefühl, nicht in Oregon zu sein. Optisch funktioniert das, der Westen ist wild und die Bilder episch. Es gibt Jäger und Gejagte, Gesetzlose und einen hochkarätigen Cast. Das der Film trotzdem nicht richtig funktioniert, liegt am unrunden Buch. Die Geschichte will lustig und dramatisch sein, ist aber letztlich keines von beiden. Die Figuren reden viel, sagen uns aber wenig und so bleibt die interessanteste Figur noch Eli (Reilly), der Gangster, der eigentlich aussteigen möchte. Pheonix bleibt dagegen recht blass. Da wären mir wortkarge Westernhelden lieber gewesen.

Trautmann 7 von 10

Der Film erzählt die Geschichte von Bert Trautmann (David Kross), der nach seiner Kriegsgefangenschaft im zweiten Weltkrieg in einem britischen Lager beschließt, in England zu bleiben. Er spielt als deutscher Torhüter trotz vieler Anfeindungen in der englischen Fußballliga, verliebt sich in die Tochter (Freya Mavor) seines Trainers (John Henshaw) und wird schließlich bei Manchester City zur Legende. Der Film ist tatsächlich nicht so Fußball-lastig, wie es die Beschreibung vermuten lässt – man lernt im Prinzip keinen seiner Teamkameraden wirklich kennen, stattdessen fokussiert sich der Film mehr auf das Leben von Trautmann und wie er langsam in der Zivilgesellschaft Englands nach dem Ende des Krieges ankommt. Das ist teilweise etwas kitschig und vorhersehbar, funktioniert aber dank der sympathischen Figuren doch ganz gut. Und der bekannteste Teil seiner Lebensgeschichte, das große FA-Cup Finale, lässt einen dann schließlich doch auch auf dem Fußballplatz mitfiebern und zusammen zucken, wenn es zu dem folgenschweren Unfall kommt. Bonus: Zum Abspann wird Noel Gallagher gespielt.

Sonstso

In der heimischen Flimmerkiste gab es, von alt nach jung sortiert:

Star Trek – Treffen der Generationen (1994, Syfy) ist wirklich schon über 20 Jahre alt? Er war doch nicht so schlecht, wie ich ihn in Erinnerung hatte, ließ Data ein paar schöne Einzeiler sagen und bot eine krachende Bruchlandung. Auch wenn Kirk & Co. natürlich bereits vorher einen schöneren Abschied von der Bühne hatten.

Wenn man Mehrteiler nur so halbherzig schaut, hat man immer Probleme, Jahre später in die Fortsetzung wieder reinzufinden. So ging es mir etwas bei dem finalen Maze Runner – Die Auserwählten in der Todeszone (2018, Sky Cinema). Optisch ist der allerdings sehr eindrucksvoll geraten und überzeugt auch durch starke Actionszenen.

Und noch ein dritter Teil: Johnny English – Man lebt nur dreimal (2018, Blu-Ray) war tatsächlich ganz lustig, wenn man denn auf etwas Klamauk steht.

Der Freiburger – Tatort: Für immer und dich (2019, ARD) war ein starker Vertreter seiner Reihe, mehr Drama als Krimi, der vor allem durch seine Gastdarsteller Meira Durand und Andreas Lust getragen wird, die mit ihrer moralisch fragwürdigen Beziehung zurück in ihrer Heimat landen. Die beiden Ermittler Hans-Jochen Wagner und Eva Löbau bleiben dezent im Hintergrund, und vor allem letztere hat einen eher kitschigen Nebenplot abbekommen.

*** Serien ***

Viele Wiederkehrer dieses Mal dabei, u.a. die neuen Staffeln von True Detective und The Sinner, zwei der besten Crime-Serien der letzten Jahre. Wie schlagen sich die neuen Fälle? Eine neue Serie gab es in diesem Monat aber für mich auch. Zeichentrick. Aus den 70ern. Ernsthaft!

Charité (Staffel 2 / 6 Folgen – ARD) – 7 von 10

Die zweite Staffel macht einen Sprung aus der Kaiserzeit in die letzten Jahre des zweiten Weltkrieges. Der Krieg, die Naziherrschaft und das Wirken unter anderem des Chirurgen Ferdinand Sauerbruch (Ulrich Noethen) und des Psychiaters Max de Crinis (Lukas Miko) an der Charité geben den historischen Rahmen für die fiktive Handlung um die Medizinstudentin Anni (Mala Emde), ihren Ehemann Artur Waldhausen (Artjom Gilz) und ihren Bruder Otto Marquardt (Jannik Schümann). Die Stimmung ist deutlich düsterer, aus dem Armenkrankenhaus der ersten Staffel ist eine Fließbandchirurgie während des Krieges geworden, unter der Leitung des bekannten Chirurgen Sauerbruch, den Noethen eindrucksvoll auf der Grenze zwischen arrogant, genial und mitfühlend spielt. Sein Gegenpart de Crinis erinnert an Christoph Waltz in seinen besten Tarantino Rollen. Immer wieder werden Originalaufnahmen aus der Zeit mit eingespielt, besonders die Abschlußsequenz mit Bildern aus dem völlig verbombten Berlin hinterläßt einen Klos im Hals. Die Ärzte überzeugen also wieder, der zweite Handlungsstrang rund um Anni kommt allerdings nicht ganz dagegen an.

Die Enterprise (Staffel 1 / 16 Folgen – Netflix) – 6 von 10

Einige Jahre nach dem Ende der klassischen Star Trek Serie wurde eine Zeichentrick-Variante erstellt, die sowohl im Original als auch in der deutschen Synchronisation die Originalstimmen wieder zusammen brachte. Nur Chekov fehlte und wurde durch Mister Arex ersetzt, einem dreiarmigen Außerirdischen. Inhaltlich orientierte man sich an Bewährtem: Die Enterprise drang in Galaxien vor, die noch nie ein Mensch zuvor gesehen hatte. Auch einige bekannte Nebenfiguren tauchten wieder auf. Der Serie merkte man an, dass sie anfänglich nicht unbedingt für ein Kinderpublikum konzipiert war, manche der Stories würden auch Star Trek: Discovery gut zu Gesicht stehen. Erst im Laufe der Staffel wurden die Außerirdischen immer – sagen wir mal – seltsamer. Hat man sich erst einmal vom Kulturschock des 1970er Zeichentricks erholt, kann man das eigentlich immer noch ganz gut durch gucken.

Room 104 (Staffel 2 / 12 Folgen – Sky Atlantic) – 5 von 10

Manche Serien sind wie eine Schachtel Pralinen: Man weiß nie, was man bekommt. So auch wieder bei dieser Staffel, in der jede Episode im titelgebenden Hotelzimmer spielt, aber immer eine andere Geschichte mit anderen Schauspielern (u.a. Michael Shannon, Natalie Morales, Mahershala Ali) in einer anderen Tonart erzählt. Was kann man aus dem begrenzten Setting heraus holen? Leider nicht mehr allzuviel, da schlägt der künstlerische Anspruch leider die Qualität. Gleich 12 Folgen aus der Grundkonstellation heraus holen zu wollen, ist dann doch zu viel. Und wenn man dann vor dem Fernseher sitzt und schon auf den großen Twist warten muss, hat die Serie leider dieses Stilmittel etwas überstrapaziert. So war dann ausgerechnet die letzte Episode mit Mary Wiseman die Beste, in der das Hotelzimmer auch mal verlassen wurde. Sonst ist die Serie leider wohl nur noch etwas für Filmstudenten.

The Sinner (Staffel 2 / 8 Folgen – Netflix) – 8 von 10

Ein neuer Fall führt Detective Ambrose (Bill Pullman) nach vielen Jahren zurück in seinen Heimatort Keller. Hier soll er der Tochter (Natalie Paul) eines alten Freundes helfen, einen neuen Fall aufzuklären: Den Doppelmord eines 13jährigen Jungens (Elisha Henig). Die Tat scheint eindeutig, aber warum hat er das gemacht? Die Spur führt zur Mosswood Kommune und deren Leiterin Walker (Carrie Coon). Wie bereits die famose erste Staffel widmet sich auch die Fortsetzung wieder der Frage nach dem “warum”, eine willkommene Abwechslung. Das macht The Sinner zum Jeopardy unter den Krimi-Sendungen. Unterstützt wird das erneut vom tollen Aufbau der Staffel, die wieder viele Wendungen verspricht und von einem Pullman, dem man die Rolle jederzeit abnimmt. So drastisch wie Staffel 1 ist dieser Fall jedoch nicht und auch der Junge ist nicht so präsent wie Jessica Biel in der ersten Staffel.

Der Tatortreiniger (Staffel 5 / 6 Folgen – Sky on Demand) – 8 von 10

Oh das kommt überraschend! Da ist ist die bisher längste Staffel doch tatsächlich auch die bisher beste und kommt ohne echten Ausrutscher über die Runden. Lediglich die Folge über Spiritualität ist etwas plump geraten. Dafür sind sowohl Anfang (mit unseren Lieblingsbestattern Jörg Pose und Peer Martiny) als auch Ende der fünften Staffel (mit Schottys (Bjarne Mädel) alten Freunden Sebastian Weber, Olli Schulz, Jan Georg Schütte und Werner Wölbern) echte Highlights. So darf es gerne noch weiter gehen.

True Detective (Staffel 3 / 8 Folgen – Sky Atlantic) – 8 von 10

In einer Kleinstadt verschwinden 1980 zwei Kinder. Eines wird kurz danach tot aufgefunden, von dem anderen fehlt jede Spur. Es wird ein Verbechen, dass die Detectives Hays (Mahershala Ali) und West (Stephen Dorff) die nächsten Jahrzehnte nicht mehr loslassen wird. In der neuen Staffel der Anthologie-Serie greift Serienschöpfer Nic Pizzolatto wieder auf sein Erfolgsrezept aus der ersten Staffel zurück: Auf verschiedenen Zeitebenen begleiten wir ein Ermittler-Duo auf der Suche nach der Wahrheit in einer vergessenen Ecke Amerikas. Wenn man sich darauf einläßt und der Staffel einige Folgen Vertrauen vorstreckt, klappt das auch wieder ganz gut, auch wenn die Brilianz der ersten Staffel nie ganz erreicht wird. Dafür sind die beiden Ermittler nicht ganz so faszinierend und auch der Fall erschließt sich erst sehr spät in seiner ganzen Dimension.

Im April weichen wohl viele Sender der finalen Game of Thrones Staffel aus, in Deutschland wie gewohnt zu sehen bei Sky Atlantic. Was es sonst noch gibt? Nicht so viel, aber 13th Street zeigt ab dem 4. die erste Staffel von Absentia. Netflix veröffentlich am 11. die erste Staffel von Black Summer, ein Prequel von Z Nation. Die Neuauflage von Magnum P.I. ist ab dem 17. auf VOX zu sehen. Ab dem 18. kämpfen im ZDF Christoph Maria Herbst und Annette Frier in Merz gegen Merz gegeneinander. Und Sky 1 zeigt ab dem 26. A Discovery of Witches. Recht überschaubares Angebot also, wenn man nicht auf Game Of Thrones steht.

*** Wie geht’s dem KSC? ***

Bilanz: 6 Spiele, 10 Punkte, Platz 3.

Licht (überzeugende Siege in Uerdingen und in Cottbus, den Tabellenführer Osnabrück geschlagen) und Schatten standen sich in diesem Monat gegenüber, incl. der verdienten Niederlage im Spitzenspiel gegen Wehen-Wiesbaden. Gefühlt steht der KSC vor großen Problemen, wenn der Gegner sich auf seine Spielweise eingestellt hat und das zentrale Mittelfeld aus dem Spiel nimmt. Dann gibt es nur lange Bälle in der Hoffnung, das Pourié und Fink etwas damit anfangen können. Ob das so für den direkten Aufstieg reicht? Im Moment ist es nur noch Platz 3. Mitarbeiter des Monats: Marvin Pourié, der seine Treffsicherheit wieder unter Beweis gestellt hat und vier Mal zu schlug.

*** Spiel des Monats ***

Europa League, Achtelfinale Rückspiel: Inter Mailand – Eintracht Frankfurt: 0:1

Die Eintracht macht in dieser Saison weiterhin Spaß und Werbung für sich. Jetzt, wo die Champions League nicht mehr im Free-TV zu sehen ist, macht Frankfurt den kleineren Bruder Europa League populär und zelebriert in der RTL Primetime ein Fußball-Fest. Luka Jovic stellt bereits in Minute 5 die Weichen auf die nächste Runde, danach sind fast nur noch die Fans von Eintracht Frankfurt im berühmten Giuseppe Meazza Stadion in Mailand zu hören.

*** Musik ***

Besuchte Konzerte: 0. Gekaufte Konzerttickets: 3 (Press Club im nächsten Monat, Garbage im Juni, The National im Sommer in Frankfurt)

Die Black Keys haben sich zurück gemeldet und Lo/Hi in die Welt des Internets entlassen. Ein Album ist zwar noch nicht angekündigt, wird aber wohl demnächst folgen. Der neue Song reißt keine Wände ein, ist aber ein solider Rocker.

Und als zweites: The Struts mit Body Talks. Ist bereits aus dem letzten Jahr, aber bisher etwas an mir vorbei gegangen. Komisch, dabei geht das doch recht fix ins Ohr und könnte auch gut und gerne schon auf einigen Indie-Parties gelaufen sein. Das Album dazu ist überraschend abwechslungsreich und könnte besonders im Sommer gut zünden.

*** Linktipps ***

Ein paar Lesetipps aus den Weiten des Internets:

10 Dinge, die einem das Erwachsen sein lehren: Ella Maria erinnert sich an die Anfangszeit in ihrer ersten eigenen Wohnung zurück – und teilt meinen Traum von einer Spülmaschine.

What To Do In Sri Lanka: Ines war im Februar für 15 Tage auf der Insel unterwegs und berichtet in ihrem Blog ausführlich darüber.

Städtetrip: Belgrad entdecken: Kathi nimmt uns mit auf ihren spontanen Trip in die serbische Hauptstadt.

In die Zeit gefallen: Der Musikexpress schreibt über die Rückkehr des Classic Rocks in die Musiklandschaft.

Die aktuellen Serien-Trends: Nicole hat den aktuellen Serien-Markt etwas unter die Lupe genommen und beschreibt die Content-Trends.

*** Foodpic des Monats ***

Eine geballte Ladung Fleisch gab es im Rusticana, wo die vielleicht besten Spareribs Münchens angeboten werden. Man sollte immer frühzeitig reservieren, das Restaurant ist nicht so groß und immer gut besucht. Und für die meisten gehen die Spareribs über die Ladentheke, die auf einem Holzbrettchen mit einer fantastischen Sauce und einem Lätzchen für jeden serviert werden. Das hier auf dem Bild sind gleich zwei Portionen.

Und das war’s für diesen Monat. Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.

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Ein paar Tage in London

Nach dem ich im vergangenen Jahr überhaupt nicht dort war, führte mich nun Anfang der Woche ein ganztägiger Workshop nach knapp zwei Jahren mal wieder in unser großes Büro in London. Der Workshop entpuppte sich als recht anstrengend, es war aber schön, mal wieder ein paar Gesichter zu sehen, mit denen ich sonst nur per Mail oder Telefon in Kontakt stehe.

Außerdem hatte ich das Glück, die Geschäftsreise mit etwas Freizeit zu verbinden. Und so hatte ich Sonntag und Montag frei und konnte mir etwas London anschauen. Das Wetter dazu war ideal: Es war schön sonnig, wenn auch noch etwas frisch. Aber gefühlt war besonders am Sonntag die halbe Stadt auf den Beinen, in Soho und Covent Garden war einiges los.

Das sonnige Wetter nutzte ich um eine richtige Touristen-Sache zu unternommen: Eine Rundfahrt auf der Themse, von Westminster bis zur Tower Bridge, anderthalb Stunden für 12 Pfund, da kann man nicht meckern. Eine wirklich schöne Sache.

London beeindruckte mich mal wieder mit seiner Internationalität und seiner bunt gemischten Bevölkerung. Ebenso beindruckend: Die pure Fülle an Theatern und Musical-Bühnen im Zentrum. Das ist ja nun eigentlich gar nicht meine Kunstform, aber das macht schon Lust darauf, wenn an jeder Ecke wie kleine Pralinenschachteln die Theater in der Dunkelheit leuchteten.

Am Montag besuchte ich das Natural History Museum in Kensington. Das Gebäude war schon von außen sehr eindrucksvoll, der große Saal im Inneren brachte einen dann vollends zum Staunen. Und das lag nicht nur am großen Skelett, das von der Decke hing und über dem ganzen Raum schwebte. Einige Stunden kann man hier leicht verbringen. Und dann war der Eintritt auch noch frei? Wow!

Am Abend traf ich schließlich noch einige Kollegen zu Speis und Trank, bevor dann am nächsten Tag der Workshop auf mich wartete. Finanzierungs-Grundlagen, etwas, womit ich mich zuletzt mehr schlecht als recht im Studium rumschlagen musste und auf meiner Stelle zum Glück normalerweise kein großes Thema ist. Tatsächlich wurde es aber recht spannend, was vor allem an dem guten Redner lag – nach einigen Stunden rauchte mir aber trotzdem der Kopf. So ein Thema auf Englisch zu hören ist dann doch nicht ganz so einfach.

Und das war es dann auch schon wieder von meinem Ausflug nach London. Am Mittwochmorgen ging es über Heathrow zurück nach München, am Nachmittag saß ich bereits wieder an meinem normalen Schreibtisch.

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Alexa, wie spät ist es?

Seit gut zwei Jahren wohnt nun schon Alexa bei mir und hat sich mehr schlecht als recht in meinen Alltag integriert. Ich glaube ja immer noch, dass diese Technik in der Zukunft immer wichtiger wird, nicht umsonst gibt es ja immer mehr Hersteller, die ihr Benutzerinterface in diese Richtung weiter entwickeln – aber die richtige Killer-App gibt es dafür noch nicht. Eine nette Spielerei ist es aber auch jetzt schon, keine Frage. Das hier sind wahrscheinlich meine häufigsten Befehle:

Alexa, setze den Timer auf 12 Minuten: Besser als jede Küchenuhr – Pasta kochen geht nicht mehr ohne.

Alexa, setze Nutella auf den Einkaufszettel: Auf Zuruf wird die Einkaufsliste geführt, wenn man halt entdeckt, dass etwas im Haushalt fehlt. Und dann wird im Supermarkt schnell auf die App geschaut und eingekauft.

Alexa, wie wird das Wetter morgen: Auch natürlich ein Standard und mit einer besseren Trefferquote als die Wetter-App auf meinem Smartphone.

Alexa, erzähle mir einen Fun Fact: Hättet ihr gewußt, dass eine Eidechse nicht gleichzeitig laufen und atmen kann?

Alexa, starte Akinator: Das bekannte Spiel, auch wenn ich den Eindruck habe, dass die Smartphone-Variante noch etwas besser darin ist, zu erraten, an welche Person ich grade denke.

Alexa, wer war Captain Kirk: Wenn man eine berühmte Person mal nicht zu ordnen kann.

Alexa, was heißt “Auf Wiedersehen” auf japanisch: Ein erstaunlich gut funktionierender Übersetzer. Kann sogar klingonisch. Und ganz viele andere Sprachen.

Ich sag ja, die Anwendungsmöglichkeiten sind äußerst unspektakulär. Der Grund, warum die Technik unbedingt braucht, ist bisher noch nicht dabei. Oder ich habe sie noch nicht gefunden. Da meine Alexa mit keinen anderen Geräten verbunden ist, ist die Funktionalität aber auch nach wie vor noch eingeschränkt. Mit vernetzten Geräten wäre da noch mehr möglich, so bleibt es wie eingangs beschrieben bei einigen Spielereien. Leben kann man auch im Jahr 2019 immer noch ohne.

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