Dürfte ich Sie um ein Autogramm bitten?

Inspiriert durch diesen Eintrag des Wortvogels, in dem er über die familiäre Begeisterung für Autogramme von bekannten Schauspielern schreibt, wollte ich auch einmal einen kurzen Überblick über die Signaturen geben, die sich bei mir so angesammelt haben.

In früheren Zeiten waren Autogramme ja meist die einzige und vor allem die einfachste Möglichkeit, eine persönliche und bleibende Erinnerung an eine bekannte Persönlichkeit zu haben. Bekommen konnte man sie entweder im direkten Kontakt oder per Brief an das Management, natürlich nur mit frankiertem Rückumschlag. Im Jahr 2020 haben dagegen Selfies mehr oder weniger die Funktion von Autogrammen eingenommen, sodass die Bitte nach einer persönlichen Unterzeichnung schon fast etwas aus der Zeit gefallen scheint. Was ja dann allerdings auch wieder durchaus seinen Reiz haben kann.

So richtig habe ich mich allerdings nie um Autogramme gekümmert. Dabei ist es heutzutage sogar recht leicht, an welche zu kommen. So ging es mir mal eine zeitlang beim Thema Karlsruher SC. Wie ich genau auf die Idee gekommen bin weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr, aber so einen Monat lang hatte ich das dringende Bedürfnis, mir alte Autogramm-Karten von ehemaligen Spielern zu organisieren – und eBay war mir dabei eine große Hilfe. Für kleines Geld konnte man sie dort problemlos ersteigern. Ob das alles Originale waren oder nicht lässt sich natürlich nicht mehr so ohne weiteres bestimmen, aber ich gehe mal vom Guten im Menschen aus (und der Tatsache, dass der Markt für gefälschte Unterschriften von Fußballern eines Noch-Zweitligisten sehr begrenzt ist) und hoffe, dass das alles Originalstücke waren. Immerhin 34 Autogramme sind am Ende dabei zusammen gekommen, darunter solche von Spielern wie Oliver Kahn, Maik Franz, Thomas Häßler, Sergej Kirjakov oder Sean Dundee.

Das zweite Segment, bei dem sich über die Jahre hinweg einige Sachen angesammelt haben, sind Musiker. Es gab auch mal eine Phase, in der ich mir Alben nicht über die großen Online-Händler oder über die lokalen Geschäfte gekauft habe, sondern sie direkt über die Online-Shops der Künstler bestellt habe. Oft waren die Alben dort etwas günstiger zu bekommen (bis dann die Versandgebühren drauf geschlagen wurden) und grade bei den unbekannteren Bands gab es oft noch einige Goodies dazu, gerne in Form eines signierten Albums. So bin ich an Autogramme von Bands gekommen, die mir auch selbst heute nicht mehr so viel sagen, wie die Coves. Aber auch an signierte Exemplare von Kasabian, Hinds oder Soundtrack Of Our Lives. Bei Deap Valley gab es ein signiertes Polaroid von einem Video-Dreh als Extra.

Der andere und um ein vielfaches spannedere Weg ist der, die Künstler nach ihren Live-Auftritten noch um eine Signatur zu bieten. Grade auf den von mir sehr geschätzten kleineren Konzerten hat man danach meistens die Chance, mit den Künstlern ein paar Worte zu wechseln (und sei es nur “wow what a great show” oder “what’s the next stop on your tour”). Und wenn ich mir vor Ort am Merchandising-Stand das Album noch gekauft habe (oder die Vorband für mich entdeckt habe), lasse ich mir dieses gerne gleich noch signieren, wie bei The Regrettes, Press Club oder Oh Pep geschehen. Nett ist es dann, wenn die Künstler auch noch eine persönliche Widmung dazu schreiben, wie es John Allen oder Will Varley gemacht haben. Und wenn man kein Album zur Hand hat, tut es dann in besonders wichtigen Fanboy-Momenten wenigstens auch noch die Eintrittskarte, hallo Hinds!

In den nächsten Wochen stehen dann übrigens Konzerte von Martha und (erneut) von den Hinds an. Kleine Locations, die aktuellen Alben habe ich noch nicht – zückt schon mal eure Eddings!

Meine Selfie-Sammlung mit irgendwelchen Berühmtheiten dagegen ist übrigens auch ausgesprochen klein. Da gibt es nur ein paar Fotos zusammen mit the one and only Frank Turner und einige aus der Fotobox am Feierwerk, in die wir die vorher aufgetretene Band mit genommen haben, aber das war’s auch schon.

Habt ihr Autogramme von oder Selfies mit euren Lieblingskünstlern?

Posted in Aus dem Leben, Der richtige Ton, Sportlich | 4 Comments

Live: King Nun / Wanda

Das vergangene Wochenende stand im Zeichen von zwei Konzerten, die gegensätzlicher fast nicht sein konnten. Das erste fand am Freitag vor vielleicht 50 Zuschauern statt, das zweite am Samstag dagegen in der riesigen Olympiahalle.

King Nun (Orangehouse)

Bereits vor einigen Monaten konnte ich King Nun live sehen: Damals waren sie als Support der famosen The Struts mit an Bord gewesen. Und ich muss zugeben: Nachhaltig begeistern konnten sie mich auf der großen Bühne nicht. Warum ich sie jetzt noch einmal sah? Sie spielten in einer deutlich intimeren Location als damals, ein paar Freunde von mir gingen hin und ich gewann Gästelistenplätze bei Munich Mag. Einem guten Abend stand also nichts im Wege.

Und so kam es dann auch. Schon die Vorband (Ponte Pilas) machte Laune und die Nähe zur Bar in der kleinen Location sorgte zusätzlich dafür, dass die Stimmung schon bestens war, als King Nun starteten. Mit viel Energie auf der Bühne gefiel mir das dieses Mal deutlich besser als bei ihrem Support-Slot im vergangenen Jahr. Indierock wird hier nicht neu erfunden, aber er rumpelt schön und wird mit ordentlich Leidenschaft vorgebracht. Was will man mehr?

Wanda (Olympiahalle)

Das komplette Gegenprogramm bildete die Location bei Wanda. Die große Olympiahalle – mehr geht nicht in München. Die Stehplätze waren schnell ausverkauft, so dass wir uns mit Sitzplätzen begnügen mussten. Da ist man leider recht weit weg vom Geschehen, hat dafür aber die Masse gut im Blick. Man fühlt sich fast etwas wie Delling und Netzer zu ihren besten Zeiten und achtet viel mehr darauf, was die Band macht, um die Menge in Stimmung zu versetzen. Taktik-Analyse.

Und von oben sah es so aus, als hätte es etwas gedauert, bis der Funke komplett übersprang. Trotz starken Beginns mit solchen Gassenhauern (das Wort wollte ich hier schon immer mal unterbringen) wie Luzia und Auseinander gehen ist schwer kam die Angelegenheit erst recht schleppend in Bewegung. Nur die ersten Reihen vor der Bühne machten mit, weiter hinten wurde es recht ruhig. Wenigstens in unserer Sitzplatzreihe wurde ab dem dritten oder vierten Song konsequent gestanden und je nach individuellen Fähigkeiten mitgetanzt und gesungen. Aber als dann im Mittelteil eine längere Phase nur mit den Songs des aktuellsten Albums gespielt wurden, hatten sie mich leider fast etwas verloren. Bis eine fantastische Version von 0043 gespielt wurde, die richtig für Gänsehaut sorgte. Und danach wurde es ein Selbstläufer, sowohl bei mir als auch bei dem großen Pulk in der Mitte der Halle. Schickt mir die Post, Meine beiden Schwestern und Bologna knackten auch den letzten Zuschauer und als dann in der Zugabe Columbo und ein episches 1, 2, 3, 4 gespielt wurden, gab es kein Halten mehr. Knapp zwei Stunden Programm, mit etwas Anlauf war es dann doch noch ein großer Konzertabend.


Posted in Der richtige Ton | Leave a comment

Der Monatsrückblick Februar 2020

Der Februar ist wieder einmal einfach verflogen. Der Winter hat sich immer noch nicht dauerhaft hier blicken lassen in dieser Saison, das wird jetzt wohl auch nichts mehr. Aber Stürme! Dafür hatten wir Stürme – die meine Rückfahrt aus Hamburg etwas komplizierter gemacht hatten. Neben einem Besuch in der Hansestadt hatte ich die Zeit auch noch genutzt, um mir im heimischen Bayern einige Sachen anzuschauen (dazu wird es aber vermutlich bald noch einen eigenen Eintrag geben) – der Besuch der Eltern sei Dank. Dafür geht es an der Bewerbungsfront allerdings nach wie vor leider nur recht zäh vorwärts…

*** Foto des Monats ***

Hamburg ist ja immer eine Reise wert. Der Grund dieses Mal war das KSC-Gastspiel beim HSV (dazu später mehr), das ich so mit einem Besuch bei Freunden verbinden konnte. Und wenn ich da bin stehe ich auch auf das kitschige Programm mit einem Spaziergang von der Hafencity bis zu den Landungsbrücken.

*** Filme ***

Nach dem im Januar im Kino so dermaßen viel los war, war der Februar nun deutlich ruhiger. Kinobesuche: 0. Es lief einfach nichts interessantes.

Sonstso – In der heimischen Flimmerkiste gab es, von alt nach jung sortiert:

Der Marshal (1969, BR) war ein klassischer Spätwestern mit dem alternden John Wayne und der jungen Kim Darby, der von den Coen-Brüdern vor einigen Jahren als True Grit noch einmal neu verfilmt wurde.

Großes Starkino der 1980er war Tequilla Sunrise (1988, Sky Cinema Nostalgie) mit Mel Gibson, Kurt Russel und Michelle Pfeiffer.

Gravity (2013, Sat.1) konnte man sich mal wieder ansehen. Sandra Bullocks Zerstörungstour durch den Weltraum an der Seite des tiefenentspannten George Clooney ist immer noch fesselnd. Mein filmisches Highlight des Monats.

Dunkirk (2017, Netflix) war im Kino äußerst eindrucksvoll, auf dem Fernseher verliert er etwas. Spannend bleibt er trotzdem.

Was Vox Lux (2018, Sky Cinema) mit Natalie Portman mir sagen wollte, habe ich nicht verstanden. Wir saßen etwas ratlos vor dem Fernseher, wie kann man nur die Grundidee im weiteren Verlauf so ignorieren?

Ach, Netflix und seine Filme. Da hat man bei Die Geldwäscherei (2019, Netflix) Schauspieler wie Meryl Streep, Gary Oldman und Antonio Banderas vor und Steven Sonderbergh hinter der Kamera, und trotzdem schafft man es nicht einen runden Film zu einem – zugegeben – schwierigen Thema zu produzieren.

The Prodigy (2019, Sky Cinema) war der neuste Horrorfilm von Regieseur Nicholas McCarthy, der wie sein Erstling The Pact auch sehr gut zu gruseln weiß, Jackson Robert Scott als unheimliches Kind sei Dank.

Sweethearts (2019, Sky Cinema) war ein nettes, kleines Road-Movie von und mit Karoline Herfurth und Hannah Herzsprung.

*** Serien ***

In diesem Monat standen wieder einige Folgestaffeln auf dem Programm. Lediglich eine komplett neue Serie war dabei und die stammte ausgerechnet aus Finnland. Dafür wurden dies Mal aber auch drei deutsche Serien geschaut.

Babylon Berlin (Staffel 3 / 12 Folgen – Sky 1) – 8 von 10

Kriminalkommissar Rath (Volker Bruch) wird in das Filmstudio Babelsberg gerufen: Schauspielerin Betty Winter ist bei Dreharbeiten ums Leben gekommen. Greta (Leonie Benesch) ist für das Attentat auf Benda angeklagt, lehnt aber Charlottes (Liv Lisa Fries) Hilfe ab. Mit ein paar Folgen Anlauf war man wieder drin im Berlin der Goldenen Zwanziger. Es wird nicht mehr ganz so feudal gefeiert, dafür agieren langsam die Nazis unter der Leitung von Oberst Wendt (Benno Führmann) immer offener. Im Gegensatz zu manch anderen historischen Serien wirkt Babylon Berlin nicht so gestellt sondern lebt. Sicher wird hier manches dem optischen Effekt untergeordnet (wie die Séance oder die Maske des Mörders), aber es funktioniert. Genau wie der Soundtrack. Bei der aufwändig inszenierten Schlapphut-Detektiv-Geschichte wird einfach ziemlich viel richtig gemacht.

Bad Banks (Staffel 2 / 6 Folgen – ZDF Mediathek) – 7 von 10

Die hoch gelobte Serie kommt mit ihrer zweiten Staffel zurück und verlegt einen Großteil der Handlung von Frankfurt nach Berlin. Jana Liekam (Paula Beer) und ihr Team (Albrecht Schuch und Mai Duong Kieu) sollen dort auf Geheiß von Christelle Leblanc (Désirée Nosbusch) sich dort der Firma Green Wallet annehmen, vermutlich das nächste große Ding im Finanzmarkt. Derweil wird Paulas Ex-Chef Fenger (Barry Atsma) aus der Haft entlassen und spielt schon bald wieder munter mit in der Finanzwelt. Auch in der zweiten Staffel wird wieder fleißig intrigiert und hintergangen, Firmen aufgekauft und fusioniert, so dass es manchmal etwas schwierig wird zu folgen. Die komplizierte Finanzwelt tut ihr übriges, dass man nicht immer ganz durch steigt. Das machen die Anwaltskollegen von Suits definitiv besser. Trotzdem folgt man der Serie gerne weiter, solche Hochglanzbilder garniert mit guten Schauspielern sieht man in Deutschland selten – hoffentlich wird in der nächsten Staffel die Handlung wieder etwas entworren.

BoJack Horseman (Staffel 6 / 16 Folgen – Netflix) – 8 von 10

Die finale Staffel beginnt für BoJack Horseman in einer Entzugsklinik. Wird er es schaffen, sich endlich vom Alkohol und den Drogen los sagen zu können? Es scheint fast so, er schnappt sich sogar einen Job an einer Universität. Bis ihn seine dunkle Vergangenheit wieder einholt. Die Serie bekommt ihren runden Abschluß und wer die Serie kennt der weiß, das kann kein richtiges Happy End sein. Die Freunde gehen alle ihre eigenen Wege und damit ist sogar jeder für sich mehr oder weniger erfolgreich – nur BoJack kommt nicht aus dem Quark. Und während er früher der Mittelpunkt der Clique war muss er nun fest stellen, dass die Welt auch ohne ihne weiter gelaufen ist. Er bekommt zwar zum Abschluß noch mit jedem der anderen eine sehr schöne Abschiedsszene, mehr aber auch nicht. Die wenigsten Freundschaften halten für immer. Und da die Leben der Hauptfiguren sich sehr unterschiedlich entwickeln, gibt es auch sehr viele verschiedene Storylines, von der mich dann doch nicht alle gepackt haben. Besonders Dianes Entwicklung fand ich recht langweilig. Damit entstand die Schwäche der Staffel aus der Stärke der Gesamtstory, weswegen diese Staffel an einer noch besseren Bewertung vorbei gerutscht ist.

Brooklyn Nine Nine (Staffel 5 / 22 Folgen – Netflix) – 8 von 10

Nach dem Jake (Andy Samberg) und Rosa (Stephanie Beatriz) den Beginn der Staffel im Gefängnis erleben, steuert die Serie danach auf Jakes und Amys (Melissa Fumero) Hochzeit zu, während sich Holt (Andre Braughter) um die Stelle des Comissioners bemüht. Dazwischen liegen viele Episoden voller Wortwitz und Slapstick, die aber auch die Polizeiarbeit nicht vergessen. Und so eine Folge, in der alle um Rosa bangen, weil sie zu einer Schießerei gerufen wurde, tun der Serie gut, um dem ganzen Spaß eine ernste Basis zu geben.

Bordertown (Staffel 1 / 11 Folgen – Netflix) – 7 von 10

Der Top-Ermittler der finnischen Kriminalpolizei Kari Sorjonen (Ville Virtanen) zieht mit seiner Frau Pauliina (Malteena Kuusniemi) und seiner Tochter Janina (Olivia Ainali) nach Lappeenranta, einer (fiktiven) Stadt nahe der finnisch-russischen Grenze. Dort fängt er einen neuen Job bei einer Sondereinheit an. Die Serie hat alles, was einen typischen Skandinavien-Krimi auszeichnet: Einen brillianten Ermittler mit zwischenmenschlichen Problemen, brutale Morde, einen realistischen Look und tolle Panorama-Aufnahmen. Man macht mit ihr daher nichts falsch. Ist sie dadurch etwas besonderes? Das nun leider nicht. Der Zuschauer bekommt das, was er erwartet. Nicht mehr, nicht weniger.

Pastewka (Staffel 8 / 10 Folgen – Sky 1) – 6 von 10

Läuft nicht gut für Pastewka (Bastian Pastewka): Er steigt aus der erfolgreichen Sitcom Frier aus, Freundin Anne (Sonsee Neu) gibt ihm den Laufpaß. Ein Wohnwagen ist seine letzte Zuflucht. Auch für die Serie Pastewka läuft es nicht gut. Nach dem Wechsel von Sat.1 zu Prime Video (und nun als Re-Run der Wechsel ins Pay-TV) ist die Ausrichtung etwas verloren gegangen. Noch stärker als zuvor setzte man auf eine durchgehende Erzählung – aus der neu gewonnen Freiheit macht man allerdings nicht viel mehr als Nacktheit. Das ist zu wenig. Der Witz und die Wohlfühlatmosphäre bleiben dabei auf der Strecke.

Suits (Staffel 7 / 16 Folgen – Netflix / Universal TV) – 8 von 10

Nachdem man in Deutschland lange auf neue Folgen warten musste, ging es nun endlich weiter. Die Kanzlei heißt mittlerweile nur noch Specter Litt und die Beiden (Gabriel Macht und Rick Hoffman) müssen sich einigen Angriffen von Außen erwähren. Donna (Sarah Rafftery) wird derweil zur COO befördert. Harvey (Patrick J. Adams) beschäftigt sich unterdessen mit einem pro bono Fall, der aber auch die Interessen der Kanzlei berührt. Als wären sie nie weggewesen – es wird weiterhin geklagt, verhandelt, intrigiert und Allianzen geschlossen, sowohl beruflich als auch privat. Erfreulicherweise ist das auch im siebten Jahr immer noch spannend und kurzweilig anzuschauen, zumal man auf solche seltsamen Experimente wie “The Donna” in der Vorgängerstaffel verzichtet hat.

Ausblick auf den März: Am 3. geht es direkt mit der 8. Staffel von Suits auf Universal TV weiter. Am 5. startet mit Spides eine deutsche Serie auf Syfy. Pro 7 zeigt ab dem 7. die sechste und letzte Staffel von Fresh Off The Boat. Das ZDF zeigt ab dem 9. den interessant klingenden Mehrteiler Unterleuten – Das zerrissene Dorf im Programm. Kingdom geht mit seinen koreanischen Zombies in die 2. Staffel – zu sehen ab dem 13. auf Netflix. Die Serienvariante von Four Weddings And A Funeral gibt es ab dem 18. auf VOX zu sehen. Die österreichische Serie Freud kommt hierzulande am 23. zu Netflix. Die Stephen King Verfilmung The Outsider feiert am 24. seine lineare Premiere auf Sky Atlantic. Am gleichen Tag launcht ein neuer Streaming-Service in Deutschland: Disney+ ist verfügbar und hat The Mandalorian (mit Vorpremiere auf Pro7) und Diary of a Future President dabei. Und am 30. startet schließlich die dritte und vermutlich letzte Staffel von Westworld auf Sky Atlantic.

*** Wie geht’s dem KSC? ***

Bilanz: 5 Spiele, 4 Punkte.

In diesem Monat war ich bei einem KSC-Spiel mal wieder im Stadion, nämlich beim Auftritt beim HSV. Christian Eichner gab sein Liga-Debut auf der Trainerbank der KSC und lange Zeit sah es überraschend gut ist – so gut, wie es halt aussehen kann, wenn man selbst keine Tore erzielt. Letztlich führten zwei individuelle Fehler zur 0:2 Niederlage, ich hatte ja wesentlich schlimmeres befürchtet.

Danach wurde es unter Christian Eichner von Spiel zu Spiel besser. Erst ein (unglückliches) Unentschieden gegen Osnabrück, dann ein souveräner Auswärtssieg in Sandhausen. Bis dann das Spiel gegen Nürnberg und eine knappe 0:1 Niederlage kam. Das wäre mal wieder ein Big Point gewesen aber nein, es sollte nicht sein, und so hängt der KSC erst einmal bis auf weiteres fest auf den Abstiegsplätzen. Das wird noch eine ganz harte Saison.

*** Musik ***

Besuchte Konzerte: 4 (Dave Hause und Liam Gallagher, King Nun und Wanda).

Musik aus Israel? Da kennt man jetzt nicht so viel, aber Lola Marsh könnten das Land auf die Karte setzen. Ihr zweites Album ist schönste Popmusik im Stil von Lana Del Rey, die Single Echoes zeigt das ganz deutlich.

Der nächste Tipp (mit Dank an BestDitches) kommt von einer Band namens Buzzard Buzzard Buzzard aus Wales. Deren Song John Lennon Is My Jesus Christ ein fieser, kleiner Ohrwurm ist. Für alle Freunde von Hippie-Musik aus den 1960ern und 1970ern.

*** Ausgefallener Post des Monats ***

Eines meiner Highlights in diesem Monat war der Besuch des Cirque du Soleil, die zur Zeit mit ihrem Programm Totem in München auf der Theresienwiese zu sehen sind. Es war eine sehr eindrucksvolle Vorstellung mit vielen atemberaubenden Artistik-Nummern und – so wie es bei diesem Zirkus so üblich ist – ohne auftretende Tiere. Kein ganz billiger Spaß, aber man hat auf jeden Fall einen guten Abend.

*** Krieg und Frieden ***

Dank ausgedehnten Zugfahrten kam ich bei Krieg und Frieden spürbar weiter. Die große Schlacht zwischen den Russen und den Franzosen ist in vollem Gange, es geht auf das Ende des dritten Buches zu. Insgesamt noch 650 Seiten, langsam taucht Licht am Ende des Tunnels auf.

*** Linktipps ***

Ein paar Lesetipps aus den Weiten des Internets:

Jordanien: Die Urbanen Hymnen waren da und haben viele Fotos aus dem Land mitgebracht.

Montpellier gratis: Diese 5 Highlights kosten keinen Cent: Und noch ein Reisebericht: Sarah war in der französischen Stadt und gibt uns einige Tipps.

Fragen ohne Antworten: Luise hat einige Fragen gesammelt, die wir uns öfter stellen, für die es aber auch keine allgemeingültigen Antworten gibt.

Warum “Bild live” der letzte Mist ist: Der Bildblog fasst die Live-Sendung zum Anschlag von Hanau zusammen und zeigt wie gefährlich es ist, über etwas zu berichten, über das man nichts gesichert weiß.

Goodreads oder Lovelybooks?: Es gibt Social Media Plattformen extra für Bücherwürmer? Miss Booleana vergleicht die beiden wichtigsten.

Münchner Krapfen Guide: Was schon längt mal überfällig war, hat sich Ella Marie nun angenommen – ein Überblick über die besten Krapfen der Stadt.

Sterblichkeit durch Covid-19: Der Spiegel hat die Ergebnisse einiger Datenanalysen zum Corona-Virus zusammen getragen.

*** Foodpic des Monats ***

Ein gutes Essen für die Winterzeit: Ein zünftiges Käse-Fondue. Wird in München serviert in der Gärtnerplatz Alm, unbedingt rechtzeitig vorher reservieren.

Und das war’s für diesen Monat. Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.

Posted in Der richtige Ton, Was mit Medien | 4 Comments