Konzerte im Oktober: Von Allen bis Amazons

Herbstzeit ist Konzertzeit. In diesem Oktober stehen bei mir gleich vier davon auf der Liste. Kommt mir in diesem Jahr gar nicht so ungelegen, so hatte ich wenigstens in den ersten Tagen nach meinem Ausstieg im Büro auch etwas zu tun und konnte ein paar soziale Kontakte pflegen. Die ersten beiden davon waren diese:

John Allen (Backstage)

Seitdem John Allen vor einigen Jahren als Support mit Frank Turner unterwegs war, kommt er zuverlässlig jedes Jahr für ein Konzert nach München und bringt ungefähr alle zwei Jahre ein neues Album heraus. Beides macht er mit einer bemerkenswert konstant guten Qualität, was es etwas schade macht, dass sich sein Wirken nicht weiter herum gesprochen hat. So war auch in diesem Jahr der schöne Backstage Club wieder nur mäßig gefüllt.

Das tat der Stimmung an diesem Abend allerdings keinen Abbruch. Im Gegenteil, es war wieder ein sehr entspannter Abend mit schönen, traurigen und schön-traurigen Songs, aufgelockert mit einigen netten Anekdoten und ab und an einem Coversong. Bruce Springsteen passt halt immer. Ich könnte John Allen ja stundenlang zu hören, leider kann er nicht stundenlang spielen. Und so war nach dem regulären Set und der Zugabe, die er im Publikum gespielt hatte, auch schon wieder Schluß. Bis zum nächsten Jahr – und dann vielleicht auch wieder mit Begleitband?

The Amazons (Hansa 39)

Nicht ganz so eng verbunden fühle ich mich mit den Amazons. Zwar habe ich sie 2017 schon einmal live gesehen und einen guten Abend mit ihrer Musik gehabt – danach sind sie aber von meinem Radar verschwunden. Und hätte wohl ein Freund nicht an diesem Abend auf dem Konzert in seinen Geburtstag hinein gefeiert, wäre ich wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, sie mir ein zweites Mal anzusehen.

Aber gut, dass ich dabei war. The Amazons haben dem Publikum wieder ordentlich eingeheizt. Eine junge Band, die einfach Rock-Musik spielt. Es klingt so einfach, ist aber heutzutage nicht mehr so weit verbreitet. Vielleicht hätten sie vor 10 Jahren in einer größeren Halle spielen dürfen. Weil das, was sie machen, machen sie gut. Verausgaben sich auf der Bühne, interagieren mit den Zuschauern und lassen die Mädchen durch drehen. Und das ohne irgendeinen ironischen Filter oder durch eine Punk-Rotzigkeit.

Das zweite und aktuelle Album kannte ich nicht, dafür konnte ich viele Songs wie Ultraviolet, In My Mind oder Junk Food Forever von ihrem Debut ausmachen. Lange nicht mehr gehört, aber wieder für gut befunden. Dazu gab es 20th Century Boy als Cover und Bruce Springsteen als Abspann-Musik. Ein guter Abend.

Nächste Woche geht es dann weiter, noch einmal zwei Konzerte stehen auf dem Stundenplan.

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Hamburg, Kopenhagen, Lund

Wenn es hier grade etwas ruhiger ist, dann liegt das daran, dass draußen grade unheimlich viel los ist (und ich bei einem anderen Eintrag einfach nicht weiter komme). So war ich Anfang Oktober für fünf Tage im Norden unterwegs. Der Anlass war ein runder Doppel-Geburstag in Hamburg, den ich mit ein paar Tagen in Kopenhagen verlängert habe. Aber der Reihe nach.

Hamburg

Ob man die Strecke München – Hamburg mit dem Zug fährt, muss man sich schon gut überlegen. Sind immerhin etwas mehr als 6 Stunden Fahrtzeit. Aber der Preis war gut, Flugmeilen habe ich dieses Jahr schon mehr als genug verbraucht, also fiel die Wahl auf die Deutsche Bahn. Lief dann auch soweit ganz gut durch – wenn nicht mein reservierter Wagen ausgefallen wäre. Und im übrigen Zug keine Reservierungen angezeigt worden wären. Wie durch ein Wunder erwischte ich einen Ersatz-Platz, der auf der ganzen Strecke nicht reserviert war. Als mir das der Schaffner bestätigte, wurde es dann schließlich doch noch eine entspannte Fahrt.

Der Geburtstag am Abend war dann eine gelungene Feier in einer schönen Bar in der Nähe des Schanzenviertels, mit einigen Gesichtern bei den Gästen, die ich schon längere Zeit nicht mehr gesehen hatte, und mit guter Pizza. Am nächsten Morgen, dem Tag der Deutschen Einheit, hatte ich noch ein wenig Zeit für klassisches Hamburger Sightseeing. Bei gutem Wetter fuhr ich an die Binnenalster und ans Rathaus. Nicht, dass ich das nicht schon mal gesehen hätte, aber es ist doch immer wieder hübsch hier.

Gegen Mittag fuhr ich mit dem Zug weiter nach Kopenhagen. Was ich vorher nicht wußte: Ein Teil dieser Fahrt wurde mit der Fähre bewältigt. Dafür fuhr der Zug auf das Schiff und alle mußten raus und rauf aufs Oberdeck. Spannende Sache für 45 Minuten, bis der Zug seine Reise auf traditionelle Art fortsetzen konnte.

Kopenhagen

Die dänische Hauptstadt hatte mir von Anfang an gefallen. Ein schön kompaktes Zentrum mit vielen kleinen, bunten Häusern, verwinkelten Straßen und mit viel Wasser. Wäre nur der Himmel nicht an dem Tag, den ich mir primär für Sightseeing und Fotos machen heraus gesucht hatte, grau in grau gewesen. Das führte dann dazu, dass ich am Schluß an meinem letzten Vormittag in der Stadt noch einmal vieles abgelaufen bin, nur um es auch noch mal bei Sonnenschein gesehen zu haben.

Highlight der Stadt ist dabei der kleinen Binnnenhafen Nyhavn, in der die kleinen Boote vor den bunten Häusern parken und sich die Touristen durch die Straßen schieben. Aber völlig zu Recht, das ist wirklich sehr hübsch. Kitschig und vermutlich ist selten ein Einheimischer hier, aber hübsch. Die gleichen Touristen finden sich später alle vor der Kleinen Meerjungfrau wieder ein, die recht unscheinbar an der Küste auf einem Felsen thront. Etwas unspektakulär, aber aus irgendwelchen Gründen sehr bekannt. Schön ist dagegen der Amalienborg Slotsplads mit dem Wachwechsel jeden Tag um 12 Uhr und die dahinter befindliche Marmorkirken mit seiner eindrucksvollen Kuppel. Besuchen sollte man auch den Rundetaarn, von dessen Spitze aus man einen schönen Blick über Kopenhagen hat.

Ein eigenes Kapitel für sich ist das Essen. Was kann man in Kopenhagen gut essen! Große Auswahl, viele kleine Läden. In meinem Hotel (mit dem Mercur Hotel, nicht zu weit weg vom Hauptbahnhof, macht man nichts falsch) hatte man mir das Vesterbro Viertel empfohlen und lag damit ziemlich richtig. Etwas alternativer als die Restaurants in der unmittelbaren Innenstadt, war ich hier zum einen sehr gut italienisch Essen (Fleisch und Rucola/Tomate/Parmesan Salat im Public), zum anderen hatte ich hier ein wirklich gutes koreanisches Bibimbap (im trubeligen Ssam). Außerdem gab es natürlich den obligatorischen Burger, dafür ließ ich mir Cock’s & Cows empfehlen, die mehrere Läden in der Stadt haben.

Lund

Trotz der begrenzten Zeit in Kopenhagen stand auch ein Ausflug an: Ich wollte nach Lund in Schweden, um dort eine alte Schulfreundin zu treffen, die mittlerweile mit ihrer Familie dort lebte. Und ich hatte sie schon seit vielen Jahren nicht mehr gesehen – und wie oft ist man schon in dieser Ecke? Also fuhr ich mit dem Zug die 45 Minuten über die Öresundbrücke (bekannt aus der Krimi-Serie Die Brücke, siehe auch unten der Blick vom Rundetaarn) über die Grenze (Vorsicht: Passkontrolle) und traf mich dort bei bestem Wetter mit ihr.

Viele Fotos aus Lund habe ich allerdings nicht und gesehen habe ich vermutlich auch nur ein wenig. Wir waren mehr mit quatschen und spazieren beschäftigt. Wir waren in einem Park in der Nähe vom Bahnhof, am Dom mit seiner astronomischen Uhr, habe einige Straßen gesehen, die aus Bullerbü stammen könnten, und einige Gebäude der Universität gesehen, die so auch in England hätten stehen können. Nach dem Essen haben wir das gute Wetter genutzt, um mit dem Bus noch zum Strand zu fahren und dort ein wenig zu spazieren. Und das war es dann auch schon wieder mit dem Ausflug nach Schweden.

Die Rückfahrt nach Kopenhagen zog sich dann etwas. Stau auf der Bahnstrecke, so dass der Zug länger auf der Öresundbrücke warten musste als geplant. Man kann auf Schienen halt so schlecht überholen. Und so wurde etwas rumrangiert, eine Station (der Flughafen!) wegen Zeitknappheit ausgelassen, zu spät in Kopenhagen war der Zug aber trotzdem.

Für den Rückflug nach München – die Zugfahrt hätte mir entschieden zu lange gedauert – musste ich mich am letzten Tag etwas sputen. Mittags war die Abflugzeit, vormittags bin ich, wie oben schon gesagt, nochmal im Schnelldruchlauf einige Sehenswürdigkeiten Kopenhagens abgegangen. Der eigentlich guten Zuganbindung zum Flughafen traute ich nicht mehr so ganz, so nahm ich mir ein Taxi. Das ging sich ganz gut aus, recht stressfrei gelangte ich ans Gate. Die Lufthansa brachte mich schließlich wieder sicher nach Hause.

Und damit endete mein fünftägiger Kurzurlaub auch schon wieder. Kopenhagen war ausgesprochen schön und Hamburg ist ja sowieso immer eine Reise wert.

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Der Monatsrückblick September 2019

Der September ist durch und es war noch mal ein Monat, in dem ich voll gearbeitet habe. So ein Abschied mit Vorlauf kann sehr nervtötend werden, wenn die Übergabe nicht richtig vorwärts gehen will und man keine langfristigen Projekte mehr anschiebt, hangelt man sich mit den Standards durch den Arbeitsalltag, während die anderen um einen herum mehr als zwei Monate in die Zukunft schauen können.

Privat hat das Fantasy Filmfest viel Platz eingenommen, dazu kam der ein oder andere ausufernde Abend im Strom. Und schließlich begann mit der Wiesn auch noch Münchens fünfte Jahreszeit, was die Stadt jedes Mal wieder verändert – nicht unbedingt zum Guten.

*** Foto des Monats ***

Auf dem abendlichen Weg zum Fantasy Filmfest erwischte ich einmal diesen Sonnenuntergang, von der Hackerbrücke aus gesehen. In München ein bekannter Spot, allabendlich sitzen dort viele Leute auf der Brücke und genießen diesen Ausblick auf die Sonne und die Bahngleise.

*** Filme ***

Wie immer stand im September das Fantasy Filmfest auf dem Programm, was natürlich einen großen Teil des Kino-Budgets gefressen hat. Einmal war ich aber trotzdem noch:

Downton Abbey 7 von 10

Achja, da sieht man dieses Schloß und hört die Musik und schon geht das Wohlfühlkino los. Das ist alles so nett wie unaufgeregt. Wer die Serie gesehen hat, der wird viele der Storylines wieder erkennen. Hier wird nichts neues versucht – zwar besucht dieses Mal nicht irgendwer Downton Abbey sondern gleich die Königsfamilie, sonst ist auf der Kinoleinwand aber nichts größer als auf dem Bildschirm. Der Serien-Cast ist ebenfalls so gut wie komplett mit am Start. Von daher: Nichts neues auf Downton Abbey, das macht es heimelig und die beiden Stunden vergehen angenehm schnell.

Sonstso – In der heimischen Flimmerkiste gab es, von alt nach jung sortiert:

The Dark Knight (2008, Pro 7) hat auch beim zweiten Sehen nichts von seiner Faszination eingebüßt. Vielleicht der beste Superhelden-Film, den ich je gesehen habe und Heath Ledger spielt Christian Bale locker an die Wand.

Wir (2019, BluRay) entpuppte sich trotz der starken Idee als Home-Invasion-Horror der Standard-Sorte, da konnte auch der Twist am Ende nichts mehr dran drehen.

Tatort: Falscher Hase (2019, Das Erste) war nicht mal ein durchschnittler Vertreter seiner Zunft aus Frankfurt und musste sich schon sehr strecken, um wenigstens den skurillen Titel zu erklären.

Der Tatort: Die harte Kern (2019, Das Erste) war ebenfalls ein eher schwächerer, jedenfalls für die Weimarer Verhältnisse mit Nora Tschirner und Christian Ulmen. Da haben die Witze schon mal besser gepasst und die Story sich nicht so schlimm konstruiert angefühlt.

*** Serien ***

Eine Seltenheit gibt es in diesem Monat: Gleich zwei Titel aus dem Free-TV haben Einzug in die Liste gehalten. Der Rest ist von Netflix. In diesem Monat sollte eigentlich auch die siebte Staffel von Suits dabei sein – bis ich merkte, dass sie noch nicht komplett bei Netflix verfügbar ist.

Brooklyn Nine-Nine (Staffel 2 / 23 Folgen – Netflix) – 8 von 10

Das 99. Revier des NYPD unter der Leitung von Captain Holt (Andre Braughter) ist wieder zurück. Detective Diaz (Stephanie Beatriz) bekommt die Leitung einer Spezialeinheit, Detective Peralta (Andy Samberg) dagegen muss die Beziehungen zu seiner Kollegin Santiago (Melissa Fumero) und Kumpel Boyle (Joe Lo Truglio) ausloten. Auch Staffel zwei lässt sich wieder sehr gut wegschauen mit seinen kurzen, unterhaltsamen Geschichten. Man mag die Figuren (okay, vielleicht außer Gina (Chelsea Peretti)), auch wenn sie teilweise sehr auf Stereotypen reduziert sind. Trotzdem funktioniert es und wenn man sieht, wie gut sie alle zusammen arbeiten und sich trotz ihrer Unterschiede mögen, dann ist es genau das, wie ein Büro funktionieren sollte.

Fresh Off The Boat (Staffel 5 / 22 Folgen – Pro 7) – 5 von 10

Die Huangs sind wieder da. Mittlerweile schreiben wir das Jahr 1999 und Jessica (Constanze Wu) muss ihr geflopptes Buch verkraften. Eddie (Hudson Yang) wird langsam reifer, genau wie seine beiden Brüder, und Louis (Randall Park) trägt weiterhin die schönsten Poloshirts Floridas. Der Witz ist leider etwas raus und Über-Mutter Jessica schießt auch immer öfter unnötig über das Ziel hinaus. Es bleibt zwar weiterhin sympathisches Wohlfühl-Fernsehen, wird aber zusehends beliebiger.

Green Frontier (Staffel 1 / 8 Folgen – Netflix) – 6 von 10

Der Dschungel Kolumbiens, an der Grenze zu Brasilien. Der junge Detective Helena (Juana del Rio) wird von Bogota hier her geschickt, um in einer Reihe von mysteriösen Morden zu ermitteln, sehr zum Missfallen der örtlichen Polizei. Sie erkennt schnell, dass der Dschungel mehr Intrigen birgt als die Morde selbst. Sie stößt auf einen mysteriösen indigenen Stamm, der ein außergewöhnliches Geheimnis birgt. Eindrucksvolle Dschungelbilder treffen auf eine Crime Story, die sich im Laufe der Staffel immer mehr in Richtung Mystery zu wendet, bei der die geheimnisvolle Ushe (Angela Cano) das zentrale Element zu sein scheint. Ein wenig verzettelt sich die Serie darin, so viele Aspekte wie möglich mit einzubauen und als dann schließlich auch noch Nazis ihren Auftritt hatten, war mir das etwas zu viel. Schade um die im Grunde gute Idee und dem für uns Europäer exotischen Schauplatz.

The Orville (Staffel 2 / 14 Folgen – Pro 7) – 7 von 10

Die Orville unter dem Kommando von Captain Mercer (Seth MacFarlane) fliegt wieder durchs All und muss in jeder Folge neue Abenteuer bestehen. Weiterhin steht die Beziehung zu seiner Ex-Frau und erstem Offizier Commander Grayson (Adrianne Palicki) im Mittelpunkt, aber auch alle anderen der Brückenbesatzung bekommen ihre Lead-Episoden, allen voran der Moclaner Lt. Bortus (Peter Macon). Das alles sieht mit seinen Abenteuern der Woche, den sparsamen Spezialeffekten, dem kargen Brückendesign und den dialog-fokussierten Drehbüchern mittlerweile so aus der Zeit gefallen aus, das es schon wieder sympathisch ist und die 1990er Zeit des Star Trek Franchises aufleben läßt. Von dort geben sich auch einige Gaststars vor und hinter der Kamera die Ehre. Aber reicht das? Geht man nur nach der ersten Hälfte der Staffel muss man leider sagen, dass das zu wenig ist. Hier hatte man sich offenbar eher an den durchschnittlichen TNG-Episoden orientiert. Die zweite Hälfte legt dann aber nochmal einen drauf und liefert einige wirklich starke Folgen, die auch der aktuellen Discovery Crew sehr gut tun würden.

Ausblick auf den Oktober: Ab dem 6. kommen die Zombies von The Walking Dead auf FOX um die Ecke geschlichen und mal wieder stellt sich die Frage, ob man auch in der mittlerweile zehnten Staffel noch mit dabei sein möchte. Am 8. geht es mit der sechzehnten Staffel von NCIS auf Sat.1 weiter. Am 9. startet die Eigenproduktion Prost Mortem auf 13th Street. Am 25. kommt die zweite Staffel von The Kominsky Method auf Netflix. Und noch wichtiger: Die sechste und anscheinend letzte Staffel von BoJack Horseman startet auf der Plattform am gleichen Tag. Zu Ende geht der Monat mit der dritten Staffel von Slasher auf 13th Street. Und wer es noch nicht gesehen hat: The Handmaid’s Tale hat am 28. seine Free-TV Premiere auf Tele 5.

*** Wie geht’s dem KSC? ***

Bilanz: 4 Spiele, 5 Punkte.

Die erste Krise der Saison scheint überwunden: Nach drei Niederlagen am Stück gelang gegen Sandhausen das Comeback mit einem 1:0 Sieg und danach zwei Unentschieden gegen Nürnberg und gegen Heidenheim. Beides Spiele, in denen auch durchaus ein Sieg möglich gewesen wäre

Beim Unentschieden in Nürnberg war ich das erste Mal in dieser Saison vor Ort. Bei herrlichem Spätsommerwetter  saß ich (der feine Herr) im Gästeblock, hatte die typischen Drei im Weggla, und sah über weite Strecken eine gute Partie des KSCs. Ein dummer Elfmeter brachte die Hausherren in Führung, Stiefler nutzte kurz vor der Halbzeit und direkt vor den Auswärtsfans einen tollen Pass von Grozurek, um den Ausgleich zu erzielen. In der zweiten Hälfte parierte Uphoff mit einer Glanzparade einen Nürnberger Angriff, danach war der KSC am Drücker und drängte auf den Siegtreffer. Er fiel nicht, so blieb es beim Unentschieden, mit dem wohl beide Teams leben konnten.

Nach acht Spieltagen liegt der KSC damit nun auf einem guten Mittelfeldplatz, damit kann man sehr gut leben. Mitarbeiter des Monats: Manuel Stiefler.

*** Musik ***

Besuchte Konzerte: 1 (Press Club). Gekaufte Konzerttickets: 2 (The Amazons im Oktober und The Menzingers Ende Januar).

Ezra Furman war mir bisher kein Begriff, bis Plattentests.de sein neues Album als Punk-Platte bezeichnete und ich am Wochenende kurz mal reinhörte. Gekauft war Twelve Nudes dann schnell, genau so schnell wie das Album selbst, das grade mal 27 Minuten dauert. 11 Songs werden in dieser Zeit gespielt, und so wie Calm Down zum Autakt geht auch der Rest recht gut durch.

Als zweites gibt es noch ein Lebenszeichen von The Menzingers, die kurz vor der Veröffentlichung ihres neuen Albums stehen. Unter anderem wird America (You’re Freaking Me Out) dort zu hören sein. Der Song hat ein simples Video dazu bekommen, in dem man einen Außerirdischen durch die USA reisen lässt. Etwas Humor und eine Gummimaske, schon hat man mich.

*** Krieg und Frieden ***

In diesem Monat konnte ich keine relevanten Sprünge bei dieser Mammutaufgabe machen. Die ersten 200 Seiten habe ich nun geschafft, damit bin ich grade mal 80 Seiten weiter gekommen. Immerhin, der erste Teil des ersten Buches (von denen es fünf gibt) ist geschafft und ich bin nun von der adeligen Gesellschaft zum Heer gewechselt.

Nächsten Monat sollte es deutlicher nach vorne gehen, es stehen so einige Reisen an!

*** Suchanfrage des Monats ***

Aus irgendwelchen Gründen war im vergangenen Monat mein Überblick über Musikvideos mit Johnny Depp äußerst populär. Google brachte einige Leser extra dafür hierher. Ob die Wiesn etwas damit zu tun hat?

*** Linktipps ***

Ein paar Lesetipps aus den Weiten des Internets:

Mit dem Brandenbulli durch die Niederlausitz: Inka von Blickgewinkelt mit einem ausführlichen Essay zu ihrer Tour.

Wer vom Reisen schreibt, der hat viel Verantwortung: Heldenwetter schreibt über die Fallen in der Berichterstattung von Reisebloggern.

Abseitige Filme für Netflix-Verwöhnte: Ein Interview mit Frederike Dellert über die Filmauswahl beim Fantasy Filmfest, erschienen bei GMX.

Wieso wir Stranger Things Staffel 3 lieben: Die neuste Folge des Serien-Podcasts BingeHype von Nicole, Tami und Conny.

Die wundersame Geschichte von GOBLIN 2: Der Wortvogel auf den Spuren einer deutschen Crowdfunding-Kampagne für einen Genre-Film aus Baden Baden.

Und das war’s für diesen Monat. Der nächste Monat wird stressig werden: Die letzten Tage im Büro stehen an, ich habe vorher noch mal ein paar Tage frei und besuche außerdem noch ein letztes Mal unser Londoner Büro. Die Beschäftigung wird mir aber hoffentlich gut tun. Bis dahin: Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.

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