Ein paar Tage in London

Nach dem ich im vergangenen Jahr überhaupt nicht dort war, führte mich nun Anfang der Woche ein ganztägiger Workshop nach knapp zwei Jahren mal wieder in unser großes Büro in London. Der Workshop entpuppte sich als recht anstrengend, es war aber schön, mal wieder ein paar Gesichter zu sehen, mit denen ich sonst nur per Mail oder Telefon in Kontakt stehe.

Außerdem hatte ich das Glück, die Geschäftsreise mit etwas Freizeit zu verbinden. Und so hatte ich Sonntag und Montag frei und konnte mir etwas London anschauen. Das Wetter dazu war ideal: Es war schön sonnig, wenn auch noch etwas frisch. Aber gefühlt war besonders am Sonntag die halbe Stadt auf den Beinen, in Soho und Covent Garden war einiges los.

Das sonnige Wetter nutzte ich um eine richtige Touristen-Sache zu unternommen: Eine Rundfahrt auf der Themse, von Westminster bis zur Tower Bridge, anderthalb Stunden für 12 Pfund, da kann man nicht meckern. Eine wirklich schöne Sache.

London beeindruckte mich mal wieder mit seiner Internationalität und seiner bunt gemischten Bevölkerung. Ebenso beindruckend: Die pure Fülle an Theatern und Musical-Bühnen im Zentrum. Das ist ja nun eigentlich gar nicht meine Kunstform, aber das macht schon Lust darauf, wenn an jeder Ecke wie kleine Pralinenschachteln die Theater in der Dunkelheit leuchteten.

Am Montag besuchte ich das Natural History Museum in Kensington. Das Gebäude war schon von außen sehr eindrucksvoll, der große Saal im Inneren brachte einen dann vollends zum Staunen. Und das lag nicht nur am großen Skelett, das von der Decke hing und über dem ganzen Raum schwebte. Einige Stunden kann man hier leicht verbringen. Und dann war der Eintritt auch noch frei? Wow!

Am Abend traf ich schließlich noch einige Kollegen zu Speis und Trank, bevor dann am nächsten Tag der Workshop auf mich wartete. Finanzierungs-Grundlagen, etwas, womit ich mich zuletzt mehr schlecht als recht im Studium rumschlagen musste und auf meiner Stelle zum Glück normalerweise kein großes Thema ist. Tatsächlich wurde es aber recht spannend, was vor allem an dem guten Redner lag – nach einigen Stunden rauchte mir aber trotzdem der Kopf. So ein Thema auf Englisch zu hören ist dann doch nicht ganz so einfach.

Und das war es dann auch schon wieder von meinem Ausflug nach London. Am Mittwochmorgen ging es über Heathrow zurück nach München, am Nachmittag saß ich bereits wieder an meinem normalen Schreibtisch.

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7 Responses to Ein paar Tage in London

  1. Nicole says:

    Ich fühle mich gerade in meinen eigenen London Urlaub zurück katapulitert, weil ich mir die Sachen auch angeschaut hate. Das Natural HIstory Museum fand ich auch beeindruckend, sowohl von außen als auch von innen. Generell ist es klasse, dass die staatlichen Museen alle kostenlos sind und ich war echt überrascht, wie viel einem dann geboten wird. Würde ich mir in Deutschland auch wünschen, weil man schon merkt, dass das Interesse dann auch zunimmt. In London war in den Museen immer was los und wir haben vor allem unter der Woche viele Engländer dort gesehen ,während am Wochenende die Touristen das Ruder übernommen haben.
    Ich brauche auch keine Superhelden-Serien mehr. Hatte auch irgendwie gehofft, dass The CW nicht noch Batwoman bestellt, aber zumindest beendet man dafür Arrow. Das gleicht es dann wieder etwas aus, denn ich bin mir sicher, dass man Batwoman grünes Licht erteilen wird. Hoffe aber, dass sich die Marvel-Serien jetzt eher auf Disney + und Hulu tummeln und das scheint ja auch der Fall zu sein. Im TV ist da für mich jetzt ne Übersättigung zu beobachten.

    • Nicole says:

      Ich hatte auch erst überlegt, ob ich Anthologie noch mit aufnehme, ist halt auch so ein Dauerbrenner, auch wenn die Serien schon weniger werden. Jap “Spuk im Hill Haus” geht in die Richtung, nächste Staffel steht ein anderes Spukhaus im Mittelpunkt, The Terror behandelt ja auch in jeder Staffel ein neues Mysterium und The Sinner läuft auch noch, genauso wie American Crime und American Horror Story. Vielleicht sollte ich dem ganzen doch noch im zeiten Post Beachtung schenken :D .

      • Nummer Neun says:

        Das stimmt, das Museum war echt super gut besucht und das waren nicht nur Schulklassen. Wenn das Museum umsonst ist, ist die Bereitschaft auch größer, nach dem Besuch etwas zu spenden, so war es jedenfalls bei mir.

        Aber du warst wahrscheinlich in der Harry Potter Aufführung, oder? :D

  2. Stepnwolf says:

    Das es in London einige Theater gibt, weiß ich spätestens seit Singende Lehrerin – die dort ja öfter mal das eine oder andere besucht – darüber bloggt. ;)

  3. Da fühle ich mich gerade an meinen London Urlaub vom März zurück erinnert, besonders als ich das Palace Theater gesehen habe, wo ich mir The Cursed Child angeschaut habe. An der Themse bin ich nur entlang gegangen, eigentlich wollten wir auch eine Bootsfahrt machen, aber dafür war dann doch keine Zeit mehr, außerdem war das Wetter dafür eh nicht das Beste gewesen :D

    • Nummer Neun says:

      Im März? Dann warst du wohl kurz vor mir da – aber bei mir war das Wetter dann schon besser, also zumindest sonnig und so warm, dass man an Deck sitzen konnte. Kann ich nur empfehlen :)

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