Wolf Alice in München

Damit ist die Konzert-freie Zeit nun offiziell beendet. An diesem Freitag spielten Wolf Alice im Münchner Ampere, es war der Nachholtermin für ihr ausgefallenes Konzert im Februar, und es war ein super Start in den Konzert-Herbst.

Den Anfang machten an diesem Abend die Londoner Band Gengahr. Mir zwar unbekannt, aber einige Fans hatten sie bereits im Publikum, die ordentlich Spaß hatten. Zu Recht, die Band war nämlich gut und überzeugte mit ihrem abwechslungsreichen Set. Leider hatte ich es verpasst, mir danach noch ihr Album am Merchstand zu kaufen, das wird aber nachgeholt.

Zu Wolf Alice füllte sich das schöne Ambiente des Amperes noch einmal zusehen, es war sehr anständig besucht. Ellie Rowsell und ihre drei Jungs betraten die Bühne und legten mit Your Loves Whore los. Danach kam mit You’re A Germ schon bereits mein Lieblingssong des Albums, spätestens hier hatten sie mich. Live auf der Bühne waren sie noch rockiger als auf dem Album, das ist meistens eine gute Entscheidung, und sie machten ordentlich Dampf – wobei ich das ruhige Silk dazwischen allerdings auch mochte. Grunge trifft auf Shoegaze, wer damit nur halbwegs etwas anfangen kann, sollte sich die Band anhören.

Das Publikum wurde zusehens euphorischer. Und auch auf der Bühne hatten sie sichtlich ihren Spaß. Dachte ich am Anfang noch, natürlich würde das Mädel im Vordergrund stehen, drängten auch die beiden Herren mit ihrem extrovertierten Gitarrenspiel ins Blickfeld, was der Band sichtlich gut tat. Und nachdem auch der Drummer einen eigenen Song sang, was das Zusammenspiel tatsächlich sehr ausgeglichen. Moaning Lisa Smile war ein würdiger Abschluß des regulären Sets, danach habe ich so vehement wie heute München lange nicht mehr eine Zugabe fordern hören. Es wurde insgesamt ein toller Abend, mit einer ausgelassenen Stimmung auf und vor der Bühne. Wir zogen danach noch weiter ins Substanz, wo ich schon ewig nicht mehr war. Allerdings war es dieses Mal eher spärlich besucht und auch die Stimmung war etwas müde. Hinderte uns aber nicht daran, trotzdem bis um drei Uhr zu verweilen.

Wolf Alice dagegen verabschiedeten sich mit einem standesgemäßen Foto aus München in Richtung Frankfurt (wer zu diesem Auftritt einen Bericht lesen möchte, der findet ihn hier im Konzerttagebuch).

Und damit auch noch ein wenig Musik dabei ist: Hier sind sie noch einmal mit einer Live-Version des schon angesprochenen You’re A Germ.

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