Der Schatten des Windes

So schnell ist der Urlaub vorbei! Seit gestern nachmittag bin ich wieder zurück in München, nachdem ich die letzten beiden Woche mit einer Reise von Valencia nach Barcelona verbracht habe. Der größere Bericht dazu folgt im Laufe der nächsten Tage.

Auf der S-Bahn Fahrt vom Flughafen zurück zu meiner Wohnung habe ich es geschafft, meine Urlaubslektüre im letzten Moment noch pünktlich zu beenden. Passend zum Reiseziel habe ich Der Schatten des Windes gelesen, nach Der Mitternachtspalast mein zweites Buch des Kataloniers Carlos Ruiz Zafón.

Daniel Sempere, Sohn eines auf Antiquitäten spezialisierten Buchhändlers, findet im Friedhof der vergessen Bücher den Roman Der Schatten des Windes von Julian Carax. Völlig fasziniert von diesem Werk, versucht er mehr über Carax zu erfahren. Anscheinend versucht aber jemand, sämtliche Spuren des erfolglosen Autors zu vernichten. Und je tiefer Daniel in dessen Lebensgeschichte einsteigt, um so enger verknüpft sie sich mit seinem eigenen Schicksal.

Zafón entführt uns in das Barcelona zur Mitte des vorherigen Jahrhunderts, zwischen spanischem Bürgerkrieg und Franco Diktatur. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen: Die Zeit von Daniel Sempere in den Fünfzigern, von der aus man dann in vielen Erzählungen vom Leben Carax in den Zwanzigern und Dreißigern erfährt. Zafón schafft es mühelos, beide Zeitalter zum Leben zu erwecken und den Leser zu fesseln.

Der Roman funktioniert dabei auf mehreren Ebenen sehr gut: Neben der Coming-Of-Age Geschichte Daniels ist sie vor allem eine clever aufgebaute Detektiv-Geschichte und eine Story um die jeweils schicksalshafte Liebe der beiden Hauptfiguren. All das führte das, dass man den Roman nur äußerst ungern wieder aus der Hand legt, möchte man doch immer wissen, wie nun alles zusammen passt.

Der Schatten des Windes ist zu Recht ein moderner Klassiker geworden und eine unbedingte Leseempfehlung.

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