Vaduz, Liechtenstein

Als ich neulich in Dornbirn (Österreich) war, um mir dort das Frank Turner Konzert zu geben, stand auch ein Ausflug auf dem Programm. Dieser führte mich nach Vaduz, der Hauptstadt Liechtensteins. Das ist mittlerweile zwar schon ein wenig her, aber seit dem sollte sich das Leben dort nicht grundlegend verändert haben. Die Einreise nach Liechtenstein gestaltete sich dabei unproblematisch. Mit einem Lienienbus ab Feldkirch wurde man ins Land gebracht. Vorbei an kleinen Dörfern, hohen Bergen und tiefen Schluchten ging die Fahrt in diese fremde Welt. Da der Bus an jeder Milchkanne hielt (und selten war der Vergleich treffender als hier), sollte es knapp 45 Minuten dauern, bis ich die Hauptstadt erreichte.

Dort besorgte ich mir zunächst eine Stadtkarte, um mich zu orientieren. Aber das hätte man nach 10 Minuten auch so hinbekommen. Es war zwar die Hauptstadt, aber mehr als 5.400 Leute wohnten hier nicht (Wiki). So machte ich mich also dran, das Zentrum zu erkunden. Irgendetwas musste es ja hier geben, so viele Asiaten konnten nicht irren.Ein Bild der Fußgängerzone mit den teuren Geschäften und den Restaurants habe ich leider verpasst zu machen – schade eigentlich, weil prinzipiell war ich schon mit Kleinigkeiten zufrieden.Nun erst mal eine Pause, dachte ich mir. Aber nach einem Blick auf die Preise entschied ich mich gegen essen gehen und gönnte mir in einem Restaurant nur schnell eine Cola für 6 € und schrieb nebenbei eine Postkarte. Das spannendere Programm sollte nun kommen: Ich machte mich auf den Weg hoch zum Schloss Vaduz, wo immer noch das Fürstenhaus Liechtenstein wohnt. Das Schloß selbst kann man zwar nicht besichtigen, aber man hat von dort einen ganz netten Blick über das Tal und war ein wenig im Grünen.Wieder zurück im Zentrum, wollte ich mir noch irgend etwas kulturelles suchen, Zeit hatte ich ja noch, allerdings war ich in der Auswahl etwas eingeschränkt, ist ja an einem Montag nicht immer so einfach. So musste ich auf die Fotoausstellung zu Marilyn Monroe (wahrscheinlich war da der Link, dass sie mal über das Land drüber geflogen ist) verzichten und auch das Kunstmuseum ließ mich nicht rein. So landete ich im Postmuseum und bereits 15 Minuten später in der Schatzkammer des Landes.

Dort konnte man sich einige alte Gemälde ansehen, eine Krone, Steine vom Mond und eine Landesflagge, die ebenfalls schon dort war (ein Geschenk der Amerikaner – die liechtensteinische Raumfahrt ist dagegen noch etwas rückständig) und jede Menge reich verzierter und wahrscheinlich kostbarer Ostereier. Was auch immer diese Dinger für einen praktischen und ästhetischen Zweck haben sollen.Und damit endete meine Reise in dieses unbekannte Land, dem Fürstentum aus den Bergen. Ich setzte mich wieder an die Hauptpost und wartete dort auf den Bus, der mich zurück nach Österreich bringen sollte. Fünf Stunden in Liechtenstein, diesen Länderpunkt hatte ich mir redlich verdient.

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4 Responses to Vaduz, Liechtenstein

  1. Caroline says:

    Interessant! Liechtenstein hatte ich noch nie so richtig auf dem Schirm gehabt.

    PS: 6€ für eine Cola?! Ohje

  2. bknicole says:

    Puh die 6 € für eine Cola finde ich auch extrem teuer, da möchte ich mir die Preise für das Essen echt nicht ausmalen. Aber ansonsten sieht das Städchten ja recht schön aus, aber landet wohl trotz allem nicht auf meiner Wunsch Urlaub Liste. Da befinden sich schon ganz viele Städte, die zwar essenstechnisch auch sehr teuer sind, aber wo es einfach viel mehr zu sehen gibt xD.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Dankeschön, das freut mich zu hören ;) .

    Eigenes Geld habe ich ja schon mal in meiner Ausbildung verdient (gut nicht ganz so viel wie wenn man dann fertig ist), aber da hatte ich ja dann auch eine eigene Wohnung und stand auf eigenen Beinen. Ist definitiv ein schönes Gefühl, wenn man diese Unabhängigkeit hat. Ich habe sie ja jetzt leider im Moment nicht durch das Studium und finanziell sieht es bei mir typisch Student immer schlecht aus xD. Aber irgendwie klappts schon. Man weiß ja für was man das ganze macht und es war ja auch immer ein großer Wunsch von mir zu studieren, um später das machen zu könenn, was mir Spaß macht und dafür sind mir die Jahre der Abhängigkeit dann wert. Ich verstehe mich zum Glück ja auch super mit meinen Eltern und habe da wirklich ein gutes Verhältnis.

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