I Am Giant

Am Montag suchte eine Freundin per Facebook jemanden, der ihr das zweite Ticket für ein Konzert abnahm, auf das sie selbst nicht besonders viel Lust hatte. I Am Giant hieß die Band, ich kannte sie nicht, hörte mir ein paar Songs auf youTube an und fand sie mittelmäßig. Klang zwar nicht weiter schlimm, es war einfach nur so naja. Aber irgendwie wurde ich dann so rein gequatscht, dass ich ihr das zweite Ticket abnahm, kostete ja auch nicht die Welt. Für 14 Euro war man dabei. Kino kostet nicht viel weniger.

Und so trafen wir uns am Dienstag Abend. Zunächst in der Innenstadt am Isartor, um dort den kleinen mexikanischen Imbiss La Taqueria zu testen. Ich kannte den Imbiss von außen und fand schon immer, dass man den mal ausprobieren sollte und außerdem sind in München zur Zeit Burritos die neuen Burger. Ich entschied mich aber für Quesadillas und ein Corona, eine gute Wahl, wie ich fand. Hiermit eine Empfehlung für den Laden – auch wenn die Burritos woanders noch etwas besser sein sollen.

Aber weiter zum Konzert. Vom Isartor liefen wir zum Marienplatz und von dort weiter per U-Bahn zum Strom, wo das Event (mit 5 angemeldeten Facebook-Gästen, wir hätten stutzig werden müssen) statt fand. Ganz so wenige waren es dann zum Glück doch nicht, aber mehr als 50 oder 60 Leute waren an diesem Abend nicht da – so wenige hatte ich hier noch nie gesehen.

Den Support übernahm mit The Capitols eine Münchner Band und die machten ihre Sache nicht schlecht. Die Songs vielleicht immer ein wenig zu lang, aber abwechslungsreich, sie hatten Spaß auf der Bühne und wilde Frisuren. Und eine Flöte hatten sie auch dabei, die sie geschickt einsetzen konnten, das wird vielleicht ja das nächste große Ding im Rock’n'Roll. Die Jungs kann man auf jeden Fall mal im Auge behalten.

Danach kurz raus zum Luft schnappen und pünktlich zurück in den Club, als der Hauptact die Bühne betrat. I Am Giant. Wer kennt sie nicht? Die dazu gehörige Schublade heißt 90er Jahre Rock, mir war nicht klar, dass so eine Musik überhaupt noch hergestellt war. Man konnte sich vorstellen, wie Skatervideos damit untermalt werden. Genau so klangen sie. Der Sänger hatte eine gute Stimme, sie spielten solide, aber leider klang alles etwas gleich. Was es dann auch etwas langweilig machte. Ehrlich gesagt: Nach Ende des regulären Sets, und das war bereits nach 45 Minuten, sind wir gegangen und haben gar nicht auf die Zugabe gewartet. Was soll’s.

I AM GIANT – Razor Wire Reality from SØREN SCHALLER on Vimeo.

Die richtige Konzertsaison geht eh erst im Oktober – Entschuldiung – im Gig-tober los. Jede Woche ein Konzert, damit dürfte auch das Programm für diese Seite hier gesichert sein.

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