Somebody To Love

Mit dem gestrigen Tag hat es Frank Turner also geschafft. Er ist seit gestern der Künstler, den ich am häufigsten live gesehen habe. Der Zufall wollte es, dass ich ihn das erste Mal gesehen hatte, als er als Vorband für Gaslight Anthem durchs Land gezogen ist. Vorher kannte ich ihn nicht, danach hatte ich eine CD von ihm zu Hause im Schrank. Und war auch bei seinem ersten Headliner Konzert in München dabei. Dieses Sommer schließlich sah ich ihn erneut, als sein neues Album noch ganz frisch war, und er bei Rock im Park spielte. Und nun gestern also der Auftritt Nummer 4 im Backstage.

Um es vorweg zu nehmen: Auch dieser Auftritt war wieder großartig. Los ging es mit der Eulogy, gefolgt von Try This At Home. Im ersten Drittel hängt er Song an Song, ohne große Reden dazwischen. Jedes Album findet seinen Platz. Mit der Zeit taut er auf, spricht mit dem Publikum und macht seine Witze. Man merkt ihm seine gute Laune an, ein grundsympathischer Mensch, der alle dazu bringt, bei Dans Song Luftmundharmonika zu spielen und möchte, dass alle mitsingen, damit seine Mutter glaubt, er hätte da einen richtig Job. Von der Ankündigung seines Gitarrensolos ganz zu schweigen. Kurz: Es macht wieder Spaß. Highlights sind außer den schon genannten Songs noch The Road natürlich, Peggy Sang The Blues, I Still Believe und Glory Hallelujah. Und noch genug andere. Long Live The Queen ist etwas Rockabilly angehaucht und der Oberkracher. Und wenn er am Anfang noch singt not everyone can be Freddie Mercury, covert er als Abschluß Somebody To Love von Queen.

Zur Zugabe kommt er noch einmal alleine auf die Bühne, ohne seine Sleeping Souls, und singt 2 weitere Songs. Zum allerletzten Song sind sie dann wieder alle vereint, Photosynthesis fehlt noch und wird als Rausschmeißer gespielt. Was für ein toller Abend.

Er hat angekündigt, bald mal wieder nach München zu kommen. Wenn er das wirklich macht: Ich bin da. Und bin sehr froh, heute nicht arbeiten zu müssen. Viel sprechen könnte ich nach dem gestrigen Abend nicht mehr.

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