KW 07/2026: Fallout, American Pie, Romes und der Chiemsee

Happy Sunday and Happy Birthday to Me!

Es war meine Geburtstagswoche und in der Zeit ich bin für anderthalb Tage an den Chiemsee geflüchtet, an dem es zu dieser Jahreszeit noch recht ruhig und entspannt ist. Vorher gab es den Auftakt in das Konzertjahr 2026 und den Abschluß einer überraschenderweise kurzzeitig frei verfügbaren Science-Fiction-Serie. Außerdem bin ich ein wenig gehyped, habe ich mir nämlich zum Geburstag ein Ticket für Pulp in Berlin im Sommer gegönnt. Aber zunächst zum Chiemsee.

Ich war für knapp anderthalb Tage am Chiemsee und hatte so halbwegs Glück mit dem Wetter. Bei bestem Sonnenschein habe ich von Priem aus die Fähre zur Fraueninsel genommen und sie dort einmal in Ruhe umlaufen, während sich der Himmel langsam zu zog. Dabei ist auch das Foto entstanden. Der Blick auf den See mit einem Steg als Motiv – das ist so mein Standardfoto bei solchen Ausflügen.

Nach einem Stück Kuchen beim Klosterwirt bin ich wieder zurück nach Priem gefahren, wo es langsam zu regnen begann. Abends dann noch mal schön gegessen und biserl Olympia geschaut – fertig. Untergekommen war ich im Hotel Schlossblick direkt an der Uferpromenade. Vom Zimmer aus hatte ich über den Parkplatz hinweg einen freien Blick auf den See. Das Zimmer war gut, die Dusche war gut und das Frühstücksbuffet fantastisch. Das nehme ich eigentlich selten mit, aber da es hier automatisch mit dabei war, testete ich es ohne Erwartungen aus  – und war sehr positiv beeindruckt. Klare Empfehlung für das Hotel.

Mehr und bessere Bilder vom Chiemsee hatte ich vor zwei Jahre gemacht, siehe hier.

Überraschender Marketing-Stunt von Prime Video: Begleitend zur zweiten Staffel ihrer Endzeit-Serie Fallout haben sie die ersten Staffel für einige Tage auf YouTube für umsonst allen zugänglich gemacht. Und so kam auch ich in den Genuss dieser Serie, ein verfrühtes Geburstagsgeschenk für mich. Ob es mir gefallen hat? Meine Bewertung ist da eindeutig:

Fallout (Staffel 1, 8 Folgen, USA, YouTube) – 9 von 10

Nach einem apokalyptischen Atomkrieg flüchteten ausgewählte Überlebende in nummerierte Bunker. Mehr als zweihundert Jahre später muss eine junge Frau (Ella Purnell) ihre Bunkerhemeinschaft verlassen, um sich an der Oberfläche auf die Suche nach ihrem Vater (Kyle MacLachlan) zu begeben. Unterwegs trifft sie einen Knappen (Aaron Moten) der Stählernen Bruderschaft und einen Ghul-Kopfgeldjäger (Walton Goggins), jeder mit seiner eigenen mysteriösen Vergangenheit.

Wow – ich habe lange nicht mehr so eine eindrucksvolle Science-Fiction Serie gesehen. Auch wenn ich mit den Videospielen, welche die Vorlage für das Setting lieferten (aber nicht für die Story), überhaupt nicht vertraut bin, schaffte es der Regisseur der ersten Folgen Jonathan Nolan, der bereits Westworld (Staffel 1: 9/10) zum Leben erweckt hatte, innerhalb kürzester Zeit diese eigentlich recht komplexe Welt zu etablieren und auch noch die Entstehung zu beschreiben. Die Hauptfiguren sind dabei weitsichtig gewählt, decken sie doch die verschiedensten Elemente dieser Welt ab. Und die sieht wirklich großartig und episch aus – sowohl die verwüstete Erde auf der Oberfläche, als auch die Bunker, die durch ihr retrofuturischtes Design punkten können. Wir entdecken die Welt durch die Augen der naiven und behüteten Lucy (Purnell), der wir folgen, als sie erstmals die Oberfläche betritt. Dagegen lernen wir durch das frühere Leben des Ghuls (Goggins) die letzten Momente vor dem großen Atomkrieg kennen. Durch die verschiedenen Hauptfiguren, die lange isoliert voneinander unterwegs sind, und durch die beiden Zeitebenen ist die erste Staffel sehr abwechlungs- und wendungsreich geraten. Neben Action und Drama bietet die Serie auch einiges an satirischem Witz. Auch der Soundtrack ist gelungen. Und schließlich schafft es das Finale der Staffel auch noch zu überraschen und die Hintergründe dieser Welt glaubhaft umzudeuten, auch wenn die letzte Folge an manchen Stellen etwas zu sehr den Erklärbär gibt. Das schmälert aber nicht den Genuss und die Faszination für dieses Serien-Highlight.

Romes (Kanada) – München, Backstage Club

Der Konzertauftakt in dieses Jahr ist erfolgt und geglückt. Im kleinen, aber feinen Backstage Club trat die Zwei-Brüder Kombo ROMES aus Toronto auf und machten einen Lärm, wie eine große Kapelle. Die Tour zu ihrem letztjährig erschienen Album Sonic Trash führte sie erstmals nach Deutschland. Electronic Rock nennen sie ihre Musikrichtung und das machte live ordentlich Laune, selbst wenn man ihre Songs vorher kaum kannte (so wie ich). Starke Drums und dazu Vollgas, das war sehr tanzbar und kam besonders in dem kleinen Club gut rüber. Ihr Repertoire ist stilistisch etwas begrenzt, die Power-Ballade braucht hier niemand zu erwarten, weswegen man auch bei kleinsten Kenntnissen rundum das bekommt, was man erwartet hat. Ob das jeden auch über die gute Stunde Spielzeit trägt, ist dann Geschmacksfrage.

Gesehene Spiele in dieser Saison: 22 von 22 Liga-Spielen = 100%. (Saison 2024/25: 85%)

Mehr Haltung würde es brauchen, hatte Trainer Eichner noch vor dem Spiel gefordert. Die beiden Tabellennachbarn aus dem Mittelfeld trafen aufeinander, der 1. FC Nürnberg gegen des KSC. Der Gewinner würde seinen Mittelfeldplatz festigen, der Verlieren würde unten rein gezogen werden.

Was für ein Glück bin ich nicht ins Stadion gefahren, denn der KSC ging mit 1:5 unter. Und es war offensichtlich: Die Angst, defensiv keinen Fehler zu machen, frisst die Lust auf die Offensive. Klar, Nürnberg nutzte seine Chancen auch sehr effektiv, aber trotzdem war das ein neuerlicher Tiefpunkt. Fünf Gegentore, bei denen man es dem Club teilweise sehr einfach gemach hatte. Ein Ehrentreffer, nach einem sehr wohlwollenden Elfmeter, und noch eine zweite Großchance kurz vor dem Ende, das wars. Das wirkt mittleweile beim KSC alles zu verkrampft, zu hilflos, zu leidenschaftslos. Ob Eichner bis zum Saisonende die Verantwortung tragen wird, das ist für mich nicht mehr sicher. Noch weitere Auftritte wie am Freitag darf sich das Team auf keinen Fall mehr erlauben.

Positives von der Bahn: Für meine verspätete Rückfahrt nach Weihnachten habe ich in dieser Woche eine Gutschrift bekommen, auch wenn die Verspätung knapp an der zeitlichen Grenze war. Sind zwar nur ungefähr zehn Euro, aber immerhin.

In dieser Woche gab es keine besonderen Vorkommnisse. Die Fahrt ins Büro und zurück verlief ohne Probleme. Die Heimfahrt nach dem Konzert klappte gut, da es nämlich so zeitig zu Ende war, dass die nächtliche Stammstreckensperrung noch nicht griff. Und selbst die Fahrt zum Chiemsee war äußerst angenehm und ohne erwähnenswerte Zwischenfälle.

  • Olympische Winterspiele 2026: Die Winterspiele sind weiterhin nicht mein Turnier. Viel gesehen habe ich bisher nicht: Abseits von ein paar Ausschnitten war das nur die Abfahrt der Männer und die ersten beiden Auftritte des deutschen Eishockey-Teams der Männer, fertig. Ich freue mich nun jedenfalls sehr auf das Duell gegen die USA am heutigen Sonntagabend.
  • Glaskugelige Kaffeesatzlesereien 2026 – Sehnsuch nach Echtheit: Wie in jedem Jahr bin ich sehr fasziniert von den Zukunftsprognosen auf dem Blog Indiskretion Ehrensache, dieses Jahr mit einem Schwerpunkt auf KI, aber das ist wohl wenig überraschend. Aber auch der Rückblick auf die letztjährigen Prognosen ist immer spannend.

Ein guter Brauch auf dieser Seite ist es, dass ich mir in meiner Geburtstagswoche ein Lied wünschen darf – fernab von jeder Akualität. In diesem Jahr fällt meine Wahl auf den Ohrwurm, den ich seit einigen Wochen immer wieder hatte. Es ist vielleicht eines der besten Lieder aller Zeiten, vollgepackt mit endlosen Verweisen auf die Geschichte der Rockmusik von 1959 bis 1969. Die Rede ist von Don McLeans All-Time Klassiker American Pie, zu dem er vom traurigen Flugzeugabsturz von Buddy Holly, Ritchie Valens und The Big Bopper inspiriert wurde: The Day, the Music Died. Über acht Minuten geht dieses Epos, dass sich aus einem ruhigen Start immer mehr hinein steigert, bis es irgendwann von Madonna in einer dünnen Coverversion wiederverwertet wurde.

Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und habt einen guten Start in die neue Woche!

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