Was mit Medien

Fantasy Filmfest Nights 2016

Fantasy Filmfest Zeit!

Nach dem regulären Filmfest im Spätsommer und den White Nights im Dezember, waren nun die klassischen Nights mal wieder an der Reihe. Drei Veranstaltungen in einem Jahr, da sollte man schon mal schauen, ob man den Markt nicht übersättigt. Aber gut, so lange die Leute jedes Mal wieder auf der Matte stehen, machen die Veranstalter ja alles richtig.

Noch als letzten Einleitungssatz: Die Nights umfassen nur ein Wochenende, zwei Tage mit vollem Programm. Ich war in München bei den folgenden Filmen mit dabei und zwar genau in dieser Reihenfolge:

Emelie (5 von 10 Punkten)

Babysitterin Anna (gut gespielt von Sarah Bolger) ist der rettende Engel für die Thompsons, um auf deren drei Kinder aufzupassen. Sie scheint nett zu sein und kommt gut mit den drei Kindern zurecht. Doch kaum verlassen die Eltern das Haus, zieht Anna andere Seiten auf.

Zwar wurde der Film als Horror verkauft, ist aber eindeutig eher ein Thriller. Der allerdings ein wenig braucht, bis er endlich in Fahrt kommt. Aber auch dann ist der Film nur Durchschnittskost, der im Trailer eigentlich schon alle böseren Szenen zeigt. Gefallen hat mir dann tatsächlich noch am Besten das letzte Drittel, wenn die Kinder sich endlich zu wehren wissen.

Green Room (7 von 10 Punkten)

Die chronische erfolglose Punkband The Ain’t Rights erhält einen Gig im hintersten Winkel von Oregon. Dort spielen sie vor einer Horde von Neonazis – die nicht alle ihrer Texte gut finden. Nach dem Konzert stolpern sie zufällig in einen brutalen Mord und finden sich dann, belagert von den Neonazis unter Führung von Patrick Stewart, im Green Room der Location wieder.

Wenn man mal von einigen Ungereimtheiten absieht, hat man einen soliden und spannenden Film. Das Setting ist interessant, der Film ist blutig, die Hunde furchteinflößend und Stewart spielt seinen Bösewicht schön rational bei seiner Problembekämpfung. Green Room will keine Maßstäbe setzen, sondern liefert einfach das, was man von ihm erwartet. Für mich hätte es aber gerne noch eine Spur origineller sein können.

The Witch (8 von 10 Punkten)

Neuengland um 1630. Der streng gläubige William siedelt hier mit seiner Frau und ihren fünf Kindern abseits der Zivilisation am Rande der Wildnis. Doch es ziehen dunkle Wolken über der Familienidylle auf: Die Ernte verdorrt, das Vieh verhält sich komisch und als das jüngste Kind auf einmal spurlos verschwindet, häufen sich die mysteriösen Vorfälle. Der Aberglaube der Familie befeuert das Chaos, das um sie herein bricht. Ist irgendeiner von ihnen im Bunde mit dem Teufel?

Um den Negativpunkt gleich zu Beginn zu nennen: Man braucht etwas Geduld für den Film. Wenn man sich nicht auf die Atmosphäre einlässt, wird man hier nicht glücklich. Das muss man aber, das Grauen, das in die karge Realität einzieht, wirkt dann erst so richtig. Der Gruselfilm erhöht gegen Ende das Tempo deutlich und läßt einem den ein oder anderen Schauer über den Rücken laufen. Das Setting ist sehr schön und stimmig, die Schauspieler gut (allen voran Anya Taylor-Joy as Tochter und Ralph Ineson als William). Und die Tiere verströmen eine ganz besondere Aura.

***

Das war es dann auch schon wieder. Man sieht sich zum richtigen Filmfest im Herbst!

Siehe auch: Fantasy Filmfest Nights 2015Fantasy Filmfest Nights 2012

4 Kommentare

  • donpozuelo

    Uh…. auf „The Witch“ bin ich ja schon gespannt, seit ich vor einem (?) Jahr den Trailer gesehen habe. Da liegt so meine große Hoffnung für meinen Horror-Film des Jahres 😀

  • bknicole

    The Witch ist jetzt ehrlich gesagta uch derjenige, der mich am meisten ansprich. Schon von der Storyline her und das ganze vermischt mit Historie, ist natürlich super. Hexen mag ich schon in Serien richtig gerne, habe da ja vor kurzem die erste Staffel von Salem durch und als die dann so richtig in Fahrt kam, hat mir das ganze auch super gefallen. Somit werde ich diesen Film definitiv nicht auslassen. Beim ersten wüsste ich jetzt nicht, ob ich ihn mir anschauen würde. Ich mag Sarah Bolger zwar als Schauspielerin, aber da sagt mir der Trailer einfach nicht so zu. Film zwei würde ich wohl eher mal auf Netflix oder Prime anschauen, da die Thematik an sich ja schon interessant ist.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Da wünsche ich dir natürlich ganz viel Spaß dabei ;). Ich hätte auch noch so einige Filme vom letzten Monat nachzuholen. Dieses Jahr ist echt viel Gutes dabei. Somit wächst gerade meine Dvd Wunschliste sehr stark.

    • Nummer Neun

      The Witch kann ich wirklich empfehlen, aber ich kann mir auch vorstellen, dass es für manche zu lahm ist und zu viele Bibel-Zitate enthält 🙂

      Woher kann man denn Sarah Bolger kennen?

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