Was mit Medien

Aus den Dschungel, in den Dschungel

Das war also das Dschungelcamp in diesem Jahr. Kritisiert wurde es in dieser Staffel ja schon oft genug, etwas zu anbiedernd bereits in der Show. Dran geblieben sind trotzdem noch genug, für RTL war es bei den Zuschauern nach wie vor ein Erfolg und wenn man die Vielzahl der auf die Show abgestimmten Werbeeinblendungen und Spots sieht, wirtschaftlich mit Sicherheit auch.

Maren Gilzer war die nicht unverdiente Gewinnerin in einer Staffel, die nicht viel hatte, an das man sich erinnern wird. Die Kandidaten machten einen zu abgeklärten Eindruck, um irgendwie unter dem aufgebauten Druck (die Prüfungen! das Essen!) zusammen zu brechen. Und so blieb Walter Freiwald der einzigste, der, dank seiner eingebildeten Größe, eine gewisse Fallhöhe bot. Bundespräsident? Wetten Dass? Programmdirektor? Kann er alles, aber das kann er doch nicht ernst meinen. Leider sind Streiterein nur halb so schön, wenn sich nur einer beteiligt, und so konnte auch er diese Staffel nicht retten. Und als er schließlich draußen war, gab es eigentlich nur noch zwei Gründe, warum sich das Schauen lohnte. Bacon!

Damit im nächsten Jahr alles besser wird, hier meine Vorschläge für die Kandidaten 2016:

  • Tim Wiese! Okay, das ist nahe liegend, aber es passt halt auch. Der angehende Wrestler könnte sich so noch einmal nachhaltig einem Nicht-Sport-Publikum vorstellen. Alternativ geht natürlich auch Thorsten Legat.
  • Ein alternder Schauspieler ist immer gut. Erzählt aus seinem Leben, aus seiner wilden Zeit. Seine Rolle im Camp schwankt zwischen Herbergsvater und wunderlichem Alten, dem man besser nicht widerspricht. Ich nominiere Ralf Richter oder Claude-Oliver Rudolph.
  • Dann am Besten einen Kritiker der Sendung, der den ganzen Zirkus live vor der Kamera auf einer Meta-Ebene auseinander nehmen kann. Jemand, der moralisch über den anderen Camp-Bewohnern steht und sie seine Verachtung auch wissen läßt. Also jemand wie Oliver Kalkofe. Oder Stefan Niggemeier.
  • Es braucht natürlich auch ein Sendergesicht von den Öffentlich-Rechtlichen, um auch dieses Publikum abzuholen. Eine Mischung aus eigentlich seriös, aber auch schon im Boulevardblatt aufgetaucht. Das kann nur Jens Riewa machen. Oder man reaktiviert Susan Stahnke.
  • Alle bisher zu prominent? Okay, wir schalten einen Gang zurück und nehmen eine, die für ihr Nicht-Prominent sein bekannt wurde: Silvia Wollny. Könnte mit Ralle Richter zusammen ein starkes Duo bilden.
  • Es gibt immer einen Streber, der die Dschungelprüfungen als Herausforderung annimmt. Jemand, der dankbar ist, wenn er zwischen 300.000 Kakerlaken liegt und dabei genüßlich an einem Krokodil-Penis knabbern kann. Terra X-Moderator Dirk Steffens.
  • Die Kandidaten Nummer 7 bis 9 haben die Qualifikationsrunde erfolgreich überstanden: Platz 3 beim Bachelor, Platz 5 bei den Topmodels und Platz 8 bei DSDS haben gereicht, um hier teilzunehmen. Die kennt zwar kein Schwein, aber eine zieht sich vorher für den Playboy aus und alle drei zicken sich gegenseitig an. Das sind oft die besten Kandidaten.
  • Es reicht ja schon, wenn man einen großen Namen trägt. Noah Becker.
  • Ein Kandidat fehlt noch, um die 11 Freunde voll zu machen. Den muss man nun wirklich nicht kennen, aber Konfliktpotential bieten. Wie wäre es mit dem hier? YouTuber Simon Unge, der seinen Vermarkter in einem öffentlichen Kleinkrieg verlassen hat. Wilkommen im Big Business.

Damit kann im nächsten Jahr nichts mehr schief gehen. Und jetzt ihr, warum schaut ihr die Show nicht?

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