Der Monatsrückblick Mai 2018

Das Jahr schreitet weiter voran. Alles Neue macht der Mai, sagt man. Hier geht es aber weiter wie zuvor.

*** Foto des Monats ***

Karlsruhe ist doch immer wieder schön. Besonders rund um das Schloß. So hübsch! Also wer noch nicht da war: Fahrt mal hin! Und besucht danach auch noch das historische Wildparkstadion.

*** Kino ***

Es bleibt dabei, mein Kinokonsum geht dieses Jahr deutlich zurück. Einmal habe ich es im Mai ins Kino geschafft und das war noch nicht mal einer der großen Blockbuster. Und nein, es war auch keine U2-Dokumentation.

A Beautiful Day 5 von 10

Kriegsveteran Joe (Joaquin Phoenix) übernimmt zwielichtige Auftragsarbeiten, die er brutal und routiniert durchführt, wohnt bei seiner Mutter und ist schwer traumatisiert. Für seinen neusten Auftrag soll er die entführte Nina (Ekaterina Samsonov) aus einem Bordell befreien. Und hochrangige Politiker sind natürlich auch irgendwie involviert. Ich muss zugeben, bereits eine Woche nach dem Kinobesuch, wußte ich kaum noch, um was es ging. Lag weniger an Phoenix, der eine Wucht war und eine ungeheuere Präsenz zeigte, als an der wenig originellen Handlung. Die gewollt anspruchsvolle Kamerarbeit mit vielen Nahaufnahmen von Gesichtern und Gegenständen nervte irgendwann. Ich hatte ihn auch tatsächlich etwas brutaler und kompromissloser erwartet – wenn das  Lieblingswerkzeug des Protagonisten schon ein Hammer ist! Und habe die ganze Zeit auf einen We Need To Talk About Kevin Moment gewartet, die Stille, wenn es mucksmäuschenstill im Kino wird, weil man von der emotionalen Wucht umgehauen wird – immerhin war auch hier Regiesseurin Lynne Ramsay am Werk. Der kam aber leider auch nicht. Das klingt jetzt alles negativer als es war – schlecht war der Film eigentlich nicht. Trotz des Themas plätscherte er aber einfach an einem vorbei.

Ob es nächsten Monat mal mehr Filme werden? Es fängt natürlich auch die WM an…

*** Serien ***

Hui wie schaffe ich nur immer diese ganzen Serien? Wieder so vieles zu Ende bekommen in diesem Monat. Und bis zum Anpfiff der WM Mitte Juni sollte da noch das ein oder andere folgen, wie The Handmaid’s Tale, an dem ich grade dran bin. Aber es liegt wohl in der Natur der Sache, dass nicht alles gut war. Aber tapfer halte ich durch, einmal angefangen, wird eine Staffel auch sauber zu Ende gebracht. Und es fiel mal wieder auf: Viel Geld hilft nicht immer, um Qualität abzuliefern.

Altered Carbon (Staffel 1 / 10 Folgen – Netflix) – 5 von 10

In einer dystopischen Welt im 24. Jahrhundert ist es möglich ist, sein Bewusstsein mitsamt Erinnerungen auf einem sogenannten kortikalen Stack zu speichern, und in andere Körper einzusetzen. Der ehemalige Elitesoldat Takeshi Kovacs (Joel Kinnaman / Will Yun Lee), der 250 Jahre nach seinem Tod in den Körper eines Polizisten transferiert wird, erhält den Auftrag, einen Mord aufzuklären – und zwar vom Mordopfer (James Purefoy) höchstselbst. Die Polizisten Ortega (Martha Higareda) behält ihn dabei im Auge. Ganz klar, die Serie lebt von ihren Schauwerten (und damit meine ich nicht nur Ortega). Was hier über den Bildschirm flimmert ist kinoreif, man sieht der Serie ihr großes Budget an. Auch die Idee ist durchaus spannend. Woran es hapert ist allerdings die Story. Der Kriminalfall ist von Anfang an völlig uninteressant und funktioniert nicht mal als Mittel zum Zweck, um in die Welt eingeführt zu werden. Die Hauptfigur Kovacs wirkt blutarm und bietet kaum Identifikationspotential. Etwas besser wird es erst gegen Ende, wenn in Rückblicken mehr auf seine frühere Inkarnation eingegangen wird. Hilft aber nicht, letztlich hätte Netflix das Geld auch geschickter anlegen können.

Atlanta (Staffel 2 / 11 Folgen – FOX Serie) – 9 von 10

Earn (Donald Glover) und sein Cousin Alfred AKA Paper Boi (Brian Tyree Henry) versuchen in der Musikszene Fuß zu fassen. Es ist Winter in Atlanta und Raubüberfälle und andere Verbrechen häufen sich, da jeder auf der Suche nach dem schnellen Geld ist. Das macht es nicht gerade einfacher für Earn, der als Manager die Rap-Karriere von Paper Boi weiter vorantreiben will. Dieser ist jedoch schwer damit beschäftigt auf der richtigen Seite des Gesetzes zu bleiben. Die zweite Staffel gefiel mir noch einmal etwas besser als die erste – so eine gelungene Kombination aus Drama und Comedy habe ich lange nicht gesehen. Jede Episode ist anders und ergeben in der Kombination ein großes Bild. So bekommen eigentlich alle Hauptfiguren ihre eigene Episode ab. Das Setting wirkt ausgesprochen authentisch, die Dialoge ungezwungen. Highlights gibt es einige, man denke nur an den Besuch des hippen Start-Up Unternehmens, das seltsame bayerische Volksfest (wo man die im Original deutschen Dialoge auf bayerisch sychronisiert hat), die Party in der Villa von Drake, der Auftritt auf der Pyama-Party oder die Sache mit dem Haarschnitt: Die Folgen sind voller Ideen. Und liefern sogar eine sehr spooky Michael Jackson-Gedächtnis-Performance ab.

Blood Drive (Staffel 1 / 13 Folgen – Syfy) – 7 von 10

USA in der Zukunft, im Jahre 1999. Resourcen sind knapp, die Sitten sind verroht. Hier findet der Blood Drive statt, ein Auto-Rennen quer durch das Land. Die Wagen laufen nicht mit Benzin, die Motoren werden mit Blut gefüttert. Der Cop Arthur (Alan Ritchson) schliddert ausversehen in diese Veranstaltung hinein und sieht sich nun gezwungen, zusammen mit der toughen Grace (Christina d’Argento) ein Team zu bilden. Die Grundlage der Serie klingt schön trashig und wer darauf anspringt, hat auch bei der Serie durchaus seinen Spaß. Besonders die ersten Folgen sind rasant umgesetzt und trumpfen mit einigen äußerst schrägen Ideen auf. Dass diese nicht die komplette Staffel tragen, merkt man spätestens ab der Mitte der ersten und einzigen Staffel. Hier verliert man das Rennen und die von Blut angetriebenen Autos immer mehr aus den Augen. Um so wichtiger und lustiger wird im Laufe der Zeit der medienkritische Aspekt der Serie, in der Slink (Colin Cunningham), der schräge Organisator des Rennens, immer mehr Druck von den anzugtragenden Bossen erhält, damit er eine gute Show abliefert.

BoJack Horseman (Staffel 2 / 12 Folgen – Netflix) – 8 von 10

Nach dem BoJacks Buch ihm wieder zu Ruhm verholfen hat, wird für ihn ein Traum wahr: Er darf sein Jugendidol Secratariat in dessen Biographie spielen. Die Dreharbeiten gestalten sich aber schwieriger, als gedacht. Als wegen ihm die Regieseurin ausgetauscht wird, flüchtet er zu seinen Jugenfreundin. Diane dagegen muss fest stellen, dass es doch nicht so einfach ist, in Krisengebieten Gutes zu tun. Während sich die erste Staffel noch um das Thema Depressionen drehte, stellt die zweite Staffel der Zeichentrickserie geplatzte Jugendträume in den Mittelpunkt – und auch das funktioniert wieder recht gut.

The Good Doctor (Staffel 1 / 18 Folgen – Sky 1) – 6 von 10

Krankenhausserien sind einfach nicht mein Ding. Medizinische Absonderlichkeiten, die sich in einem Krankenhaus sonstwo ballen und heldenhaft von einem zusammengewürfelten Haufen aus erfahrenen und jungen Ärzten behandelt werden – das war mir schon immer zu konstruiert und macht auch hier keine Ausnahme. Mit dieser Serie bin ich nur gestartet, weil Norman Bates Schauspieler Freddie Highmore hier die Hauptfigur spielt, ein autistischer junger Arzt, der zwischenmenschlich äußert unbeholfen ist, aber brilliante Diagnosen stellt und so von seinen Kollegen (ein meist sehr sympathische Truppe) nach anfänglicher Skepsis immer mehr geschätzt wird. Das macht er gut, kann aber auch nicht dagegen ankämpfen, dass hier die unerwarteten Krankheiten völlig erwartbar bleiben.

NCIS: New Orleans (Staffel 3 / 24 Folgen – Kabel 1 / 13th Street) – 7 von 10

Nach dem Abschied von Agent Brody ist beim NCIS in New Orleans eine Stelle unbesetzt. Und das FBI ermittelt gegen das Team: Agent Gregorio (Vanessa Ferlito) versucht, Ungereimtheiten bei den Ermittlungen aufzudecken. Gleichzeitig spitzt sich der Konflikt zwischen Special Agent Pride (Scott Bakula) und dem Bürgermeister Hamilton (Steven Weber) immer mehr zu. So langsam wird das Team aus New Orleans immer mehr zu meinem Lieblingsteam. LaSalle (Lucas Black) und Percy (Shalita Grant) sorgen für die vertraute Atmosphäre, Forensiker Lund (Rob Kerkovich) ist immer für eine witzige Nebengeschichte gut (ohne so nervig zu sein wie Abby in NCIS) und die Verankerung in New Orleans wirkt authentisch und trägt zum Heimatgefühl bei. Nur das Büro an sich ist zwar völlig unrealistisch, aber wer würde da nicht gerne arbeiten? Die Storys erfinden das Crime-Genre nicht neu, aber bleiben meist angenehm bodenständig. Es muss nicht immer die Hochglanz-Serie mit dem großen Staffelaufbau sein, auch 2018 haben abgeschlossene Crime-Storys ihre Berechtigung.

The Orville (Staffel 1 / 12 Folgen – Pro 7) – 7 von 10

Das Forschungsraumschiff Orville unter dem Kommando von Captain Mercer (Seth MacFarlane) steuert durch die Galaxis, immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Ihm zur Seite steht sein erster Offizier, Commander Grayson (Adrianna Palicki), die dummerweise auch noch seine Ex-Freundin ist, und eine bunt zusammen gewürfelte Crew. MacFarlanes Hommage an das Star Trek der 90er funktioniert überraschend gut und ist ein ziemlicher Gegensatz zu Star Trek Discovery. Hier gibt es keine großen, beeindruckenden Spezialeffekte, die Sets wirken erstaunlich leer und bieder und statt einer großen, epischen Story wird hier jede Woche eine andere Geschichte erzählt. Das wirkt fast etwas veraltet und aus der Zeit gefallen, ist aber total sympathisch. Der Humor funktioniert nicht immer (ich würde fast sagen: nicht oft), der lockere Umgangston untereinander läßt die Crew aber vertrauter wirken. Und die Stories, die sie haben, sind oft mehr klassisches Star Trek als bei Discovery – in der Hinsicht sind die Highlightfolgen: Planet der Männer, Mehrheitsprinzip und Gotteskult. Das hohe Niveau wird jedoch nicht immer erreicht und auch nicht alle Schauspieler sind überzeugend (wie z.B. MacFarlane selbst), das verbaut der Serie zusammen mit der sparsamen Optik eine noch etwas bessere Wertung.

Wynonna Earp (Staffel 2 / 12 Folgen – Netflix) – 7 von 10

Wynona (Melanie Scrofano) ist wieder zurück auf dem Bildschirm und macht den Dämonen in Purgatory den Garaus. Und ihr Peacemaker sitzt dabei genauso locker wie ihr Mundwerk. Unterstützung erhält sie nach wie vor von ihrer Schwester Waverly (Dominique Provost-Chalkley), die in der zweiten Staffel eine etwas größere Rolle spielt, und dem unsterblichen Doc Holiday (Tim Rozon). Die Balance zwischen Action und Witz stimmt, das ganze spielt in einer toll eingefangenen, verschneiten Landschaft im Niemandsland der USA. Die Serie bleibt dabei so nett, wie belanglos und lässt sich ganz gut weggucken.

Traditionell ist das Angebot im Sommer etwas dünner – und wenn dann auch noch die WM dagegen läuft, kommt erst recht nicht mehr viel. Was werfen die Anbieter trotzdem im Juni in den Ring? Am 8. Juni geht es auf Kabel 1 direkt mit der vierten Staffel von NCIS: New Orleans weiter. Kevin Can Wait kommt am 18. zu Nitro ins Free-TV, Modern Family geht am 28. endlich mit der 7. Staffel weiter und zwar beim RTL Streaming-Dienst NowUS und schließlich am 29. läßt Netflix die Girls von Glow zur zweiten Runde in den Ring. Das war’s, mehr habe ich nicht auf meiner Liste.

*** Musik ***

Besuchte Konzerte: 1 (Shame). Gekaufte Konzerttickets: 0.

Zunächst mal eine kleine Wiederentdeckung: Reef. Brachten vor knapp 20 Jahren mit Getaway ein Album raus, was ich damals rauf und runter gehört habe. Der Rest der Menschheit wohl nicht, jedenfalls war danach erst einmal Schicht im Schacht bei ihnen, bis sie jetzt ein neues Album und eine Tour angekündigt haben. Das hier ist noch was altes: Set The Record Straight.

Als zweites ein Video von den Middle Kids, veröffentlicht Anfang 2017, aber mir erst jetzt begegnet. Schade eigentlich, Never Start gefällt mir wirklich gut. Das dazugehörige Album Lost Friends dagegen ist noch frisch und erst Anfang Mai erschienen.

*** Foodpic des Monats ***

Burger-Content geht halt immer – hier der fabelhafte Double-Burger vom Münchner Burger House.

*** Frage des Monats ***

Hat eigentlich noch jemand bemerkt, dass bei ihm/ihr im Blog die Seitenabrufe und Kommentare im Mai so runter gegangen sind? Oder war das nur bei mir so und an der Wahl meines Contents?

Und das war’s für diesen Monat. Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.

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Die Fußball-Saison 2017/2018

Aus, aus, aus – die Saison ist für Vereinsmannschaften quasi vorbei, von einigen fehlenden, unterklassigen Relegationsspielen und dem Champions League Finale mal abgesehen. Welches Fazit kann man ziehen?

1.) Der FC Bayern: Die Münchner schweben in Deutschland über allem. Da braucht es schon eine ungeheuere Chancenverwertung des Gegners und etwas Spielpech, damit sie mal einzelne Spiele verlieren. Das die Meisterschaft klar verdient ist, steht wohl außer Frage. Dass im Pokal immer mal etwas dazwischen kommen kann, ist auch klar, ändert aber nichts an ihrer drückenden Überlegenheit. Wenn sie keine gravierenden Fehler machen, wird sich das auch in den nächsten Jahren nicht ändern. Dass es regelmäßig in der Champions League nicht für den Big Point reicht, liegt wahrscheinlich eher daran, dass dort die entscheidende Spiele in eine Phase fallen, in der sie in der Bundesliga locker austrudeln lassen. Die Erkenntnis, dass eine ausgeglichenere Liga auch dem eigenen Verein helfen könnte, hat sich aber noch nicht bis nach München durchgesprochen. Und man sollte dringend an den Manieren nach Niederlagen arbeiten, da gibt es ja jedes Jahr wieder Ausfälle.

2.) Der FC Schalke: Die souveräne Vize-Meisterschaft ist durchaus überraschend, der Kader hat das nicht unbedingt versprochen. Trainer Tedesco hat das beste aus der Mannschaft heraus geholt – was aber nicht immer für Spektakel stand. 37 Gegentore bedeuten aber die drittbeste Abwehr der Liga, 53 eigene Tore sind dagegen die schwächste Ausbeute der Top 6. Aber wenn bei den anderen die Konstanz fehlte, war Schalke einfach da.

3.) Das Niveau: War auch schon mal besser. Nicht nur Schalke, auch Dortmund unter Stöger, sowie Stuttgart, Frankfurt und die Hertha standen nicht grade für begeisternden Fußball. Die Bundesliga war schon mal mehr Spektakel.

4.) Das Spektakel: Man kann ja viel über fehlende Tradition und Retortenclubs lästern, letztlich haben aber die TSG Hoffenheim und RB Leipzig mit den schönsten Fußball gezeigt. Und damit auch gut abgeschnitten. Man kann nur hoffen, dass das weiter Schule macht, wenn sich die Bundesliga schon als Entertainment verkaufen möchte.

5.) Der VfB Stuttgart: Zwar mit reinem Ergebnisfußball, aber immerhin hat sich der VfB unter Trainer Korkut noch auf Platz 7 hoch gekämpft und belegt in der Rückrundentabelle sogar Platz 2. Das es nicht für den Europapokal gereicht hat, sollte dafür sorgen, dass sie auch in der kommenden Saison in dieser Region mitspielen können.

6.) Die Eintracht aus Frankfurt: Das diese Multi-Kulti Truppe – was ja sogar Teil des Kaderkonzepts war – den Pokal holen konnte, ist eine schöne Geschichte in diesen Zeiten und passt auch gut zur Stadt. Mich hat es jedenfalls sehr gefreut und dass es gegen die Bayern war, noch um so mehr.

7.) Der Abstiegskampf: In Zeiten der früh entschiedenen Meisterschaften rückte auch in dieser Saison wieder der Abstiegskampf in den Fokus und sorgte für Spannung und Emotionen in allen Ecken. Das es nun endlich den HSV erwischt hat war nur konsequent und nach den letzten 10 Jahren verdient.

8.) Das Spiel der Saison: War ganz klar das hochdramatische 4:4 von Dortmund gegen Schalke. Auf Schalke wird man noch in Jahrzehnten von diesem Spiel sprechen, in Dortmund beendete dieses Spiel die kurze Ära von Trainer Bosz.

9.) Die Trojäger: Lewandowski holte sich zwar mit weitem Abstand die diesjährige Torjägerkanone, dahinter folgen aber mit Petersen, Füllkrug, Uth und Volland gleich vier deutsche Stürmer. Das muss schon sehr lange her sein, das es ein vergleichbares Bild gab.

10.) Die Relegation: Gehört abgeschafft. Diese zusätzlichen Spiele hat keines der Fanlager der beteiligten Vereine verdient. Das ist Katastrophentourismus für TV-Zuschauer. Und der geringere Austausch zwischen den Ligen sorgt dafür, dass der Abstand zwischen den Ligen noch größer wird.

11.) Die zweite Liga: Hat mit Düsseldorf und Nürnberg zwei altbekannte, aber nicht unbedingt erwartbare Aufsteiger geliefert. Der Rest der Liga war Spannung pur, die Ausgeglichenheit der Tabelle war wahnsinn. Sorgte dafür, dass man schnell oben oder unten stehen konnte. Und zeigte: Mit einer guten Moral konnte man mehr erreichen als mit großen Namen. Mit Kaiserslautern als Absteiger hat es dagegen erneut ein großes Traditionsteam erwischt.

12.) Die dritte Liga: War geprägt vom letztlich souveränen Durchmarsch von Paderborn und Magdeburg. Einige Vereine waren dagegen früh weit abgeschlagen – vielleicht sind 20 Teams in dieser Liga etwas zu viel. Zumal es für die anderen auch schon schwer genug ist, die finanziellen Mittel für den Spielbetrieb bereit zu stellen. Die Liga wird in der nächsten Saison noch interessanter, neben Kaiserslautern arbeiten einige große Namen noch an die Aufstiwg in diese Liga.

13.) Der KSC: Nach einem denkbar schwachen Start haben die Karlsruher unter Trainer Schwarz noch die Kurve bekommen und wären tatsächlich fast noch aufgestiegen. Erst in der Relegation war verdientermaßen gegen Erzgebirge Aue Schluß. Die Fehler wurden zu Beginn der Saison gemacht. Nicht nur, dass man mit Trainer Meister in die Saison ging, der scheinbar die Spieler etwas überfordert hatte mit seinen taktischen Winkelzügen und Wechselspielen – auch die Transferpolitik ging nicht auf und war geprägt von großen Namen, die letztlich nicht alle eingeschlagen haben und sich schnell auf der Bank wieder fanden. Erst als Schwarz die Defensive vor Torwart Uphoff dicht bekam, wurde es besser. Das Mittelfeldspiel blieb aber der Schwachpunkt, spätestens zur Winterpause hatten sich hier die Eigengewäsche Mehlem und Muslija festgespielt, begleitet von Wanitzek, der es vorher auf genau 1 Bundesligaspiel gebracht hatte. Die machten ihre Sache zwar ausgesprochen gut, die fehlende Erfahrung merkte man ihnen aber zuletzt immer stärker an, besonders in den Relegationsspielen.

14.) Die Elf der Saison: Zieler (VfB Stuttgart) – Kimmich (FC Bayern), Naldo (FC Schalke 04), Hummels (FC Bayern), Max (FC Augsburg) – Thiago (FC Bayern), Caliguri (FC Schalke 04), Bailey (Bayer Leverkusen), James (FC Bayern) – Lewandowski (FC Bayern), Petersen (SC Freiburg) – Trainer: Tedesco (FC Schalke 04)

Nun steht erst einmal die WM vor der Tür. Noch sind es einige Wochen hin und die Vorfreude hält sich in Grenzen. Aber das ist nur eine Frage der Zeit, bis das WM-Fieber wieder steigt.

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Shame Shame Shame – that’s the name

Kommen eigentlich nur noch junge Solokünstler und DJs nach? Leute, die im stillen Kämmerlein nerdig an ihrem Computer rumschrauben, um diesen ein paar fiepsende Töne zu entlocken? Nein, zum Glück nicht. Auch heute finden sich immer noch junge Menschen zusammen, um gemeinsam zu musizieren, um ihre Worte und Gefühle mit Hilfe von Musik und echten Instrumenten zum Ausdruck zu bringen.

In England wird zur Zeit Shame gehyped, eine Post-Punk (nicht zu verwechseln mit der Postbank) Band aus London rund um den 19jährigen Sänger Charlie Steen. Älter sind die anderen in den Band auch nicht, was vor allem auf der Bühne noch einmal auffiel. Ihr Erstling Songs Of Praise rotiert bei mir regelmäßig, auf ihren Auftritt freute ich mich schon seit Wochen. Der wurde erst verschoben und in eine andere Halle verlegt, ich bekam für den später Nachmittag noch einen wichtigen, externen Arbeitstermin in den Kalender geknallt und musste erst etwas bangen, ob ich es überhaupt schaffen würde. Aber nun waren sie und ich da und wurde nicht enttäuscht von ihrem energiegeladenen Konzert im Münchner Orangehouse.


Die Stimmung war von Anfang an euphorisch-aggresiv, vorne wurde gesprungen und mitgeschrien. Ich ließ die jungen Leute da vorne machen und ging ein paar Meter zurück, war ja auch viel näher zur Bar von hieraus. Der Sänger entledigte sich bereits nach einigen Songs seines Shirts, es war schweißtreibend auf und vor der Bühne. Shame bieten schon jetzt eine gelungene Bandbreite an Songs. Es ist nicht alles laut und krawallig wie Concrete, sondern auch die ruhigeren Stücke wie One Rizla tun ihnen gut.

Mit solchen Einschätzungen liege ich normalerweise falsch, aber ich versuche es trotzdem noch einmal: Auch in Deutschland wird man sie bei der nächsten Tour in größeren Hallen sehen.

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Griechenland 2018: Santorini

Nach gut drei Stunden Fahrt kam die Fähre von Paros in Santorini an. Mit dem Bus fuhr ich direkt weiter ins Zentrum von Fira und suchte mir dort vom Busbahnhof aus den kurzen Weg in mein Hotel.

Das Hotel

Meine Erwartungen an das Hotel waren hoch, es war schließlich bereits in der Vorsaison recht teuer – aber wenn man schon nach Santorini fährt dann richtig. Im Hotel Villa Renos wurde ich dann direkt auf mein Zimmer geführt, die Balkontür aufgemacht und ich war sprachlos wegen des Ausblicks auf die Caldera.

Auf dem Balkon konnte man es schon aushalten – besonders, wo das Wetter jeden Tag besser wurde. Morgens konnte man schauen, welches Kreuzfahrtschiff heute im Hafen lag, abends konnte man sich den berühmten Sonnenuntergang direkt von der Liege aus anschauen, mit einem kühlen Getränk aus der Minibar in der Hand.

Das Hotel bot aber nicht nur den grandiosen Ausblick, sondern auch ein tolles und abwechslungsreiches Frühstück, bei dem an jeden Tag ein anderes Menu serviert wurde. Ungewöhnlich, aber gut. Auch die Lage war gut, nur ein paar Stufen entfernt von der Fußgängerzone der Stadt – während viele andere Gästezimmer und Hotels mit ähnlichem Ausblick etwas umständlicher zu Fuß zu erreichen sind. Das Hotel lag auch direkt am bekannten Eselsweg, weswegen sich mehrmal am Tag eine Karawane mit Eseln und Glöckchen um den Hals am Hotel vorbei schlängelten.

Die Stadt Fira

Nur einige Meter weiter, ein paar Stufen vom Hotel aus den Weg hinunter, stand eine alte Kirche, die in den folgenden Tagen mein Lieblingsmotiv wurde. Sie war recht klein, der Putz blätterte an manchen Stellen ab und sie lag äußerst fotogen.

Wenn man die Treppen vom Hotel aus dagegen hoch ging, landete man direkt an einem Touristen Hotspot. Hier, vor dem Hotel Atlantis, machten die Tagestouristen ihre Fotos von der Bucht und dem Sonnenuntergang. Da war es von meinem Balkon aus doch sehr viel gemütlicher. Ich möchte nicht wissen, in wie viele Fotos ich in den Tagen hinein geplatz bin. An dieser Ecke war auch die P.K. Cocktail Bar, in der ich ab und an für einen Absacker war. Und von dessen Eingang aus eine Büste die Bucht überwachte.

Hier begann auch die große Fußgängerzone mit seinen Geschäften, Restaurants, Clubs und immer wieder mit dem Ausblick auf die eindrucksvolle Bucht und auf die Häuser der Stadt, die sich an die Steilküste schmiegten. Es war wie gemalt, überall die kleinen, weißen Häuser, es war kitschig, aber es war unglaublich schön. Hier lebt jeder vom Tourismus, es ist völlig egal, ob es Griechenland ist oder nicht, es ist ein Museumsdorf für die Welt. Die Straßen waren voller Asiaten und bei meinen ersten Gang durch die Stadt dachte ich, soeben wäre ein Bus mit jungen Influencerinnen angekommen. Es ist kein Wunder, dass Fotos von Santorini Instagram überschwemmen. Es ist einfach so hübsch.

Da das Wetter an den ersten Tagen noch etwas schlechter war, besuchte ich das Museum of Prehistoric Thera. Die Sammlung war recht klein, aber in Anbetracht des Alters gab es aber ein paar spannende Wandgemälde und Skulpturen zu besichtigen.

Man sollte ebenfalls auch mal zum Alten Hafen der Stadt herunter laufen. Ich folgte dafür einfach den Eselsweg von meinem Hotel aus und hatte unterwegs so einige Begegnungen mit den Tieren. Wenn nicht grade eine Kreuzfahrtschiff vor Anker liegt, geht es am Hafen recht gemütlich zu, jedenfalls jetzt in der Vorsaison. Die Seilbahn brachte mich wieder zurück in die Stadt.

Insgesamt verbrachte ich fünf Nächte in Fira. Die Tage waren recht leer gehalten, ich lief immer wieder durch die Stadt, und wenn mein Hauptziel des Tages war, Postkarten zu kaufen und zu schreiben, dann reichte das schon für einen erfüllten Tag. Es war wirklich sehr entspannend und es wurde nie langweilig.

Das Essen

Überraschend gut habe ich in Fira gegessen! Erwartet hatte ich Restaurants, die wissen, dass ihre Gäste im Urlaub sind und nur einmal kommen werden – aber so war es aber nicht. Sicherlich, man weiß, worauf man achten muss: Nicht unbedingt das Restaurant mit der besten Aussicht wählen, sondern eher die kleineren Läden mit einer überschaubaren Speisekarte in einer Nebenstraße. Und das hat dieses Mal ausgesprochen gut funktioniert – zu Münchner Preisen, ungefähr.

Bemerkenswert war dabei, von oben links im Uhrzeigersinn gesehen: Das Salt & Pepper mit Hühnchen in einer Zitronen-Sahne Sauce,  Nikolas mit einer Lammkeule und Nudeln und das Convinium mit dem Rindersteak mit Parmesan und Rucola. Nicht im Bild: Ein fantastisches, hausgemachtes Baklava im Elia.

Die Wanderung nach Oia

Wie auf Paros habe ich auch auf Santorini eine Wanderung unternommen. Es war wohl die klassische Wanderung von Fira nach Oia, dem zweiten größeren Ort auf der Insel, an der Nordspitze gelegen. Es war – natürlich – die Wanderroute 9, für die man ungefähr 3 Stunden braucht und die sich auch von einem Schreibtischarbeiter gut bewältigen lassen.

Der Weg führte die meiste Zeit an der Küstenlinie entlang, vorbei an Firostefani, oft auf befestigten Wegen. Irgendwann erklamm man dann auch den Bergrücken der Insel und man konnte sowohl auf der linken, als auch auf der rechten Seite das Mittelmeer sehen. Hier pfiff auch der Wind gehörig entlang. Ein Stück bereitete mir etwas Sorge, als aus dem befestigten Weg eine Schotterpiste wurde, es furchtbar zog und man sowohl einige Höhenmeter nach oben, als auch nach unten hatte. während es an einer Seite recht steil auch hinab ging. Hier hatte ich schon Respekt und fühlte mich etwas unsicher mit meinen alten Sneakern. Als ich diesen Abschnitt mühsam geschafft hatte, kamen kurz danach einige Kinder den Weg fröhlich runter gehopst. Die Jugend! Der Ausblick auf dem Wanderweg entschädigte allerdings für vieles und als dann irgendwann Oia in Reichweite kam, war das ein recht befriedigendes Gefühl.

Die Stadt Oia

Oia ist im Vergleich zu Fira die etwas jüngere Stadt und wurde nach einem schweren Erdbeben in den 50ern fast komplett neu aufgebaut. Und dafür hatte man sich Fira offenbar sehr genau angeschaut und weiter optimiert. Auch hier gibt es die Hänge mit den vielen weißen Häusern und den großen Terrassen, noch etwas besser in Richtung Sonnenuntergang ausgerichtet. Die großen Straßen für die Fußgänger waren breiter und hatten weniger Stufen, alles war noch etwas exklusiver und teurer. Und Aussichtspunkte gab es auch – mehr als genug. Außerdem bot Oia viele kleine Windmühlen, ein weiteres, sehr beliebtes Fotomotiv. Die Stadt war sehr schön, aber noch touristischer.

Nach der Wanderung und der Stadtbesichtigung war ich ziemlich platt. Der Bus brachte mich zurück nach Fira, wo ich mich am Abend mit letzter Kraft noch zum Essen schleppte und den nächsten Tag noch einmal zum gediegenen ausspannen nutzte.

Und damit ging mein Urlaub in Griechenland auch schon zu Ende. Ich war das erste Mal in diesem Land, aber hoffentlich nicht das letzte Mal. Besonders Santorini hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen, man merkt es der Länge dieses Eintrags an, aber auch die Sehenswürdigkeiten Athens kann ich nur loben. Es war ein recht entspannter Urlaub, in der ich sehr viel Zeit für mich hatte und mir wieder einmal bewußt, wie glücklich ich mich schätzen kann, solche Reisen zu unternehmen. Ich habe gut gegessen und viel gesehen, und dabei viele Kilometer zurück gelegt. Es war rundum gelungen.

***

Griechenland 2018: I: Athen + II: Paros + III: Santorini

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Fantasy Filmfest Nights 2018

Es ist Sommer in der Stadt! Und während sich die Münchner in den Parks und an der Isar tummelten, verbrachte ich den Samstag im Zug und in Karlsruhe und den Sonntag im klimatisierten Cinemaxx. Das Fantasy Filmfest war in München mit den Nights am Start und ich gab mir drei Filme am Stück.

Der Überblick in chronologischer Reihenfolge – die Inhaltsangaben stammen aus dem Programmheft:

Hagazussa: A Heathen’s Curse (D/AUT 2017) – 3 von 10

Inhalt: Ein abgeschiedenes Alpendorf im 15. Jahrhundert: der ideale Nährboden für fromme Verblendung. Der Aberglaube richtet sich gegen die Einsiedlerin Albrun (Alexandra Cwen), die in ihrer Isolation mehr und mehr Paranoia und Halluzinationen verfällt. Keine Frage: Die junge Ziegenhirtin muss eine Hexe und mit bösen Mächten im Bunde sein! Zunächst ist Albrun die Zielscheibe der Dorfjugend. Doch die Übergriffe bleiben nicht bei Jungenstreichen.

Fazit: Das Positive zuerst: Die Bilder und die Atmosphäre sind wirklich grandios, auch die Ausstattung ist toll, auch wenn es mich etwas überrascht, dass es im 15. Jahrhundert spielen soll, ich hätte es etwas später verortet, aber da bin ich auch kein Experte. Und jetzt das Negative: Es passiert praktisch nicht. Dem Gras beim Wachsen zu zusehen ist spannender. Wer ein deutsches The Witch erwartet, liegt hier falsch. Der Hexenaspekt ist zwar teil der Story, es wird aber nicht weiter ausgeführt, wieso es diese Gerüchte gibt.. Die Unterteilung des Film nach Kapiteln macht nur für den ersten Teil Sinn, wenn wir Hauptfigur Albrun als Kind kennen lernen, bevor wir ihr danach als erwachsene, scheue Einsiedlerin folgen (gespielt mit vollem Körpereinsatz, wie man an der Stelle wohl sagt), die aber ohne Erklärung ein kleines Kind aufzieht. Letztlich wirkt das ganze wie eine Übungsaufgabe von und für Filmstudenten, die technisch vieles richtig macht, nur als Film aber einfach nicht funktioniert.

Brawl in Cell Block 99 (USA 2017) – 7 von 10

Inhalt: Der nach einem schiefgelaufenen Drogendeal im Knast gelandete Bradley (Vince Vaughn) wird von seinen ehemaligen Geschäftspartnern erpresst: Entweder lässt er sich in den berüchtigten Zellenblock 99 verlegen und tötet dort eine noch unbekannte Zielperson, oder seine hochschwangere Frau Lauren (Jennifer Carpenter) erwartet ein grausames Schicksal…

Fazit: Großes Staraufgebot bei diesem Film, neben den schon erwähnten gibt es auch noch ein Wiedersehen mit Don Johnson und Udo Kier. Regieseur S. Craig Zahler brachte vor einiger Zeit bereits Bone Tomahawak auf das Filmfest, den ich etwas zweischneidig fand. Ähnliches lässt sich nun auch zu diesem Film sagen. Die Story ist ausgesprochen lang und es dauert, bis Bradley im titelgebenden Cell Block 99 angelangt ist. Der Weg dorthin ist jedoch recht gradlienig, manchmal geht es überraschend einfach weiter. Die Hauptfigur wirkt teilweise wie ein einfacher Mann, dem übel mitgespielt wurde, der dann aber die härtesten der Harten ohne mit der Wimper zu zucken fertig machen kann. Und schließlich überrascht der Film, trotz seines meistens sehr realistischem Look, mit einer hinein brechenden Brutalität, das auch beim hartgesottenen Filmfest Publikum ein Aufstöhnen zur Folge hatte. Vaughn zeigt einmal mehr, dass er nicht nur Komödien spielen kann und Johnson ist die coolste Sau des Films. Insgesamt ein Film, dem etwas weniger Handlung, aber dafür ein paar mehr Hürden gut getan hätte und der wegen der Gewaltausbrüche nicht so schnell vergessen gehen wird.

The Strangers: Prey At Night (USA 2018) – 8 von 10

Inhalt: Die Eltern Cindy (Christina Hendricks) und Mike (Martin Henderson) schleppen ihre wenig begeisterten Teenager-Kinder Kinsey (Bailee Madison) und Luke (Lewis Pullman) auf einen Campingtrip. Außerhalb der Saison kommen sie spät in der Nacht auf dem völlig verlassenen Trailerpark-Gelände an, und soeben im Ferienheim eingerichtet, da klopft es an der Tür. „Ist Tamara da?“, fragt ein unheimliches Mädchen und verschwindet in der Dunkelheit – um im nächsten Moment schon wieder mit zwei maskierten Kumpel und einer Axt in der Hand auf der Matte zu stehen.

Fazit: Kleinen Film tut es ja immer gut, wenn sie sich auf eine einfache Sache konzentrieren und sich nicht versuchen, an irgendetwas zu verkünzeln. Und das schafft dieser Film hervorragend: Kleiner Cast, wenig innovative Story, dass dann aber dafür konsequent und kurzweilig umgesetzt. Die Jugendlichen schreien wie am Spieß, die Leute mit den Masken tauchen immer zur Unzeit auf, und alle können mehr einstecken, als normal ist. Die Action-Szenen werden soweit ausgereizt, wie nur geht und die Situation wird für die Familie immer aussichtsloser. Das war alles schon mal irgendwo da, hier wurden die Teile aber zielsicher wieder richtig zusammen gesetzt. Es ist nicht der erste Home Invasion Film und wird auch nicht der letzte sein, aber einer der guten. Der Film wird ab Juni auch im regulären Kino zu sehen sein.

Und das war es auch schon. Zum Glück steigerten sich die Filme im Laufe des Nachmittags und des Abends, sonst wäre es schwer geworden, durch zu halten. Mitte September – und damit noch kurz vor der Wiesn, wenn ich das richtig gerechnet habe – steht dann das große Fantasy Filmfest wieder auf dem Programm.

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