Shame Shame Shame – that’s the name

Kommen eigentlich nur noch junge Solokünstler und DJs nach? Leute, die im stillen Kämmerlein nerdig an ihrem Computer rumschrauben, um diesen ein paar fiepsende Töne zu entlocken? Nein, zum Glück nicht. Auch heute finden sich immer noch junge Menschen zusammen, um gemeinsam zu musizieren, um ihre Worte und Gefühle mit Hilfe von Musik und echten Instrumenten zum Ausdruck zu bringen.

In England wird zur Zeit Shame gehyped, eine Post-Punk (nicht zu verwechseln mit der Postbank) Band aus London rund um den 19jährigen Sänger Charlie Steen. Älter sind die anderen in den Band auch nicht, was vor allem auf der Bühne noch einmal auffiel. Ihr Erstling Songs Of Praise rotiert bei mir regelmäßig, auf ihren Auftritt freute ich mich schon seit Wochen. Der wurde erst verschoben und in eine andere Halle verlegt, ich bekam für den später Nachmittag noch einen wichtigen, externen Arbeitstermin in den Kalender geknallt und musste erst etwas bangen, ob ich es überhaupt schaffen würde. Aber nun waren sie und ich da und wurde nicht enttäuscht von ihrem energiegeladenen Konzert im Münchner Orangehouse.


Die Stimmung war von Anfang an euphorisch-aggresiv, vorne wurde gesprungen und mitgeschrien. Ich ließ die jungen Leute da vorne machen und ging ein paar Meter zurück, war ja auch viel näher zur Bar von hieraus. Der Sänger entledigte sich bereits nach einigen Songs seines Shirts, es war schweißtreibend auf und vor der Bühne. Shame bieten schon jetzt eine gelungene Bandbreite an Songs. Es ist nicht alles laut und krawallig wie Concrete, sondern auch die ruhigeren Stücke wie One Rizla tun ihnen gut.

Mit solchen Einschätzungen liege ich normalerweise falsch, aber ich versuche es trotzdem noch einmal: Auch in Deutschland wird man sie bei der nächsten Tour in größeren Hallen sehen.

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