[FM 2018] Erstaunliches aus dem Wildpark

Paukenschlag im Karlsruher Wildpark! Wenige Wochen vor der Saisonstart wurde Trainer Alois Schwarz beim Karlsruher SC gekickt, dafür übernahm mit Coach Neuner ein bislang unbeschriebenes Blatt den Traditionsverein. Er soll nun den KSC zurück in die zweite Liga führen. Eine große Aufgabe. Zwar galt der KSC als einer der Topfavoriten auf den Aufstieg, allerdings wurde das Team von Manager Kreutzer völlig neu zusammen gesetzt. Es wurden einige erfahrene Stammkräfte eingekauft, die nun möglichst schnell zusammen mit den vielen jungen Spielern eine Einheit auf dem Platz bilden müssen.

Vor dem frühen Ligastart waren bereits vorab einige Freundschaftsspiele gegen andere Verein aus Süddeutschland vereinbart worden. Coach Neuner nutzte sie, um die Mannschaft kennen zu lernen und ein 4-5-1 System einspielen zu lassen. Zwar ging das erste Spiel gegen den Wuppetaler SV noch unglücklich mit 1:2 verloren, danach folgten aber vier Siege in vier Spielen mit insgesamt 14:0 Toren, wobei sich insbesondere Dominik Stroh-Engel als Spitze und der junge Oguzhan Aydogan, Leihgabe von Besiktas, auf der rechten Seite in den Vordergrund spielen konnten. Und obwohl die echten Prüfungen bisher fehlten, konnte der KSC so mit etwas Selbstvertrauen in die Liga gehen.

Los ging es mit einem Auswärtsspiel in Chemnitz. Die Viererkette aus Buchta, Pisot, Gordon und Bader hielt dicht. Leider ging dafür in der Offensive auch nicht viel, der Trainer suchte immer noch nach der besten Position für Toni Fink, und so ging das Spiel 0:0 aus. Wenige Tage später stand vor 13.105 Zuschauern das Heimdebut gegen Jena an. Hofmann und Thiede ersetzen Siebeck und Aydogan – aber es setzte eine knappe 1:2 Niederlage. Wenigstens Stroh-Engel konnte das Vertrauen durch seinen ersten Saisontreffer zurück zahlen. Im nächsten Spiel bei Fortuna Köln kam die Freiburger Leihgabe Föhrenbach für den schwachen Buchta in die erste Elf und stabilisierte die Abwehr wieder. Vorne half der Schiedsrichter mit und gab in der 64. Minute dem KSC einen zweifelhaften Elfmeter, den Fink sicher zum 1:0 Siegtreffer verwandelte. Platz 9 nach drei Spielen, der Start war damit wenigstens nicht völlig missglückt.

In der folgenden Woche konnte dann gegen den FSV Zwickau auch der erste Heimsieg eingefahren werden. Wieder 1:0, wieder durch einen Elfmeter, dieses Mal verwandelte Stroh-Engel und schoß den KSC auf Platz 7. Höher sollte es erst einmal nicht gehen, im Auswärtsspiel in Rostock setzte es eine 1:2 Niederlage. Trotz einer Überzahl von mehr als einer halben Stunde, war der erneute Treffer von Stroh-Engel zu wenig.

Die mangelnde Offensivstärke bedeute für das Pokalspiel gegen den Bundesligisten Werder Bremen nur eines: Hinten den Mannschaftsbus vor dem Tor parken und vorne auf einen Glücksschuß hoffen. Lange konnte der KSC mithalten und sich in die Verlängerung retten, der im Pokal mal spielende Orlishausen hielt seinen Kasten sauber. Aber in der 113. Minute half alles nicht mehr, Max Kruse traf für der Werder und kickte den KSC damit nach großem Kampf aus dem Pokal.

In der Mannschaft machte sich etwas Unruhe breit. Zawada pochte auf mehr Einsatzzeiten, seine Einwechslungen waren ihm bisher nicht genug, und er erhielt dafür breite Unterstützung aus dem Team. Da Neuner offensiv eh etwas verändern musste, wanderte der bisher glücklose Fink auf die Bank und Zawada lief als zweite Spitze neben Stroh-Engel im Heimspiel gegen Unterhaching auf. Selbstredend, dass er blass blieb. Und so rettet der Kapitän Kai Bülow nach einer Ecke das 1:1 – Unentschieden. Schlimmer noch, Top-Torschütze Stroh-Engel musste kurz vor Ende des Spiels angeschlagen raus. Womit Zawada auch noch ein zweites Spiel in der Startelf bekam: In Osnabrück war allerdings von der gesamten Offensive nichts zu sehen. Und auch in der Defensive brachen nun alle Dämme. Am Ende stand eine 0:3 Niederlage und Platz 13 nach sieben Saisonspielen. Noch ist Präsident Wellenreuther mit Coach Neuner zufrieden, aber die letzten Jahre haben gezeigt, dass kann sich bei ihm auch ganz schnell drehen. Bald müssen ein paar Erfolgserlebnisse her!

Währenddessen hat der langjährige Chefscout Lothar Strehlau den Verein verlassen und in Hoffenheim angefangen. Als Ersatz wurde KSC-Legende Maik Franz als neuer Chefscout aus Magdeburg geholt. Und mit dem niederländer Danny Voorbraak wurde ein zusätzlicher Assistenztrainer verpflichtet. Der Transfermarkt ist noch einige Tage offen, Gerüchten zu folgen sucht der Verein noch nach einer Verbesserung auf der Linksverteidiger-Position. Und das richtige Offensivkonzept ist auch noch nicht gefunden. Viel zu tun für Trainer Neuner in den nächsten Wochen.

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Nach vielen Jahren habe ich mir mal wieder einen Fußball-Manager gegönnt. Die Wahl fiel dabei auf den englischen Football Manager 2018 von SI. Aufgepeppt wurde der mit der deutschen Sprachdatei, den Original-Logos und einer riesigen Datenbank mit Spielerbildern. Das Internet bietet dazu reichliches. Die unglaubliche Fülle an Informationen und Möglichkeiten verwirrt am Anfang sehr, der kleine Surface Bildschirm ist alles andere als ideal und die Spiel-Engine ist weit weg von EA Sports. Fesselnd ist das ganze aber trotzdem.

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3 Responses to [FM 2018] Erstaunliches aus dem Wildpark

  1. T. says:

    Haha ganz genau.Wieso auch den Namen nennen, wenn der Freund auch nur der Freund heißen kann?Persönlichkeit und Individualität wären doch zu viel verlangt. :D

  2. ide02 says:

    :-) Du hast mit diesem Eintrag gerade einen KSC-Fan total verwirrt…sehr lustig.

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