Prolog: Buenos Aires

Nach langem Flug landeten wir um 8 Uhr morgens Ortszeit in Buenos Aires. Air Iberia hatte es einem nicht leicht gemacht. Nicht nur, dass der Flug einige Wochen vorher um 12 Stunden nach hinten verschoben wurde, auch die Maschinen waren etwas unbequem. Eng. Mit Gemeinschaftsbildschirm für alle – Public Viewing von Muppets Most Wanted inclusive. Dazwischen umsteigen in Madrid, das ließ sich locker mit Terminalwechsel bewerkstelligen. Nicht so lässig war aber, dass, als wir eine Kleinigkeit gegessen haben, ein paar Meter weiter ein Spielautomat für Kinder stand. Der nicht besseres zu tun hatte, als alle paar Minuten DJ Bobo anzuspielen. Chihuaha. Übel. Aber ich schweife ab. Wo war ich? Ach ja, Buenos Aires.Nach dem ich nach dem Studium einige Monate in Argentinien verbracht hatte, freute ich mich darauf, die Stadt mal wieder zu sehen und ein paar alte Freunde zu besuchen. Die nun mittlerweile, man glaubt es kaum, im gleichen Stadtviertel wohnen, in dem der Papst aufgewachsen ist.

Höhepunkt am ersten Tag war jedoch nicht die alte Papstresidenz oder sein alter Arbeitsplatz (siehe Bild oben), sondern der Besuch von La Boca, dem alten und bunten Hafenviertel der italienischen Einwanderer, sowie dem Stadion der Boca Juniors, La Bombonera, für das auch Maradona die Fußballschuhe geschnürt hat. Ein sehr ungewöhnliches Stadion, aber dafür sehr charakterstark. Wenn einem die ganzen Messi-Plakate in der Stadt noch nicht im WM-Stimmung versetzt hatten, spätestens jetzt setzte es langsam ein. Als dann die Dämmerung anbrach, verschwanden wir besser aus La Boca und fuhren weiter nach Puerto Madero, einem jungen Viertel am Fluß, mit vielen Wolkenkratzern und schicken Restaurants. Das hatte es bei meinem letzten Besuch noch nicht gegeben!Am nächsten Tag stand erst einmal ein landestypisches Mittagessen auf dem Programm: Fleisch. Dazu besuchten wir das Restaurant La Cabrera, wo uns der Tisch mit Essen zu gestellt wurde und wir uns die Bäuche voll schlugen.Danach ging es weiter mit einem Besuch im Kunstmuseum und einem Abklappern der Sehenswürdigkeiten im Zentrum: Dem Obelisken, dem Wahrzeichen der Stadt, der sogenannten Casa Rosado, dem Sitz des Präsidenten, und der großen Kathedrale.Und das war es dann auch fast schon wieder mit Buenos Aires. Die Stadt ist für mich nach wie vor unübersichtlich groß, aber hat so viele verschiedene Seiten, dass man immer wieder etwas neues entdeckt. Aber kalt war es, ich musste mir eine Jacke leihen, wegen den Brasilienwochen danach war ich auf diese Temperaturen nicht so richtig vorbereitet.

Abschied nehmen war angesagt, wir wurden noch zum Flughafen gefahren und warteten dort auf unseren Weiterflug nach Rio de Janeiro. Nicht nehmen ließ ich mir allerdings, mir am Flughafen noch einmal ein paar Empanadas zu gönnen. Wie ich diese kleinen Teigtaschen vermisst habe!

Und dann war es endlich wirklich soweit: Auf nach Brasilien!

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5 Responses to Prolog: Buenos Aires

  1. Verena says:

    Hach, Buenos Aires <3 vermiss ich ja auch irgendwie! Und Empanadas :) Hab die auch schon mal selbst gemacht (waren auch nah am Original), aber war auch viel Arbeit. Vielleicht nehme ich das aber noch mal in Angriff, ich hab die gefühlt ewig nicht gegessen!

  2. Nummer Neun says:

    Im Bistro am Flughafen hatten sie 3 verschiedene Empanadas und ich wurde gefragt, welche ich haben möchte: Die, die oder die. Darauf ich: Alle!

  3. ide02 says:

    Huhu, endlich darf ich auch wieder kommentieren. :) Habe es ständig versucht, aber leider ging es immer nicht. Oder anders ausgedrückt: Frauen und Technik. ;)
    Dein Reisebericht hat mir schon wieder Lust auf mehr gemacht. :) Hätte ich noch in den Koffer gepasst? Naja, aber zu spät. Jetzt bist du wieder da. Wie fühlt es sich eigentlich an, wenn man erst vor Ort direkt war und nun vorm TV zu Hause die Spiele betrachten muss?
    Ich bin ja kein absoluter Fußballexperte – wie man weiß ;) – aber: Ich führe beim Arbeit-Tippspiel! :) :) :) Deswegen mag mich aber auch keiner mehr… ;) Vor allem die, die wirklich Ahnung haben…aber ich sage nur: 2:1-System…es funktioniert wirklich. Immer 2:1 getippt, die 2 für den Favorit. Und siehe da: Es sieht sehr gut aus…mal sehen, ob ich das jetzt bis zum Schluss halten kann…

  4. Nummer Neun says:

    Oh es gab Probleme mit den Kommentaren?

    Schwer zu sagen, die Begeisterung vor Ort war schon eine andere als hier. Da war ja wirklich alles geschmückt, überall Werbung, so viele Leute mit Trikots unterwegs – hier sieht man ja nur zu den Deutschland-Spielen ein paar Trikots.

  5. ide02 says:

    Dann musst du mich mal besuchen kommen. ;) Da die Stadt hier sehr international ist, sieht man viele verschiedene Trikots… ;)

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