The Rum Diary

Dieser erste Roman von Hunter S. Thompson galt lange als verschollen. Geschrieben Anfang der 60er Jahre, wurde er erst 1999 veröffentlicht und 2011 verfilmt. 2013 schließlich hatte ich den Roman als eBook gekauft und las ihn auf meinem Kindle im Urlaub in Portugal.

Der Journalist und Herumtreiber Paul Kemp landet 1959 in Puerto Rico, um dort seine Arbeit bei der englischsprachigen Daily News aufzunehmen. Seine Kollegen erweisen sich als trinkende, desillusionierte Amerikaner, sein Chef versucht krampfhaft, die chronisch klamme Zeitung am Leben zu erhalten. Es ist warm und drückend, jeder versucht sein Geschäfte auf der Insel zu machen, während es immer wieder zu Zusammenstößen zwischen den Amerikaner und den Einheimischen kommt.

Schauen wir uns doch mal den Trailer an. Auch wenn der Inhalt nicht ganz deckungsgleich mit dem des Buches ist, vermittelt er trotzdem ganz gut die Atmosphäre des Buches und des Films.

Als Urlaubslektüre war das Buch perfekt. Angenehm kurz, aber trotzdem so stark, dass es im Kopf bleibt. Die Hauptfiguren trinken ständing Rum und essen Hamburger und arbeiten zwischendurch ein wenig. Wer will davon nicht gerne mehr lesen?

Die Handlung an sich plätschert lange vor sich hin und schlendert von Episode zu Episode, dramatisch wird es erst im letzten Viertel des Romans. Aber das macht gar nichts, die Sprache ist so flüssig, dass man sich von der Story gerne treiben lässt. Zumal die Atmosphäre – wie schon angesprochen – tatsächlich sehr gut rüber kommt. Man möchte dabei selbst gerne Rum mit viel Eis trinken und mit offenem Hemd in einer Strandbar sitzen.

Davon abgesehen hat Hunter mit Paul Kemp eine Hauptfigur geschaffen, deren innere Wandlung man gut nach voll ziehen kann. Ist er am Anfang noch ein zielloser Herumtreiber, heute hier, morgen dort, und keine Brücken hinterlassen, erkennt er im Laufe des Buches dieses Verhalten immer mehr bei seinen jüngeren Kollegen wieder, während er selbst beginnt, sich auf Puerto Rico einzulassen und Wurzeln schlägt.

Beim Film dagegen kommt dieser Aspekt etwas kürzer, dort verliert man sich leider ein wenig in der Skurilität einzelner Nebenfiguren und Handlungen. Das ist etwas schade, dafür ist allerdings Johnny Deep mal wieder etwas besser zu ertragen. Aber kann man sich an einem Sonntag Nachmittag schon mal ansehen.

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One Response to The Rum Diary

  1. Nicole says:

    Den Film will ich noch sehen, aber das Buch ist eher nicht so meines. Beim Film ist es auch eher Jonny Depp der meine Aufmerksamkeit erregt. Ich finde ihn als Schauspieler top.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Nein nicht immer. War gestern auch nicht zuhause und hatte dann auch nicht alles sehen können und teilweise ist mir die letzte Folge auch zu spät gelaufen, in so fern war mein Aufnahmegerät unverzichtbar. Aber ich schaue die Folge dann meist schon am nächsten Morgen nach. Nur heute Abend kann ich die letzten 4 leider nicht schauen, muss ja wieder früh raus und in die Schule. Da muss ich mal schauen, dass ich die Folgen dann über die Woche verteilt schaue. Wobei ich es super finde, das Rtl zumindest kaum Werbung sendet. Aber finde 4 folgen am Stück schon heftig.

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