Der Soundtrack für eigentlich alles

Ein zotteliger Sänger mit langen Haaren, Vollbart und einer Robe. Eine Gitarrero mit Vokuhila, Oberlippenbart und knallrotem Hemd. Dazu eine Band mit weiteren Gitarren, Schlagezeugern und Orglern. The Soundtrack Of Our Lives gaben sich in München die Ehre, zelebrierten ihr zwei Stunden langes Konzert und machten aus dem 59:1 eine bessere Welt.

So wie ich bei den Alben immer das Gefühl habe, stundenlang zu hören zu können, so war es auch beim Live-Auftritt. Sie hätten von mir aus noch ewig weiterspielen können. Die Stücke gingen quer durch alle Album, mit den Höhepunkten für mich ganz klar vom Behind the music-Album. Aber auch von der aktuellen Doppel-CD (für alle mp3-Besitzer: das ist das mit dem häßlichen Cover) waren mit Thrill Me und Babel On einige Highlights vertreten. Als bei der zweiten (!) Zugabe die ersten Takte von Tonight geklimpert wurden, bekam ich eine Gänsehaut. Mit einer XXL-Version von Nevermore ging schließlich dieses denkwürdige Konzert zu Ende.

Konzerte am Montag sind furchtbar. Man muss danach noch eine ganze Woche zur Arbeit. Dieses Konzert war um kurz nach Mitternacht aus. Dann noch kurz ausquatschen, Jacke holen und ab nach Hause. Dort wartete am Bahnhof dummerweise noch der Burger King auf mich, so dass ich dann um 1 Uhr einen Double-Chesseburger verdrückte, bevor es ins Bett ging.

Gezeichnet.

Am nächsten Morgen ging es nicht ganz so lockerflockig aus dem Bett, der ganze Tag war eher zäh. Zwischendrin fiel mir dann auf, dass mir noch Reste vom Einlaß-Stempel im Gesicht klebten.  Nach ein paar Minuten schrubben konnte ich die Spuren dann aber beseitigen.

Soundtrack Of Our Lives. Ein Name, mit dem alles gesagt ist.

This entry was posted in Der richtige Ton. Bookmark the permalink.

One Response to Der Soundtrack für eigentlich alles

  1. gerhard says:

    Die hab ich leider immer versäumt, super Band.
    Das 59:1 war schon ein netter Laden…
    Viele Grüße,
    Gerhard

Kommentar verfassen