Von 0:1 zu 59:1 – The Gaslight Anthem

Das war ja mal wieder ein sehr ernüchterndes Bundesliga-Wochenende. Der KSC verliert mal wieder, weil man trotz Überlegenheit es nicht geschafft hat, ein Tor zu erzielen. Genutzt hat es dieses Mal den Frankfurtern, wo ein kleiner, trainingsfauler und übergewichtiger Brasilianer das Tor des Tages erzielt hat. Die Rede ist von Caio, nicht Ailton. Endstand: 0:1.

Da wirft man Trainer Becker gerne mal vor, er würde zu defensiv spielen. Aber Fakt ist: Der KSC hat immer seine Chancen, nur eine miserable Verwertung (Statistik). Allerdings war dies auch schon in der vergangenen Saison so. Weshalb sich die Frage stellt, ob man das nicht trainieren kann oder auf dem Transfermarkt dementsprechend ausgleichen kann.

Hinzu kommt: Cottbus gewinnt, Gladbach gewinnt, Bielefeld und Bochum teilen sich die Punkte. Schlechter konnte es fast nicht laufen. Und oben ein ähnliches Bild: Hoffenheim steht wieder an der Tabellenspitze. Ein Bundesliga-Wochenende zum Vergessen. Wenigstens hat sich der HSV am Sonntag noch nachträglich nach oben gesetzt.

Der Samstag-Abend war dafür besser: Konzert im 59:1 in München. Eine meiner aktuellen Lieblingsbands gab sich vor ausverkauftem Haus die Ehre: The Gaslight Anthem. Als Support hatten sie zwei Bands dabei. Dieses Mal konnte ich mir deren Namen sogar behalten, da sie dankenswerterweise auf dem Ticket aufgedruckt waren. Zu Beginn spielten der Polar Bear Club (naja), danach hatte Frank Turner (ja!) seinen Auftritt. Frank Turner, unbedingt merken! Nur mit einer Gitarre bewaffnet rockte er mit so viel Charme den Club, dass er von mir aus gerne noch viel viel länger hätte spielen dürfen. So war um kurz vor elf Schluß – als Zugabe gab er noch Abba’s Dancing Queen zum Besten.

Frank Turner im 59:1Frank Turner supportet mit seiner Gitarre

Dann betraten The Gaslight Anthem die Bühne und legten mit The Great Expectation gleich mal richtig los. Sangen die Rocker im Publikum vor ein paar Minuten noch alle bei Dancing Queen mit, sprangen nun alle wieder wild durcheinander. Und auf dem Niveau ging es die ersten paar Lieder weiter, bis dann die ersten ruhigeren Sachen kamen. Es war ein tolles Programm aus Sachen vom ersten und zweiten Album, nur angenehm selten unterbrochen vom Gequatsche des Sängers. Highlights für mich: The ’59 Sound und Miles Davis & The Cool. Gegen halb eins und zwei Zugaben, die letzte zusammen mit Frank Turner, war es vorbei. Und wenn alles gut läuft, sehe ich sie bei Rock im Park wieder.

The Gaslight Anthem im 59:1

The Gaslight Anthem im Scheinwerferlicht

Mehr zum Konzert gibt es drüben bei Laxmag, incl. Setlist des Abends. Nächsten Freitag geht mein Konzertjahr dann schon weiter: Oasis kommen nach München, begleitet von Glasvegas. Und pünktlich zu diesem Anlass gibt es einige Anzeichen, dass die MVG an genau diesem Tag für 24 Stunden streiken will. Das heißt: Keine U-Bahn, keine Tram, keine Busse. Na herzlichen Dank.

Zum Abschluß: Ein Live-Mitschnitt von The ’59 Sound vom Samstag. Wäre die Band noch etwas lauter zu hören, wäre es perfekt. So sind die Drums etwas im Vordergrund. Aber hört selbst.

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