Aber nicht überbieten!

Das neue Smartphone hatte für mich als Statistik-Freak ein überraschend interessantes Feature bereits vorinstalliert: Den Schrittzähler! Dachte ich vorher immer: was fürn Quatsch – erstaune ich mich jetzt selbst immer mehr dabei, wenn ich darauf achte.

Da ich bei 10.000 Schritten immer eine Push-Up Benachrichtigung bekomme, gehe ich davon aus, dass man unter dieser Marke bleiben sollte. Das schaffe ich dann auch meist. An normalen Büro-Tagen komme ich auf 4.000 – 6.000 Schritte. Über die magischen Grenze der 10.000 Schritte bin ich bisher erst zweimal gekommen: Am Tag, als ich nach London musste und dort einige Stunden durch die Stadt flanierte, und an einem Tag, an dem ich nach der Arbeit noch verabredet war, aber ewig lange gebraucht hatte, bis ich das richtige Ziel gefunden hatte.

Wie der Schrittzähler funktioniert, ist mir allerdings ein Rätsel. Er erkennt ja bereits die kleinen Strecken zum Kühlschrank und zurück und merkt auch, wenn ich mit S- oder U-Bahn unterwegs bin oder in einem Auto sitze. Würde er auch das Laufband am Flughafen erkennen? Trippeln auf der Stelle?

Und viele Strecken im Büro und zu Hause werden gar nicht gemessen, weil das Smartphone auf dem Schreibtisch oder der Couch liegt. Dabei kommt da einiges zusammen. Einen Tag lang habe ich versucht, mir das Smartphone auch bei diesen kleinen Wegen in die Hosentasche zu stecken und der Effekt war beträchtlich. Das tatsächliche Ergebnis wird also wahrscheinlich noch einmal signifikant über den gemessenen Werten liegen.

Man muss also manchmal echt ein wenig schummeln, wenn es bei der 10.000 Schritte-Challenge wieder heißt: Aber nicht überbieten!

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Das Höllenbiest gegen McKinsey

Was ist nur aus dem Groschenroman geworden? Drei Euro kostet der mittlerweile, Amazon liefert ihn digital aus. So geschehen im Fall von Das Höllenbiest gegen McKinsey. Geschrieben hat den Schund ein gewisser Markus Nowak im NaNoWriMo. Wie man dazu kommt, so etwas zu lesen? Nun, der gute Wortvogel hat fleißig dafür getrommelt und ich bin doch so ein gutmütiger Kerl. Also habe ich mein gespartes Geld investiert und mir das Werk angetan.

Der Londoner Privatdetektiv William McKinsey erhält einen neuen Auftrag. Lindsay Carter heuert ihn an, weil sie vor der Testamentsöffnung des verstorbenen Sir Percival eine Warnung mit okkulten Symbolen erhalten hat. McKinsey beginnt unter der zuhilfenahme von Madame Cadavera zu ermitteln. Zunächst scheint alles normal zu laufen, aber als sich schließlich alle zur Testamentsöffnung zusammen finden, geschehen merkwürdige Dinge und einer nach dem anderen der potentiellen Erben wird dahin gerafft.

Der Roman bietet kurzweilige Unterhaltung, so lange er sich auf bekannten Pfaden bewegt. Warum auch etwas Neues erfinden, wenn man sich an etwas bewährten orientieren kann? Abgebrannter Privatdetektiv, junge, hübsche Kundin, ein England aus der Edgar-Wallace Zeit, mehr oder weniger Fremde verbringen eine Nacht in einem unheimlichen Schloß, einer nach dem anderen stirbt – wer war der Täter? Wenn es handwerklich gut gemacht ist – und das ist es hier im Prinzip, man blättert sich locker und leicht durch – funktioniert das Rezept meistens gut.

Etwas ins Schwimmen gerät das Ganze für mich aber, wenn es in den Bereich der Magie geht. Nichts gegen übernatürliche Wesen, aber Zauberei hilft meist dann besonders gut, wenn die Handlung grade im Leerlauf ist. Das Regelwerk der Hexerei ist weit auslegbar, so dass es für den Leser immer sehr konstruiert wirkt. Bei Star Trek hat man da immer irgendwelche Tachyon Strahlen eingesetzt, hier sind es Zaubersprüche. Aber spannend wird es bei beiden nicht. Hat mich schon damals bei Bibi Blocksberg nicht überzeugt.

Aber das ist auch nur ein kleines Problem, der Rest ist – wie bereits gesagt – doch ganz gut gelungen. Besonders der Epilog war stark, der hatte Witz. Zukünftige Abenteuer von McKinsey dürfen gerne noch etwas mehr in diese Richtung gehen. Und vielleicht habe ich bis dahin auch wieder ein paar Groschen gespart.

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London im Juli 2017

Die jährliche Geschäftsreise nach London bedeutet meist, sehr viel Zeit im großen Londoner Büro verbringen, Leute persönlich zu begegnen, mit denen man sonst nur per Mail oder am Telefon Kontakt hat und abends zum zwanglosen Networken mit den Kollegen essen gehen, die Firma zahlt. Mehr ist meist nicht.

In diesem Jahr konnte ich mir aber ein wenig Freiraum schaffen, in dem ich am Sonntag bereits einige Stunden früher angereist war, wir das Teamessen bereits an diesem Abend machten und ich so den Montagabend noch zur freien Verfügung hatte. So konnte ich etwas durch Covent Garden schlendern und mich am Montag mit einer Freundin in der Nähe der Tower Bridge zum Essen treffen.

Untergebracht war ich diesem Mal im Radisson Blu in der Mercer Street. Teuer, wie man es von London kennt, aber dafür nur ein paar Fußminuten vom Büro entfernt. Das Zimmer war okay, die Klimaanlage funktionierte, die Dusche war fantastisch und das Frühstücksbuffet überschaubar, aber liebevoll hergerichtet.Ich hatte mal wieder Glück mit dem Wetter, es war schön warm und sonnig – es fing erst an zu regnen, als ich am Dienstag in der Bahn zurück nach Heathrow saß. Und dabei dachte ich mir, London ist doch wirklich immer wieder schön – aber etwas mehr Zeit würde nicht schaden.

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Vorstellungsgespräche

Vor kurzem musste ich eine ganz Reihe von Vorstellungsgesprächen führen. Was das Besondere für mich dabei war: Zum ersten Mal saß ich in den Gesprächen auf der anderen Seite.

Ich bekomme tatsächlich personelle Hilfe in unserem Büro. Wurde ich bisher immer aus dem Londoner Hauptquartier unterstüzt, wird diese Stelle nun so halb-quasi nach München verschoben. Es ist zwar nur eine zeitlich befristete Trainee-Stelle, aber immerhin. Bewerbungen dazu gab es reichlich. Aus den Bewerbern konnte ich mir drei raussuchen, die zum Vorstellungsgespräch eingeladen wurden.

Zum Glück war in den Gesprächen auch die Personalabteilung mit dabei, die mich vorher etwas briefen konnte. Im Gespräch haben sie dann den Bewerbern die Firma beschrieben und die Rahmenbedingungen erklärt. Ich habe dann die eigentliche Tätigkeit skizziert und versucht heraus zu finden, was die Bewerber bereits für Vorkenntnisse mitbrachten. Wer von ihnen hatte klare Vorstellungen davon, um was es in diesem Job geht? Wer hat vorab bereits durch Praktikas oder durch Studienschwerpunkte erste Erfahrungen in diesem Bereich sammeln können? Wer hat am meisten Lust auf diese Stelle? Es wäre für beide Seiten ja nicht gut, wenn sich nach ein paar Wochen der Zusammenarbeit heraus stellen würde, dass die Bewerber sich eigentlich etwas ganz anderes vorgestellt hätten.

Nach den drei Gesprächen hat sich relativ schnell ein Favorit heraus kristallisiert, dem wir dann ein Angebot gemacht haben. Dieses hat er auch freudig angenommen und so darf ich ihn nun zum 1. September bei uns begrüßen. Und ich hoffe, dass ich bis dahin noch ein paar Informationen darüber bekomme, auf was ich nun als Mentor alles achten muss und was ich darf – und was ich nicht darf.

Morgen geht es für mich aber nun erst einmal nach London zum jährlichen Besuch im Hauptquartier. Dort treffe ich dann auch meine Gegenstücke aus den anderen westeuropäischen Ländern wieder. Es gibt ein straffes Programm am Tag und ein hoffentlich gutes Essen am Abend. Dienstagabend bin ich wieder zurück.

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Das neue Smartphone

Ich brauchte mal wieder ein neues Smartphone. Nach vier Jahren und vier Monaten war die Zeit gekommen. Der Akku meines Nokia Lumias hat es zum Schluß nicht mal mehr über den Bürotag geschafft, das Windows Mobile 8 Betriebssystem wurde nicht mehr gepflegt, einige Apps waren gar nicht mehr zu bekommen (wie z.B. der Facebook Messenger). Also musste was neues her.

Ich wollte mich dieses Mal nicht so anstellen und den Kauf schnell über die Bühne bringen. Hat nicht ganz geklappt. Ich stand zweimal im Media Markt ratlos vor den ganzen gleich aussehenden Modellen und bin mit leeren Händen wieder gegangen. So kam ich nicht weiter. Ich fragte im Freundeskreis rum, welche Marken sie so haben und wie zufrieden sie damit waren. Von der Top-Marke habe ich dann geschaut, welche Modelle in meinem Budget lagen. Und so bin ich schließlich beim Huawei P10 Lite gelandet. Das dunkelblaue Modell war bei einem eBay-Händler für knapp unter 300€ zu haben und wurde mir am Samstag morgen zugestellt.

Das neue Smartphone ist etwas größer als mein altes Nokia, ist aber dafür leichter und liegt gut in der Hand. Das blaue Design macht echt viel her. Und den Fingerabdruckssensor zum entsperren liebe ich jetzt schon. Allerdings muss ich mich nun von Windows Mobile auf Android umgewöhnen, daran habe ich im Moment noch zu knapsen. Aber sobald ich es geschafft habe, meine Windows Kontakte mit dem neuen Smartphone zu synchronisieren, sollte ich damit ein ganzes Stück weiter sein.

In ein paar Wochen werde ich euch wahrscheinlich sagen können, wie zufrieden ich mit meinem neuen Huawei bin. Wer bis dahin etwas mehr über das Modell wissen möchte, der kann sich ja das folgende Video vom Technikfaultier mal anschauen, wo er das Gerät nach einem vierwöchigen Test bespricht. Hab ich mir natürlich auch erst hinterher angesehen.

Wer benutzt auch ein Huawei Smartphone? Welche Tipps gibt es für einen blutigen Android Anfänger? Das alles gerne in die Kommentare.

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