Das lustige Wikipedia Bilder-Raten

Machen wir doch heute mal ein kleines Experiment. Jeder kennt die Wissens-Plattform Wikipedia. Mittels Schwarm-Intelligenz gepflegt, finden sich hier für alle Themen mehr oder weniger fundierte Berichte. Gerne auch visuell unterstützt mit den passenden lizenzfreien Bildern. Auch die kann jeder Nutzer nach Bedarf dazu geben. Und andere dann wieder in ihre Artikel einbetten.

Erkennt ihr, welcher Wikipedia Artikel jeweils mit diesem Bild illustriert ist? Zu gewinnen gibt es nichts, da die Lösung jeweils eh nur ein Klick oder sogar nur ein Mouseover entfernt ist. Also, zu welchen Beiträgen gehören die Bilder?

Bild 1:

Spezi (cola mix)

  1. Kohlensäure
  2. Highballglas
  3. Spezi

Bild 2:

S-Bahn Zugang

  1. S-Bahn München
  2. Treppe
  3. Fluchtweg

Bild 3:

Wien - Schloss Augarten (2)

  1. Fluchtpunkt
  2. Absolutismus
  3. Wolken

Bild 4:

Children look at animal skins

  1. Exkursion
  2. Waldorfschule
  3. Haut

Bild 5:

Separation Agreement - Rock and Roll Hall of Fame (2014-12-30 13.55.32 by Sam Howzit)

  1. The Beatles
  2. Unabhängigkeitserklärung
  3. Historisches Museum Basel

So, das war’s. Wie sehen eure Tipps aus? Hier die Auflösung, die richtigen Antworten sind:

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Hättet ihr es gedacht? Wie man sieht, wirklich jeder kann auch Bilder dazu beisteuern. Und damit auf in eine neue Arbeitswoche und in die zweite Woche vom Fantasy Filmfest.

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Shake The Disease

Hoher Besuch am Mittwoch: Pabst waren angereist und gaben eine Audienz im Münchner Feierwerk. Mir fällt es zunehmend schwerer, vorab die Anzahl der Pilger einzuschätzen – so lag ich auch dieses Mal recht falsch. Das Orangehouse war für die junge Band aus Berlin nur eher mäßig gefüllt: Besonders die ganz jungen Zuhörer, die ich grade in dieser Location bei einer aufstrebenden Band erwartet hätte, haben gefehlt.

Und so war es dann auch im Saal eher etwas ruhig. Es wurde zwar durchaus interessiert zugehört, aber besonders viel Bewegung war nicht drin. Was schade war, weil live kamen die Stücke noch einmal etwas ungestümer rüber als auf den doch recht glatten Studioaufnahmen.  Die Jungs auf der Bühne spielten sich in Stimmung, gaben alles und hielten sich auch nicht mit vielen Worten an das Publikum auf. Musikalisch war das gut und abwechslungsreich, zwischen Punkrock und Stoner-Rock, eine unpeinliche deutsche Band, die auf englisch singt.

Aber offensichtlich lag ich noch ein weiteres Mal falsch mit meiner Vorabeinschätzung: Offenbar ist Shake The Disease doch nicht der ganz große Hit, wie ich gedacht hatte – er kam recht weit vorne in der Setlist und wurde vom Publikum auch einigermaßen uneuphorisch aufgenommen. Dann bin es wohl nur ich, der den Song in Endlosschleife hören könnte.




Schreibt in die Kommentare ruhig rein, wie toll ihr Shake The Disease findet und denkt mal intensiver drüber nach, wann ihr zuletzt besseres Merchandising als diese Badeshorts gesehen habt!

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Der Monatsrückblick August 2018

Der August ist vorbei und brachte noch einmal viele Sonnentage, aber auch einige Unwetter. Deutschland schimpfte über die Wespen-Plage, während einige große Persönlichkeiten sich von dieser Erde verabschiedet haben: Kofi Annan, Aretha Franklin, Dieter Thomas Heck und John McCain. Kein guter Monat, was das angeht.

Ich habe bei mir mal ein wenig aufgeräumt und ausgemistet. Da findet sich doch immer etwas. In dem Zusammenhang: Hat jemand Interesse an einer alten Anstoss 3 CD-ROM?

*** Foto des Monats ***

Nach dem ich die Bilder aus Garmisch-Partenkirchen schon im letzten Eintrag verbraten habe, gibt es nun noch mal ein Foto aus dem Biergarten. Der Löwenbräu Biergarten hat sich in diesem Sommer als Hot Spot etabliert, der  guten Lage für mich sei Dank.

*** Kino ***

Auf meiner Sommerkarte vom Cinemaxx sind immer noch zwei Filme frei. Leider war das Programm nicht so, wie ich es mir erhofft hatte – einige Filme, die ich gerne gesehen hätte, liefen hier nicht. Daher ging die Promo-Aktion des Kinos bei mir ein wenig nach hinten los. Immerhin stehe ich im Moment bei ungefähr 9€ pro Film, daher passt das schon noch. Aber bis Sonntag sollte ich die letzten beiden Filme noch komplett machen!

The Darkest Minds 4 von 10

In einer postapokalyptischen Zukunft hat eine Krankheit fast alle Kinder in den USA getötet. Die Überlebenden haben übernatürliche Kräfte entwickelt, die sie nicht kontrollieren können. Die als gefährlich eingestuften Jugendlichen werden in Camps zusammengepfercht. Der 16-jährigen Ruby (Amandla Stenburg), die über telekinetische Kräfte verfügt, gelingt die Flucht aus dem Lager und stößt auf eine Gruppe von anderen Jugendlichen. Angeführt werden sie von Liam (Harris Dickinson), der versucht ihnen zu zeigen, wie sie ihre Kräfte wirkungsvoll einsetzen können und von einem Ort gehört hat, an dem sie in Frieden leben können. Mal abgesehen davon, dass man das meiste der Story schon in anderen Filmen besser gesehen hat, ist The Darkest Minds auch einfach nicht spannend und – wenn es nicht grade der erste Film ist, den man sieht – unheimlich vorhersehbar. Die Einteilung der Jugendlichen nach Farben kennt man, die Entdeckung der übernatürlichen Kräfte ebenso (und in der Kombination zu offensichtlich als Pubertät und Auflehnen gegen die Erwachsenenwelt gemeint). Es kommt zur Romanze? Check. Der vermeintlich sichere Ort ist es gar nicht? Check. Den Film braucht kein Mensch. Da hilft auch die gute Stenburg nicht mehr viel.

Mission: Impossible – Fallout (3D) – 8 von 10

Ethan Hunt (Tom Cruise) ist wieder da! Es gibt den HALO- Sprung von Hunt und CIA-Agent Walker (Henry Cavill), die Schlägerei im Bad des noblen Clubs, es gibt die wilde Verfolgungsjagd durch Paris und die irre Hubschrauber-Action in Kashmir. Und dazu eine Story, welche die großen Stunts halbwegs zusammen hält. So muss Action-Kino heutzutage sein! Sehr viel handgemachter und dreckiger als die bunte Bonbon-Action bei den Marvel-Filmen. Zwar konzentriert sich alles auf Cruise (und dieses Mal auch auf seinen CIA-Gegenpart), aber die Interaktion mit seinem Team (Simon Pegg, Ving Rhames und Alec Baldwin als ihr Chef) funktioniert und lockert den Film auf. Der Film ist rundum gelungen, man bekommt das, was man von so einem Film erwarten kann, und zwar reichlich. Nur die Verschwörungsstory dreht vielleicht die ein oder andere Schraube zu viel.

Sonstso

Außerdem habe ich in diesem Monat den fast schon legendären Tatort: Im Schmerz geboren angeschaut – es war mit das stärkste Stück deutsche Fiction, das ich zuletzte gesehen habe. Da kam der Ulmen/Tschirner Tatort: Die robuste Roswitha nicht ran. Außerdem Thor: Ragnarok, der Spaß gemacht hat und Tessa Thompson eine starke Rolle gegeben hat. Dazu noch die Monsterproduktionen Tremors 6 (naja) und Sharknado 6 (puh, selbst da gab es schon bessere).

Im nächsten Monat steht dann mal wieder das Fantasy Filmfest an. Karten dazu werden demnächst gekauft. Im Cinemaxx.

*** Serien ***

Zweimal Crime, je einmal Comedy, Zeichentrick und Science Fiction – es war eine bunte Mischung im August.

BoJack Horseman (Staffel 4 / 12 Folgen – Netflix) – 8 von 10

Nach dem Tod von Sarah Lynn hat sich BoJack für ein Jahr versteckt. Als er wieder zurück nach Hollywoo kommt, hat sich einiges getan: Mr. Peanutbutter kandidiert als Gouverneur, Carolyn will eine Familie gründen und bei BoJack selbst steht auf einmal Hollyhock vor der Tür und behauptet, sie wäre seine Tochter. Überhaupt beherrscht das Thema Familie diese Staffel. BoJack muss sich mit der Beziehung zu seinen Eltern und mit seiner Demenz-kranken Mutter auseinander setzen, und Diana damit, wie sie ihren Mann unterstützen kann, auch wenn sie seine Pläne nicht mag. Das ist alles mehr ergreifendes Drama als eine Sitcom-hafte Zeichentrickserie – aber es funktioniert. Nur Todd ist manchmal etwas nervig.

How To Get Away With Murder (Staffel 4 / 15 Folgen – RTL Crime) – 7 von 10

Nach der eher schwachen Vorgängerstaffel sind die streitbare Anwältin Keating (Viola Davis) und ihre Studentengruppe wieder voll in ihrem Element. Auch wenn sie mittlerweile in verschiedenen Kanzleien arbeiten, verfolgen sie doch ein Ziel: Wes’ Mörder zu finden. Laurel (Karla Souza) hat ihren Vater im Verdacht, welcher Klient in Michaelas (Aja Naomi King) Kanzlei ist. Und am Ende ist anscheinend wieder jemand tot, wer das ist und wie es dazu gekommen ist, erfahren wir wieder scheibchenweise in den Flash Forwards. Und so dreht die Spannungsschraube bis zur Mitte der Staffel gnadenlos an, um dann in eine eher langatmigen zweiten Hälfte auszuklingen. Schade, da hat die Puste nicht ganz gereicht, trotzdem bleibt man gerne dran. Wie viel Soap kann eine Krimi-Serie verkraften? Anscheinend eine ganze Menge.

Lost In Space (Staffel 1 / 10 Folgen – Netflix) – 8 von 10

Familie Robinson (die Eltern Toby Stephens und Molly Parker, sowie die Kinder Taylor Russell, Mina Sundwall und Maxwell Jenkins) verunglücken auf dem Weg nach Alpha Zentauri mit ihrem Besiedlungsschiff und stranden zusammen mit anderen Siedlern auf einem fremden Planeten. Unter den Schiffbrüchigen ist auch Dr. Smith (Parker Posey), die ein zweilichtiges Spiel treibt. Endlich mal wieder eine gute und waschechte Science-Fiction Serie! Der Abenteuer-Anteil auf dem fremden Planeten ist allerdings recht groß, tut der Serie aber gut. Genau so, dass vieles “draußen” gedreht wurde (irgendwo in der Nähe von Vancouver) und ihre Ausrüstung ebenfalls richtige Requisiten waren – so echt fühlt sich Sci-Fi mittlerweile kaum noch an, inmitten der ganzen Blue-Screen Orgien. Die Kinder sind nicht nervig, Dr. Smith lernt man richtig zu hassen – auch hier macht die Serie also vieles richtig. Nur bei den Eltern braucht es als Hauptfiguren etwas, bis man auch wirklich mit ihnen mitfieberte. Insgesamt aber spannend, mit Kino-reifen Bildern und viel Abenteuer, da kann man über einige Ungereimtheiten gerne hinweg sehen.

Midnight Sun (Staffel 1 / 4 Folgen – ZDF) – 6 von 10

Im Norden von Schweden geschieht in der Minenarbeiterstadt Kiruna ein mysteriöser Mord an einem Mann französischer Nationalität. Die französische Polizistin Kahina Zadi (Leila Bekhti) wird nach Schweden geschickt, um die örtliche Polizei bei der Mordermittlung zu unterstützen. Sie muss mit dem phlegmatischen Staatsanwalt Anders Harnesk (Gustaf Hammarsten) zusammenarbeiten. Ungleiches Ermittlerteam? Check. Internationale Ko-Produktion, daher Ermittler aus verschiedenen Ländern? Check. Serienmörder? Check. Ungewöhnliche Tötungsarten? Check. Private Probleme? Check. Tolle Landschaftsaufnahmen? Check. Die Serie erfüllt so ziemlich alle Klischees einer Nordic Noir Serie, hat darüber hinaus aber wenig Neues zu bieten. Routiniert geschrieben ist es aber trotzdem, man kann es ganz gut weggucken.

Modern Family (Staffel 7 / 22 Folgen – Sky 1) – 7 von 10

Nach einigen Jahren meldet sich die Großfamile Pritchett/Dunphy auch im deutschen Fernsehen mit neuen Folgen zurück. Und macht da weiter, wo sie sich mit Staffel 6 verabschiedet hatten. Nach wie vor gibt es harmlose Storys um Missverständnisse und Verwirrungen zu sehen, und alle drei Familien haben ihren Auftritt in jeder Folge. Irgendwas funktioniert da immer und man mag sie halt einfach alle. Das ist alles nicht mehr so überraschend wie vor einigen Jahren, hält einen aber immer noch am Bildschirm. Dieser Jahr zieht sich Jay (Ed O’Neill) von seiner Firma zurück, seine Tochter Claire (Julie Bowen) übernimmt, nicht ohne Probleme zu Beginn. Alex (Ariel Winter, die ich in der Rolle aber nicht mehr richtig ernst nehmen kann, seit dem ich ihren Instagram-Account kenne) zieht aus und geht aufs College, Schwester Haley (Sarah Hyland) kommt dagegen dem nervigen Andy (Adam DeVine) wieder näher. Und die kleine Lilly (Aubrey Anderson-Emmons) bleibt das lustigste Kind in der TV-Landschaft. Also alles wie gehabt bei den Pritchetts!

Was gibt es im September zu sehen? Fest vorgemerkt ist bei mir der 14., da veröffentlich Netflix die fünfte Staffel von BoJack Horseman. Bereits am 10. setzt Pro7 die elfte Staffel von The Big Bang Theory und die erste von Young Sheldon fort. Für die Nostalgiker startet am 3. die Neuauflage von Duck Tales auf dem Disney Channel. Wer Zugang hat, kann ab dem 5. bei Amazon wöchentlich purgen: Die Serie zu The Purge startet im Original. Und wer es noch nicht gesehen hat: Ab dem 30. gibt es Babylon Berlin auch endlich in der ARD zu sehen.

*** Wie geht’s dem KSC? ***

Bilanz: 4 Spiele, 6 Punkte. Und dazu noch ein DFB-Pokalspiel, was wir an dieser Stelle lieber verschweigen wollen. Mitarbeiter des Monats: Benjamin Uphoff.

In der Liga bleibt der KSC zwar weiter ungeschlagen, aber kommt durch die vielen Unentschieden nicht so richtig vom Fleck. Und so war auch schon bei den Punkteteilungen einiges an Glück dabei, mit einigen Ausgleichstreffern in den letzten Minuten durch Fink bzw. Stiefler und regelmäßigen Glanzparaden von Uphoff. Der stand schon kurz vor dem Absprung, ist aber – Stand jetzt – noch im Verein beschäftigt.

*** Ausgefallener Post des Monats ***

Neben den ganzen Festivals gibt es jedes Jahr im Sommer trotzdem auch noch ein paar kleinere Bands, die durch reguläre Clubs und Konzerthallen touren. In diesem Jahr traf das auf die Australier von Rolling Blackouts Coastal Fever zu, die im Münchner Milla auftraten. Die kleine Bühne war voll, vier Leute mit Gitarre und ein Schlagzeuger brauchen ihren Platz, auch davor war es gut gefüllt.

Das Konzert war dann wirklich nett, im wahrsten Sinne des Wortes. Ihren Sound kann man auch einfach gut durch hören und verbreitet gute Laune. Surfer-Pop-Rock, das passt auch in den Sommer. Nur etwas eintönig fand ich es auf Dauer dann doch. Kennst man An Air Conditioned Man, überraschen einen ihre anderen Songs auch nicht mehr.

Und damit direkt weiter zum nächsten Thema…

*** Musik ***

Besuchte Konzerte: 1 (Rolling Blackouts Coastal Fever). Gekaufte Konzerttickets: 2 (Pabst im nächsten Monat und Hinds im Dezember).

Mogwai haben was neues, den Soundtrack zum Film KIN. Ungewohnt schungvoll klingt We’re Not Done, ganz untypisch für die Schotten sogar mit Gesang.

Und als zweites eine mir gänzlich unbekannte Band, auf die ich bei bestditches aufmerksam wurde: Sextille klingen wie aus den 80ern, sind es aber nicht, und Paradox macht Spaß.

*** Linktipps ***

Ein paar Lesetipps aus den Weiten des Internets:

Wildpark Poing: Der liegt ganz in meiner Nähe, aber ich war noch nie dort. Ella Maria macht Lust auf einen Besuch.

BingeHype: Wer immer noch nicht genug hat von der Serienwelt, der sollte in den neuen Podcast von Nicole und anderen Serienjunkies reinhören.

Melt Festival 2018: Es gilt die Regel: Kein Festival ohne Diana. Dieses Mal erzählt sie vom Festival unter den riesigen Kränen.

Ein schmieriger Job: Wer genug von seinem Job hat, sollte sich das hier mal überlegen: Ferrero sucht einen Nutella-Tester, so berichtet Spiegel Online.

Kazuo Ishiguro Alles, was wir geben mussten: Miss Boolena mit einer ausführlichen Rezension des Romans von Nobelpreisträger Ishiguro. Ist danach direkt auf meine Einkaufsliste gewandert.

Herausforderund West Coast Trail: Inka hat Kanadas berüchtigten Fernwanderweg gemeistert und berichtet über das Campen am Strand, Matsch, Balancieren auf Baumstämmen und immer wieder Leitern.

*** Foodpic des Monats ***

Heute mal asiatisch: Das noch relativ neue Shimai in der Münchner Theresientraße. Hochwertiges, asiatisches Essen abseits von Ente süß-sauer mit einer Speisekarte, die Lust auf Essen macht. Ich hatte als Vorspeise Dumblings und als Hauptspeise Cashew Chicken (vorne im Bild). Man hätte sich aber auch gut nur von Vorspeisen ernähren können (hinten im Bild).

Und das war’s für diesen Monat. Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.

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Garmisch-Partenkirchen im Sommer 2018

Die Zeit war günstig im Büro, das Wetter noch halbwegs gut – es passte, sich nochmal ein paar Tage frei zu nehmen. Und warum immer so weit weg fahren? Es gibt ja genug Leute, die in Bayern Urlaub machen, da kann ich das auch. Vergangene Woche war ich von Mittwoch bis Samstag in Garmisch-Partenkirchen, mit dem Zug nur 70 Minuten von München entfernt.

Es ist wichtig, Garmisch-Partenkirchen als Ganzes zu nennen, ist es doch ein relativ künstlichen Konstrukt, aus der Zusammenlegung der beiden Dörfer Garmisch und Partenkirchen entstanden. Ich hatte ein gutes Hotel in Partenkirchen, in einem historischen Gebäude in der historischen Ludwigsstraße. Allein diese Straße war schon sehr eindrucksvoll mit ihren bunten und tip-top restaurierten Fassaden. Recht ruhig war es hierallerdings, viele Geschäfte gab es nicht, aber dafür einige Wirtshäuser und Restaurants.

Der andere Stadtteil Garmisch war dagegen etwas lebhafter, mit mehr Menschen und mehr Geschäften. Aber auch recht hübsch. Den Michael-Ende-Kurpark braucht man jedoch nicht zu besichtigen.

Vom Hotel aus war es nicht so weit bis zu den bekannten Skisprung-Schanzen. Kann man sich mal anschauen, besonders die neue Großchance ist architektonisch bemerkenswert. Wobei man allerdings in Innsbruck noch näher dran kam. Die Anlage selbst sieht im Fernsehen größer aus und ist doch schon etwas in die Jahre gekommen.

Das Hauptausflugsziel von hier aus ist allerdings die Zugspitze, der höchste Berg Deutschlands. Und der Zugang zu dem Berg ist so gut ausgebaut, dass es auch für jeden Flachländer kein Problem ist, den Gipfel zu erklimmen. Von Garmisch-Partenkirchen aus kann man direkt mit der Zugspitzbahn und einer Zahnradbahn durch den Berg bis aufs Zugspitzplatt auf 2.700m Höhe fahren. Man steigt aus dem Zug aus und steht praktisch direkt auf einer vegetationslosen Ebene, auf der man im Sommer die letzten Reste des Gletschers sehen kann. Und auch als unerfahrener Wanderer hat man hier sehr viel Auslauf.

Vom Zugspitzplatt aus bringt eine Seilbahn die Touristen fast direkt bis auf den Gipfel Deutschlands. Es erwarten einen Aussichtsterrassen, freier Blick in alle Richtungen, wenn es denn die Wolken zu lassen, und ein modernes SB-Restaurant. Bis zum Gipfelkreuz sind es nur noch ein paar Meter – allerdings habe ich mich nicht auf diesen Rutsche-und-Leiter-Weg gewagt, da meldete sich doch etwas die Höhenangst. Allerdings kann ich mir vorstellen, wie die richtigen Bergsteiger am Kotzen sind, wenn sich der Großteil der Touristen einfach bis kurz vor das Gipfekreuz chauffieren lassen  und die letzten Meter dann in Turnschuhe und kurzen Hosen bewältigen.

Mit der neuen und modernen Gondel fuhr ich danach von der Zugspitze direkt runter bis zum Eibsee – nur um dort 10 Minuten später von einem Regenschauer biblischen Ausmaßes überrascht zu werden. Schade, weil der See soll wirklich traumhaft schön sein. Ich kann nur berichten, dass es ungefähr 15 Minuten Dauerregens braucht, bis die Wanderwege unter Wasser stehen.

Gegessen habe ich in den Tagen in Garmisch-Partenkirchen auch sehr gut und vor allem viel. Bemerkenswert war vor allem der Gasthof Fraundorfer, neben dem tollen Essen war der Raum selbst beeindruckend, dazu gab es passende Musik und Schuhplattler. Der Werdenfelser Hof in der gleichen Straße hatte mich dagegen nicht so überzeugt, der Service war hier etwas lahm – in einem Wirtshaus erst nach 15 Minuten ein Bier vor sich stehen zu haben, das geht so nicht. Ebenfalls gut war war das Resturant Celentano – so eine gute Pizza hatte ich lange nicht mehr. Der obligatorische Burger durfte auch nicht fehlen, den gab es im Shaka Burgerhouse.

Insgesamt waren es einige schöne Tage, an denen ich viel gelaufen bin – und den Besuch auf der Zugspitze sollte man tatsächlich mal gemacht haben, wenn man in der Nähe ist.

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Aretha Franklin (1942-2018)

Ich will mich jetzt nicht als großer Aretha Franklin Fan verkaufen, der bin ich nämlich nicht. Aber wenigstens besitze ich ein Album von ihr, erst im vergangenen Jahr gekauft. Auf dem wurden einige ihrer größten Stücke mit dem Sound des Royal Philharmonic Orchestras unterlegt. Ich höre es ab und an ganz gerne, auch wenn die allgemeinen Kritiken auf speziell dieses Album oft nicht die besten waren.

Aretha Franklins Musik ist zeitlos und ihre Stimme wohl über alle Zweifel erhaben. Sie war schon immer da. Sei es ganz früher, als ich als kleiner Junge noch die Bundesliga im Radio gehört habe und die Sendung musikalisch immer wieder von Oldies unterbrochen wurde, sei es in der Fernseh-Werbung oder auch als Soundtrack in Film und Serien: Man kam immer wieder mit ihrer Musik in Berührung. So wie bei den Beatles oder den Rolling Stones war es auch auch bei ihr schwer, sich ihrer Musik zu entziehen. Zwar hat Soul-Musik für mich bei weitem nicht die gleiche Bedeutung wie Rockmusik, ihre einzigartige Stellung für die Musikwelt ist aber auch mir bewußt. Während es bei den Männern immer den Prototyp des Rockstars gab, gibt es bei den Frauen die Diven, für die sie ein Stück weit die Vorlage gegeben hat.

Von den Kritikern geliebt, kommerziell erfolgreich – eine Mischung, die es heute nicht mehr ganz so häufig gibt.



Aretha Franklin starb in der vergangenen Woche im Alter von 76 Jahren.

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