So wenige Worte: Zwischen Schreibflaute und Spuren ins Nichts

So viele Ideen, so wenig Energie. Der erste Schritt ist oft der schwierigste, um Wünsche und Vorstellungen zu realisieren. Die Zeit dafür aufzubringen ist das eine. In den Wochen, in denen abseits der Arbeit am Abend nicht so viel los ist, da hätte ich sie eigentlich. Aber das Aufraffen fällt manchmal schwer. Eigentlich gäbe es schon einige kleinere und größere Projekte, die ich angehen möchte, für die sich das Aufraffen lohnen würde. Schließlich ist es ja nur ein Hobby, daher liegt kein Druck drauf, wenn ich ihn mir nicht selbst mache. Denn auch wenn mir das Schreiben eigentlich Spaß bringt und eine schöne Abwechslung zur Arbeit ist, möchte ich mich nicht dazu zwingen müssen. Dabei kommt Qualität doch von Qual, wie Felix Magath so gerne sagt.

Es ist schon Druck genug, den medialen Wochenrückblick immer pünktlich online gehen zu lassen. Denn das ist sozusagen die Grundversorgung auf dieser Seite. Aber über die Wochenrückblicke hinaus gibt es noch weitere Beitragsideen, die mich reizen würden. Allerdings stehen manche dieser Ideen auch schon seit Monaten – ach was – seit Jahren auf der Liste!

Mal wieder ein neues Rock auf der Couch Festival, einen Beitrag zur Musik bei Jimmy Fallon, das wären noch die einfacheren Sachen, die ich mir vorgenommen habe. Ein Beitrag zum Thema „20 Jahre Sommermärchen“ ist auch schon vorgemerkt, aber noch nicht geschrieben. Dafür habe ich ja noch ein paar Monate Zeit. Dazu gibt es noch weitere Ideen, die ich immer mal beim Lesen auf anderen Blogs aufschnappe (Run Fatboy Run gehört aber definitiv nicht dazu!). Außerdem würde ich gerne einfach mal meine Gedanken zum Thema und zur Zukunft von KI sammeln. Bin ich dafür ein Experte und haben das nicht schon genügend Leute vor mir getan? Nein und ja, aber hey: Das hier ist immer noch das Internet, also was soll’s. Und dann könnte ich bestimmt auch noch mehr aus den von mir seit Jahren geführten Listen zu den medialen Themen machen! Wie gesagt, so viele Möglichkeiten.

Ein etwas größeres Projekt könnte sich aus dem kleinen Experiment von neulich ergeben haben. Da hat mir die KI ja einen Teaser für ein interessantes, fiktionales Filmprojekt geschrieben: Jenseits aller Spuren. Diesen Teaser würde ich mit Hilfe der KI weiter ausbauen wollen. Zwar nicht zu einem Film, aber vielleicht zu einer Kurzgeschichte. Das wäre zwar nur ein Nebenprojekt, aber auch ein Experiment, um mich etwas mehr mit den neuen Tools zu beschäftigen und um zu sehen, welche Möglichkeiten daraus entstehen können.

Im Gegensatz dazu sollte – und damit kommen wir zum eigentlichen Anlass dieses Beitrags – mein großes Schreibprojekt für 2026 von mir gänzlich selbstgetippt sein. Aus meinem letzten, großen Schreibprojekt ist damals ein ganzer Roman entstanden. Wie lange das schon wieder her ist!? Die Arbeit daran hatte mir sehr viel Spaß bereitet, auch wenn sie sehr fordernd war. Aber ich konnte dadurch eine Menge lernen. Wissen, dass ich nun für ein neues Projekt einsetzen könnte. Das Konzept, die Figuren und die ersten Kapitel stehen bereits. Ein Abend, ein Freundeskreis, einige unausgesprochene Geheimnisse und was sich daraus entwickelt. Das Projekt liegt leider jedoch immer wieder für einige Monate (!) brach, so wie im Moment auch. Und jedes Mal, wenn ich es wieder starten möchte, muss ich mich zunächst mühsam hineinversetzen. Macht das Aufraffen nicht leichter.

Der aktuelle Stand ist der, dass ich die ersten 70 geschriebenen Seiten noch einmal durchgesehen habe. Das war Ende des letzten Jahres. Diese Seiten müsste ich nun überarbeiten, an einigen Stellen ergänzen und alles glatt ziehen. Dazu die Figuren mit ihren Motivationen und Problemen noch genauer definieren, um dann daraus den Verlauf der weiteren Geschichte zu entwickeln. Denn im Gegensatz zu meinem ersten Roman, wo mir von Beginn an das Ende ziemlich klar war, ist es mir dieses Mal noch nicht. Spuren legen ist leicht, aber die Auflösung gilt es noch zu konstruieren, um im Anschluss den weiteren Weg genau dorthin festzulegen. Werde ich mit der Länge hinkommen? Eigentlich sollte das bisher Geschriebene erst ca. 1/3 des Umfangs sein, es fühlt sich inhaltlich aber schon eher nach der Hälfte an. Außerdem müsste ich mal testen, ob der Einstieg unterhaltsam zu lesen ist und Lust auf mehr macht, oder ob der Schreibprozess nur für mich interessant war. Andererseits: Wir haben 2026, es geht mehr um das Senden als um das Empfangen. Niemand wird diesen Roman brauchen, aber vielleicht brauche ich ihn, um mich kreativ auszuleben?

Mit diesem Beitrag erhoffe ich mir nun, mir durch das in die Öffentlichkeit tragen selbst etwas mehr Druck zu machen. Die intrinsische Motivation zu erhöhen, wie die Studierten sagen. Fragt aber auch ruhig in ein paar Monaten nochmal nach, wie denn der aktuelle Stand dann so ist. Hoffentlich ist der dann bereits etwas weiter und die Spuren haben mich irgendwohin geführt. Aber wenn nicht, ja dann komme ich vielleicht doch noch mal auf die Run Fatboy Run Sache zu sprechen. Oder ihr verpetzt mich einfach an Felix Magath. Das wäre aber wirklich fies.

Ein Kommentar

  • LP

    „Die intrinsische Motivation“ schön und gut. Aber der Druck, den man sich selbst macht, kann auch ganz schön schnell überhand nehmen. Bitte pass da ein wenig auf Dich auf.

Schreibe eine Antwort zu LPAntwort abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.