KW 09/2026: His & Hers, Dust Bunny, Nils Keppel und Miles Kane
Und zack isses schon wieder März und die Temperaturen machen einen Sprung. Dazu sonnige Tage, wie wir sie schon lange nicht mehr hatten. Läuft doch!
Heute im medialen Wochenrückblick: Ein Künstler aus UK war in der Stadt, eine Serie aus den USA lief auf dem Bildschirm und ein Film ebenfalls von dort im Kino, die Musik kommt heute dagegen aus der Pfalz. Viel Spaß!

His & Hers (Staffel 1, 6 Folgen, USA, Netflix) – 8 von 10
Journalistin Anna Andrews (Tessa Thompson) untersucht einen Mord in ihrer Heimatstadt und gerät dabei mit dem verdächtig wirkenden Detektiv Harper (Jon Bernthal) aneinader – ihren von ihr getrennt lebenden Mann. Die beiden Hauptfiguren scheinen dabei jeweils in engerer Beziehung zum Opfer zu stehen, als es zunächst den Anschein hatte. Die Hintergründe der Tat scheinen in der Vergangenheit zu liegen. Was haben sie selbst zu verbergen? Die abgeschlossene Miniserie entwickelt sich schnell zu einem spannenden und wendungsreichen wer-war-es Thriller, der nur langsam seine Geheimnisse preisgibt. Thompson und Bernthal spielen ihre Rollen toll, auch Sunita Mani als misstrauische Partnerin von Harper ergänzt den Hauptcast sehr gut. Mit nur sechs Folgen ist die Story erfreulich knapp erzählt und bleibt immer recht fokussiert auf dem roten Faden. Klar ist der Fall und sind die Verpflechtungen sehr konstruiert, der Weg zur Auflösung ist das Ziel. Diese kann dann noch einmal überraschen, auch wenn manche sie als nicht zufriedenstellend bezeichnen könnten. Ich konnte mich jedenfalls damit abfinden, weil der Weg dorthin spannend genug war. Ob der Ausgangspunkt der ganzen Geschehnisse – man merkt, ich versuche an dieser Stelle nicht zu spoilern – in dieser Form würdevoll eingeordnet wurde, kann man dagegen kritisch sehen.

Dust Bunny (Regie: Bryan Fuller, USA) – 8 von 10
Ein kleines Mädchen, Aurora (Sophie Sloan), bittet ihren mysteriösen Nachbarn (Mads Mikkelsen) um Hilfe, um das Monster unter ihrem Bett zu töten, von dem sie glaubt, es habe ihre Eltern gefressen. Es ist das Kinodebut von Autor und Regisseur Bryan Fuller, der sich bisher eher in der Serienwelt einen Namen gemacht hat (Star Trek Franchise, Hannibal, Heroes, American Gods). Aufgrund seines Werdegangs finde ich es etwas überraschend, dass er mit der Größe und dem Bombast der Leinwand zwar prima zurechtkommt, aber ausgerechnet das Buch der Schwachpunkt des Filmes ist. Denn was auf der Leinwand passiert, das ist wirklich groß. Wir sehen die Welt durch Auroras Augen. Und die ist strahlend bunt und geheimnisvoll, geradezu märchenhaft, aber leider auch voller Monster, die unter ihrem Bett und unter dem Fußboden leben. Die Kamerafahrten durch diese Welt sind ähnlich eindrucksvoll, überall gibt es visuelle Kleinigkeiten zu entdecken. In ihrer Welt scheint der Nachbar ein finsterer Held zu sein, der letzte, der ihr helfen kann. Mikkelsen gibt als stoffeligen Nachbarn und Auftragskiller einen wunderbaren Gegenpart zu ihr ab. Das Zusammenspiel zwischen den beiden ist toll. Es gibt Herz und Humor, es gibt Action und etwas Grusel. Die Story selbst ist dagegen leider recht dünn, wiederholt sich in manchen Motiven und Witzen und schafft es am Ende leider nicht wirklich, das Aufeinandertreffen der Fantasiewelt und der harten Realität mit einem Zusatztwist weiter aufzuladen. Es ist, was es ist, dabei hätte es noch mehr sein können.

Miles Kane (UK) – München, Technikum

Schon eine ganze Weile habe ich auf ein Konzert von Miles Kane in München gewartet, spätestens seit er 2023 mit One Man Band mein persönliches Album des Jahres veröffentlich hatte. Diesen Mittwoch war es nun endlich soweit und er trat im Technikum auf. Bekannt geworden ist Kane als Teil der The Last Shadow Puppets, bevor er dann ab 2010 eine Solokarriere startete und seitdem beständig immer wieder Top 10 Alben in UK herausbringen konnte. Hierzulande war er bisher kommerziell dagegen nicht übermäßig erfolgreich, was sich nun auch in der nur locker gefüllten Halle zeigte.
Schade, denn auch live fand ich ihn in seinem Liam Gallagher-Gedächtnis-Look sehr überzeugend. Er spielte sich flott durch sein Set, was aus vielen Indie-Rockern und einigen Balladen bestand, hatte sichtlich Spaß auf der Bühne und eine gute Begleitband. Highlights für mich waren Rearrange, Inhaler, Colour of the Trap und das abschließende Come Closer vom Debutalbum, sowie Troubled Son und Electric Flower, sowie das locker eingestreute Lust for Life Cover. Ein tolles Konzert, etwas zu flott in knapp 70 Minuten runter gespielt, aber hat trotzdem ordentlich Spaß gemacht.

Gesehene Spiele in dieser Saison: 24 von 24 Liga-Spielen = 100%. (Saison 2024/25: 85%)
Nach dem enorm wichtigen Heimsieg in der Vorwoche konnte der KSC nun auswärts nachlegen. 3:1 gegen den 1. FC Magdeburg, erneut teilen sich Ben Farhat und Wanitzek die Tore auf. Zur Wahrheit gehört aber auch: Der Gegner war lange Zeit recht schwach, kam aber nach seinem Anschlußtreffer zum 1:2 doch noch einige Mal gefährlich vor das Tor, so dass sich der KSC über ein Unentschieden nach 2:0 Führung nicht hätte beschweren dürfen. Aber so steht der KSC bei nun 33 Punkten, wenn noch zwei weitere Siege dazu kommen, dann ist die Saison durch.

Kino am Dienstag, Konzert am Mittwoch, Bürotag am Donnerstag – trotz der spätabendlichen Einschränkungen im S-Bahn Verkehr bin in dieser Woche gut durchgekommen. So ist diese elende Umleitung über die Treppe am Ausgang des Ostbahnhofes das nervigste in den letzten Tagen gewesen. Am Streiktag musste (naja, was heißt schon „musste“) ich abends noch einmal in die Stadt und nachts zurück, selbst das klappte mit dem Notfahrplan der U-Bahn ausgesprochen gut, wurde aber – jedenfalls zu meinen Zeiten – nicht stark angenommen, wie dieses Bild auf der Rückfahrt zeigt.


- Statistik Februar 2026: Die Klickzahlen gingen im kurzen Februar etwas nach oben, es gab die meisten Seitenabrufe seit August 2025 und eine Steigerung gegenüber dem Vorjahresmonat um ca. 1/3. Die CTR bei Google blieb unverändert bei 1,0%. Der Top-Artikel des Monats war zum achten Mal in Reihe die Musik bei Ina’s Nacht, gefolgt von dem Beitrag zum Song Crimson and Clover. Direkt dahinter platzierte sich der Wochenrückblick mit den Fantasy Filmfest White Nights. Ein anderer Trend aus dem Vormonat hat sich noch verstärkt: Mittlerweile betrug der Traffic aus den USA ca. 40% und lag nur knapp hinter dem aus Deutschland. Direkt dahinter: Hongkong und Singapur. Was diesen Taffic eint ist, dass es laut Messung keine erkennbare Verlinkung oder Suchabfrage zu diesen Seiten gab, die weit im Archiv versteckt liegen, und jede zu Grund liegende Session genau einen Seitenabrufe machte. Als würde die Statistik gecheatet werden. Etwas unbefriedigend für mich als Statistik-Nerd.
- Berlinale 2026: Der Blog Out Takes mit einem Fazit zur Berlinale und über vier dort besonders hervorzuhebenden Filmen.
- Auf verlorem Posten: Ob so ein Postfach eine gute Idee ist? Der Blog Ruminarium hat es versucht und stieß dabei auf einige Schwierigkeiten.
- Zwischen Transsylvanien und Donaudelta: Wer auf der Suche nach einem Urlaubsort ist, hat vielleicht nicht unbedingt Rumänien im Kopf. Aber Christine war dort und berichtet von ihrem spannenden Aufenthalt.

Heute mal was deutschsprachiges. Aus der recht neuen Musikrichtung NNDW (oder auch Neue Neue Deutsche Welt) kommt der Pfälzer Nils Keppel. Zugegeben, wäre er ein internationaler Musiker, würde man es vielleicht eher als Post Punk bezeichnen, was er da macht, aber so liegt der Vergleich mit den Anfängen des NDW Anfang der 1980er nahe. Wie auch immer, Musik ist Musik und Keine Zukunft die großartige Single seines Debutalbums Super Sonic Youth.
Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und habt einen guten Start in die neue Woche!
Ein Kommentar
bullion
Ach spannend, auch bei mir ist der US- und Hongkong-Traffic enorm angestiegen. Meist werden alte Seiten aus dem Archiv aufgerufen. Ob das KI-Bots sind, die nicht rausgefiltert werden? Hatte alleine im Februar über 8.000 Aufrufe, was ca. doppelt so viel ist, wie normal. Bisher war Jetpack gut darin Bots rauszufiltern, doch das hier ist echt seltsam. Schade, dass die Statistik dadurch verfälscht wird. Zumindest ist der Traffic verteilt und nicht, wie es sonst mal war, alles innerhalb von ein paar Minuten.