So viele Worte: Ausblick auf mein Lesejahr 2026

Wie bereits schon im vergangenen Jahr (Beitrag 2025) möchte ich euch auch für 2026 einen Ausblick auf mein Lesejahr geben. Bei Goodreads habe ich mir 12 Romane zum Ziel gesetzt, im Prinzip also jeden Monat einen Roman. Das klingt erst einmal realistisch. Im vergangenen Jahr habe ich schließlich 13 geschafft, 2024 waren es 14 und 2023 ebenfalls 13 Romane. Das Ziel für 2026 sollte also erfüllbar sein.

Oder doch nicht? Zu Beginn dieses Jahre habe ich mich mal wieder an einen sogenannten Klassiker gewagt, und das ist ein richtig dicker Schinken. Die Brüder Karamasow von Fjodor Dostojewski. Und bisher ist es recht zäh. Ich bin seit Anfang Dezember dran und habe bis jetzt noch nicht einmal die Hälfte geschafft. Aber aufgeben ist nicht, auch wenn mir das als Start jetzt schon den Monatsschnitt kaputt machen könnte.

Als Sidequest bin ich übrigens dabei, die Vorlage für meine Roman Reviews zu überarbeiten. Ich würde gerne das traditionelle Cover-Foto zu einer knappen Infografik erweitern. Das hier ist der erste Entwurf. Was haltet ihr davon?

Wenn ich mit den Brüdern erst einmal durch bin, dann könnte ich mich an meinen sogenannten SuB wenden, dem Stapel der ungelesen Bücher. Diese haben die erste Hürde bereits überwunden, denn sie befinden sich bereits in meinem Besitz. Im SuB liegt mit dem Science-Fiction Roman Der dunkle Wald von Cixin Liu der zweite Teil der Trisolaris-Reihe bereit. Hoffentlich schaffe ich ihn zu lesen, bevor Netflix die zweite Staffel der Serienverfilmung veröffentlicht. Allerdings ist das ein weiterer dicker Türstopper. Kürzer ist dagegen Stoner von John Williams, der bereits meinen Roman des Jahres 2023 geschrieben hatte. Außerdem liegt auf dem SuB noch der dsytopische Roman Das Lied des Propheten des irischen Schriftstellers Paul Lynch. Auf dem Kindle steht von Brandon Q. Morris mit Die erste Kosmonautin eine weitere Fortsetzung bereit. Und schließlich habe ich von Anne Frasier den Thriller Die Toten schlafen nie hier, gerettet aus dem öffentlichen Bücherschrank. Alleine mit diesen Büchern wäre also schon die Hälfte meines Leseziels für dieses Jahr erfüllt.

Vorgemerkt ist jedoch noch mehr. Dafür nutzt ich die Merkliste von Amazon – was jedoch nicht bedeutet, dass ich mir die Bücher auch automatisch dort bestellen werde. Wie auch immer. Obwohl ich Fortsetzungsromane eigentlich gar nicht so sehr mag, stehen einige von ihnen auf meiner Merkliste. Allen voran Simon Becketts Kalte Asche, sowie mit Das Labyrinth der Lichter der Abschlußband von Carlos Ruiz Zafóns Reihe Friedhof der vergessenen Bücher. Ein weiterer Teil der inoffiziellen achten Staffel von Deep Space Nine steht ebenfalls auf der Liste: Zwielicht von David R. George III. Unverändert zum letzten Jahr: Zwei weitere Krimireihen warten schon seit längerem auf eine Fortsetzung: Zum einen der jüdische Kommisar Oppenheimer von Harald Gilbers, der in den letzten Tagen des zweiten Weltkriegs ermittelt. Mittlerweile gibt es offenbar bereits acht Bände der Reihe, bei mir würde als nächstes Band 3: Endzeit anstehen. Die zweite Krimireihe führt ins Elsass: Nachdem mir der erste Band von Jules Vitrac im Frankreich-Urlaub ganz gut gefiel, wäre eigentlich die Fortsetzung Der Teufel von Eguisheim auch mal an der Reihe. Aber vielleicht muss ich dafür erst selbst wieder nach Frankreich?

Eine weitere Kategorie sind neue Werke von für mich bekannten Autoren. Klara und die Sonne wurde mir empfohlen vom zweimaligen Listen Up! Gewinner Kazuo Ishiguro (also er ist der Autor, nicht der Empfehler, klar). Thomas Willmann, der mit Das finstere Tal einen meiner Lieblingsromane geschrieben hat, steht auch der Liste, von ihm gibt es mit Der eiserne Marquis einen weiteren Roman zu entdecken, der im Gegensatz zu seinem ersten wohl eher in die Richtung Steampunk geht.

Gänzlich frische Autoren und Autorinnen stehen natürlich auch auf meiner Liste. Zunächst ein Übertrag aus dem Vorjahr, denn bei diesen hat sich der Status nicht verändert: Herr der Fliegen von William Golding ist ein Werk, dessen Geschichte immer wieder als Referenz herhalten muss. Frischerer Natur sind die Thriller Fünf Winter von Thomas Wörtsche und Vernichten von Michel Houellebecq.

Neu auf die Liste gewandert sind in den letzten Monaten dagegen: Yellowface von Rebecca F. Kuang, Schwebende Lasten von Annett Gröschner und Das Leben fing im Sommer an von Christoph Kramer, allesamt sehr gehyped in den letzten Jahren. Dann würde ich gerne mal einen Blick auf die Dystopie Metro 2033 von Dmitry Glukhovsky riskieren, seit ich ihm im vergangenen Jahr mal in einem Vortrag erleben durfte. In einer Bestenliste habe ich den Roman Die Glasglocke über eine junge Frau in den 1950ern von Sylvia Plath gefunden. Die Liste wird vervollständigt von drei weiteren Romanen, auf die ich in den letzten Monaten durch Tipps aus der Blogosphäre aufmerksam geworden bin: Der historische Roman Vardo von Kiran Millwood Hargrave, die Social Media Kritik Die Kinder sind Könige von Delphine Vigan und der Science-Fiction Roman Vakuum von Phillip P. Peterson. Und als Abschluß qualifiziert sich der Roman mit dem Titel Zwischen neun und neun von Leo Perutz eigentlich fast von selbst.

Insgesamt also genug Stoff für 2026. Und es wird mit Sicherheit auch noch einiges dazu kommen, woran ich heute noch nicht einmal denke. Außerdem fehlt mir noch etwas mehr aus dem Selfpublishing-Bereich, um auch dieses Segment weiter zu unterstützen.

Macht mir das Leben noch etwas schwerer – welche Romane haben euch in den letzten Monaten außerordentlich gut gefallen?

2 Kommentare

  • dj7o9Sabine

    Oh schön, Frau Gröschner ist auf deiner Liste gelandet 🙂 Mein Lesejahr ist sehr gut losgegangen – ganz besonders begeistert mich meine aktuelle Lektüre „Kindheit – Jugend – Abhängigkeit“ von Tove Ditlevsen.
    Ich glaube bei Dostojewski ist „Schuld und Sühne“ vielleicht die bessere Einstiegsdroge…
    Ganz liebe Grüße, Sabine

  • bullion

    Ich kann nur die „The Expanse“-Reihe empfehlen. Weil ich nichts anderes gelesen habe und weil es für mich wirklich die perfekte Science-Fiction ist. Bin jetzt beim vorletzten Band (dem achten) und vermisse die Bücher quasi jetzt schon.

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