Listen Up! 2025 (I): Die besten Konzerte, Alben, Romane und Sport-Events des Jahres
Herzlich Willkommen zum großen und traditionellen Jahresrückblick! Die Adventszeit sollte eine Zeit der Besinnung sein und so besinne ich mich jedes Jahr kurz vor dem Ende des Jahres noch einmal darauf, was denn im vergangenen Jahr alles gut war. Im ersten Teil des Rückblickes widmen wir uns den Themenbereichen Literatur, Musik und Sport. Viel Spaß!

Die erste Kategorie des Jahres ist auch eine meiner Lieblingskategorien. Ich bin zwar nicht so ein Vielleser wie manch andere, aber ich lese kontinuierlich und auch gerne. In diesem Jahr habe ich insgesamt 13 Romane mit ca. 5000 Seiten gelesen. Davon standen 7 Romane bereits auf meiner im Januar geposteten Leseliste. Die anderen 6 kamen dementsprechend erst im Laufe des Jahres dazu. Mein Lesevolumen ist weitesgehend konstant geblieben: 2024: 14 Romane mit 4.600 Seiten, 2023: 13 Romane mit 5.100 Seiten. Das Verhältnis zwischen gedrucktem Buch und kindle lag in diesem Jahr bei 7:6 und zwischen männlichen und weiblichen Autoren ebenfalls bei 7:6. Ich versuche, jedes Jahr Werke aus möglichst vielen verschiedenen Regionen zu lesen. Dieses Mal kamen vier der Romane von Schreibenden aus Deutschland, zwei aus Österreich und zwei aus den USA. Auf jeweils eine Nennung kamen: Frankreich, UK, Spanien, Mexiko und China. Da ist durchaus noch etwas mehr Varianz möglich. Mit Hans Fallada gab es lediglich einen Autoren, den ich vorher schon einmal gelesen hatte, bisherige Listen Up! – Preisträger waren in diesem Jahr überhaupt nicht darunter.
Nun aber genug der Vorrede, jetzt wird der erste Preis des Jahres vergeben!
Im weiteren Kreis:
Jaume Cabré – Die Stimmen des Flusses (Spanien, 2004, Beitrag)
Sebastian Fitzek – Mimik (Deutschland, 2022, Beitrag)
Caroline Hofstätter – Das Ewigkeitsprojekt (Österreich, 2019, Beitrag)
Victor Hugo – Der Glöckner von Notre-Dame (Frankreich, 1831, Beitrag)
Ivy Pochoda – Sing mir vom Tod (USA, 2023, Beitrag)
Die Top 5:
5. Isabel Cañas – Die Hazienda (Mexiko, 2022, Beitrag)

4. Cixin Liu – Die drei Sonnen (China, 2007, Beitrag)

3. Simon Beckett – Die Chemie des Todes (UK, 2006, Beitrag)

2. Simone Trojahn – Das Vermächtnis des Grauens (Deutschland, 2023, Beitrag)

1. Hans Fallada – Kleiner Mann – was nun? (Deutschland, 1932, Beitrag)

Damit hat mit Hans Fallada genau der eine Autor gewonnen, von dem ich vorher schon etwas gelesen hatte. Auf den zwei Plätzen danach finden sich zwei düstere Thriller wieder, eine Genrefarbe, die ich in diesem Jahr ungewöhnlich oft auf der Leseliste hatte.

Mit der zweiten Kategorie tue ich mich Jahr für Jahr immer etwas schwerer. Ich nutze weiterhin keine Abo-Dienste für Musik, sondern kaufe mir Alben digital. Aber lange nicht mehr so euphorisch wie früher. Die Gelegenheiten, zu denen ich Musik höre, werden einfach weniger. Und trotzdem mag ich das Album als Kunstform immer noch gerne, es ist ein Meilenstein in der Karriere aller Künstler und Künstlerinnen.
In diesem Jahr habe ich 25 Alben auf meiner Liste. Das ist im Vergleich zu dem, was wöchentlich so erscheint, ausgesprochen wenig. Ich behaupte auch gar nicht, dass ich da noch einen großen Überblick habe, nicht einmal in meinen bevorzugten Musik-Genres. Was ich damit sagen möchte: Die Auswahl auf meiner Liste ist relativ willkürlich, die Wahrscheinlichkeit, dass phänomenale Alben an mir unerkannt vorbei gegangen sind, ist sehr hoch. Aber immerhin kannte ich von diesen 25 Alben bei 15 die Artists dahinter noch zum letzten Jahreswechsel nicht, die anderen 10 waren für mich bekannte Namen. Die Ohren habe ich also immer noch offen für Neues. Die meisten Alben kamen aus UK (8mal), gefolgt von den USA (6mal) und Australien (3mal). Je zwei Alben kamen aus Deutschland und Kanada. Je einmal sind Irland, Island, Chile und Spanien vertreten.
Das hier sind die Alben, die mich über das Jahr hinweg am häufigsten und am besten begleitet haben:
Im weiteren Kreis:
Bilk – Essex, Drugs and Rock and Roll (UK)
Greet Death – Die In Love (USA)
Merpire – Milk Pool (Australien)
Panic Shack – Panic Shack (UK)
Press Club – To All The Ones That I Love (Australien)
Roller Derby – When The Nights Comes (Deutschland)
Rosalía – Lux (Spanien)
The Tubs – Cotton Crown (UK)
Whitney – Small Talk (USA)
Die Top 5:
5. Of Monsters And Men – All Is Love And Pain In The Mouse Parade (Island)
4. We Lost The Sea – A Single Flower (Australien)
3. Pulp – More (UK)
2. The Boojums – The Boojums (Kanada)
1. The Ting Tings – Home (UK)
And the winner is: The Ting Tings – that’s the name! Ein überraschendes Folk-Album von ihnen: unspektakulär, aber schön. Dahinter mit The Boojums ein echter Newcomer, bevor mit Pulp eine Band mit einem tollen Comeback-Album folgt.

Konzerte sind toll, Konzerte machen Spaß. Im besten Fall geht man komplett in der Musik auf und ist nur im hier und jetzt. Es ist eine unmittelbare Erfahrung, die nur einmal so statt finden kann, es lässt sich nicht wiederholen, es lässt sich nicht verschieben. Es ist ein Zusammenspiel vieler Faktoren, die zu einem gelungenen Konzert beitragen müssen. Neben dem Live-Act selbst muss auch das drumherum passen.
In diesem Jahr war ich auf insgesamt 18 Konzerten. Dabei hatte ich keine bevorzugte Konzert-Location, ich war an keinem Ort für mehr als zwei Konzerte. Die meisten Acts kamen aus UK (6mal), Deutschland (5mal) und den USA (4mal). Exotisch wurde es bei Australien, Schweden und Österreich. Zwei Konzerte lagen bei über 70€ (Iggy Pop und The Black Keys) und weitere 4 bei über 50€. Mit Wanda und Press Club waren in diesem Jahr zwei ehemalige Titelträger dabei. Neun der Acts – und damit die Hälfte – habe ich das erste Mal live gesehen. Zusätzlich war ich noch auf zwei bunten Band-Abenden in München, so dass insgesamt 23 Nominierte auf der Liste standen.
Das hier waren in diesem Jahr meine Favoriten:
Im weiteren Kreis:
Bilk (UK, Live/Evil (München), Beitrag)
The Black Keys (USA, Alsterdorfer Sporthalle (Hamburg), Beitrag)
Black Rebel Motorcycle Club (USA, Muffathalle (München), Beitrag)
Dina Summer (Deutschland, Rote Sonne (München), Beitrag)
Iggy Pop (USA, Tollwood (München), Beitrag)
The Reytons (UK, Hansa 39 (München), Beitrag)
Streuner (Deutschland, Roody (München), Beitrag)
Die Top 5:
5. Panic Shack (UK, Orangehouse (München), Beitrag)
4. Press Club (Australien, Strom (München), Beitrag)
3. The Libertines (UK, Tonhalle (München), Beitrag)
2. Young Rebel Set (UK, Ampere (München), Beitrag)
1. Wanda (Österreich, Tollwood (München), Beitrag)
Und am Ende sind es dann doch die großen Namen, die verlässlich vorne stehen. Wanda ist nach einem Jahr Pause wieder ganz oben. Ob sie diesen Titel im nächsten Jahr verteidigen werden können ist äußerst fraglich, schließlich wollen sie 2026 lediglich ihr Weihnachtskonzert in Wien geben. Young Rebel Set waren dagegen nach einer deutlich längeren Pause wieder zurück auf den Bühnen. Und auch bei The Libertines und Press Club wußte ich vorher, was man bekommt. Dementsprechend waren Panic Shack die besten Newcomer 2025 und sie Press Club und Bilk die drei einzigen Doppelnennungen im Musikbereich in diesem Jahr.

Mittendrin statt nur dabei. War Inhalt und Qualität des TV-Senders DSF bzw. Sport1 immer mal wieder diskussionswürdig, war zumindest ihr alter Werbeclaim ein Volltreffer. Beschreibt er doch mit wenigen Worten das, was ein Live-Event vor Ort ausmacht. Man ist nicht nur Beobachter eines Ereignisses, sondern man ist ein Teil dessen. Man spürt die Stimmung, das Wetter, die Aufgeregtheit aller.
Auch in diesem Jahr war ich wieder bei einigen Sport-Events live vor Ort. Am häufigsten war ich beim Fußball, aber auch öfter beim Eishockey, einen Tag beim Tennis und erstmals war ich auch bei einem Basketball-Spiel mittendrin. Das hier waren die eindrucksvollsten Erlebnisse:
Im weiteren Kreis:
Eishockey, DEL (M): EHC Red Bull München – Adler Mannheim (SAP Garden (München), Beitrag)
Eishockey, DEL (M): EHC Red Bull München – Schwenninger Wild Wings (SAP Garden (München), Beitrag)
Die Top 5:
5. Fußball, 2. Bundesliga (M): SSV Jahn Regensburg – Karlsruher SC (Jahnstadion (Regensburg), Beitrag)

4. Eishockey, DEL (M) Play-Offs: EHC Red Bull München – Adler Mannheim (SAP Garden (München), Beitrag)

3. Tennis, BMW Open (M, Einzel + Doppel): Achtelfinale (MTTC München, Beitrag)

2. Fußball, 2. Bundesliga (M): SpVgg Greuther Fürth – Karlsruher SC (Sportpark Ronhof (Fürth), Beitrag)

1. Fußball, Nations League (M) Finale: Portugal – Spanien (Allianz Arena (München), Beitrag)

Das teuerste Event war am Ende auch das Beste! Aber es war immerhin das Finale eines europäischen Wettbewerbes mit Verlängerung, Elfmeterschießen (wenn auch auf das gegenüberliegende Tor) und Pokalübergabe. Bei aller Liebe, da kann selbst der Auswärtssieg des KSC nicht mithalten.
***
Der zweite und letzte Teil des großen Jahresrückblicks folgt am Silvestertag, Habt bis dahin eine gute Zeit und genießt die Feiertage!
***
Siehe auch: Listen Up! Jahreshighlights
Listen Up! 2025: (I) Konzerte, Alben, Romane und Sport-Events // (II) Couchfilme, Kinofilme und Serien
11 Kommentare
bullion
Da fängt er jetzt schon mit Jahresrückblicken an! 😮
Nicht, dass ich jetzt einen Druck verspüren würde… 😉
Nummer Neun
Du weißt ja, nur unter Druck entstehen Diamanten… und im letzten Jahr ging der erste Teil des Jahresrückblicks sogar schon am 18.12. online!
Von meinen Top 5 Romanen in diesem Jahr müsstest du ja… zumindest 2 kennen?
bullion
Genau, zwei kenne ich davon und mochte ich auch.
Romy Matthias
Bei einigen Platzierungen stimme ich dir vollkommen zu. LG Romy
Nummer Neun
Sehr schön – vielen Dank 🙂
Jenny
Hey, du hast Iggi Pop gesehen! Voll gut!
Liebe Grüße!
Nummer Neun
Danke, darauf hatte ich auch wirklich Jahre gewartet 🙂
maipenquynh
Spannend, dass du Alben tatsächlich kaufst. Ich würdige viel zu selten die Arbeit von Künstler:innen, die dahinter steckt, dass sie Lieder gewissermaßen kuratieren, in eine Reihenfolge bringen und das in ein Album gießen (zumindest stelle ich mir das so vor, dass da schon eine gewisse Überlegung dahinter steckt, eine Selektion und Reihenfolge an Liedern zu machen). Ich höre zu viele Spotify-Playlisten und so verkommt Musik zu oft zu einer Hintergrundtätigkeit und wird zu selten bewusst gehört.
Nummer Neun
Dafür habe ich keinen Musik-Streamingdienst aboniert. Neue Musik teste ich dann über YouTube oder über Bandcamp an und komme damit eigentlich ganz gut zurecht. Auch wenn mir klar ist, dass das alles etwas altmodisch klingt 😀 Immerhin kaufe ich die Alben nur noch digital.
maipenquynh
Ich habe zuletzt überlegt mir einen CD-Player anzulegen, so altmodisch klingt das was du machst also nicht. Wie kommst du dann eigentlich auf neue Musik? Und ich habe diese Rubrik letztens im Wochenrückblick nicht mehr gesehen. Wird es diesen dieses Jahr weiterhin geben? Nachdem ich in der Vergangenheit das nur wahrgenommen, selten aber auch angenommen habe im Sinne von mal selbst reinhören, hatte ich überlegt, das 2026 mal häufiger zu machen, um selbst auf neue Musik zu kommen.
Nummer Neun
Neue Musiktipps finde ich eigentlich meist entweder über Plattentests.de oder über direkte Empfehlungen aus dem Freundeskreis. Dann höre ich mir das bei YouTube oder Bandcamp an und wenn es mir gefällt, hole ich mir das Album.
Hier wird es diese Rubrik auch weiterhin geben. Nur Anfang des Jahres ist sie immer etwas schwer zu befüllen 😉