Der richtige Ton,  Was mit Medien

Der Monatsrückblick Dezember 2020

Frohe Weihnachten, liebe Lesenden!

Ich hoffe, ihr habt das etwas andere Weihnachtsfest in diesem Jahr genießen können. Ich verbringe zur Zeit die Tage in der Heimat – nachdem ich in den beiden Wochen davor niemanden mehr gezielt getroffen habe und am Montag noch für einen Schnelltest unterwegs war und in diesem Zusammenhang das erste Mal seit Silvester 2019/20 das Strom besucht habe. Die Erwartungen, die ich damals an 2020 hatte – sie waren definitiv anders als das, was dann passiert ist. Aber gut, so wird es vermutlich der Mehrheit auf diesem Planeten gehen.

*** Foto des Monats ***

Ein klassisches Weihnachtsmotiv aus München: Der Weihnachtsbaum am Marienplatz mit dem Rathaus und der Kirche im Hintergrund. Und ja, das Bild hätte natürlich auch noch etwas besser belichtet sein können.

*** Serien ***

In den letzten Jahren hatten viele stark gestartete Anthologie-Serien (also Serien, die in jeder Staffel ein neues Setting bieten) gewisse Probleme mit ihrer zweien Staffel. Nachzuschlagen bei True Detective oder American Crime Story. Wie wird sich nun der Nachfolger des fantastischen Spuk in Hill House schlagen? Dazu gibt es in diesem Monat noch einige weitere Neustarts, sowie die lang erwartete Fortsetzung eines britische Crime-Hits. Ein picke-packe-volles Programm also, an so einem Lockdown ist ja schließlich nicht alles schlecht. Auf geht’s, Jahres-Endspurt!

Cobra Kai (Staffel 2 / 10 Folgen – Netflix) – 8 von 10

Der Konflikt zwischen Johnny Lawrence (William Zabka) Cobra Kai Dojo und dem neuen Dojo seines Erzfeindes Daniel LaRusso (Ralph Macchio) spitzt sich immer weiter zu und zieht bald die ganze Schule in seinen Bann. Die Verstrickungen zwischen den Jugendlichen werden immer komplizierter und als dann Johnnys alter Sensei Kreese (Martin Kove) auftaucht, heizt dieser die Spannungen noch weiter an. War ich nach der ersten Staffel nur recht verhalten begeistert, gefiel mir die zweite Staffel doch etwas besser. Wie in einer Soap werden die Konflikte zwischen den Jugendlichen langsam gesät und entladen sich dann in einem großen, abschließenden Kampf am ersten Schultag. Dessen Ende gibt dem Zuschauer dann auch noch mal ordentlich einen mit. Neben den beiden Ziehsöhnen der Kontrahenten (Xolo Maridueña und Tanner Buchanan) erhält nun auch die LaRusso Tochter (Mary Mouser) mit der vorlauten Tory (Peyton List) eine passende Widersacherin. Gut ist, dass nicht mehr alle (bzw. die meisten) Charaktäre einfach nur nett sind, sondern auch ein paar negativere Facetten bekommen, sei es nun Daniel, der sich so in die Situation hinein steigert, dass er alles andere vernachläsigt, oder Hawk (Jacob Bertrand), der sich mehr und mehr der dunklen Seite der Macht zu wendet. Da hat man die Serie in einigen Aspekten noch einmal gut weiter entwickelt.

Das letzte Wort (Staffel 1 / 6 Folgen – Netflix) – 6 von 10

Als Karlas (Anke Engelke) Mann Stephan (Johannes Zeiler) plötzlich stirbt, bricht für sie und ihre Kinder (Nina Gummich und Juri Winkler) eine Welt zusammen. Bei den Vorbereitungen zur Beerdigung mit dem Bestatter Andreas Borowski (Thorsten Merten) kommt sie mit dem Beruf eines Trauerredners in Berührung, den sie dann auch selbst ergreift, um mit ihrer eigenen Trauer fertig zu werden. Weil so ganz kann sie mit ihrem Mann einfach nicht abschließen. Da man es im Zusammenhang mit dieser Serie öfter mal lesen konnte: Nein, ein deutsches After Life ist das hier nicht. Dafür fehlt die Qualität und die Melanchonie. Zwar ist es durchaus ganz nett und nachvollziehbar erzählt, wie die Familienmitglieder mit dem Verlust umgehen, mehr aber auch nicht. Die Serie versucht verschiedene Richtungen, aber letztlich keine konsequent: Sie ist weder richtig witzig, noch richtig dramatisch, noch richtig skurill. Engelke als (in der Serie in wenigen Minuten dazu gewordene) unkonventionelle Trauerrednerin hat immer den selben Trick drauf: Die Beerdigung nicht traurig werden zu lassen, sondern Gefühle auszuleben. Ihre Reden sind nur kurz zu sehen und etwas unpersönlich. Kein Vergleich zu der legendären BoJack Horseman Episode, in der dieser eine ganze Folge lang eine mitreißende Trauerrede auf seine Mutter hält. Aber das hier ist dagegen auf Dauer etwas zu wenig. Und ehrlich gesagt: Am interessanten war da noch das Bestatterbusiness rund um Borowski und seinen Sohn (Aaron Hilmer). Davon dürfte es gerne noch etwas mehr geben.

The Good Lord Bird (Staffel 1 / 7 Folgen – Sky Atlantic) – 7 von 10

USA im Jahr 1859: Ein junger Sklave (Joshua Caleb Johnson) wird Mitglied der Brown-Familie, angeführt von dem umstrittenen Sklaverei-Gegner und Prediger Josh Brown (Ethan Hawke). Fortan reist er mit ihnen durch Kansas, um Sklaven zu befreien und Geld für ihre Mission zu sammeln. Schließlich wird er in den Überfall auf das US-Arsenal in Harpers Ferry hineingezogen. Klingt nach einem ernsten Thema? Dieses wird aber erstaunlich locker erzählt. Das liegt zum einen am wahnsinnig guten Hawke als abgehalfteten und ewig schwafelnden Anführer. Zum andern an dem nicht minder guten Johnson, der sich in Frauenklamotten durch die Szenerie schlägt, weil zu Beginn Prediger Brown ihn für ein Mädchen hält und den Fehler nie korrigiert. Auch die Nebenfiguren machen Spaß, allen voran Daveed Diggs als Frederick Douglass. So macht es also wirklich Spaß, den Figuren auf ihrem Weg zu folgen. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Story für die überschaubare Anzahl von 7 Episoden schon etwas zu dünn ist. Grade den Mittelteil hätte man straffen können. Und dann hätte das ernste Thema durchaus noch ein paar mehr emotionale Schläge in die Magengrube verdient gehabt. Besonders im Kontrast zum teilweise lockeren Plauderton hätte das gut funktionieren können.

Lovecraft Country (Staffel 1 / 10 Folgen – Sky Atlantic) – 7 von 10

In Chicago entdeckt der aus dem Koreakrieg zurückgekehrte Atticus Freeman (Jonathan Majors) einen Brief seines verschwundenen Vaters Montrose, in dem der junge Mann dazu aufgefordert wird, dem Erbe seiner Familie in einem Ort namens Ardham nachzuspüren. Gemeinsam mit seinem Onkel George (Courtney B. Vance) und Letitia Lewis (Jurnee Smollett), einer Freundin aus Kindertagen, begibt sich Atticus auf eine Reise, die schnell unheimliche Züge annimmt. Und blutig wird, äußerst blutig! Es ist eine richtige Horrorserie, eine Tour de Force, die die Protagonisten hier durchleben müssen. Neben dem fantastischen Horror müssen sie auch dem realen Horror des Rassismus durchleiden, der die USA der 1950er durchseucht hatte. Die zehn Folgen selbst sind überraschend abwechslungsreich gestaltet, von Monstern über Geister und Bessenheit ist da einiges dabei, es gibt blutdürstige Sekten und Körperwandler, und auch Science Fiction-, Zeitreise- und Abenteuer-Elemente finden sich wieder. Leider verpuffen die finalen Folgen ein wenig und an manchen Stellen wurde es mir zu viel Hexerei und Zaubersprüche aus alten Büchern, was dann leider den Reiz für mich etwas heraus genommen hatte. Und auch Hauptdarsteller Majors fand ich in seiner Rolle auf Dauer etwas ermüdend, grade im Vergleich zu den guten Co-Stars Vance, Smollett und Aunjanue Ellis. Schade, das Grundkonzept aus hochwertigen Gore-Elementen und die Verknüpfung mit den realen Problemen der Schwarzen zu der Zeit hätte sonst tatsächlich noch etwas besser zünden können.

Luther (Staffel 5 / 2 Folgen – ZDFneo) – 8 von 10

Nach über vier Jahren meldet sich DCI Luther (Idris Elba) wieder zum Dienst. Aber gleich zu Beginn wird er brutal überfallen und entführt. Auftraggeber hierfür ist der Gangsterboss Cornelius (Patrick Malahide). Dessen Sohn ist entführt worden. Luther bittet seinen Freund, den IT-Spezialisten Benny (Michael Smiley) um Hilfe. Kurz darauf hält eine Mordserie eines offenbar psychopathischen Killers, der besonders pervers und bizarr vorgeht, Luther und seine neue Kollegin (Wunmi Mosaku) in Atem. Und als dann auch noch Alice Morgan (Ruth Wilson) wieder auftaucht, brennt es an allen Ecken und Ende. Mit insgesamt 200 Minuten ist diese Staffel tatsächlich doppelt so lange wie die Vorgängerstaffel. Und in bester Stirb Langsam Manier passiert ständig etwas. Ist zu Beginn die neue Mordserie noch das spannendeste (und so grausam wie in den besten Nordic Noir Serien), tritt nach und nach der zweite Handlungsstrang um Cornelius und Alice Morgan immer mehr in den Vordergrund. Und das Ende der kurzen Staffel hat dann noch eine erschreckende Knaller zu bieten. Insgesamt also wieder eine gute Staffel, wenn auch nur in der Länge eines ausgedehten Fernsehfilms.

Spuk in Bly Manor (Staffel 1 / 9 Folgen – Netflix) – 5 von 10

Der Anwalt Henry Wingrave (Henry Thomas) sucht für seine Nichte Flora (Amelia Bea Smith) und seinen Neffen Miles (Benjamin Evan Ainsworth) eine neue Erzieherin und stellt dafür die Amerikanerin Dani Clayton (Victoria Pedretti) ein. Sie zieht nur wenig später auf den Landsitz Bly Manor, wo sie von nun an mit den beiden Waisenkindern und der Haushälterin Hannah Grose (T’Nia Miller) zusammenleben soll. Schon kurz nach ihrer Ankunft beschleicht sie allerdings das Gefühl, dass unheimliche Dinge vor sich gehen. So wie der Vorgänger Spuk in Hill House, schafft es die neue Serie auch, eine gruselige Grundatmosphäre zu erzeugen. Das nächtliche Haus, der kleine, vernebelte See – die Location verspricht einiges. Der Spannungsaufbau ist ähnlich ruhig wie bei Hill House, auch hier werden Schockmomente eher behutsam eingesetzt. Warum diese Staffel nicht auch absolut großartig geworden ist, hat also andere Gründe. So funktionert der Drama-Aspekt dieses Mal überhaupt nicht, die Figuren schaffen es nicht wirklich, interessant zu werden. Der Gruselfaktor wurde zu weit nach unten gedreht, das Mysterium von Bly Manor will lange nicht so richtig zünden, aber dafür gibt es Dialoge über Dialoge, die sich teilweise im Kreis drehen. Die Story ist unrund: Die Rahmenhandlung, in der die eigentliche Geschichte erzählt wird, ist ziemlich unnötig und andere, zentrale Aspekte der erste Folgen, wie das Puppenhaus, werden nicht richtig aufgelöst. Nein, das war leider nichts und ich war sehr froh, dass der ganze Spuk nach neun Folgen endlich vorbei war.

They Were Ten (Staffel 1 / 6 Folgen – ZDFneo) – 8 von 10

Zehn Fremde treffen in einem herunter gekommenen Hotel auf einer tropischen Insel aufeinander. Als dann einer nach dem anderen ermordet wird ist klar, ein Mörder muss sich unter ihnen befinden. Nur wer? Jeder scheint eine zweilichtige Vergangenheit zu haben. Oft genug denke ich mir bei neuen Filmen und Serien: Technisch und schauspielerisch passt das ja, wenn doch nur die Story etwas runder und klarer wäre! Daran scheitert es oft. Um das zu umgehen hilft es, sich auf bekannte Vorlagen zu verlassen. So wie diese französische Produktion, die Agatha Christies Roman Und dann gabs keines mehr adaptiert. Es ist eine spannende Wer-ist-der-Mörder Geschichte vor tropischer Kulisse, sogar angereichert mit leichten Slasher-Elementen, wenn der unbekannte Mörder im dunklen Regenmantel seine Taten vollbringt. Bis zum Schluß rätselt man mit, wobei die Sympathien immer etwas hin und her springen. Die Figuren aus der alten Vorlage wurden modernisiert, die Geschichte ist in der Gegenwart angelegt. Mit Hilfe von Rückblicken werden die Vorgeschichten der Figuren und damit deren Leichen im Keller erklärt. Allerdings bleiben bei der Vielzahl der handelnden Personen und der überschaubaren Fläche von sechs Folgen die Figuren etwas platt – was es aber auch einfach macht, sie auseinander zu halten. Auch übertreibt man es machnmal mit den Rückblicken, was die Geschehnisse auf der Insel immer etwas ausbremsen. Aber insgesamt trübt das den positiven Gesamteindruck nicht.

Two Weeks To Live (Staffel 1 / 6 Folgen – Sky Atlantic) – 9 von 10

Die junge Außenseiterin Kim Noakes (Maisie Williams) verlässt die Isolation in der Wildnis und besucht zum ersten Mal einen Pub. Dort lernt sie den unbeholfenen Nicky (Mawaan Rizwan) und dessen Bruder Jay (Taheen Modak) kennen. Und ehe sich die beiden versehen, will Kim den Tod ihres Vaters rächen. Und als dann auch noch Kim’s Mutter (Tina Noakes) und schließlich zwei Polizisten (Jason Flemyng und Thalissa Teixeira) dazu stoßen, gerät die Situation endgültig außer Kontrolle. Wer auf Gangsterkomödien steht, ist bei dieser kleinen, englischen Serie genau richtig. Wer schon The End of the F*** World mochte, auch dem wird das hier gefallen. Die Serie ist witzig und abwechslungsreich (alleine schon der Showdown zwischen Kim und dem Mörder ihres Vaters ist fantastisch), bietet tolle und sympathische Figuren, ist locker inszeniert und ist voller kleiner Ideen. Die sechs mal 25 Minuten sind verdammt schnell weggeguckt, mehr musste es auch gar nicht sein. Es muss nicht immer das große Blockbuster-Kino in Serienform sein, oft reicht eine schmucke, kleine Idee. Gerne mehr davon, die Wurzeln für eine zweite Staffel wären ja gelegt!

ÜberWeihnachten (Staffel 1 / 3 Folgen – Netflix) – 7 von 10

Basti (Luke Mockridge) fährt über die Weihnachtsfeiertage zu seiner Familie in die Eifel, um dort Familie und alte Freunde wiederzusehen. Dort erwartet ihn jedoch nicht nur ein gemütliches Weihnachtsfest, denn seine Eltern (Johanna Gastdorf und Rudolf Kowalski) haben schlechte Neuigkeiten für ihn, während sein Bruder Niklas (Lucas Reiber) inzwischen mit Bastis Exfreundin Fine (Cristina do Rego, die endlich wieder laut Basti schimpfen durfte) liiert ist. Auch seine Kumpels haben sich verändert: Während er beruflich auf der Stelle tritt, sind sie inzwischen erfolgreich. Zum Glück unterstützen ihn seine Oma Hilde (Carmen-Maja Antoni) und seine alte Bekannte Karina (Seyneb Saleh), eine Exfreundin seines Bruders. Es ist eine Weihnachtsserie, man muss ihr einigen Kitsch verzeihen, genau wie die etwas vorhersehbaren Figuren. Der Papa ist grummelig, die Mutter besorgt, der Bruder schnöselig und wohnt deshalb natürlich in München, während Basti selbst natürlich unkompliziert und ein Teenager geblieben ist und als erfolgloser Musiker natürlich in Berlin lebt. Aber was soll’s, unterhalten hat mich die Serie trotzdem. Zum Glück konzentriert sie sich nicht zu sehr auf die Beziehung von Basti zu seiner Ex-Freundin, sondern ist eher die Geschichte, wie jemand aus der Großstadt zurück in die Heimat kommt. Vieles erkennt man aus dem eigenen Leben wieder und obwohl oft anders zu lesen war, fällt Mockridge als Schauspieler nicht negativ gegenüber dem Rest des Castes ab. Es gibt viel Musik (furchtbaren Deutsch-Pop), etwas zu oft das Stilmittel des Tagtraumes, und nach der großen, reinigenden Eskalation noch die große Aussprache. Vielleicht hätte auch ein TV-Film gereicht, aber nunja – man kann es sich schon anschauen und damit langt es für mich grade noch für die 7 Punkte.

Was bringt das neue Jahr? 2021 wird von Netflix direkt am 1. mit der fünften Staffel von How To Get Away With Murder und der dritten Staffel von Cobra Kai eröffnet. Auf Syfy geht es am 7. nahtlos mit der vierten Staffel von Wynonna Earp weiter. Die Cops von Brooklyn Nine-Nine ermitteln ab dem 10. endlich zum sechsten Mal, zu sehen ebenfalls auf Netflix. Im Ersten kann man ab dem 12. die dritte Staffel von Charité sehen, in der Mediathek gibt es die komplette Staffel bereits einige Tage früher. Das Nischenthema „Raumfahrt-Comedy“ erhält mit Moonbase 8 ab dem 19. etwas Zuwachs auf Sky Atlantic, sowie am 22. mit dem Start der Animation-Serie Star Trek: Lower Decks auf Prime Video. Und Netflix startet am 26. mit der zweiten Staffel von Snowpiercer – vermutlich werde ich mir dafür aber dieses Mal kein Zugticket mehr lösen.

*** Filme ***

Auch im Dezember fielen die Besuche im Kino aus. In der heimischen Flimmerkiste gab es dieses Mal, von alt nach jung sortiert:

Gremlins 2 (1990, Kabel Eins) war nicht ganz so gut wie der erste Teil. Zwar gab es einige lustige Szenen, das ganze war aber auch etwas zusammenhangslos. Aber wer weiß, wie viel der Sender raus kürzen musste, um ihn im Tagesprogramm zeigen zu können.

Nach langem mal wieder gesehen: Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith (2005, Pro Sieben).

Enemy (2013, Arte) von Denis Villeneuve war verstörend und faszinierend, mit einem tollen Jake Gyllenhaal in der doppelten Hauptrolle.

Gar nicht mal so gut und gruselig Teil 1: Devil’s Due – Teufelsbrut (2014, Sky on Demand) war sogar richtig öde, eine Variation von Rosemaries Baby im found footage style.

Gar nicht mal so gut und gruselig Teil 2: Krampus (2015, BluRay), obwohl die zweite Hälfte nach dem etwas lahmen Beginn schon ein gewisses Gremlins-Feeling vermittelt.

Auch beim zweiten Mal sehen bleibt Jurassic World: Das gefallene Königreich (2018, RTL) für mich Blockbuster-Kino der besseren Sorte.

Drei Engel für Charlie (2019, Sky Cinema) war nette Hochglanz-Action und anspruchslose Unterhaltung in einem.

Ruf der Wildnis (2020, Sky Cinema) war ein schöner Abenteuerfilm zur Zeit des Goldrausches am Klondike mit Harrison Ford als Co-Star des animierten Hundes Buck. Vorlage war ein Roman von Jack London.

Wirklich unglaublich klingt Die unglaubliche Geschichte der Roseninsel (2020, Netflix). Die italienische Produktion um eine künstliche Insel vor der Küste Riminis entspricht aber wohl grob der Wahrheit, herausgekommen ist ein netter kleiner Film und damit eine der besseren Netflix-Produktionen.

Geschichtskino, aber auch etwas langatmig war Louis van Beethoven (2020, Das Erste), bei dem mich die Dialekte der Figuren immer wieder etwas raus gebracht haben, besonders der Kölsche Zungenschlag.

*** Wie geht’s dem KSC? ***

Bilanz: 4 Spiele, 3 Punkte, Platz 14.

Nach vier Siegen in Folge schwang das Pendel wieder um und es setze drei Niederlagen zum Jahresausklang. Wobei Platz 14 übler klingt, als es ist, mit der Punktausbeute liegt man durchaus im Plan.

*** Musik ***

Fangen wir dieses Mal an mit Katla. Klingt klingonisch? Ist es aber nicht. Bei der Band handelt es sich um ein Duo aus Island – was man ihnen durchaus anhört. Wer bei ihnen an Sólstafir denkt, liegt schon mal ganz gut, die drummende Hälfte der Band war eben dort vorher beschäftigt. Katla singen auf isländisch, was den Gesang eher zu einem zusätzlichen Instrument machen. Sie wagen sich für uns hinaus in die winterliche Welt, auf den nasskalten und windigen Ozean und lassen uns atmosphärisch daran teil haben. Damit kann mit Sicherheit nicht jeder etwas anfangen, aber ich jedenfalls kann mich immer mal wieder für so eine Musik erwärmen. Wem das auch so geht und grade siebeneinhalb Minuten Zeit hat, sollte mal in Sálarsvefn reinhören

Von Island geht es weiter nach Schweden. Von hier kommen Pale Honey, die im November mit Some time, alone ihr drittes Album veröffentlicht haben. Voller schöner und leichter Dream Pop Nummern, hat es mir besonders Treat you good angetan. Leider ohne richtiges Video. Aber Bandcamp hat ja eh etwas mehr Support verdient.

*** Ausgefallener Post des Monats ***

Hier bin ich wunschlos glücklich, nach dem ich diesen Eintrag endlich fertig bekommen habe, der bereits seit Monaten auf meiner Agenda stand.

*** Linktipps ***

Ein paar Lesetipps aus den Weiten des Internets:

Welche Klischess bei einem Weihnachtsfilm nicht fehlen dürfen: Bei Weihnachtsfilmen lande ich persönlich ja eher bei Stirb Langsam oder Krampus – ander als Nicole von smalltownadventures. Sie schildert, was für sie einen richtigen Weihnachtsfilm ausmacht.

Das anderste Weihnachten aller Zeit: Lukas von CoffeeandTV über Rituale an Weihnachten und warum trotzdem jedes Jahr Weihnachten etwas anders ist.

100 Jahre Groß-Berlin: Inka von Blickgewinkelt gibt einen interessanten Überblick über die historische Entwicklung der Hauptstadt.

Villainous: Lust auf eine kleine Spielrunde? Shalima hat das Spiel Villainous getestet und besprochen – klingt nach einem interessanten Spiel.

*** Foodpic des Monats ***

Ein klassisches Weihnachtsessen gab es bei uns am 1. Weihnachtsfeiertag: Gans mit Knödel und Rotkraut. Was gab es bei euch so an den Feiertagen?

Und das war’s für 2020 mit den Monatsrückblicken. Die Bestenlisten für das Jahr folgen noch in den nächsten paar Tagen. Aber bis dahin erst einmal herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.

7 Kommentare

  • misscharlesdexterward

    Oh, da sind alle Serie an mir vorbeigerauscht – ungesehen :))
    Nein ehrlich, „Two Weeks To Live“ will ich auf jeden Fall noch ansehen. Ich hatte etwas Angst davor, weil ich mein Maisie-Bild nicht weiter trüben wollte, nach ihrem seltsamen Werwolfauftritt, aber Du machst mir Mut :))
    Netflix habe ich noch immer nicht aktiviert. Reiner Selbstschutz, da läuft mittlerweile so viel Interessantes, da hätte ich ja sonst für nix anderes Zeit!
    Na dann eine entspannte Jahreswende!

  • Stepnwolf

    Bei Katla hört man Sólstafir sehr raus. Aber ab und an morbid, krudes, düster mänderndes und dröhnendes Drumming geht durchaus. 😉
    „Two weeks to live“ hab ich auch noch auf meiner Liste. Und jetzt nach deinem Vergleich mit „The end of the…“ muss ich dann wohl doch zeitnah mal da reinschauen.

    • Nummer Neun

      Absolut! In gewissen Mengen höre ich sowas ja auch sehr, sehr gerne.

      Bin gespannt auf deine Meinung zur Serie! Ob sie dir dann am Ende auch gefällt oder nicht – aber bei dem Vergleich wirst du mir auf jeden Fall zu stimmen 😉

  • Miss Booleana

    Oh echt, du fandest die Charaktere in Haunting of Bly Manor nicht interessant? Die waren für mich mit das interessanteste. Auch den Fokus auf die Liebesgeschichte nach hinten raus fand ich ganz schön. Das Puppenhaus hatte denke ich keinen so großen Zweck wie vielleicht anfangs angedeutet wurde, außer dass es Flora bzw den Kindern dazu diente einen Überblick darüber zu bekommen welcher Geist gerade wo ist. Ist ja auch bei all dem was da abging manchmal schwer zu tracken …

    Luther habe ich ja auch aufgenommen, aber bisher noch nicht angeschaut. Ich dachte schon vor und nach(!) der vierten Staffel, dass sie das besser hätten sein lassen … aber dann noch eine 5., das war für mich jedenfalls eher eine unangenehme Überraschung. Aber wenn es dann schon da ist, bin ich auch neugierig …

    • Nummer Neun

      Ja, die Charatäre haben mich leider nicht gepackt. Auch das war im Spuk Hause sehr viel besser, da wollte ich wirklich wissen, was aus den Kindern geworden ist. Aber hier? Nö

      Luther S5 ist halt nicht viel mehr als ein langer Film. Das als Staffel zu verkaufen und nicht als Zweiteiler ist schon frech 😉 Wenigstens war diese wieder etwas besser als die eher durchschnittliche vierte Staffel.

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