Unterwegs

Ein Tagesausflug nach Rothenburg ob der Tauber

Vor ein paar Jahren ist eine Freundin von mir zurück in ihre Heimat nach Franken gezogen. Seit dem versuchen wir, uns einmal im Jahr für einen Ausflug zu Treffen. So kam ich im vergangenen Jahr zu einem tollen Besuch in Würzburg. Für dieses Jahr hatten wir uns auf einen Daytrip nach Rothenburg ob der Tauber geeinigt. In der Hoffnung, dort auch den Venedig-Effekt beobachten zu können: Ein sonst von Touristen heilos überlaufener Ort, der nun aber in Corona-Zeiten bestenfalls sehr viel entspannter zu besichtigen ist.

Was ich dabei nicht beachtet hatte: Die Anfahrt von München aus mit der Bahn gestaltete sich äußerst kompliziert. Umsteigen in Nürnberg. Umsteigen in Ansbach. Umsteigen in Steinach. Hier haben wir uns dann getroffen und sind mit dem Auto nach Rothenburg weiter gefahren. Übrigens alles pünktlich, die Bahn hatte tatsächlich geliefert! Nun waren wir also am vergangenen Sonntag in Rothenburg ob der Tauber und hatten wirklich allerbestes September-Wetter im Gepäck. Zum Einstieg zeige ich euch gleich das Fotomotiv, das in den letzten Jahren ja wirklich Insta Famous geworden ist:

Das ist übrigens das Plönlein und bezeichnet den ganzen Platz mit kleinem Brunnen, den beiden Türmen und dem gelben Fachwerkhaus. Aber zurück auf Anfang. Man betritt den historischen Stadtkern durch die Tore der umgebenen Stadtmauer. Auf dieser kann man spazieren, teilweise wird sie allerdings auch schnell etwas eng. Und im Moment herrscht dort auf der Mauer Einbahnstraßenverkehr.

Wie es sich für eine mittelalterliche Stadt gehört ist der Marktplatz der zentrale Punkt, an dem das Rathaus auf verschiedene Cafés in alten Fachwerkhäusern trifft. Was für das ganze Zentrum gilt, trifft hier besonders zu: Alles ist sehr sauber und super gepflegt. Vom Marktplatz aus gehen die größeren Straßen ab, die sich danach in kleinere Wege verzweigen. Alles fast exklusiv für Fußgänger. Neben den Fachwerkhäusern, den Souvenirläden und den Restaurants wird das Stadtbild durch Kirchen geprägt. Am südwestlichen Ende des Zentrums schließt sich der schöne und ruhige Burggarten an, der einen guten Ausblick auf das Zentrum bietet.

Und das war es dann eigentlich schon mit dem Ausflug nach Rothenburg ob der Tauber. Man kann gemütlich durch die Stadt schlendern, nett was essen gehen (wir waren bei Rothen-Burger – wer bei so einem Ausflug auf traditionelle Küche verzichten kann und auf Wortspiele mit Burger steht, sollte hier unbedingt vorbei schauen) und ein wenig Kitsch und Souvenirs shoppen. Wie ich gelernt habe, kann man z.B. auch im Spätsommer bei Käthe Wohlfahrt einkaufen gehen.

Es ist ja jetzt nicht so, als gäbe es in Deutschland sonst keine anderen Orte, an denen man sich einen mittelalterlichen Ortskern mit vielen Fachwerkhäusern anschauen kann, aber hier kommt schon unheimlich viel zusammen. Wahrscheinlich ist das der Grund, warum Rothenburg besonders bei ausländischen Touristen so beliebt ist. Oder bei Besuchern des nahe gelegenen Taubertal-Festivals. Aber auch für alle anderen ist ein Tagestrip nach Rothenburg eine lohnende Sache und ein schöne Flucht aus dem Alltag.

8 Kommentare

  • bullion

    Ist ja witzig, ich werde heute auch noch einen Artikel zu unserem Auflug nach Rothenburg von vor ein paar Wochen veröffentlichen. Allerdings ohne Monkey-Island-Foto, das ich verpasst habe. Dafür mit viel Natur außenrum. 🙂

  • Nicole

    Ich war dort ja auch schon mal mit meiner damaligen Schule für die Kennenlern Tage, da haben wir dort in einer Jugendherberge übernachtet, aber von der Stadt gar nicht wirklich viel gesehen. Etwas schade, weil ein Ausflug in den Ortskern hätte sich da ja glatt gelohnt, aber wir waren halt echt nur auf dem Gelände der Jugendherberge und haben so komische Spiele zum Kennenlernen gemacht. Aber trotzdem hatte ich da ne schöne Zeit und einige lustige Anekdoten an den Aufenthalt, die ich jetzt immer mit Rothenburg verbinden werde. Mal schauen, ob es mich auch irgendwann noch mal dort hin verschlägt.

    Dankeschön für dein liebes Kommentar, ja ich denke die mündliche Prüfung hatte daran auch Anteil, denn da hatte ich mich abends immer mit Serien oder Filme auf andere Gedanken gebracht und war auch ehrlich gesagt zu müde, um großartig was anderes zu machen.

    Ja Jumanji gefällt mir da auch besser – klar ist der auch nicht immer unbedingt innovativ, aber da kann man halt jeweils herzhaft lachen. Tomb Raider hatte halt abseits von Vikander gar nichts zu bieten, fortgesetzt wird er ja trotzdem, mal schauen, ob Teil 2 dann besser wird und man aus den Fehlern lernt.

    Also ich fand Doctor Sleep klasse, aber wie bei allen Filmen des Genres gehen die Meinungen auseinander. An sich nein, weil das noch mal alles kurz erklärt wird, aber wenn du natürlich die Nostalgie und Hommage Momente im letzten drittel verstehen willst, dann würde ich sagen ja. Teil 1 gibt es aktuell bei Prime Video im Abo, da hatte ich ihn letztes Jahr geschaut. Ist in meinen Augen wegen Jack Nicholson empfehlenswerte, der ist phänomenal in dem Film. Vom Rest war ich nicht so begeistert, du sieht ich bin kein Kubrick Fan.

    • Nummer Neun

      Ah stimmt, Rothenburg dürfte ja nicht so weit von dir weg sein. Die Innenstadt solltest du dann dringend noch mal nachholen 🙂 Ich weiß auch nicht, ob das einem als Schüler so unbedingt gefallen hätte, in dem Alter hatte man ja auf Besichtigungen meistens noch nicht so richtig Lust. Wobei kennenlernen Spiele in der Jugendherberge ja auch so ein gewissen Geschmäckle haben. Könnte auf jedenfall die Google-Treffer jetzt erhöhen 😀

      Mal sehen, aber dann kann ich Doctor Sleep aber bei Sky auf jeden Fall mal noch auf meine Liste setzen. Von Kubrick habe ich auch nicht so viel gesehen, wobei da allerdings schon einige Klassiker dabei sind.

  • Elisa

    Oh wie toll! Ich hatte Rothenburg ob der Tauber gar nicht auf dem Schirm muss ich zugeben, aber es sieht einfach nur schön aus. Dein Beitrag ist toll und die Bilder einfach nur wunderschön. Vielleicht sollte ich das auch mal auf meine Reiseliste in Deutschland setzen 🙂 Danke dir für den tollen Input.
    Ich wünsche dir einen schönen Tag, Elisa von http://www.beautyinsimplicity.de

    • Nummer Neun

      Vielen Dank! Wir hatten aber natürlich auch richtig Glück mit dem Wetter (was meine Begleitung aber nicht davon abgehalten hat, auch Weihnachtsschmuck zu kaufen).

      Deutschland hat halt wirklich viele kleine, schöne Ecken 🙂

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