Der richtige Ton,  Im Netz

Musik & Du – 019 – Back in Time

Eine neue Runde von Musik & Du. Das Thema im Juli lautet:

Back in Time

Die großen Sport-Events wie die Olympischen Spiele oder Fußball-Welt- und Europameisterschaften haben oft einen Song, der mit diesem großen Ereignis untrennbar verbunden ist. Sei es nun der offizielle Song oder die Songs, die von Medien und Fans gepusht werden – einer bleibt doch meistens im Kopf zurück.. Beispiele gefällig? One Moment in Time (Whitney Houston, Seoul 1988), Un’estate Italiana (Gianna Nannini, WM Italien 1990), Don’t Look Back In Anger (Oasis, EM England 1996), Love Generation (Bob Sinclair, WM Deutschland 2006), 54, 74, 90, 2010 (Sportfreunde Stiller, WM Südafrika 2010), Freed from Desire a.k.a. Will Griggs on Fire (Gala, EM Frankreich 2016).

So einen Song hatte auch die Europameisterschaft 2000 in Belgien und den Niederlande. Europameister wurde damals Frankreich mit einem 2:1 im Finale gegen Italien, durch ein Golden Goal von David Trezeguet in der Verlängerung. Ich gebe zu, besonders viel blieb von diesem Turnier nicht in Erinnerung, positiv zumindest.

Außer vielleicht diesem Lied, mit dem das ZDF seine Übertragungen untermalte. Warum sie sich dabei ausgerechnet bei einem amerikanischen Künstler bedienten, wird wohl auf ewig ihr Geheimnis bleiben, aber der Song hatte das, was einen guten Fußball-Song auszeichnete. Er war flott, er war positiv, er war eingängig, er war das, was man als Stadionrock bezeichnen kann. Eine echty Hymne einer Band, deren Ansehen irgendwann zu Unrecht ins Negative kippte. Es war Bon Jovi mit It’s My Life. Und wie könnte man dazu auch nicht lauthals mitsingen?

It’s my life, It’s now or never. I ain’t gonna live forever, I just want to live while I’m alive, It’s my life. My heart is like an open highway, like Frankie said: I did it my way, I just wanna live while I’m alive – It’s my life!

Mit diesem Song kamen Bon Jovi in Deutschland auf Platz 2 der Charts und auf die 1 in Österreich und der Schweiz. Dem deutschen Team brachte er nicht so viel Glück. Unter Erich Ribbeck langte es nur zu einem Unentscheiden und zwei Niederlagen in der Gruppenphase. Negativer Höhepunkt war dabei das 0:3 im letzten Gruppenspiel gegen die B-Elf von Portugal, mit der sich la Mannschaft um Kahn, Matthäus, Deisler, Scholl und Rink aus dem Turnier verabschiedeten. Gruselig.

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