Rund um den Schreibtisch

In der Drehtür

Seltsame Situation. Bei uns in der Abteilung ist eine Stelle ausgeschrieben – und vor einigen Wochen wurde ich bei Facebook innerhalb von zwei Tagen gleich zwei Mal darauf angesprochen. Zunächst von einem guten Freund, dann von der Schwester einer guten Freundin. Um was geht es bei der Stelle? Kann ich das? Was soll man dazu sagen.

Beworben haben sich dann beide. Der eine etwas schneller, die andere etwas später. Mit dem Ergebnis: Der eine war am Montag zur zweiten Runde bei uns im Haus, die andere eine halbe Stunde später zu ihrem ersten Vorstellungsgespräch. Am Tag vorher habe ich beide getrennt voneinander noch mit Tipps versorgt, wie kann man punkten, was stand zuletzt so in der Presse über uns. Und ich habe für beide die Luft angehalten, dass sie sich hier nicht zufällig treffen. Flüchtig kennen sie sich ja.

Genutzt hat es wohl nichts. Das erste Gespräch ging länger, für das zweite Gespräch war sie etwas früher da. So muss es gewesen sein, sonst hätte ich am Abend bei Facebook keine Nachricht im Briefkasten gehabt mit rate mal, wer sich noch beworben hat. Ich musste nicht raten, ich wusste es auch so.

Zum Glück muss ich das nicht entscheiden. Zum Glück sind beide von ihrer Erfahrung und damit wohl auch preislich so weit auseinander, dass sie wohl auch nicht im direkten Wettbewerb stehen, sondern es eher eine strategische Entscheidung ist, welchen der beiden man nimmt. Wenn überhaupt, wenn es nicht sogar jemand ganz anderes wird.

Jedenfalls, um noch mal etwas egoistisch zu werden, finde ich es für mich etwas seltsam. Wenn Leute aus meinem Privatleben in mein Arbeitsumfeld drängen. Und ich weiß gar nicht so genau, wie ich das finde.

3 Kommentare

  • Verena

    Als eine Freundin mal kurzzeitig arbeitssuchend war, war ich auch gehemmt, ihr bei uns eine Stelle vorzuschlagen. Weil es nicht 100%ig gepasst hätte (glaub ich) und ich es auch komisch fand und ich mein Privatleben und meinen Job lieber trenne. Naja, keine einfache Situation, aber zum Glück fand sie dann bald was anderes, wo sie heute immer noch glücklich ist.

  • Nummer Neun

    Ich weiß bisher auch ehrlich gesagt gar nicht, wie es ausgegangen ist. Eine hat wohl das Angebot jetzt bekommen, aber ob sie angenommen hat, weiß ich noch nicht. Allerdings war heute der letzte Arbeitstag in diesem Quartal, die Zeit drängt also etwas.

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