Aus dem Leben

München ist ein Dorf

München hat ungefähr 1,4 Millionen Einwohner. Ich wohne seit dem Sommer 2005 hier, das sind mittlerweile fast schon beachtliche acht Jahre. In dieser Zeit hat man natürlich den ein oder anderen kennen gelernt. Trotzdem sollte man meinen, dass sich das in einer Millionenstadt etwas verläuft. Aber Pustekuchen. Dauernd trifft man auf irgendwelche Leute, die man kennt.

Beispiel: Das The Darkness Konzert vor einigen Wochen. Wir wollen grade in die Halle, als am Eingang schon eine Freundin vor mir steht. Ein paar Meter weiter: Ihre Schwester. Später, auf dem Weg von der Bar zurück in Richtung Bühne: Zwei Arbeitskollegen von mir. Können die sich nicht alle ordnungsgemäß bei den Facebook-Events anmelden? Dann wüsste man vorher wenigstens Bescheid.

Beispiel: Die Visions Parties im neuen Strom-Club. Zweimal war ich bisher in der neuen Location dabei. Beim ersten Mal bediente eine Freundin von mir hinter der Bar. Und der Freund eines Kollegen, den wir ab und an in der Tram treffen, feierte mit. Beim zweiten Mal stand in der Einlassschlage die Freundin einer Freundin hinter mir, die ich vor Jahren mal auf einem Geburtstag kennen gelernt habe, aber seitdem auch nie mehr gesehen hatte.

Beispiel: Das KSC-Spiel in Unterhaching vor einer Woche. Gut, dass ich hier das ein oder andere bekannte Gesicht treffen würde, war klar. Man kennt sich ja ein wenig vom gemeinsamen Fußball-Schauen. Aber das es natürlich schon gleich an meinem Bahnhof hier los ging? Beim Aussteigen dann noch einer und dann im Stadion und…

Beispiel: Frühstücken im Frenzy vergangenen Sonntag. Noch einer der KSC-Fans. Saß am Nachbartisch. Später kam noch ein Arbeitskollege dazu, saß um die Ecke. Nicht mal frühstücken kann man also unbeobachtet!

München ist wirklich ein Dorf. Dauernd trifft man Leute, die man kennt. Ich mag’s!

***

Zum Abschluß noch etwas Musik: Loon Lake aus Melbourne gehen mit On Fire sofort ins Indie-Rock-Ohr. Und bleiben auch dort. Boxen bitte auf laut stellen! (via)

3 Kommentare

  • ide02

    Das passt zu dem, was ich immer empfunden habe, wenn ich in München war: Es wirklich seltsamer klein, überschaubar. Kann das nicht beschreiben, aber ein ähnliches Empfinden hatte ich bisher auch immer bei Stuttgart. Es gibt Städte, die sind irgendwie Dorf. Warum auch immer. In Kroatien gibt es übrigens die kleinste Stadt der Welt: 24 Einwohner. 😉 Die kennen sich sicherlich auch alle. :p

  • Ariane

    Genau den Satz aus deiner Überschrift hat mir letztens jemand gesagt, der in München studiert hat. Und ich wollte das gar nicht glauben… Regensburg ist ein Dorf, Jena noch mehr, aber München?! Das ist doch ne Riesenstadt 😀 Aber lustig, dass du das genauso siehst!

    Salsa und andere Latino-Musik hab ich aus Peru mitgebracht. Ich muss ehrlich sagen, dass ich in Peru die Musik auch immer sehr ungern gehört habe und eher genervt davon war, dass ich den ganzen Tag in Bussen, auf der Straße etc. damit beschallt wurde. Aber als ich dann wieder in Deutschland war, hab ich mein Fern- bzw. „Rück-weh“ damit bekämpft, mir massenweise lateinamerikanische Musik runterzuladen und ständig anzuhören 😉

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