KW 03/2026: Death by Lightning, Ghosts (US), My Ugly Clementine, My BahnCard und die nackte Kanone
Happy Sunday!
In der kommenden Woche jährt sich die erneute Amtseinführung von Donald Trump zum ersten Mal. Und auch wenn es manch einem oder einer länger vorkommen mag: Er ist damit erst seit einem Jahr wieder Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. 1/4 seiner Amtszeit ist geschafft.
Themawechsel. Heute im medialen Wochenrückblick: Eine Serie über ein Attentat auf einen amerikanischen Präsidenten und ein Film, in dem ein wackerer Polizist ein Attentat auf die britische Königin verhindern muss. Dazu etwas Musik aus der Alpenrepublik Österreich und eine Serie über und mit Geister. Ungewohnt lustig geht es heute zu, viel Spaß!

Ein Bild vom Schnee aus der letzten Woche. Ich war nur kurz vor Tür und auf dem Weg zum Müll und zum Bäcker.


Death by Lightning (Staffel 1, 4 Folgen, USA, Netflix) – 7 von 10
Die Serie erzählt von der Wahl und der anschließenden US-Präsidentschaft von James A. Garfield (Michael Shannon) im 19. Jahrhundert und von Charles J. Guiteau (Matthew Macfadyen), der schließlich ein Attentat auf ihn verüben wird. Die Serie ist echtes und ernsthaftes Historien-Kino, für das man schon ein gewisses Faible braucht. Neben der Ausstattung besticht die Serie vor allem durch ihre Darstellenden, besonders Macfayden ist eindrucksvoll als schleimiger und verzweifelter Wendehals. Er ist damit der interessanteste Kern der Serie. Aber auch Shannon, Nick Offerman als Vizepräsident Chester A. Arthur und Betty Gilpin als Garfields Frau Lucretia sind toll. Zur Wahrheit gehört aber auch: Irgendwann hat man verstanden, dass Guiteau ein armer Tropf ist, der sich bemüht, von den Mächtigen wahr genommen zu werden, aber von ihnen nur verlacht wird, und dass Garfield eher ungewollt in das Amt kommt und damit fremdelt. Diese Motive werden in den drei Folgen etwas zu ausführlich und wiederholend behandelt. Dafür kommt der Moment, in dem Guiteau dann geistig auf Krawall umschaltet, etwas zu plötzlich.
Ghosts (US) (Staffel 1, 18 Folgen, USA, Sky on Demand) – 7 von 10
Diese Comedy-Serie hat bereits eine bewegte Geschichte hinter sich. Ursprünglich eine britsche Serie der BBC, ist nach deren Erfolg eine amerikanische und eine deutsche Adaption entstanden. Und die gute Nachricht zuerst: Während die deutsche Version eher mäßig war (6/10), macht die US-Variante deutlich mehr Spaß. Das Paar Sam (Rose McIver) und Jay (Utkarsh Ambudkar) erben ein riesiges Landgut, dass sie in eine Pension umwandeln möchten. Als dort jedoch ein Unfall passiert und Sam kurzzeitig ins Koma fällt, wacht sie mit einer besonderen Gabe wieder auf: Sie kann Geister sehen. Und von denen leben einige auf dem Anwesen. Wie bei Comedies nicht unüblich braucht auch diese Serie eine Weile, um sich einzugrooven. Besonders die erste Folge steht nicht für die Qualität der Serie, weil sie die undankbare Aufgabe hat, das ganze Szenario zu erklären. Aber danach wirkt sie wesentlich runder als das deutsche Pendant. Der große Cast ist recht abwechslungsreich gehalten und bietet einen bunten Querschnitt durch die Geschichte des amerikanischen Kontinents. Außerdem sorgt die Menge der Figuren praktischerweise dafür, dass die Schauspielenden der Geister nicht übermäßig gefordert sind. Die Geister werden immer dann am interessanten, wenn man ihren historischen Background etwas tiefer beleuchtet. Im Mittelpunkt stehen aber Sam und Jay, besonders letzterer wirkt in der US-Version kompetenter als in der deutschen Variante. Es ist eine nette Wohlfühl-Comedy, an der ich gerne weiter dran bleibe, auch wenn der ganz große Witz noch fehlt.

Die nackte Kanone (Regie: David Zucker, USA, 1988, DVD, Re-Watch) – 8 von 10
Lieutnant Frank Drebin (Leslie Nielsen) muss den Anschlag auf seinen Kollegen Nordberg (O.J. Simpson) aufklären und gleichzeitig einen möglichen Mordversuch an der britischen Königin vereiteln, welche die USA besucht. Der Kult-Film ist voller blödem Slapstick-Humor, den Nielsen in seiner bekannt würdevollen Art perfekt meistert. Jede Minute ein Gag und wenn einer mal nicht funktioniert, folgt garantiert der nächste. Hier wird auf keinem Witz lange herum geritten, sie kommen Schlag auf Schlag. Neben Slapstick kommt aber auch die Parodie von anderen Filmen nicht zu kurz. Und Ricardo Montalbán glänzt als Bösewicht. Auch wenn der Film aus einer anderen Zeit stammt – in der legendären Eröffnungssequenz sieht man, wie Drebin, als aufrechter US-Polizist und Kämpfer für das Gute, die aus amerikanischer Sicht geächteten Staatsführer der damaligen Zeit aufmischt – ist Die nackte Kanone doch erstaunlich gut gealtert. Und den großen Enrico Pallazzo noch einmal zu sehen ist natürlich auch ein besonderes Highlight.

Gesehene Spiele in dieser Saison: 18 von 18 Liga-Spielen = 100%. (Saison 2024/25: 85%)
Der Rückrundenauftakt bei Preußen Münster geriet für den KSC positiv. Es gab einen 2:0 Erfolg, das erste Mal seit September gab es kein Gegentor. Das lag zum einen an der schwachen Chancenverwertung des Heimteams, zum anderen aber auch am starken Keeper Bernat, der immer wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit rückte. Personelle Engpässe in der Abwehr sorgten dafür, dass der junge Leihspieler Scholl wieder auf sich Aufmerksam machen konnte. In der Offensive kommen langsam die langzeit Verletzten Ben Farhat und Egloff wieder zurück und tun durch ihre Spielfreude dem Team gut. In einer verbesserten zweiten Hälfte wurde dann Captain Wanitzek zum Matchwinner, der einen direkten Freistoß wunderschön ins Netz setzte, und dann schließlich auch noch einen Elfmeter verwandeln konnte. Vielleicht wird es damit ja wieder etwas ruhiger in und um den Karlsruher Wildpark.

Es ist das Ende einer Ära! Seit meiner Zeit als Student hatte ich die BahnCard 50, nun habe ich sie gekündigt. Es wurde immer schwerer, die Kosten für die Karte über die Ermäßigungen wieder reinzufahren. Durch das Deutschland-Ticket sind die ganzen Regionalfahrten ja weggefallen. Und richtig ins Grübeln bin ich gekommen, als ich mir neulich schon eine Fahrtkarte für den September gekauft hatte und ich bei diesem Vorlauf einen wirklich tollen Sonderpreis erzielen konnte – unabhängig von der BahnCard. Diesen Vorlauf habe ich nicht immer und eigentlich war ein Grund für die Karte immer die Flexibilität. Aber ganz ehrlich: So oft fahr ich nicht spontan. Und wenn ich dann zwei oder drei Fahrten pro Jahr in die Heimat habe, dann rentiert sich die BahnCard 50 wahrscheinlich einfach nicht. Aber mal sehen, vielleicht bin ich in einem Jahr ja schlauer.
Zum Tagesgeschäft: Ich hatte eine Hin- und Rückfahrt ins Büro und zwei Hin- und Rückfahrt in die Stadt am Donnerstag und Freitag. Es gab keine besonderen Vorkommnisse.

- Lustig! Am Freitag stand bei mir Comedy auf dem Programm. In den neuen Räumen der ehrwürdigen Münchner Lach & Schieß Gesellschaft gaben Ana Lucía und Till Reiners eine Try Out Show. Beide durften je 45 Minuten ran, beide lieferten gut ab. Die Stimmung im Publikum war sehr gut, wir konnten uns danach nicht einig werden, wer von den Beiden besser war, was aber uneingeschränkt positiv für beide zu verstehen ist. Das war definitiv ein gelungener Abend.
- In Memoriam Alfred Grimm: Ich kenne die Dinslaker Kunstszene nicht, ich kenne Alfred Grimm nicht, aber Lukas hat für seinen Blog Coffee and TV ein sehr schönes Gedenken an seinen alten Kunstlehrer geschrieben.

Nach ihrem tollen, letzten Album kündigt sich bei My Ugly Clementine aus Österreich nun endlich etwas Neues an. Der Vorbote hört auf den Namen You Won und klingt etwas grungiger als ihre bekannten Indiepop-Songs. Defintiv eine Musik-Farbe, die ihnen gut steht und es würde mich nicht stören, wenn neues Material auch insgesamt in diesem Ton bleibt.
Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit und habt einen guten Start in die neue Woche!