Der Monatsrückblick Januar 2020

Und da ist der Januar auch schon wieder rum. Da gab es schon strengere. Hier gab es genau einmal Schnee, der aber auch schnell wieder weg war. Richtig kalt war es nie so wirklich. Aber da will ich mich nicht beschweren. Privat war im Januar fast schon traditionell nicht so viel los, so ist dann der Film- und Serienteil des Monatsrückblick dieses Mal etwas länger geworden. Aber lest selbst.

*** Foto des Monats ***

Blick von der Münchner Hackerbrücke auf die unromantischen Bahngleise, aber auch in Richtung Sonnenuntergang. Ein ähnliches Bild habe ich vor ein paar Monaten glaube ich schon mal gepostet, aber das sollte ja kein Hindernisgrund sein. Damit hat sich das Foto gegen eine Aufnahme aus dem Pasinger Stadtpark durch gesetzt, aber den kann man bei der singenden Lehrerin ja auch desöfteren (und schöner) sehen.

*** Filme ***

Das Kino hatte einen starken Start ins neue Jahr mit einer ganzen Reihe an interessanten Produktionen. Dazu tourten auch die White Nights des Fantasy Filmfests durchs Land – wenn man es darauf angelegt hätte, kam man also fast gar nicht mehr aus dem dunklen Kinosaal heraus. Ich war in diesem Monat in insgesamt fünf Filmen, und da war nicht ein schlechter dabei. Fun Fact: Die fünf Filme habe ich in fünf verschiedenen Kinos in München gesehen.

1917 8 von 10

Was Regiseur Sam Mendes und sein mittlerweile 15-fach Oscar-nominierter Kameramann Roger Deakins auf die große Leinwand zaubern ist wirklich atemberaubend. Ein Erlebnis. Der Film wirkt wie aus einem Guß und kommt ohne erkennbare Schnitte aus. Und dabei reden wir nicht von einer kleinen Indiependent-Produktion wie Victoria, sondern das ist großes Kino mit Massenszenen, Flugzeugabstürzen und brennenden Städten. Immer wieder fragt man sich, wie sie das wohl gemacht haben. Die technischen Schauwerte überdecken dabei zum Glück, dass die Story recht dünn ist und wie ein Jump’n'Run sehr stringent vorwärts geht. Die Schauspieler schwimmen da ganz gut mit, allen voran die beiden Hauptakteure George MacKay und Dean-Charles Chapman, ohne aber ein Übermaß an Bindung mit dem Zuschauer zu liefern.

Jojo Rabbit (FFFWN) – 9 von 10

Ein Film, der gekonnt die Balance zwischen Komödie und Tragödie schafft. Wieder ein starker Film von Taika Waititi. Schon in der Eingangssequenz weiß man nicht, ob man lachen oder weinen sollte, wenn die Nazibegeisterung der Deutschen mit der Beatleshysterie gleich gesetzt werden. Im Mittelpunkt steht der kleine Jojo (toll gespielt von Roman Griffin Davis) der in dieser ganzen Hysterie aufwächst und dem Hitler selbst (gespielt von Waititi persönlich) als imaginärer Freund erscheint. Ihn als naive kindliche Projektion zu sehen, ist oft schon ein Highlight für sich – was auch daran liegt, dass das Stilmittel nicht inflationär eingesetzt wird. Wenn im Laufe des Films Jojos kleine Welt nach und nach in sich zusammen bricht ist das teilweise äußerst hart zu sehen. Und als dann schließlich der Krieg von einer aufregenden Ferienfreizeit zu einem brutalen Erlebnis vor der eigenen Haustür wird, ist der Spaß endgültig vorbei. Neben der Hauptfigur sind auch die Nebenrollen gut besetzt, mit Scarlett Johansson als seine Mutter, Sam Rockwell als Hauptmann und auch Stephen Merchant hat einen eindrucksvollen Auftritt, der bei Tarantino wahrscheinlich von Christoph Waltz gespielt worden wäre.

Knives Out 8 von 10

Drehbuachautor und Regisseur Rian Johnson (u.a. Looper) hat ein ziemliches Star-Ensemble auf der Leinwand versammelt, um eine klassische Agatha Christie Geschichte zu erzählen. Und die funktioniert überraschend gut und ist voller Wendungen. Nicht jede davon ist nachvollziehbar und realistisch, aber das ist Teil des Spaßes. Die vielen bekannten Gesichter helfen, die Familienbande auseinander zu halten, wobei sich Benoit Blanc (Daniel Craig) und Pflegerin Marta (Ana de Armas) als die zentralen Figuren entpuppen. So kann man dem Film wenig negatives zu schreiben, es ist ein kurzweiliger und harmloser Kinofilm, der zum miträtseln einlädt und handwerklich gut gemacht ist. Dieses Genre ist noch lange nicht tot.

The Peanut Butter Falcon 8 von 10

Ein toller Film! Witzig und tragisch gleichermaßen, ein klassisches Road-Movie und ein Feel-Good-Film. Gute Schauspieler, man kann Shia LaBeouf praktisch von der Kinoleinwand her riechen, Zack Gottsagen als junger Mann mit Down-Syndrom ist dagegen das emotionale Zentrum des Films. Auch eine Kunst, die der Film meistert: Trotz Hauptfigur mit so einer Krankheit wird kein dummer Witz darüber gemacht, im Gegenteil, es spielt so gut wie keine Rolle. Dakota Johnson als weibliche Hauptrolle fällt dagegen fast etwas ab. Zugegeben, der Film braucht etwas, um in die Gänge zu kommen und die Figuren entwickeln sich recht überraschungsfrei so, wie man es vermutet, das tut dem Spaß aber kaum einen Abbruch.

Systemsprenger 9 von 10

Was für ein intensiver Film! Das liegt vor allem an der jungen Haupdarstellerin Helena Zengel, die man in der Rolle der Benni abwechselnd hasst, bemitleidet und mitfühlt. Sie schickt die Zuschauer durch ein Wechselbad der Gefühle. Ich hatte zwei/drei mal Angst, dass gleich eine ganz große Katastrophe passiert und war den Tränen nahe, als sie auf einmal riesiges Mitgefühl zeigte. Man nimmt ihr alle Gemütszustände ab, das ist fantastisch gespielt. Der Rest des Castes fällt dagegen kaum ab, allen voran Albrecht Schuch als Anti-Aggresions-Trainer. Was vor allem bedrückend ist: Das bei allen gut gemeinten Maßnahmen keine davon zu greifen scheint. Intensives, deutsches Kino, das sich nur leider stellenweise etwas zu sehr wiederholt.

Sonstso – In der heimischen Flimmerkiste gab es, von alt nach jung sortiert:

Als verspäteten Weihnachtsfilm habe ich Gremlins – Kleine Monster (1984, Kabel 1) das erste Mal seit Jahrzehnten wieder gesehen und habe festgestellt: Die Mischung aus Horror und Humor funktioniert noch immer.

Lethal Weapon (1987, Sky Action) ist ein Klassiker des 1980er-Action-Kinos mit dem legendären Duo Mel Gibson und Danny Glover. Diesem Teil merkt man das Alter mittlerweile allerdings an, während Lethal Weapon 2 (1989, Sky Action) immer noch uneingeschränkt Spaß macht. Mit Lethal Weapon 3 (1992, Sky Action) landet man in den 1990ern, edlerer Optik und größeren Stunts. Der Film ist ebenfalls witzig und actionreich, die Story aber etwas lahmer als in den vorherigen Teilen. Lethal Weapon 4 (1998, Sky Action) ist dann schließlich der perfekte Abschluß der Reihe.

Wind River (2017, ZDF) bietet eine spannende Wer-war-es Geschichte im völlig verschneiten Wyoming – also genau mein Ding! Sehr spannende Sache mit Jeremy Renner und Elizabeth Olson.

Auch beim dritten Durchlauf hat Der Vorname (2018, Sky Cinema) für mich nichts von seinem Witz verloren. Die Duelle zwischen Christoph Maria Herbst und Florian David Fitz bleiben einfach lustig.

Die zwei Päpste (2019, Netflix) war recht überraschungsarm und damit leider genau so trocken und zäh, wie es der Titel versprach. Trotz Anthony Hopkins und Jonathan Pryce in den Hauptrollen.

Besser war da schon Marriage Story (2019, Netflix) mit Adam Driver und Scarlett Johansson als sich scheidendes Ehepaar, dass trotz aller gute Absichten doch in einen Rosenkrieg rutscht.

Der dritte Film des Streaming-Anbieters war dann schließlich The Irishman (2019, Netflix). Martin Scorsese Mammutwerk zeigt mit Robert De Niro, Al Pacino und Joe Pesci eine grade klassisches Line-Up, mit denen man durch Jahrzehnte der Mafia-Geschichte springt. Das ist zwar ganz nett und unterhaltsam, aber braucht man dazu einen 209 Minuten-Film? Und hat man das nicht alles schon gesehen?

Das Mädchen am Strand (2020, ZDF) ist ein spannender TV-Zweiteiler, mit einem knurrigen Heino Ferch als Ermittler auf der Suche nach dem Mörder auf einer Abiturfeier am Strand, vielen Tatverdächtigen und Wendungen inklusive.

Tatort: Kein Mitleid, keine Gnade (2020, Das Erste) ist trotz modernem Thema ein etwas biederer Tatort mit Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär und dem guten Gaststar Emma Drogunova.

Und gleich noch ein zweiter: Der Münchner Tatort: Unklare Lage (2020, Das Erste) dagegen ist ein richtig spannender Thriller. Der Aufwand, an den großen Plätzen der Landeshauptstadt zu drehen hat sich gelohnt.

*** Serien ***

Viel versprechende Neustarts treffen in diesem Monat auf einige alten Hasen. Wer hinterlässt den besseren Eindruck?

American Horror Story (Staffel 9 / 9 Folgen – FOX Serie) – 5 von 10

1984. Das idylische Camp Redwood öffnet wieder seine Tore. Am Tag vorher treffen die neuen Betreuer ein (u.a. Emma Roberts und Billie Lourd) und treffen dort auf die Campleiterin Margaret (Leslie Grossman). Außerdem hören sie das erste Mal vom legendären Mr. Jingles (John Caroll Lynch), der vor 14 Jahren im Camp für ein großes Blutbad gesorgt hat. Diese Staffel der Anthologie-Serie hat sich ganz offensichtlich dem Slasher-Genre verschrieben und so fließt das Blut in Strömen. Dazu hat man eine tolle Ausstattung zusammen bekommen, die schon fast an die Tür zum Kitsch klopft. Jetzt bräuchte es nur noch eine spannende Handlung – und daran scheitert die Staffel wieder. Die Story ist so voller Wendungen, dass es am Ende schlicht egal ist, was man da sieht. Und wenn gar nicht geht, erzählt man eine Geschichte uninspiriert auf verschiedenen Zeitebene. Das ist heutzutage nicht mehr clever, sondern oft fast hilflos. Die Geschichte beschränkt sich in 1984 auf eine Nacht – daraus macht man normalerweise dann einen Film. Hier wird es gestreckt ohne Ende und wird fast so dünn wie die letzte How I Met Your Mother Staffel. Wenigsten diesen Braten haben die Macher anscheinend gerochen, weswegen dann die letzten vier Episoden (und damit ja fast die Hälfte der Staffel) schon nicht mehr im titelgebenden 1984 spielen. Ich weiß nicht, ob ich einfach die falschen Staffeln gesehen habe, aber nach dem erneuten Fehlschlag ist die Serie für mich nun wirklich durch.

The Big Bang Theory (Staffel 12 / 24 Folgen – Netflix) – 6 von 10

Die größte Comedy des letzten Jahrzehnts kommt nach 12 Jahren zu ihrem Abschluß. Und der findet sogar ein rundes Ende mit einer bewegenden Rede von Sheldon (Jim Parsons) vor seinen Freunden. Sogar die Beziehung von Leonard (Johnny Galecki) und Penny (Kaley Cuoco) wirft noch mal einige interessante Aspekte ab, das war in den letzten Jahren nicht immer der Fall. Es gibt noch mal einige gute Folgen (wie das Hochzeitsgeschenk für Sheldon und Amy (Mayim Bialik)), bemerkenswerte Gastauftritte (William Shatner) und viele Füllerfolgen. Ich fand die Serie in ihren letzten Jahren ja nie so schlecht wie manch andere, sie hat sich nie selbst so lächerlich gemacht wie z.B. How I Met Your Mother zum Schluß. Es wird interessant zu sehen sein, ob es in Zukunft noch einmal eine vergleichbare Comedy geben wird – von den Streaming-Anbietern mit ihren 10-teiligen Dramödien erwarte ich da erst einmal nichts in diese Richtung.

Dracula (Staffel 1 / 3 Folgen – Netflix) – 5 von 10

Die Macher von Sherlock haben sich wieder eine historische Romanfigur heraus gegriffen und sie modern inszeniert, nämlich Dracula (Claes Bang). Aber funktioniert das genau so gut? Tut es leider nicht, im Gegenteil, die drei Teile sind ziemlich zäh. Dracula selbst ist meistens nicht wirklich furchteinflößend – wenn auch so einigermaßen faszinierend. Leider fehlt ihm ein würdiger Gegenspieler, die Nonne (Dolly Wells) glänzt eher als Klugscheißerin und nervt auf Dauer mit ihrem niederländischen Dialekt. Eine Identifikationsfigur wie Dr. Watson bei Sherlock fehlt komplett. Und dann kommt schließlich die letzte Folge, die so einige Wendungen bietet, aber so kaum funktionieren will. Hier hielten sich die Macher definitiv für cleverer, als sie eigentlich sind. Trotz allem: Die Serie hat auch ihre Momente und bietet Spannung und einige Überraschungen und unterhält auch mit einer gewissen Distanz zum Mythos der Vampire.

Lost In Space (Staffel 2 / 10 Folgen – Netflix) – 8 von 10

Die Familie Robinson schlägt sich weiter im Weltraum durch und überlebt in jeder Folge wieder neue Abenteuer. In der heutigen Zeit muss man diese Serie fast mutig nennen: Eine Abenteuer-Serie für die ganze Familie, fast abgeschlossene Episoden, den Mainstream im Blick und nicht eine serien-verwöhnte, spitze Zielgruppe. Welche Serie, die etwas auf sich hält, versucht das denn heute noch? Egal, wie groß die Gefahr ist, am Ende wird alles wieder gut. Weil die Familie ja so toll zusammen hält. Und dann auch noch diese Dialoge: “Daaaaaaaaad!” “Willllllllll!” Das muss man akzeptieren. Genau wie die J.J. Abrams-Gedächtnis-Optik. Es wäre leicht, die Serie zu zerreißen. Aber warum sollte man das tun? So lange sie spannend und voller Ideen ist, optisch auf Kinoformat und immer wieder neue Abenteuer bietet, so lange ist alles gut und die Serie eine der besten aktuellen Weltraum-Serien.

Master Of None (Staffel 2 / 10 Folgen – Netflix) – 7 von 10

Die schlechte Nachricht gleich zu Beginn: Noel Wells ist raus. Dafür hat Dev (Aziz Ansari) nun mit Francesca (Alesandra Mastronardi) einen neuen love interest, den er in seiner Auszeit in Italien kennen gelernt hat. Beruflich geht es für ihn auch etwas voran, er darf eine neue Gameshow moderieren und lernt dabei den Produzenten Jeff (Bobby Cannavale) kennen. Sonst hat sich nicht viel geändert, die Serie ist immer noch nett und sympathisch. Dafür fehlen aber die großen Lacher und nicht jedes Experiment gelingt.

Navy CIS: New Orleans (Staffel 5 / 24 Folgen – Kabel 1 / 13th Street) – 6 von 10

Das war eine etwas seltsame Staffel – und das muss für das NCIS-Franchise schon was heißen. Für Pride (Scott Bakula) wird es eine Tour de Force, vor allem körperlich, aber auch beruflich, weil er befördert wird und damit sein Team verlassen muss und hinterm Schreibtisch fest sitzt. Dafür stößt Hannah Khoury (Necar Zadegan) neu zur Einheit. So nehmen die beiden auch einen Großteil der Screenzeit ein, was leider zu Lasten des restlichen Teams geht. Auch das New Orleans Feeling geht in dieser Staffel etwas verloren, das hatte die Serie in den letzten Jahren eigentlich ausgemacht. So ist das Fazit in diesem Jahr etwas durchwachsen, das gelungene Staffelfinale (wieder mit einem leidenden Pride) rettet wenigstens noch den sechsten Wertungspunkt.

Silicon Valley (Staffel 6 / 7 Folgen – Sky Atlantic) – 8 von 10

Die finale Staffel der Comedy bietet wenig Neues, es geht wie gefühlt immer darum, dass Richards (Thomas Middleditch) Firma Pied Piper kurz vor einem Launch steht, aber noch dringend Investoren braucht. Man könnte also meinen, die Serie dreht sich also wie seit ein paar Jahren weiter im Kreis, aber nein, sie biegt ganz klar auf die Zielgrade ein. Pied Piper ist gewachsen, während der Konkurrent Hooli kurz vor dem Ende steht. Und zum Schluß muss man sich mit etwas Wehmut von Gilfoyle (Martin Starr) und Dinesh (Kumail Nanjiani) und Jared (Zach Woods) verabschieden, nicht aber, bevor man eine der besten finalen Folgen einer Serie seit längerer Zeit serviert bekommen hat. Wer die Staffeln davor mochte, wird auch mit dem Abschluß zufrieden sein.

Watchmen (Staffel 1 / 9 Folgen – Sky Atlantic) – 7 von 10

Die auf dem gleichnamigen Comic basierende Serie strotzt nur so vor Ideen. In jeder Folge kommen neue Aspekte hinzu und nur langsam erkennt man, wie dies alles zusammen hängt. Vor drei Jahren hatte eine radikale Bürgermiliz in einer großangelegten Aktion Polizisten in Tulsa und deren Familien angegriffen, viele ermordet. Die meisten Überlebenden quittierten den Dienst, die anderen schützten sich durch das Tragen von Masken sowie durch die Geheimhaltung ihrer Identitäten. Nur der Polizeichef Judd Crawford (Don Johnson) steht erhobenen Hauptes in der Öffentlichkeit. Anders hingegen Detective Angela Abar (Regina King). Sie gehört zu denjenigen, die hart durchgreifen. Bald kommt es zu einer Bluttat, die die FBI-Agentin Laurie Blake (Jean Smart) nach Tulsa bringt. Und in dieser Beschreibung taucht der geniale Wissenschaftler Adrian (Jeremy Irons) und der mysteriöse Dr. Manhattan noch gar nicht auf. Ach erwähnte ich schon, dass ein Großteil New Yorks durch einen überdimensionalen Oktopus zerstört wurde? Wie gesagt, Ideen gibt es in der Serie reichlich, allerdings habe ich dadurch auch dementsprechend lange gebraucht, um mich zu Recht zu finden. Und war dann etwas enttäuscht, dass dieser Aufhänger mit den maskierten Polizisten am Ende gar nicht mehr so wichtig war. Immerhin wurde am Ende wieder alles zu einem runden Abschluß gebracht, die letzten beiden Folgen setzen noch mal echte Highlights. Aber der Weg dahin war lang und teilweise steinig.

Was bringt der Februar? Am 6. hat die zweite Staffel von Bad Banks seine lineare Premiere auf Arte. Am 7. startet die finale zehnte Staffel von Pastewka auf Prime Video (für Pay-TV Kunden geht es am 13. erst einmal mit der neunten Staffel auf Sky 1 weiter). Am 12. geht es mit Bull auf 13th Street in die vierte Staffel. Narcos: Mexiko startet am 13. in seine zweite Runde auf Netflix. The New Pope kommt endlich am 20. zu Sky Atlantic. Am 24. setzt The Walking Dead seine zehnte Staffel auf FOX fort und noch wichtiger: Better Call Saul kommt am gleichen Tag mit der fünften Staffel zu Netflix zurück. Es ist also einiges los auf der Mattscheibe. Am 26. öffnet das Room 104 auf Sky Atlantic zum dritten Mal seine Tore, Die Conners bitten zum zweiten Mal auf dem Disney Channel zu Tisch und am 27. geht schließlich Altered Carbon auf Netflix in seine zweite Staffel.

*** Wie geht’s dem KSC? ***

Bilanz: 1 Spiel, 0 Punkte.

Der Jahresauftakt ging beim Tabellenletzten mit 0:1 in die Hose und damit setzt sich der Trend von vor der Winterpause fort. Allesamt wichtige Spiele gegen Mitkonkurrenten gegen den Abstieg und alle gingen sie sanf- und klanglos verloren. Das ist grade eine harte Zeit.

*** Musik ***

Besuchte Konzerte: 1 (The Menzingers, die am letzten Tag des Monats in München auftreten werden. Also im Januar, aber zu spät für den Monatsrückblick). Gekaufte Konzerttickets: Y.

Von den Live-Fähigkeiten von Brian Fallon war ich bei seinen letzten Konzerten ja alles andere als überzeugt. Sein Solodebut dagegen vor zwei Jahren war überraschend nett und auch You Have Stolen My Heart, die Vorab-Single des neuen Albums, kann man sich gut anhören.

Der zweite Tipp ist noch ein Überbleibsel aus dem vergangenen Jahr, als Dude York das Album Falling veröffentlichten. Freunde von The Pains Of Being Pure At Heart sollten mal rein hören, mir sprang vor allem Box schnell ins Ohr.

*** Krieg und Frieden ***

Interpretiert das, wie ihr wollt, aber das Dschungelcamp hat es verhindert, dass ich bei Krieg und Frieden weiterlesen konnte. Langsam geht es zwar weiter, ich hänge aber immer noch am dritten Band. Im Februar hoffe ich auf größere Fortschritte, da stehen nämlich wieder so einige Stunden in der Bahn an.

*** Linktipps ***

Ein paar Lesetipps aus den Weiten des Internets:

Da haben wir den Salat: InsideKino mit einer Betrachtung des Kino-Marktes 2019 und warum er sich in Deutschland anders zu entwickeln scheint als in anderen Ländern.

Tipps für Langstreckenflüge: Wem ist es im Flugzeug immer zu kalt, sitzt unbequem oder weiß nicht, was er machen soll? Ella Maria gibt Tipps für den nächsten Flug.

Roadtrip durch das Schärenmeer: Das eben gelernte kann man gleich anwenden bei dem Flug nach Südfinnland, wo Inka ein paar Wintertage verbracht hat.

What to do in Montenegro: Oder wer es gerne etwas wärmer mag, kann sich an die Tipps und Bilder von Ines halten, die über das kleine Land an der Adria berichtet.

Warum E-Books der Siegeszug verwehrt blieb: Das Magazin t3n hat sich damit auseinander gesetzt, warum der kindle doch nicht den ganzen Buchmarkt revolutioniert hat.

*** Frage des Monats ***

Ich bin mir mit einer konkreten Sache beim Monatsrückblick nicht ganz sicher: Sollte ich hier auch die Konzertbesuche mit integrieren? Die einzelnen Artikel für die Konzerte erfreuen sich ja meistens nicht der ganz großen Beliebtheit, so könnte ich mir das etwas sparen und kürzer fassen. Feedback dazu bitte in die Kommentare!

Und das war’s für diesen Monat. In ein paar Tagen folgt mein Tipp für die Oscarnacht. Aber bis hier her schon einmal herzlichen Dank für die Aufmerksamkeit.

This entry was posted in Der richtige Ton, Was mit Medien. Bookmark the permalink.

2 Responses to Der Monatsrückblick Januar 2020

  1. Stepnwolf says:

    Ich bin mittlerweile auch ab und an mal im Pasinger Stadtpark… ;)

Hinterlasse einen Kommentar zu Nummer Neun Antwort abbrechen