The dark side of Fashion

Auf den Fashion-Blogs seht ihr immer nur die schöne Seite der Mode. Neue Klamotten, optimal präsentiert von jungen, hübschen Damen an supersonnigen Tagen an exotischen Urlaubslocations. Wie hübsch! Aber was passiert, wenn die Sachen alt werden, verblassen oder nicht mehr passen? Die Form verlieren? Was dann? Darüber spricht niemand!

So ein bis zweimal gehe ich meinen Kleiderschrank durch und sortiere aus. Heute war ein ganz guter Tag dafür. Keine Bundesliga und geschlossene Geschäfte in Bayern. Also los, Kleiderschrank auf und schauen und anprobieren: Was ziehe ich eh nicht mehr an, was sieht nichts mehr aus, was – und über die Gründe dafür können wir an dieser Stelle nur spekulieren – passt nicht mehr? Und es kommt immer einiges zusammen. Dieses Mal waren es immerhin zwei Hausmülltüten. Einige alte T-Shirts, eine Jeans, die nur unter größten Mühen noch zu gegangen wäre, ein Schal und einige Hemden. Auf letzterem lag dieses Mal der Schwerpunkt. Teilweise waren Sachen dabei, die man sich begeistert gekauft hatte, aber dann leider fast nie an hatte. Verdammte Konsumgesellschaft.

Nach dem aussortieren stellt sich immer die Frage: Wohin damit? Nach dem ich in der letzten Woche mal wieder ein Paket für Momox fertig gemacht hatte, und so immerhin gut 40 Euro verdient habe, wollte ich es nun bei Momox Fashion versuchen. Allerdings erfolglos, hier wurden nur bestimmte Markten gesucht und ich wäre grade mal ein einziges Hemd für 5 Euro losgeworden. So brachte ich es wieder zur Kleiderspende vom Roten Kreuz. Wohlwissend, dass auch hier nicht alle Sachen direkt an Bedürftige gehen, sondern es nur verkauft und dann mit dem Geld gearbeitet wird. Aber immerhin, irgendeinen Zweck erfüllen die Sachen damit immer noch.

Gibt es dafür aber nicht noch eine bessere Alternative? Was macht ihr mit euren alten Klamotten?

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5 Responses to The dark side of Fashion

  1. Seb says:

    In Dortmund kann man Herrenkleidung auch direkt bei einer Einrichtung für Obdachlose abgeben – da habe ich neulich einen Sack voll hingebracht. Da kann man sich ziemlich sicher sein, dass die Sachen bei Leuten ankommen, die sie wirklich gebrauchen können. Ich könnte mir vorstellen, dass es in München etwas ähnliches gibt.

  2. ide02 says:

    Einmal im Jahr mache ich auch dieses Kleider-Aussortieren.Umd da bin ich auch knallhart.Was in den letzten 5 Jahren nicht getragen wurde,fliegt.;-)
    Die letzten Male habe ich es auch beim Roten Kreuz abgeben,nachdem ich erfahren habe,dass die anderen Container nur für sich das Geld einheimsen.Sonst,was noch möglich wäre:Secondhand-Shops.Hier gibt es mehrere davon,die Kleidung auch abnehmen.

  3. Sarah says:

    Ich versuche mein Glück immer auf verkaufsplattformen wie Kleiderkreisel oder ebay, das geht allerdings auch nur schleppend. Vielleicht sollte ich mal auf einen “echten” Flohmarkt?
    Liebe Grüße
    Sarah

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