21. Oktober 2015

Es ist der 21. Oktober 2015. Viele Leute glauben, heute wäre der Tag, an dem Marty McFly zusammen mit Doc Brown direkt aus dem Jahre 1985 hier (bzw. in Hill Valley) landen werden. Nun, das wird nicht passieren. Bitte jetzt die Musik starten.

Wir befinden uns nämlich in einer alternativen Zeitschiene. Die Gründe dafür sind eigentlich relativ offensichtlich:

  • Es gibt keine Hoverboards
  • Und auch keine fliegenden Autos
  • Der Trend, zwei Krawatten gleichzeitig zu tragen, hat sich nicht durch gesetzt – genau so wenig, die Hosentaschen außen zu tragen
  • Hunde werden nicht an elektronischen Hundeleinen ausgeführt
  • Die Niederlande haben sich nicht für die Europameisterschaft qualifiziert
  • Kündigungen werden nicht per Fax übermittelt, da diese Technik fast ausgestorben ist
  • Jaws 19 (Der weiße Hai) wird dieses Jahr nicht in die Kinos kommen

Das dies alles nicht so eingetreten ist, lässt eigentlich nur einen Schluß zu: Irgendjemand muss die Zeitlinie so verändert haben, dass wir nun in einem anderen 2015 leben, als es der Dokumentarfilm Zurück in die Zukunft II von 1989 uns gezeigt hat. Das heißt, die Abweichung muss irgendwann zwischen 1989 und 2015 passiert sein.

Aber was ist passiert? Alles geht zurück ins Jahr 2002, genauer gesagt zum 18. Oktober 2002. Mark Zuckerberg war Student in Harvard, saß grade bei einem verheißungsvollen Date in einem schicken Restaurant, als sein Kellner, Biff Tannen – wie auch er immer dorthin gekommen ist – ungeschickt mit der bestellten Flasche Rotwein hantierte, und sie über dem herrlichen cremefarbenen Kleid von Zuckerbergs Begleitung entleerte. Absicht oder nicht, das wird wohl niemals geklärt werden, aber die Folgen für die Menschheit waren verheerend.

Seine Begleitung verließ abrubt das Restaurant, die beiden sollten sich nie mehr wieder sehen. Aus Frust entwickelte Zuckerberg nun in der Folgezeit zunächst die Seite facemash.com, die später zu facebook.com wurde. Damit hatte er so viel Erfolg, dass er eben nicht die Technik entdeckte, die es ermöglichen sollte, Skateboards und Autos zum fliegen zu bringen. In Facebooks Sog wurden schließlich auch youTube und Twitter so populär, dass kein Mensch mehr an Faxgeräte glaubte. Statt dessen wurden Katzenvideos so beliebt, dass auch die Weiterentwicklung von Hundeleinen zum Erliegen kam. Auf Twitter und Facebook wurden die Sharknado Filme so erfolgreich, dass es für Jaws 5 – 18 einfach keinen Markt mehr gab. Statt dessen drehte Spielberg einen vierten Teil von Indiana Jones. Zurück zu Zuckerberg: Da er nicht in einer seriösen Branche groß wurde, konnte er nie seinen Stil mit den zwei Krawatten und den Hosentaschen etablierten, den viele Jugendliche übernommen hatten, sondern wurde statt dessen mit Kapuzenpullis bekannt.

Und das alles begann mit nur einer Flasche Rotwein. Aber was hat das alles mit der niederländischen Nationalmannschaft zu tun? Wie auch immer, ich werde heute mein I Bought This Shirt Tomorrow-Shirt anziehen und am Abend schön ins Kino gehen.

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4 Responses to 21. Oktober 2015

  1. Christine says:

    Zumindest meine Mama nutzt ihr Faxgerät noch und liebt es heiß und innig. ;)

  2. Stepnwolf says:

    Die zwei Krawatten habe ich schon damals nicht so wirklich verstanden. So wie die ganze Mode doch arg über das Ziel hinausgeschossen ist. Aber immerhin hat man auf technischer Seite einige verblüffende Ähnlichkeiten bereits geahnt. Flachbildschirme, Bildtelefonie, das vernetzte Haus… Schon cool. Darüber nachdenken macht hungrig. Ich mach mir mal ne Pizza, bin in drei Sekunden wieder da. :)

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