John Allen and The Subways

Zwei Konzerte in drei Tagen – Freizeitstressalaaarm! Aber wer will sich da beschweren? Hat man sich ja selbst ausgesucht. Los ging es am Montag mit den Subways im Backstage. Und die hatten einen auf dieser Seite wohl bekannten Support dabei.

Purple

Yes, die kleine Garagen-Punk-Band aus Texas war da und alle Augen waren auf Sänger- und Drummerin Hanna Brewer gerichtet. Das lag jedoch nicht (nur) an ihrem knalligen Bikini-Oberteil (oder ihrer Figur oder ihren Haaren), sondern daran, dass sie wohl die Rock and Roll Queen des Abends war. Selten habe ich es erlebt, dass eine Band so begeistert davon war, auftreten zu dürfen, aber sie war ja richtig aufgeregt und wußte nicht genau wohin mit ihrer Freude. Die Band hatte auf Facebook geschrieben we are living the dream – das glaube ich denen sofort.

Wer das Album kennt, bekommt live auch genau das serviert. Einfache, ungestüme Musik von einfachen Leuten, Musik-Studenten werden hier wohl nicht glücklich. Und Songs wie Beach Buddy oder Target sind doch tatsächlich nicht schlecht. Und mehr Fotos von Hanna (aus Zürich) gibt es hier. She like to drink and wear bikinis.

Nach Purple folgte noch eine weitere Vorband, von denen ich mir jedoch weder Namen, noch Musik merken konnte, erst danach kam der Hauptact des Abends, nämlich:

The Subways

Ich bin nicht grade der weltgrößte Fan der Band – ehrlich gesagt könnte ich nur eine handvoll Songs mit Namen benennen. Aber ich habe mir sagen lassen, live sollten sie gut sein, die gescreenten neuen Songs klangen auch nicht verkehrt und so wanderte das Ticket in meinen Einkaufswagen.

Bereut habe ich es nicht, sie machten tatsächlich live sehr viel Spaß. Die Menge tobte, so wie ich das von unserem Platz aus beurteilen konnte. Zwar wirkten viele Songs recht ähnlich und manche Animationen für das Publikum etwas arg einstudiert, aber was soll’s: Man hatte eine gute Zeit. Wohl erwartungsgemäßt ging es am meisten ab bei Rock’n'Roll Queen und Oh Yeah, aber auch Mary hatte mir gut gefallen, das war so einer dieser “ach, das ist ja auch von denen”-Momente. Das neue Album gefällt mir auch, deshalb gibt es nun My Heart Is Pumping To A Brand New Beat für euch.

Keine Müdigkeit vortäuschen, bereits zwei Tage später ging es weiter. Wieder im Backstage, dieses Mal in einem der kleineren Säle. Als Support war der Salzburger Dominik McNeder geladen, der mit voller Hingabe und Akkustikgitarre sein Set spielte. Erinnerte an den jungen John Allen, als Support von Frank Turner. Oder an den jungen Frank Turner, als Support von The Gaslight Anthem. Aber zum Hauptact:

John Allen & Band

Nach dem im letzten Jahr sein sehr empfehlenswertes Album Sophomore erschienen ist (kaufen), war er nun das erste Mal mit einer eigenen Band unterwegs. Und diesem Ruf folgten, zu einem Preis, der unter dem eines Kinotickets lag, handgeschätzte 60-70 Leute und bekamen einen unbeschwerten Abend.

Die Band tat dem Auftritt gut und brachte einfach mehr Abwechslung in so einen Abend. So wurde von den schnelleren Nummern wie On The Road oder New Year’s Eve über Midtempo Sachen wie Lessons I Have Learnd oder Home bis zu ruhigen Songs wie It’s Raining Every Day so einige geboten. Als Zugabe gab es schließlich noch einmal ein echtes Highlight: Famous Last Words – die Pianonummer. Und dann war Schluß, nach gut 75 Minuten. Es war vielleicht nicht das heftigste, geilste oder beste Konzert, aber mit Sicherheit eines der schönsten seit längerer Zeit.

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2 Responses to John Allen and The Subways

  1. Caroline says:

    Subways und John Allen – hätte ich mir auch angeschaut :-) Naja okay, da John Allen die Woche auch in meiner stadt ist, werde ich ihn wahrscheinlich auch sehen. Wie teuer war John Allen bei dir? (Eine Freundin würde mitkommen, macht es aber vom Preis abhängig, da sie nicht so flüssig ist grad.)

    • Nummer Neun says:

      Also hier waren es tatsächlich grade mal 8 € – allerdings ist wohl die Full Band Tour jetzt auch schon vorbei und er spielt wieder nur solo, wenn ich das bei Facebook richtig verstanden habe.

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