Die Dakar 2015

Ich habe es ja nicht so mit dem Autofahren. Genau so wenig wie mit Motorsport. Die Formel 1, die ständig nur im Kreis fährt? Langweilig. Laaaaangweilig! Trotzdem gibt es jedes Jahr genau ein Motorsport-Event, das mich fasziniert und für das ich immer wieder den Fernseher einschalte. Die Rede ist von der legendären Rallye Dakar.

Erstmals ausgetragen wurden sie 1978, auf der klassischen Strecke von Paris nach Dakar im Sengal. Von dieser Strecke gab es im Laufe der Jahre nur kleinere Abweichungen, bis die Dakar im Jahr 2008 erstmals ausfallen musste. Die französische Regierung gab eine Reisewarnung für die Nord-Sahara raus, es gab wohl auch konkrete Terrordrohungen gegen die Rallye. Als Konsequenz daraus zog der Tross im folgenden Jahr nach Südamerika – und blieb aufgrund des großen sportlichen und wirtschaftlichen Erfolgs schließlich auch dort. Ihren Namen jedoch behielt sie, auch wenn sie mit Afrika mittlerweile gar nichts mehr zu tun hat.In diesem Jahr ist wieder Buenos Aires Start- und Zielort der Dakar. Die Strecke führt die Teilnehmer über San Juan nach Chile, wo es in nördliche Richtung über Antofagasta bis nach Iquique weiter geht. Nach einem kurzen Abstecher nach Bolivien wird das Feld über Salta und Rosario zurück nach Buenos Aires geführt. (Quelle)

Es gibt getrennte Wertungen für Autos, Motorräder, Quads und Trucks. Profis und Amateure fahren die Strecken gemeinsam, prinzipiell ist die Dakar für jeden offen. Gezählt wird ganz simpel die Zeit, die für die täglichen Wertungsprüfungen gebraucht werden. Wobei dort neben der reinen Fahrkunst auch Navigation gefragt ist, sobald z.B. in den Wüsten die befestigten Straßen verlassen werden, heißt es, streng nach Karte fahren. Sollte es während der Fahrt zu Problemen kommen, können die Fahrer ihr Gefährt mit allem reparieren, was unterwegs mit dabei ist. Sei es im eigenen Wagen, oder in einem anderen der Rennwagen – hier bieten z.B. die mitfahrenden Trucks das ein oder andere Ersatzteil an. Für größere Reparaturen stehen abends im Biwak die Techniker des Teams bereit. Dumm nur, wenn man erst mitten in der Nacht im Lager ankommt und schon wenige Stunden später in aller Frühe wieder los muss, zur nächsten Prüfung.

Die Dakar ist ein großes Abenteuer und liefert grandiose und beeindruckende Bilder. Es ist eine riesige Herausforderung an Mensch und Maschine im Kampf gegen die unwirtliche Natur. Leider kam es im Rahmen der Rallye immer wieder zu Todesfällen, was nicht nur die Teilnehmer betraf. Auch Journalisten, Zuschauer und gänzlich unbeteiligte Personen zählten zu den Opfern, weswegen das Sportereigniss immer wieder in die Schlagzeilen geriet.

Wer die Dakar ebenfalls verfolgen möchte: Ab dem 4. Januar sendet Eurosport jeden Abend gegen 23 Uhr eine Zusammenfassung der Etappe vom Tage.

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