Früher waren die besser

Am Freitag war ich bei meinem wahrscheinlich letzten Konzert des Jahres: The Gaslight Anthem spielten im Münchner Zenith. Und um das Beste gleich am Anfang zu schreiben: Sie spielten fast zwei Stunden durch, immerhin 25 Songs (Setlist).Allerdings muss man auch sagen: Davon waren immerhin 11 Songs vom aktuellen Album. Und das ist seit dem ersten Hören einfach nicht besser geworden. Sondern öde und langweilig geblieben. Das Konzert war dann leider auch nicht viel besser. Der Sound im Zenith mal wieder übel, die klassischen Songs schludrig gespielt und gesungen – fiel mir besonders bei einem meiner Lieblingssongs auf: Meet Me By The River’s Edge.

Gut, bei Great Expectations waren sie mutig und haben versucht, eine ruhigere Nummer draus zu machen. Hat aber leider nicht richtig funktioniert. Dazu kamen wirre Zwischenreden von Mastermind Brian Fallon, in denen er uns sein Leid klagte, war wäre, wenn er während des Konzertes pinkeln müsste. Dann erzählte er noch irgendwas von Ben & Jerry Eis – manchmal wünscht man sich, die würden einfach nur ihre Musik runter spielen.

Es war aber auch nicht alles schlecht. Handwritten und Howl waren gut, zu The ’59 Sound konnte man schön hüpfen und The Backseat als Abschluß ist prinzipiell würdig. Dann waren sie weg, ohne Zugabe, das Licht und die Musik vom Band gingen an und wir hatten es geschafft. Man sah so einige enttäuschte und gelangweilte Gesichter an diesem Abend. Da half auch das große Herz im Hintergrund nicht, heute wurden sie nicht geliebt.

Für euch noch ein Video aus besseren Zeiten: Great Expectations. We had the greatest expectatations.

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8 Responses to Früher waren die besser

  1. Ich mag ja die neue Platte :D

  2. Karo Kafka says:

    Schade, dass das Konzert so eine Enttäuschung war. Kenne die Band nicht, kann mich also daher nicht zur Musik äußern. Hatte aber einen ähnlichen Fall, als Judith Holofernes dieses Jahr im Frühjahr nach Leipzig kam. Ihre neue Platte konnte nie ganz zur Herzensplatte werden, die Lieder wurden nur heruntergespielt, kaum Charme. Schon schade, wo Wir Sind Helden quasi DIE Band meiner Jugend sind. Naja, auf dass die nächsten Konzerte wieder besser werden. :)

    • Nummer Neun says:

      Ja manchmal schaffen es die Künstler ja dann auch mit schwachen Platten, wenigstens gute Konzerte zu spielen. Aber hier kam dieses Mal kein Charme auf. Das kannte ich von ihnen anders :/

      “Die nächsten Konzerte” sind bei mir erst nächstes Jahr, falls nichts mehr rein rutscht. Mit Royal Blood geht es im Januar weiter :)

  3. bknicole says:

    Ich kenne die Band mal wieder nicht ,aber schade, dass dir das Konzert nicht ganz so gut gefallen hat. Ist immer doof, wenn man dann Geld ausgegeben hat. Den Song aus dem Video fand ich jetzt aber gar nicht mal so schlecht. Mag ja so Rock Pop sehr, aber finde das ist halt auch nichts außergewöhnliches, sondern mehr das, was man schon kennt.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Ja genau, ist eigentlich nur ein Machtkampf zwischen zwei Gewerkschaften, der auf dem Rücken der Bürger ausgetragen wird und das finde ich einfach echt ne Frechheit. Da tut mir ehrlich gesagt sogar die Bahn leid, die der Gdl ja schon sehr entgegenkam und ständig wieder schauen muss, wie sie die Streiktage organisieren und hohe finanzielle Einbußen dazu haben.

    Da ich ja leider auf dem Land lebe, bin ich da leider immer voll dabei. Bei uns ist halt auch kein Zug großartig gefahren, sodass ich auch nen Teil der Strecke mit Auto zurück legen musste.

  4. Caroline says:

    Danke für deinen Kommentar!
    Schade, dass dir Gaslight nicht so gefallen haben…vielleicht wird ja das nächste Album wieder nach deinem Geschmack..? :)

    Liebe Grüße
    http://carolinevonh.blogspot.de/

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